Neuerdings sieht man schon von weitem, das in Mehrow Dorffest ist - und das schon lange bevor es offiziell losgeht.
Dann schwebt nämlich fast ohne Pause eine meist dicht besetzte Gondel an einem 40-Meter-Kran über dem Dorf.
So auch beim diesjährigen Dorffest am 18. Mai.
Gegen 13 Uhr waren die Helfer noch fast unter sich: An der einen Ecke wurde der Grill auf Temperatur gebracht uns an der anderen Ecke der Streichelzoo eingerichtet. Die Hüpfeburg stand einsam und verlassen da - nicht mehr lange.
Zwischendrin zwei Blumberger Trecker-Freunde, die ganz unverhofft mit ihren Traktoren zu Besuch gekommen sind.
Am Kran brauchte man um diese Zeit noch nicht lange Schlange stehen und musste sich auch nicht mit dem Fotografieren aus 40 Meter Höhe beeilen. Das Wetter war hervorragend und alles deutete darauf hin, dass es wieder ein sehr schönes Fest wird.
Für 14 Uhr war der Beginn des Dorffestes angekündigt und pünktlich waren alle Stände hergerichtet. Zum Beispiel der Stand der Jugendfeuerwehr, wo es jede Menge Info-Material gab und selbstverständlich auch Feuerwehrtechnik zum Anfassen und Ausprobieren.
Am Schießstand des Ahrensfelder Schützenvereins wurde schon eine Weile geübt, als unser Ortsvorsteher zum Mikrofon griff und ohne lange Rede das Dorffest offiziell eröffnete.
Eine prima Neuerung gab es in diesem Jahr: Etwas abseits vom Festplatz haben fleißige Hände den neuen Backofen in Gang gesetzt und leckeres Brot und Kuchen gebacken.
Hartmut hat beim Nachladen keine Verluste gescheut.
Im Festzelt gab es ebenfalls leckeren Kuchen - von Mehrower Damen gebacken und von unseren Senioren unters Volk gebracht. Frau Doktor hat derweil die Kinder mit Zuckerwatte beglückt. So sorgt man für spätere Kundschaft ...
Am Kran hat sich derweil wie erwartet eine Schlange gebildet. Nun musste man schon Geduld für den Rundblick mitbringen.
Am Schießstand wurde es zunehmend voller - waren doch wieder Schützen-König und -Königin nebst Prinz und Prinzessin zu ermitteln.
Der Grill war auch stets gut besucht. Hier konnte man die „Drei Damen am Grill“ sehen.
Am Rande des Festplatzes konnten die Kinder auf einem Pony reiten, was vor allem bei den jungen Mädchen gut abgekommen ist. Ein Streichelzoo lud dazu ein, mit niedlichen Kaninchen zu kuscheln und lebende Pullover mit vier Beinen zu besichtigen.
Nur drei Räder brauchte der ehemalige Mehrower, der mit seiner Isetta zu Besuch kam und viele neugierige Blicke auf sich zog, als er vorn aus seinem Gefährt ausstieg.
Eines unserer Feuerwehr­fahrzeuge war unentwegt mit Kindern und deren neugierigen Eltern unterwegs.
Das andere Fahrzeug stand bei der Jugendfeuerwehr auf dem Festplatz und konnte dort eingehend inspiziert werden.
Dies, und was sonst noch auf dem Festplatz los war, ließ sich natürlich am besten aus großer Höhe beobachten. Die große Zahl herrenloser Damen unter den Gondelfahrern deutet darauf hin, dass Frauen etwas mutiger als Männer sind.
In einer stillen Ecke, nah am Bühneneingang des Festzeltes machte sich unsere Jugendfeuerwehr für ihre Modenschau bereit. Bodo's Kostüm soll angeblich Hitze fernhalten, aber es sah so aus, als würde man darin auch so schon schwitzen.
Gleich nach der Modenschau begeisterte wie schon bei einem früheren Dorffest eine Schlangenbändigerin mit ihren Lieblingstieren die Kinder im Festzelt.
Zum Glück hat sie nicht versäumt, ihre Schlangen vor dem Aufritt zu füttern, sonst hätte es leicht passieren können, dass die Mehrower Mini-Mädels später in Unterbesetzung auftreten müssen. Das Verschwinden der Kaninchen im Streichelzoo hatte angeblich auch nichts mit den Schlangen zu tun.
Die Mehrower „Mini-Mädels“, die als Nachwuchs für die Tänzerinnen unseres Varieté-Vereins anzusehen sind, konnten also vollzählig und unversehrt auf die Bühne treten und mit ihren Tänzen die Zuschauer begeistern.
Nine leitet diese muntere Truppe und studiert mit den Mädels die Tänze ein. Mindestens einmal wöchentlich trifft man sich.
Was die Mädels als Zugabe lieferten, war aber ein Tanz, den sie sich selbst ausgedacht und ganz allein einstudiert haben.
Den Beifall, den sie dafür bekommen haben, gab es völlig zu Recht. Es war schön anzusehen und ziemlich akkurat ausgeführt. Um künftige Varieté-Veranstaltungen muss einem also nicht bange sein. Der Nachwuchs ist gesichert!
Pecki, der für die richtige Musik beim Tanz und abends für die perfekte Disko-Stimmung gesorgt hat, sei ebenso Dank gesagt wie den Herren, die den ganzen Tag über für die Beschallung auf dem Festplatz gesorgt haben.
Heinz war ursprünglich tiefbetrübt, weil sein Pferd immer noch nicht ganz gesund war und er deshalb wie beim Plätzchenmarkt die versprochenen Kutschfahrten absagen musste. Aber da fand sich eine junge Dame, die ihm durch den Bart ging und damit wieder aufheiterte.
Am Backofen war auch am späten Nachmittag immer noch ordentlich Betrieb, obwohl die leckeren Brote längst ausverkauft waren. Die Damen zauberten aber immer noch verschiedene Kuchen hervor und jeder musste kosten, auch wenn er sich schon im Festzelt den Bauch vollgeschlagen hatte oder sich Kuchenpäckchen für zuhause einpacken lies wie unser Bürgermeister, der wie immer gern mit seiner Frau nach Mehrow gekommen ist.
Am Schießstand wurde um die letzten Punkte gekämpft ...
Am Stand der Jugendfeuerwehr konnte man sich derweil im Feuerlöschen üben. Max hat unermüdlich die Handpumpe befüllt und meist auch selbst bedient, damit die Anderen den Löschangriff auf das brennende Haus starten können.
Später wurde dann auch mal getauscht und die Anderen konnten erfahren, warum Max so durchgeschwitzt war.
Bei herrlichstem Sonnenschein, der nur gelegentlich durch ein paar Schäfchenwolken getrübt wurde, konnten die Mehrower und ihre zahlreich hinzugekommenen Gäste ganz stressfrei einen schönen Nachmittag erleben. Die Kinder haben ganz besonderen Spaß daran gehabt, alle möglichen Feuerwehr-Utensilien auszuprobieren und sich die Fahrzeuge und Gerätschaften ganz genau anzuschauen. An Feuer-Nachwuchs mangelt es keinesfalls.
Auf Feuerwehr-Versammlungen wird lobenswerterweise immer auch der Partner der Feuerwehrmänner und -frauen gedacht, die bedingt durch Übungen und Alarme so manche Einschränkung im Familienleben hinnehmen müssen.
Bisher hat noch keiner der Mütter von Feuerwehranwärtern gedacht, die sich lange Vorträge über LF's und TLF's anhören und stundenlang „Feuerwehrmann Sam“-Filme sehen müssen. Wir wollen an dieser Stelle den „Feuerwehr-Müttern“ Dank und Lob aussprechen.
Spätestens wenn der Ortsvorsteher mit den Pokalen unterm Arm erscheint, weiß man, dass die Siegerehrung der Schützen bevorsteht und der Nachmittag zu Ende geht.
Einige Schützen versuchten noch schnell, ihr Punktekonto und die Kasse des Schützenvereins aufzubessern. Ole war dabei wie üblich erfolgreich, andere hatten weniger Glück.
Als Schützenprinzessin konnte Therese Rux ausgezeichnet werden, Schützenprinz wurde in diesmal Michael Kohnke.
Wir gratulieren sehr herzlich!
Schützenkönig wurde, wie erwartet, Ole Legde, der früher immer bei den Jugendlichen abgeräumt hat.
Die Schützenkönigin Kathleen Gierth hatte nicht mit einem Sieg gerechnet und sich bereits nach Hause begeben. Dort konnte sie aber ausfindig gemacht und ihr der Preis überreicht werden.
Neben dem Pokal haben übrigens alle Geehrten auch noch einen Gutschein vom Landhof Rahlf erhalten.
Ein paar Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr haben dann noch die Abendsonne genutzt, um ein paar Bilder für ihre Facebook-Seite oder das private Fotoalbum zu schießen.
Einige davon werden schon bald in die „richtige“ Freiwillige Feuerwehr wechseln und dafür sorgen, dass diese weiterhin stets einsatzbereit und gut ausgebildet ist.
Bis in die Abendsonne hinein war die Gondel am Kranhaken stets voll besetzt, denn viele haben mehrmals die Auffahrt mitgemacht und sich von da oben einen Überblick verschafft. Auch die Feuerwehr-Mütter haben am späten Nachmittag nochmal ihren Mut bewiesen.
Es war ein schönes Fest und allen Helfern und Sponsoren sei ein ganz herzliches Dankeschön gesagt. Ganz besonderen Dank verdient die Firma Breithaupt und Philipp, die wieder ihren Kran zur Verfügung gestellt und, wie man hört, auch die nötige Versicherung übernommen hat. Der Kran war wieder unbestritten die Hauptattraktion. Herzlichen Dank!