Kaum waren die Sommerferien vorbei, da konnte man montags abends rings um die Feuerwehr wieder orange Regenjacken herumspringen sehen, unter denen sich die Jungs und Mädchen der Mehrower Jugendfeuerwehr versteckten.
So auch am 5. September - da waren auf der Freifläche am Krummenseer Weg Feuerwehrschläuche ausgerollt, an deren Enden zwei Grüppchen junger Feuerwehrleute standen, deren Blick erwartungsvoll auf Robin gerichtet war. Der saß am Verteiler und hatte es im wahrsten Sinne des Wortes in der Hand, ob Wasser aus der Spritzen kommt.
Kaum hatte Tobias, der Leiter unserer Jugendfeuerwehr (oben, Mitte), das Kommando gegeben, da drehte Robin einen Hahn auf und setzte den ersten Schlauch unter Druck.
Nun war bei den Kameraden Standhaftigkeit gefragt.
Bodo, Ole und Letitia (v.l.n.r.) hatten zunächst zu tun, beim Öffnen der Düse dem Gegendruck standzuhalten. Sie haben sich aber nicht umschmeißen lassen und schnell den richtigen Stand gefunden. Letitia konnte bald ohne große Unterstützung den Wasserstrahl in die gewünschte Richtung schicken. Bodo hat als Kavalier trotzdem geholfen.
Franka und Jordan mussten sich noch einen Moment gedulden, bis Robin den zweiten Hahn aufgedreht und Wasser auf ihren Schlauch gegeben hatte. Ein Momentchen dauerte es dann noch, bis die Düse richtig eingestellt war, aber dann kam auch hier ein dicker Strahl und Jordan konnte mit Letitia in den Wettstreit treten.
Sein Bruder Kevin (oberste Bildreihe) am Hydranten sorgte dafür, dass der Nachschub an Wasser nicht ausblieb. Im Wasserwerk irgendwo zwischen Strausberg und Erkner (wir gehören zum Wasserverband Strausberg / Erkner) haben sicher die Rohre gewackelt und die Wasseruhren geklingelt.
Nachdem sich Letitia richtig „eingeschossen“ hatte (oben und links) hat sie die Spritze an Bodo übergeben, der von seinem Kumpel Ole assistiert wurde. Die beiden haben auch ganz schnell den richtigen Stand gefunden.
Bei der anderen Gruppe hatte inzwischen Franka die Spritze übernommen und das gleich ganz ordentlich hinbekommen. Tobias hat ihr noch ein paar Tricks gezeigt und schon hat das prima geklappt. Jordan hat aufgepasst, dass seine kleine Kameradin nicht vom Gegendruck umgeschmissen wird und gemeinsam haben sie die Bekämpfung des vermeintlichen Feuers aufgenommen. Der erste Bammel war schnell vorbei und irgendwann hat es dann einfach nur noch Spaß gemacht.
Im Sommer, bei brütender Hitze hätten die jungen Feuerwehr­leute wahrscheinlich gar kein Ende gefunden, aber es war doch schon bald Herbst und ziemlich spät am Tage - da war keiner darauf aus, von dem eiskalten Wasser eine Dusche abzubekommen. Und so waren wohl alle froh, dass Robin das Kommando zum Wasserabstellen bekam, bevor die Kräfte nachlassen und Spitze oder Schlauch aus den Händen gleiten und der Wasserstrahl verrücktspielt.
Es war schon erstaunlich anzusehen, wie schnell die Jungs und Mädchen mit den Gerätschaften klargekommen sind und wie mutig und geschickt sie sich angestellt haben. Neben ihrem Ehrgeiz ist das ganz sicher auch der Ausbildung geschuldet, die sie bei Beatrice und Tobias erhalten.
Die beiden haben offenbar großes Geschick, die Kinder und Jugendlichen für die Feuerwehr zu begeistern. Und das ist gut und wichtig, denn auch unsere Feuerwehr braucht immer wieder Nachwuchs, weil Kameraden wegziehen.

Die Löschangriffsübung, bei der wir zugeschaut haben, war auch ein Teil der Vorbereitung auf die „Jugendflamme“. Das ist eine bundesweit halbwegs einheitliche Leistungsüberprüfung für Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die in drei Altersgruppen stattfindet. Wer den Test besteht, bekommt ein Ärmelabzeichen mit ein, zwei oder drei farbigen Flammen - ja nach Altersgruppe. Ein solcher Test war für die Barnimer Jungendfeuerwehren am 2. November 2013 in Zepernick angesetzt - wegen des großen Andrangs von fast 200 Kindern und Jugendlichen in zwei Gruppen: vormittags und nachmittags. Unsere Jugendfeuerwehr hat einen Termin am Nachmittag bekommen, wodurch auch Langschläfer die Gelegenheit hatten, sie bei der Abfahrt an der Feuerwache zu verabschieden.
Am 2. November 2013 kam dann der Tag, an dem die Jungs und Mädchen unserer Jugendfeuerwehr beweisen mussten, dass sie gut gelernt und trainiert haben. Mit der Tank-Löschfahrzeug ging es am Mittag nach Zepernick zur Leistungsüberprüfung „Jugendflamme“. Ole's Opa war mit dabei und hat uns ein paar Bilder und einen kurzen Bericht geliefert:
Endlich war es soweit.
Nach wochenlanger harter Ausbildung und intensiver Vorbereitung nahmen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Letitia M., Rachel S., Ole L., Steven Z. und Bodo S. an der Leistungsüberprüfung Jugendflamme I und Kevin J. an der Jugendflamme II teil.
Dass der Jugendwart Tobias Noack und seine Stellvertreterin Beatrice Spiegler eine hervorragende Jugendarbeit leisten und viele zusätzliche Stunden Freizeit opferten zahlte sich aus. Am 02.11.2013 fand dann die Überprüfung statt mit dem Ergebnis, das ALLE Mehrower erfolgreich bestanden und sie ich ihre Leistungsspange erkämpften.
Bestandteil der Überprüfung war neben einem theoretischen auch der praktische Teil. Hier mussten unsere Mädchen und Jungs ihre gelernten Fähigkeiten demonstrieren, Knoten beherrschen, Schläuche ausrollen und Fragen zur Fahrzeugkunde beantworten.
Allen Beteiligten einen herzlichen Glückwunsch.
Text und nachfolgende Bilder: Hartmut Legde, Mehrow

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