Konzerte in der Mehrwer Dorfkirche sind nun schon zu einer guten Tradition geworden und finden mittlerweile zweimal jährlich statt.
Das ist einerseits dem Engagement unserer Pfarrerin, Frau Sieder (links im Bild), und dem Gemeindekirchenrat zu danken, die weder Kosten noch Aufwand scheuen, um den Mehrowern in ihrer Dorfkirche ein kulturelles Angebot zu unterbreiten.
Andererseits gilt der Dank für das vielfältige Angebot Annika Hein, aus Mehrow, die meist in irgendeiner Weise beteiligt ist. Sie bringt immer wieder neue Musiker-Kollegen zu uns und/oder wirkt selbst bei den Aufführungen mit.

Beim Konzert am 20. April sollte es mal etwas ganz Neues in der Dorfkirche geben: Jazz. Das hat bei manchem Grübeln ausgelöst, ob das denn in eine ehrwürdige alte Dorfkirche passt. Aber wie sich gezeigt hat, gibt es damit überhaupt keine Probleme. Die Kirche ist ein Haus, in dem die Menschen zusammen kommen, um Gottesdienst zu feiern und in Gemeinschaft Freude zu erleben. Und wie die voran gegangenen Konzerte war auch dieses darauf ausgelegt, Freude zu bereiten.

Bevor es los ging, hat Frau Sieder aber erst einmal die Gelegenheit genutzt, um den Helfern zu danken, die in den zurückliegenden Wochen die Kirche umgestaltet und herausgeputzt haben. Das waren einerseits die Arbeitskräfte der Barnimer Feldmark, die unter Leitung von Herrn Gatzke (rechts im Bild) die Türen überarbeitet und zwei Türen zum Turm mit Glaseinsätzen statt Holzfüllungen versehen haben. Andererseits waren es die Helfer aus der Kirchengemeinde Ahrensfelde/Mehrow und einige Mehrower Bürger, die unter Leitung von Herrn Plume die Kirche mit einem Holz-Fußboden und die Bänke mit einem neuen Anstrich versehen haben.

Jörg-Arno Zilch hat sich bei seiner Einleitung sichtlich gerührt gezeigt, dass extra für ihn und seine Freunde so viel Aufwand betrieben wurde - noch nie hat man extra für sie eine Kirche renoviert. (Wenn der wüsste, dass wir auch renoviert hätten, wenn kein Konzert angestanden hätte ...!)


Ausführende waren diesmal Jörg-Arno Zilch und seine Freunde (kurz "JAZ and Friends" genannt), Laienmusiker aus Berlin und Ahrensfelde, die ein breites Repartoir bekannter Jazz-Titel drauf haben. Zu Gehör kam kein Free-Jazz, sondern Ohrwürmer, die alle mitsummen konnten und die ein Laie mitunter gar nicht dem Jazz zugeordnet hätte. Unterstützt wurden sie dieses Mal von Annika Hein als Sängerin, die stimmgewaltig und mit viel Ausstrahlung eine wirkliche Bereicherung war.

Bei Titeln wie "Girl from Ipanema", "Fever", "Perhaps", "Tico Tico" und "Satin Doll" onnte kaum einer die Gliedmaßen still halten - fast alle trommelten mit Fingern oder Füßen im Takt oder summten die Melodien vor sich hin. Der Applaus, den Jörg-Arno Zilch, Annika Hein, Stefan Schenderlein, Joseph Conrad und Martin Fischer bekamen, war zu 100% echt. Da war nicht ein Titel dabei, bei dem man nur anstandshalber geklatscht hat. Und da es offenbar auch den Musikern Spaß gemacht hat, gab es reichlich Zugaben.

Allen Organisatoren und Mitwirkenden sei für diesen schönen Nachmittag ein herzliches Dankeschön gesagt. Im Herbst wird es in der Mehrower Dorfkirche das nächste Konzert geben, das hoffentlich mindestens genau so gut besucht sein wird.