Wenn einem überall im Dorf strahlende Kinder, aber auch Erwachsene mit einem Eis in der Hand begegnen, dann muss schon was Besonderes los sein. Und so war es auch am Gründonnerstag. Da war abends Osterfeuer angesagt und vorher für die Kinder Basteln in der Feuerwache. Es waren also ein paar Leute im Dorf unterwegs und für Frau Wollny war das Grund genug, ihr Eismobil vor der Feuerwehr und später auf der Festwiese aufzustellen.

Erfreulicherweise sind trotz der Ferien und des herrlichen, fast sommerlichen Wetters viele Mehrower zuhause geblieben, so dass auch ein paar Eistüten verkauft werden konnten und die Basteltische in der Feuerwehr nicht leer blieben.


Fast alle Kinder im Saal stammten aus Mehrow und es ist beruhigend, zu sehen, dass unser Ort so schnell nicht aussterben wird.
Und schön ist auch, dass die "Mehrower Kinderrunde", die üblicherweise einmal im Monat am Samstag vormittags stattfindet, sich so großer Beliebtheit erfreut.




Der ausgesprochene Renner bei diesem Basteln waren kleine Holztruhen, die man bemalen und bekleben konnte - je nach Geschmack als Schmuckkästlein oder als Piraten­truhe. Das hat auch den Kindern und den Eltern viel Spaß gemacht. Und dabei ist "auf den letzten Drücker" noch manches Ostergeschenk für Opa oder Oma entstanden.


Die hübsche kleine Saphira (unten links und rechts), die sonst immer alle Blicke auf sich zieht, hatte dieses Mal ihre Konkurrenz selbst mitgebracht: Ihre Cousine Sophie (links), die mit ihren Eltern für ein paar Wochen zu Besuch ist.
Sie hat sich ebenso wenig wie Saphira durch Neugierige ablenken lassen, sondern seelenruhig ein riesiges Osterei ausgeschnitten und bemalt. Und wenn sie was gesagt hat, dann staunten Kinder und Erwachsene ringsum, dass die von weit her angereiste Kleine ganz prima Deutsch spricht!


Bei dem schönen Wetter standen die Türen zum Saal weit offen und so haben sich auch viele reingetraut, die sonst vielleicht nur zaghaft einen Blick rein geworfen hätten. Ein Junge hat sich aus völlig unbegründeter Angst, keinen Platz oder kein Material mehr abzubekommen, gar nicht erst die Zeit genommen, den Fahrradhelm abzusetzen. Gut, dass er nicht vorher tauchen war, sonst hätte er die ganze Zeit im Neopren-Anzug am Tisch gesessen.


Ohne Wasserhahn geht bei solch einer Veranstaltung gar nichts. Alles was an Farbe nicht mehr auf die kleinen Holztruhen passte, fand sich bei den Kindern auf den Händen und im Gesicht wieder. Mariella (rechts) hatte besonders kräftig Schminke aufgelegt und hätte gut bei Pippi Langstrumpf eine Piratenrolle übernehmen können.




Frieda (oben) hat bereitwillig für ein Vorher-Nachher-Foto Modell gestanden.
Die bei Kindern weit verbreitete Meinung, dass Waschen nichts bringt, hat sie eindrucksvoll widerlegt. Ihr gerade mal drei Wochen altes Brüderchen Erwin wird sich über ihre sauberen Hände freuen, wenn sie ihn in den Arm nimmt.


Was die Kinder allein oder mit mehr oder weniger Hilfe der Eltern zustande gebracht haben, ist ganz toll. Traumhaft schöne Schmuckkästlein mit Goldstaub und Federn oder Schatztruhen, wie man sie auf jedem Piratenschiff oder im Finanzministerium findet. Luca (oben rechts) ist da gleich in die Serienproduktion eingestiegen.



Selbst die Hinterlassenschaften auf den Tischen sahen wie Kunstwerke aus, die aber leider keiner für die Nachwelt erhalten hat. Bilder, die wie dieser bunte Farbenmischteller aussehen, hat man schon in den verschiedensten Galerien als Meisterwerk hängen gesehen.
Und auch der Haufen aus Steinen und Federn hätte durchaus aus einer Kunstausstellung stammen können.


Die Zeit verging wie im Fluge, bald war es fast 19 Uhr und damit Zeit, sich für das Osterfeuer zu rüsten. Erwin, der Jüngste im Saal war schon lange aufgewacht und vor der Tür waren immer mehr Kinder mit Eistüten zu sehen. Da mussten mitunter die Eltern schnell mit Hand anlegen, damit die Ostergeschenke noch rechtzeitig fertig werden.




Nach solch anstrengender Arbeit bot der Eiswagen vor der Feuerwache die richtige Belohnung. Die Schlange wollte jetzt nicht mehr abreißen - und wer von den Kleinen ein Eis ergattert hatte, nahm damit stolz auf der Türschwelle Platz. Und dort ging dann das große Kosten vom Eis des Nachbarn los. Die Vielfalt war gewaltig!




Fragen, ob das Basteln Spaß gemacht hat und ob das Eis schmeckt, brauchte man die Kinder nicht. Das konnte man ihnen an ihren strahlenden Augen ansehen. Den Frauen, die den Bastelnachmittag organisiert haben, sei für ihre Mühen ein herzliches Dankeschön gesagt. Das mit den kleinen Holztruhen war eine gute Idee - da konnte man beim Bemalen und Bekleben seiner Fantasie freien Lauf lassen. Und noch viel besser war ja die Idee mit dem Eiswagen - der könnte eigentlich jede Woche da stehen!
Na, spätestens beim Dorffest am 3. September 2011 wird er wieder da sein. Den Termin kann man sich schon mal merken: An diesem Tag gibt es für die Kinder wieder viel Gelegenheit zum Spielen und Basteln!