Wie jedes Jahr am 1. Mai sind auch in diesem Jahr die Kirchengemeinden Ahrensfelde und Mehrow gemeinsam auf Radtour gegangen, wobei erstere mit 14:1 zahlenmäßig wieder leicht überlegen war.
Treffpunkt war das Pfarrhaus in Ahrensfelde, wo vor dem Start noch verschiedene fotografische Aufnahmen gemacht wurden, um später eventuelle Suchmeldungen nach vermissten Fahrern bebildern zu können.


Dort, wo der "Schleifweg" von der Dorfstraße abzweigt (an der Total-Tankstelle) war der erste technische Halt angesagt - irgendwelche unverzichtbaren Picknick-Zutaten waren bei der Abfahrt zurückgelassen worden. Ordentlich Essen muss sein - die Pause wurde folglich ohne Murren hingenommen. Wie wichtig Kalorien sind, zeigte sich bei der ersten Bergwertung an der Autobahnbrücke kurz vor Blumberg.


Hart an der City von Blumberg vorbei ging es dann in Richtung Krummensee - auf einem Weg, der wunderschön in der Natur gelegen ist, aber auch (um es mal sehr gelinde auszudrücken) hinsichtlich des Fahrbahnbelages recht naturbelassen ist. Aber weit ist es ja nicht bis in den Nachbarort, dem die bösen Raubritter "derer von Crummensee" ihren Namen gaben. Und dort führt neben der Kirche ein Weg hinunter zum See, wo eine schöne Wiese mit Bänken und Spielgeräten zum Rasten einlädt.




Nachdem sowohl die Radfahrer, als auch der hungrige Schwan satt geworden sind, wurden Schuhe und Räder für die Weiterfahrt präpariert und dann setzte sich der Pulk wieder in Bewegung. Bei der Dorfkirche lohnt sich auch mal ein Blick ins Innere, aber wie die Mehrzahl der Kirchen im Umland ist auch diese leider stets verschlossen.


Auf der Krummenseer Dorfstraße, eingekeilt zwischen zwei Gasthäusern machte sich dann Unentschlossenheit breit. Die Mehrheit entschied sich letztlich für die wahrlich unangenehmste aller möglichen Varianten: Weiterfahren!


Auf dem Wegstück von Krummensee nach Wegendorf war einfach alles erneuerbar: die Energie, welche die Windräder antreibt, die Rohstoffe auf dem Feld (Raps, als Öl wahl­weise fürs Auto oder für Bratkartoffeln verwendbar) und der Weg selbst - äußerst erneuerungswürdig! Er verleitet dazu, vom Öko-Fahrrad auf einen Jeep umzusteigen ...



Zwischen Wegendorf und Altlandsberg graste am Wegesrand eine Herde Schafe, sämtlichst in Fußball-Trikots mit deutlich erkennbarer Rückennummer. Zur Verwirrung des Schieds­richters gab es die 68 sogar doppelt (siehe unten). Und auch einige Zulieferer für die Produktion von Ziegenkäse fanden sich auf der Weide.


Vorbei an der Stadtmauer mit dem Armenhaus (wieder eine lobenswerte Gaststätte, die einfach ignoriert wurde) und dem Strausberger Tor ging es vorbei am früheren Bahnhof bis zum Berliner Tor, wo sich rein zufällig eine Eisdiele findet.

Über die Eisdiele wollen wir keine weiteren Worte verlieren, damit der Besitzer nicht wegen unzulässig guter Qualität und Dumpingpreisen angezeigt wird. Damit die Radfahrer außer Eisgeschmack auf der Zunge noch was anderes mit nach Hause nehmen und dort ihre Radtour als Exkursion verkaufen können, gab es auf dem Schlossgelände noch etwas über die Altlandsberger Geschichte zu hören. Zum Beispiel über die Schlosskirche, die abgesehen von den Ruinen des Wirtschaftstraktes, der einzige Rest des einst stattlichen Altlandsberger Schlosses sind. Mit etwas Fantasie kann man gegenüber noch den früheren Schlosspark mit dem Kreuz-Teich in der Mitte ausmachen.

Zu sehen gab es dann auch noch die Stadtkirche, deren Turm nur auf drei Seiten Ziffernblätter hat. Auf der dem Schloss zugewandten Seite gibt es keins, weil ...


... der Schlossherr sich nicht von den Bürgern die Zeit vorschreiben lassen wollte!

In der Kirchgasse wurden noch die Bronze mit den angeblich hochnäsigen Altlandsberger Bürgern besichtigt, auf der die ganze Stadtchronik festgehalten ist.



Auf dem tollen Radweg "ZR1" ging es dann von Altlandsberg über die Felder nach Trappenfelde - "ZR1" (Zubringer zum Radweg 1) klingt wie eine Bahnlinie ...

Und in Trappenfelde war höchste Zeit für eine Rast!


Auf einer kleinen Wiese zwischen Straße und Pferdekoppel fand sich ein guter Picknick-Platz. Der Besitzer war zwar etwas skeptisch, ob wir denn auch unseren Müll wegräumen, nahm die Sache dann aber doch so gelassen wie die Pferde nebenan auf der Koppel. Der Höhepunkt des letzten Picknicks war dann wie in jedem Jahr die Maibowle!


Auf dem Heimweg lud am Walzenweg ein ganz nett mit einem Sofa eingerichteter Rastplatz ein - aber jetzt war die heimische Terrasse nicht mehr weit und da wurde nur noch gestrampelt, was die Beine hergeben und die Pedalen verkraften!

Der Mehrower Einzelkämpfer war zum Schluss im Vorteil - er konnte an der Feuerwache abbiegen, während sich der Rest auf der Landstraße bis Ahrensfelde quälen musste.
Es war wieder ein angenehmer Ausflug mit netten Mitstreitern und schönen Erlebnissen!