Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Bernau) von 1874 (21. Jahrgang)
gefunden im Geheimen Staatsarchiv Berlin-Dahlem



Sonnabend, den 7. Februar 1874 (No. 11), Aus dem Kreise

Mehrow. Daß manche Ortschaften so gar wenig auf Verbesserung ihrer Dorfstraßen verwenden, ist überhaupt, wie besonders im Interesse des Verkehrs sehr zu beklagen. - Unser kleines Dörfchen hat in Gemeinschaft mit dem Dominium und Letzteres besonders hierin schon Bedeutendes geleistet. Nicht blos hat es seine Dorfstraße gepflastert, sondern auch nach Ahrensfelde ganz, nach Krummensee und Alt-Landsberg zu ein Stück Weg chaussiert und außerdem auch noch Lehm-Chausseen angelegt. Der frühere grundlose Sumpf ist somit im Allgemeinen verschwunden. -
Recht lebhaft an diesen wird man erinnert, wenn man bei diesjährigem weichen Winter von hier nach Blumberg wandert oder fährt. Nicht allein ist das Hinkommen mit großen Schwierigkeiten zu bewerkstelligen, sondern es ist das Passiren [!] kleiner Gassen, wie solche sich in der früheren Stadt befinden, für Fußgänger ohne lange Stiefel fast eine Unmöglichkeit. Selbst Fuhrwerke können stecken bleiben. -
Wie leicht wäre es für diese große und reiche Commune zur Verschönerung des Dorfes, wie zur Erleichterung des Verkehrs von und nach Außen, wie im Innern selbst, die Dorfstraßen mit einem schönen Pflaster zu belegen! -
Möchte diese Erinnerung zur Erreichung dieses Zweckes beitragen.


Sonnabend, den 21. Februar 1874 (No. 15), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Das ... Soll des ... pro 1873 aufzubringenden Landarmengeldes ...:
  thlr.   sgr.   pf.
Ahrensfelde   87   -   -
Blumberg   154   18   9
Eiche   51   -   -
Lindenberg   132   23   9
Mehrow   53   1   3
...
Im laufenden Jahre wird, wie ich nochmals bemerke, das Landarmengeld nicht erhoben.
Der Kreis-Landrath. I.V. Der Kreis-Deputirte v. Knobelsdorff.


Mittwoch, den 18. März 1874 (No. 22), Anzeigen

Frühe Rosenkartoffeln, á Ctr. 1 2/3 Thlr. u. frühe Lübbenauer, á Ctr. 1 Thlr. verkauft noch größere Posten Franz Otto in Lindenberg;
auch sind noch 100 Mille Mauersteine daselbst zu haben.


Mittwoch, den 18. März 1874 (No. 22), Amtliche Beilage, gekürzt

Berlin, den 10. März 1874.
Mit Bezug auf die Bestimmungen in § 125 der Kreisordnung vom 13. December 1872 mache ich hierdurch bekannt, daß auf dem am 6. d. M. abgehaltenen Kreistage folgende Gegenstände zur Berathung und Beschlußfassung gekommen sind:
...
2. Bei Bildung der Amtsausschüsse sollen die betreffenden Gemeinde- und Gutsbezirke in folgender Weise vertreten werden:
...
Amtsbezirk Blumberg:
Blumberg, Gemeindebezirk  durch 7 Stimmen
Blumberg, Gutsbezirk  " 4 "
Summa  11  Stimmen
Amtsbezirk Ahrensfelde:
Ahrensfelde, Gemeindebezirk  durch 6 Stimmen
Mehrow, "  " 1 "
Mehrow, Gutsbezirk  " 3 "
Eiche, Gemeindebezirk  " 4 "
Hellersdorf, Gutsbezirk  " 2 "
Summa  16  Stimmen
Amtsbezirk Malchow:
Malchow, Gemeindebezirk  durch 2 Stimmen
Malchow, Gutsbezirk  " 2 "
Karow, Gemeindebezirk  " 2 "
Lindenberg, "  " 4 "
Summa  10  Stimmen
...
3. Über die Verwendung des vom Niederbarnimer Kreise überwiesenen Antheils von 9554 Thalern von den ... vom Staate zur Disposition gestellten Summen, wurden auf Vorschlag des Kreis-Ausschusses folgende Beschlüsse gefaßt:
a) Von den ... aus der Staatskasse überwiesenen 9554 Thlr. werden pro 1874 für die Amtsverwaltung 7000 Thlr. ausgesetzt.
b) Von diesen 7000 Thlr. wird der Betrag von 1000 Thlr. gleichmäßig für sämmtliche Amtsbezirke zur unentgeldlichen Lieferung der in den Amtsverwaltungen vorkommenden Drucksachen ... verwendet.
c) der übrige Betrag von 6000 Thlr. wird auf die Amtsbezirke mit folgenden Beträgen [in Thlr.] verteilt: Lichtenberg: 300, Stralau: 120, Friedrichsfelde: 120, Bießdorf: 60, Dahlwitz: 80, Cöpenick Forst: 60, Rüdersdorf Forst: 275, Rehfelde: 100, Herzfelde: 200, Rüdersdorf: 450, Taßdorf: 225, Fredersdorf: 120, Neuenhagen: 60, Löhme: 40, Börnicke: 15, Blumberg: 30, Ahrensfelde: 80, Hohen-Schönhausen: 90, Falkenberg: 30, Malchow: 60, Weißensee: 100, Pankow: 220, Fr.-Buchholz: 250, Buch: 75, Schönerlinde: 250, Blankenfelde: 75, Hermsdorf: 150, Tegel: 250, Heiligensee: 30, Schönfließ: 50, Mühlenbeck: 120, Birkenwerder: 180, Sachsenhausen: 300, Freienhagen: 80, Zehlendorf: 140, Wandlitz: 240, Lanke: 200, Biesenthal Forst: 140, Zerpenschleuse: 200, Liebenwalde Forst: 25, Hammer: 150, Gr.-Schönebeck: 200, Pechteich: 30, Gr.-Schönebeck Forst: 30. ...


Sonnabend, den 21. März 1874 (No. 23), Anzeigen

Ein ordentliches Mädchen findet eine gute Schlafstelle bei Kosse, Tuchmacherstr. 184 [in Bernau]


Mittwoch, den 1. April 1874 (No. 26), Aus dem Kreise

Hönow bei Alt-Landsberg, den 26. März. In der Nacht von vorgestern zu gestern sind 4 Brunnenmacher, Schulz, Trennert, Keseler und Wilhelm Behring - sämtlich aus Werneuchen - welche hier bei dem Gutsbesitzer Lorenz beschäftigt waren, durch Kohlendunst vergiftet worden. Den Bemühungen des noch rechtzeitig erschienenen Dr. Rudolphi aus Alt-Landsberg gelang es, drei derselben vom Tode zu retten, bei Behring hingegen blieben alle Wiederbelebungsversuche erfolglos. Derselbe starb nach wenigen Stunden, und ist die Leiche nach Werneuchen geschafft worden. Schuld an dem Unglück soll die Arbeitersfrau Domke sein, welche den Ofen des Schlafzimmers zu früh geschlossen hat. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet.


Sonnabend, den 4. April 1874 (No. 27), Amtlicher Theil, gekürzt

... Geschäftsplan zur Musterung der Militairpflichtigen im Niederbarnimer Kreise pro 1874 ...:

III. zu Bernau im Rathhause
a) am Donnerstag, den 30. April cr. früh um 8 Uhr: Ahrensfelde, ...
b) am Freitag, den 1. Mai cr. früh um 8 Uhr: Mehrow, ...
c) am Sonnabend, den 2. Mai cr. früh um 8 Uhr: ...
d) am Montag, den 4. Mai cr. früh um 8 Uhr: Blumberg, Eiche und Hellersdorf, Lindenberg, ...


Mittwoch, den 8. April 1874 (No. 28), Anzeigen

Ein Geselle auf breiten Seehund wird verlangt bei Fritze, im Kemritzschen Hause im Angergang. [Bernau]


Mittwoch, den 22. April 1874 (No. 31), Aus dem Kreise, gekürzt

Nach den uns zugegangenen Mittheilungen sind zu Gemeindevorstehern gewählt:
in Hönow: Kossäth Hörnicke
in Ahrensfelde: Schulze Wegener
in Lindenberg: Schulze Bolle
in Mehrow: Schulze Meißner


Sonnabend, den 25. April 1874 (No. 32), Aus dem Kreise, gekürzt

Im Kreise werden 21 Gensd'armen neu angestellt werden. ... [u.a. in Lindenberg]

Vom 1. Mai cr. ab tritt in dem gegenwärtig zum Landbestellbezirke der Post-Expedition No. 47 (Weißensee) gehörigen Orte Lindenberg eine Post-Agentur in Wirksamkeit, welche die Bezeichnung "Post-Agentur Nr. 56" Lindenberg bei Berlin N.O. führen wird. Zwischen Berlin und dieser Post-Anstalt besteht eine tägliche einmalige Güterpost.


Sonnabend, den 25. April 1874 (No. 32), Anzeigen

Ein Webergeselle auf Satin wird verlangt bei Gustav Schnierbs, Weinberg. [Bernau]

Futterkartoffeln
sind auf meinem Gute in Lindenberg für 9 Thaler der Wispel bei Abholung zu verkaufen.
von Gröling.


Sonnabend, den 9. Mai 1874 (No. 36), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Berlin, den 5. Mai 1874
Die nachstehend aufgeführten [21] Ortschaften sind am Schlusse des Jahres 1873 an Landarmensteuer rückständig geblieben:
...
7) Lindenberg: 7 Thlr. 17 Sgr. 4 Pf.
...
Die Herren Ortsvorsteher veranlasse ich hiermit, für die Berichtigung der Reste innerhalb 8 Tagen durch die Ortssteuererheber Sorge zu tragen, andernfalls die Einziehung im Wege der Execution erfolgen muß.
Gleichzeitig fordere ich nachstehende [46] Gemeinden auf, die daneben verzeichneten, im Jahre 1873 zuviel abgelieferten Landarmenbeiträge gegen auf die Niederbarnimer Kreis-Kommunal-Kasse lautende Quittungen schleunigst zu erheben oder bei Ablieferung der Steuer in Anrechnung zu bringen.
...
10) Eiche:: - Thlr. 18 Sgr. 4 Pf.
...
Der Kreis-Landrath, Geheimer Regierungs-Rath. Scharnweber.


Sonnabend, den 16. Mai 1874 (No. 38), Anzeigen

Meine vor Bernau liegende Bockwindmühle nebst neuem massiven Wohnhaus und Stallung beabsichtige ich veränderungshalber sofort oder bis 1. October zu verkaufen.
G. Stoph, Mühlenmeister.


Mittwoch, den 27. Mai 1874 (No. 40a), Amtliches Extrablatt, gekürzt

Bekanntmachung.
Berlin, den 23. Mai 1874
In Gemäßheit des §. 185 der Kreisordnung vom 13. December 1872 ist nunmehr durch den Herrn Oberpräsidenten in der Beilage zu dem am 22. Mai cr. Herausgegebenen 21. Stück des diesjährigen Amtsblattes die Bekanntmachung über die erfolgte Bildung der Amtsbezirke und die Ernennung der Amtsvorsteher und Stellvertreter im Nieder-Barnimer Kreise erfolgt.
Indem ich diese Bekanntmachung nachfolgend zur öffentlichen Kenntnis bringe, bemerke ich, daß dieselbe nach §. 4 der Verordnung vom 28. März 1811 (Ges.-Samml. S. 165) mit dem achten Tage nach Ausgabe des betreffenden Amtsblatts-Stücks - wobei der Tag der Ausgabe mit einzurechnen ist - gesetzliche Wirksamkeit erlangt und demnach mit dem Beginn des 29. Mai cr. die rücksichtlich der örtlichen Polizei-Verwaltung bisher bestandenen Vorschriften außer Kraft treten. Mit diesem Tage geht die Verwaltung der örtlichen Polizei und der sonstigen öffentlichen Angelegenheiten des Amtes nach näherer Vorschrift der Kreisordnung auf die Herren Amtsvorsteher über.
Der Kreis-Landrath, Geheime Regierungs-Rath. Scharnweber.

Nachdem die Bildung der [insgesamt 50] Amtsbezirke im Kreise Nieder-Barnim durch den Herrn Minister des Innern ... erfolgt ist, auch die Ernennung der Amtsvorsteher und der Stellvertreter derselben ... stattgefunden hat, wird ... der nachstehende Nachweis zur öffentlichen Kenntnis gebracht.
Potsdam, den 12. Mai 1874
Der Königl. Ober-Präsident der Provinz Brandenburg.
Wirkliche Geheime Rath von Jagow.

Amtsbezirk   Bestandtheile desselben   Amtsvorsteher   Stellvertreter derselben
No. Namen   Gemeindebezirk   Gutsbezirk  Stand und Namen, Wohnort   Stand und Namen, Wohnort
19  Blumberg.   Blumberg   Blumberg mit Vorwerk Elisenau   Amtmann Lehmann, Blumberg   Actuar [!] Hiller, Blumberg
20  Ahrensfelde  1) Mehrow,
2) Ahrensfelde,
3) Eiche  
1) Mehrow,
2) Hellersdorf  
Rittergutsbesitzer Heyse, Mehrow   Amtmann Muhr, Hellersdorf
23  Malchow   1) Malchow,
2) Karow,
3) Lindenberg  
Malchow   Rittergutsbesitzer Simon, Malchow   Rechnungsführer Dieckmann, Malchow


Sonnabend, den 30. Mai 1874 (No. 41), Aus dem Kreise, gekürzt

Ein tragisches Nachspiel zu dem am 21. d. M. auf dem Elsholz'schen Kossäthenhofe zu Marzahn ausgebrochenen Feuers entwickelte sich gegen Abend desselbigen Tages eine blutige Schlägerei, bei der, wie von verschiedener Seite versichert wird, selbst das Messer eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Eine Thatsache, die in ihren Folgen um so beklagenswerter ist, daß abgesehen von dem sich immermehr verbreitenden demoralisierenden Einfluß der Messeraffairen - die Excesse hauptsächlich von Einwohnern des betreffenden Ortes ausgingen. Am übelsten bei dieser Rauferei ist die Dorfschaft Eiche gefahren. Es sind hier ca. 4 bis 5 Fälle von Verletzungen an Löschmannschaften zu constatiren, die je nach ihrer Art und Lage einen mehr oder weniger gefährlichen Character an sich tragen. Selbst ältere Männer, die als friedliebende Einwohner bekannt, sind nicht ohne Contusionen davongekommen. Allem Anschein nach war der Streit kein zufälliger, sondern ein planmäßig gesuchter, in dem die Häupter der activen Parthei trotz ihres physischen Sieges über den mehr als zehnmal kleineren Feind leider des Kampfes Preis - "des Lorbeers" - verlustig gingen. Ohne Zweifel eine Niederlage, wenngleich nur eine moralische. ...

In der bekannten Marzahner Prügel-Affaire wurden am dritten Pfingstfeiertage die gemißhandelten Eicher Löschungsmannschaften von dem Herrn Amtmann Muhr aus Hellersdorf zu Protocoll genommen und beschlossen, der Staatsanwaltschaft die Sache zur weiteren Verfolgung zu übergeben. In der That ein Entschluß, der seines Zweckes nur zu loben ist, um bei diesem Falle einmal ein Exampel zu statuiren, das Excesse ähnlicher Art in Zukunft verhüten dürfte.


Sonnabend, den 6. Juni 1874 (No. 43), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Berlin, den 31. Mai 1874
Die Patrouillen-Bezirke der Gendarmen werden wie folgt eingetheilt. Es erhalten:
...
10) der Fußgendarm in Lindenberg:
a) Lindenberg, b) Karow, c) Malchow, d) Ahrensfelde, e) Falkenberg, f) Wartenberg. Extraordinair: g) Weißensee
11) der erste berittene Gendarm zu Alt-Landsberg:
a) Stadt Alt-Landsberg, b) Amt Alt-Landsberg mit Wolfshagen, Neuhönow und Radebrück, c) Krummensee mit Wilhelminenhof, d) Löhme, e) Seefeld, f) Seeberg, g) Mehrow, h) Eiche, i) Hellersdorf, k) Blumberg, l) Kaulsdorf, m) Mahlsdorf, n) Hönow. Extraordinair: o) Hoppegarten
12) der zweite berittene Gendarm zu Alt-Landsberg (jetzt Münter):
...
20) Die bei den einzelnen Patrouillen-Bezirken als "Extraordinair" bezeichneten Bestandtheile unterliegen zwar nicht der regelmäßigen, jedoch monatlich ein Mal resp. einige Male vorzunehmenden Patrouille. Die Amtsvorsteher können für diese Ortschaften die Gendarmen zu einer besonderen Dienstleistung requiriren.

Der Königliche Landrath, Geheime Regierungs-Rath. Scharnweber.


Sonnabend, den 13. Juni 1874 (No. 45), Amtliche Beilage, gekürzt

Bericht über den Kreistag des Niederbarnimer Kreises am 9. Juni c.
...
zu 8. Zu Mitgliedern der Einkommensteuer-Einschätzungs-Commission und zu Stellvertretern wurden durch Acclamation ohne Widerspruch gewählt:
Zu Mitgliedern [insgesamt 6]: ...
Zu Stellvertretern [insgesamt 6]: 1. der Rittergutsbesitzer Heyse zu Mehrow ...

Uebersicht der behufs Ausführung einer allgemeinen Gebäude-Revision im Niederbarnimer Kreise gebildeten [45] Revisions-Bezirke und der dafür bestimmten Revisoren

No. des Revisions-Bezirkes
Name der zu jedem Revisions-Bezirke gehörigen Ortschaften u. Etablissiments
Name des für jeden Revisions-Bezirk bestimmten Revisors
28.  Blumberg, Neu-Hönow, Krummensee, Amt Alt-Landsberg, Radebrück
Rittergutsbesitzer Hosemann zu Börnicke
29.  Lindenberg, Malchow, Wartenberg
Lehnschulze Krüger zu Blankenburg
30.  Ahrensfelde, Eiche, Falkenberg
Rittergutsbesitzer Simon zu Malchow
31.  Hönow, Mehrow, Seeberg
Gutsbesitzer Buchholz zu Neuenhagen


Mittwoch, den 17. Juni 1874 (No. 46), Aus dem Kreise, gekürzt

Von dem Ortsvorstande zu Marzahn geht uns folgendes Schreiben zu:

"Zu dem, im nichtamtlichen Theil des Niederbarnimer Kreisblattes vom 30. Mai cr. stehenden Inserat über die Marzahner Prügel-Affaire bei dem am 21. desselben Monats stattgehabten Brande auf dem Elsholzschen Bauerngute daselbst diene dem, genanntes Blatt lesenden Publikum Nachstehendes zum besseren Verständniß, resp. zur richtigen Beurtheilung und Würdigung vorgenannten Artikels:
Der Wahrheit zur Ehre wird constatirt, daß sich leider am 21. Mai, Abends zwischen 9 und 10 Uhr eine hartnäckige Schlägerei am Ausgang des Dorfes auf der nach Landsberg führenden Chaussee entwickelte zwischen Löschmannschaften mehrerer benachbarter Ortschaften, unter ihnen auch Marzahner.
...
Es ist keinem ehrsamen Einwohner des Dorfes Marzahn eingefallen, an der Rauferei irgend einen activen Antheil zu nehmen, und wenn oben gesagt war, daß auch Marzahner unter der Raufgesellschaft waren, so gilt das von fremden hier im Dienste und Tagelohn stehenden, aber nicht ansässigen Personen.
...
Wenn nun die Mannschaft von Eiche am übelsten gefahren ist, so ist das eigentlich nicht zu verwundern; denn man könnte hier sagen: "Böse Saat trägt böse Früchte", und "Wie die Thaten, so der Lohn." Stundenlang vor der Schlägerei hat sich die Mehrzahl der Mannschaften genannten Ortes im Gasthause aufgehalten und hier gütlich gethan im bairischen Bier und - Spiritus mit Kümmel. Welche Wirkungen aber solche Erquickungen hervorgerufen haben, das können mehrere Einwohner Marzahn's bezeugen, welche diese Leute in ihrem Gebahren und den allgemein ausgestoßenen Drohungen beobachtet haben. Freilich mag der Mensch in einem solchen unzurechnungsfähigen Zustande nicht wissen, was er redet und thut. Jedenfalls sieht er seine eigenen Thaten im rosigen Lichte; die Thaten Anderer aber sind für ihn mit der schwärzesten Farbe gestrichen.
Sollten jene "älteren friedliebenden Männer", welche auch Contusionen davon getragen haben, wirklich so friedliebend sein, wie gerühmt wird? - Man sollte doch dann auch glauben müssen, daß sie den Ort der Rauferei gemieden und sich auf ihren Posten, zu ihren Feuergeräthschaften zurückgezogen hätten, falls sie Löschmannschaften waren; im andern Falle gilt von ihnen das Wort: "Wer sich muthwillig in Gefahr begibt, kommt darin um." - Was aber ihre gerühmte Friedliebe betrifft, so richten wir an die Betreffenden das Wort: "Sage mir, mit wem Du umgehst, so sage ich Dir, wer Du bist."
Der Einsender des erwähnten Inserats sagt: "Allem Anschein nach war also der Streit kein zufälliger, sondern ein planmäßig gesuchter". Wir stimmen ihm hierin vollkommen bei, nur mit dem Unterschiede, daß das Suchen nach einem Streitmotive nicht auf der Seite der Marzahner, sondern auf entgegengesetzter Seite geschah; denn die nach dem übermäßigen Trinken ausgestoßenen Drohungen der Löschmannschaften, wie auch das keineswegs unvorsichtige , sondern geradezu muthwillige Benetzen anständiger und ruhiger Bewohner des Ortes mit dem wirkenden Strahl der Feuerspritze, und noch manche andere Chicane, wo es des Einschreitens und der Zurechtweisung bedurfte, gaben hinreichend Zeugniß von dem aufgeregten und erhitzten Geblüt und somit auch von der Wahrheit unserer vorhin ausgesprochenen Behauptung. Die phrasenhafte moralische Niederlage, deren der Einsender erwähnt, dürfte somit sich jedenfalls mit der physischen vereinigen und beide dieselbe Parthei treffen.
Wenn Einsender als Nutzanwendung die Fabel vom Wolf, Fuchs und Kranich heranzieht, so gewinnt die Sache beinahe den Anschein, als kämen manche Ortschaften nur an Brandstätten aus eigennützigen Motiven, statt aus theilnehmender, helfender Liebe, wie es Christenmenschen geziemet. Wir aber denken, es heißt dabei: "Was Du willst, daß Dir die Leute thun sollen, das thue Du ihnen auch." Heichelt man aber bei solchen Liebesthaten nach dem besonderen Lohne, dann strebe man darnach, sich des Lohnes würdig zu machen, der von Seiten des Königlichen Landrathsamtes zur Prämiirung [!] festgesetzt ist, das ist dann wenigstens noch Loyalität. Zu solcher Würdigkeit gehört freilich ein anderer Eifer als der, den eine benachbarte Gemeinde dadurch entwickelte, daß sie mit zwei Pferden vor der Spritze im langsamen Trabe den Sommerweg der Chaussee daher gefahren kam, als bereits durch die eigene mit Lebensgefahr verbundene Bravour der Marzahner Einwohnerschaft das unglückselige Element besiegt und auf seinen Heerd [!] beschränkt war. ...
Es ist hier wohl auch am Orte, daß die Gemeinde Marzahn der Wahrheit zur Ehre nun auch den irrigen Zeitungsberichten entgegen tritt: den vereinten Anstrengungen benachbarter Ortschaften sei es gelungen, des Feuers Herr zu werden, ehe es sich weiter als auf die Elsholz'sche Scheune erstreckte. - Die Humanität der Gemeinde Marzahn hat den freilich falschen Ruhm der Zeitungen ihren Nachbarn gönnen wollen und darum bisher geschwiegen, wird aber durch das fragliche Inserat gleichsam herausgefordert, mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit zu treten: Nicht fremde Hilfe ist es für diesmal gewesen, sondern einzig und allein die fast übermenschliche Kraftanstrengung der vom Unglück heimgesuchten Gemeinde, wodurch das tobende Element besiegt worden ist.
...
Die Einwohner Marzahns."


Sonnabend, den 20. Juni 1874 (No. 47), Anzeigen

Schuhmacher auf Damenarbeit verlangt Klatt, Angergang im Bredereck'schen Hause. [Bernau]


Mittwoch, den 1. Juli 1874 (No. 50), Aus dem Kreise, gekürzt

Von dem Ortsvorstande zu Eiche wird uns folgendes Schreiben zugesandt:

Als Erwiderung auf die am 17. d. M. im Niederbarnimer Kreisbl. erfolgte Gegenschrift betreffend den am 30. Mai cr. erstatteten Bericht über die am Tage des Brandunglücks im Dorfe Marzahn ausgebrochene Prügel-Affaire, möge vorbehaltlich der späteren Veröffentlichung des gerichtlichen Erkenntnisses, als erste und letzte Antwort Folgendes dienen:
...
Wie schwer die Contusionen in vielen Fällen waren, wollen die geehrten Leser daraus schließen, daß selbst heute noch der Schuhmachergeselle W. an den ihm mit einem scharfen Instrumente beigebrachten Kopfwunden zu leiden hat, während der Knecht K. an den Folgen der Mißhandlung lange Zeit Patient war und erst seit Kurzem den freien Gebrauch seiner Sprache wieder erlangte.
Außer den speciell angeführten Fällen von Verletzungen sind deren noch an 9 Löschmannschaften zu constatiren.
...
Um so mehr sehen wir uns, der Wahrheit zur Ehre, durch die Macht der Umstände getrieben, unter Hinweis auf die in Zukunft über diesen Fall von competenter Behörde getroffene Entscheidung - gegen die uns von Seiten der Marzahner Einwohnerschaft gemachten Beschuldigungen entschieden zu protestieren, indem wir erklären:
1) daß die Einsetzung des betreffenden Inserates keineswegs, wie die Gegenseite glaubt, ohne gründliche, gewissenhafte Information des wirklichen Thathergangs erfolgte. ...
2) daß der über den Verlauf der Rauferei erfolgte Bericht durchaus nicht, wie die Marzahner Einwohnerschaft annimmt, die leichtsinnige Aeußerung eines Einzelnen, sondern die besondere ausdrückliche Meinung aller Löschmannschaften, resp. der ganzen Gemeinde war;
3) daß das Verhalten der Einwohnerschaft Marzahn's zu der Schlägerei keineswegs durch das Auftreten einer Persönlichkeit zu charakterisiren ist. Es könnte dieser Vorfall höchstens ein treffendes Beispiel für das Wort bieten: "Wer sich in Gefahr begiebt, kann umkommen." Wir meinen, daß 10 bis 12 feindliche Fäuste den Arbeiter W. genug bearbeitet hatten, als ihn die energische Intervention des hiesigen Gemeindevorstehers K. aus den Händen seiner Angreifer befreite. ...
4) daß die Klassification der Einwohner in Besitzende und Nichtbesitzende unsere Behauptung hinsichtlich der Anstiftung des Excesses nicht aufhebt. Sind etwa die im Orte sich aufhaltenden Arbeiter und Dienstboten keine Marzahner, oder gehören diese einem anderen Continent an? ... Es soll uns herzlich freuen, wenn sich bei der gerichtlichen Untersuchung herausstellt, daß es keinem ehrsamen Einwohner des Dorfes M. eingefallen, an der Rauferei irgend welchen activen Antheil zu nehmen."
5) daß die den Eicher Löschmannschaften zugeführten Verwundungen nicht, wie irrthümlicherweise angegeben, eine Folge des Genusses spriritiöser [!] Getränke ec. sondern einzig und allein die sichtbaren Spuren strafbarer Handlungen durch Menschenhand sind, daß unser Ort allerdings keine Engel, aber lauter mit Vernunft begabte Wesen besitzt, folglicherweise auch die Löschmannschaften dieser Kategorie von Menschen angehören müssen. ...
6) daß das Suchen nach einem Streitmotive nicht auf Seiten der Eicher gelegen, widerlegt sich von selbst, wenn man bedenkt, daß es mehr als lächerlich wäre, wenn ein Häuflein von 13 Mann gegen eine ganze Dorfschaft in's Feld rücken wollte. Zum anderen sei bemerkt, daß alle Spritzen, außer der von Schönhausen und Eiche bereits vor der Schlägerei heimgekehrt waren.
7) daß die Einwohner Marzahn's unseres Wissens nicht die Authorisation besitzen, neue Fahrreglements zu geben. Wenn die Verdienste der Eicher Spritze im Protokoll besonders anerkannt und sie, als die erste an Ort und Stelle, die höchste Prämie erhielt, so sind das wohl die besten Beweise für die Entkräftung jener Beschuldigungen, wobei es natürlich ganz gleichgültig sein kann, ob die nach neuester Bauart construirte Spritze mit 2 oder 3 Pferden bespannt war;
8) daß der Sinn der von uns gemachten Nutzanwendung entschieden verdreht worden. ... - Wir sind durchaus keine Egoisten, am allerwenigsten haben wir für die dem Orte geleisteten Dienste speciellen Dank beansprucht. Mit Freuden gönnen wir Ihnen den Ruhm des Tages, wenngleich wir nicht umhin können, zu bemerken, "daß Eigenlob hinkt, aber fremdes Lob klingt;" "Das Werk lobt den Meister." Die Großthaten der Marzahner würden trotz der irrigen Zeitungsnachrichten ans Tageslicht gekommen sein;
9) daß unser Inserat nur gegen die Schuldigen und Messerhelden gerichtet war. ...
...
Die Einwohner von Eiche.


Mittwoch, den 1. Juli 1874 (No. 50), Amtliche Beilage, gekürzt

Berlin, den 27. Juni 1874
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die §§ 23 und 186 der Kreisordnung vom 13. December 1872 bringe ich nachfolgend das Verzeichniß der vom 1. Juli d. J. fungirenden Gemeinde-Vorsteher sowie unter Bezugnahme auf § 31 I.c dasjenige der Guts-Vorsteher mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß die amtlichen Schriftstücke fortan mit der Bezeichnung für Gemeindebezirke "Gemeinde-Vorstand" beziehungsweise "Gemeinde-Vorsteher" und für Gutsbezirke "Guts-Vorsteher" zu versehen sind.
Der Kreis-Landrath, Geheime Regierungs-Rath. Scharnweber.

Laufende  
No.
Namen der
Gemeinde- und Gutsbezirke  
Namen der
Guts-Vorsteher  
Namen der
Gemeinde-Vorsteher  
2.  Ahrensfelde     Schulze August Wegener
13.  Blumberg   Amtmann Lehmann   Bauergutsbes. Fried. Grün
31.  Eiche     Schulze Kirschbaum
68.  Lindenberg     Schulze Bolle
77.  Mehrow   Rittergutsbesitzer Heyse   Schulze Meißner
[insgesamt: 149]


Sonnabend, den 11. Juli 1874 (No. 53), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Bernau, den 8. Juli 1874
Nach der im Niederbarnimer Kreisblatt Stück 51 enthaltenen Anweisung des Königl. Landraths, Herrn Geheimen Regierungs-Rath Scharnweber, vom 1. Juli d. Js. sollen auf Grund des in Nr. 45 des Kreisblattes publicirten Kreistagsbeschlusses, nach Wegfall des bisher gezahlten Landarmengeldes, zu Kreiszwecken 2 Monatsraten der Einkommen- und Klassensteuer und eine Monatsrate der
Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer aufgebracht werden. ...
Der Magistrat.


Mittwoch, den 15. Juli 1874 (No. 54), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Tableau der [insgesamt 11] Schornsteinfeger-Kehrbezirke des Kreises Niederbarnim

VII. Kehrbezirk. Kehrmeister: Schornsteinfeger-Meister Dümmet zu Bernau
1. Stadt Bernau, ..., 14. Lindenberg, 15. Mühlenbeck mit Gut
VIII. Kehrbezirk. Kehrmeister: Schornsteinfeger-Meister Kielblock zu Alt-Landsberg
1. Stadt Alt-Landsberg mit Amt, ..., 5. Blumberg mit Rittergut, 6. Ahrensfelde, 7. Eiche, 8. Mehrow, ..., 23. Eggersdorf

Bekanntmachung.
Berlin, den 2. Juli 1874
Die Bauer-Wittwe Fielitz in Krummensee beabsichtigt auf ihrem, westlich von Krummensee am Wege von dort nach Blumberg belegenen, im Grundbuche von Krummensee Band I. No. II. Seite 11 verzeichneten Grundtücke einen Erdziegelofen zu errichten. ...
Der Kreis-Landrath, Geheime Regierungs-Rath. Scharnweber.


Mittwoch, den 22. Juli 1874 (No. 56), Vermischtes

Die bevölkertste Stadt der Erde ist London mit 3,254,260 Einwohnern. Dann folgt Sutschen in China mit 2,000,000, Paris mit 1.851,792, New-York incl. Vorstädte mit 1,444,234 und Peking mit 1,300,000 Einwohnern.


Sonnabend, den 25. Juli 1874 (No. 57), Amtlicher Theil, gekürzt

... einstweilige Zurückstellung im Falle einer Mobilmachung ...:

B) Hinter den letzten Jahrgang der Landwehr zurückgestellt [insgesamt 100]
2.  Julius Lindemann  Eiche  Garde-Landwehr-Gefreiter.
37.  Friedrich Wilhelm Ebel  Blumberg  Füsilier
39.  Carl August Wilke  Lindenberg  Musketier
41.  Friedrich Hagert  Lindenberg  Musketier
43.  Ludwig Carl Schley  Lindenberg  Musketier
58.  Friedrich Wilhelm Bolle  Lindenberg  Wehrmann
62.  Friedrich Gustav Albrecht  Ahrensfelde  Dragoner
68.  Ludwig Baurath  Lindenberg  Pionier


Sonnabend, den 25. Juli 1874 (No. 57), Anzeigen

Einen Arbeiter auf Wellington verlangt Heinrich Menzel. [Bernau]


Sonnabend, den 8. August 1874 (No. 61), Aus dem Kreise

Blumberg. (Orig.=Corr.) Ein recht beklagenswerthes Unglück setzte am 31. Juli eine hiesige Familie in tiefe Trauer. Das zweijährige, liebliche Söhnchen des Schneidermeisters H. spielt auf dem Hofe an einem Haufen Bausand, als ein mit Steinen schwer beladener Wagen in den Hof fährt. Das Kind, dem, wenn es ruhig sitzen geblieben wäre, nichts geschehen konnte, will der vermeintlichen Gefahr ausweichen, in der Verwirrung läuft es derselben entgegen und geräth unter die Pferde. Ein Aufhalten des Wagens ist des abschüssigen Terrains wegen nicht möglich, und das Rad geht dem Knaben so unglücklich über Hals und Brust, daß der augenblickliche Tod die Folge ist. Den Führer des Wagens dürfte keine Schuld treffen.


Mittwoch, den 12. August 1874 (No. 62), Aus dem Kreise

Lindenberg. Ein Vorfall, welcher als solches sich wohl oft wiederholt, aber in seinen Motiven als große Seltenheit dasteht, hat sich jüngst hier zugetragen. Die Frau eines hiesigen Maurers, welche erst seit Ostern glücklich verheirathet ist und von ihrem Manne fast auf die [!] Hände getragen wurde, konnte ihr Glück nicht ertragen: sie versuchte zweimal, ihrem Leben eine [!] Ende zu machen. Zuerst wollte sie sich erhängen. Dabei gestört suchte sie sich zu ertränken. Als sie auch von diesem Vorhaben zurückgehalten wurde, vergiftete sie sich mit von Streichhölzern abgekratzem Phosphor. Unter schrecklichen Qualen gab sie ihren Geist auf. Der Grund ihres Lebensüberdrusses war "eine nicht zu bezähmende Sehnsucht nach ihrer Herrschaft," der sie vor ihrer Verheirathung über 10 Jahre treu gedient hatte. - Gewiß ein seltenes Motiv zum Selbstmord. (Oran.=Ztg.)


Mittwoch, den 19. August 1874 (No. 64), Aus dem Kreise

Mehrow. im August 1874 (Orig.=Corr.). Am 10. August c. wurden wir in unserm sonst stillen Dörfchen in große Angst und Aufregung versetzt. Es war Mittag, etwa 1 Uhr, als mit einem Male der Aufschrei Feuer! Feuer! ertönte und die Sturmglocke die Wahrheit dieses Rufes bestätigte. Eine dicke, schwarze Rauchwolke zeigte uns den Herd des Feuers. Auf eine bis jetzt noch nicht ermittelte Weise war auf dem Thürling'schen Bauerngute in einem an der Scheune befindlichen Wagenschauer Feuer ausgebrochen, und dasselbe griff, begünstigt durch die Windrichtung, so wie feuergefährliche Strohbedachung sämmtlicher Gebäude so schnell um sich, daß in ca. 8 Minuten das ganze Gehöft in lichten Flammen stand. Zum Retten war wenig Zeit, und es verbrannten 8 Stück Rindvieh, 35 Schafe und 4 Schweine. Mobiliar wurde sehr wenig gerettet. Leider blieb das Feuer nicht auf diesem Gehöft. Sehr bald wurde das sehr nahestehende zwar massive herrschaftliche Schäferhaus, dessen Bewohner sich beim Herausbringen ihrer Habseligkeiten zuletzt durch die Giebelfenster retten mußten, von den Flammen ergriffen und in Asche gelegt. Auch hier verbrannten außer vielem Haus- und Wirthschaftsgeräth 3 Ziegen. Dem weiteren Vordringen des Feuers nach dieser Seite wurde durch herbeieilende Feuerspritzen Einhalt gethan und so das Dominium geschützt. Nach einer anderen Richtung hin aber suchte sich das Feuer Nahrung. Flugfeuer zündete jenseits der Dorfstraße und des Pfuhles, ca. 150 Schritt entfernt, das mit Stroh gedeckte Haus und den Stall des Büdners Klemmstein und ging dann die Flamme auf das nahe strohgedeckte, von 4 Familien bewonte herrschaftliche Arbeitshaus über. In kurzer Zeit waren auch sie ein Raub der Flammen und mit knapper Noth retteten die Inwohner etwas von ihrer Habe. Da indessen 18 Ortschaften mit ihren Spritzen herbeigeeilt waren, so wurde das Feuer auf diesen Brandstätten gefesselt und gedämpft. Groß ist aber der angerichtete Schaden. Sieben Familien, ihrer Habe fast ganz, oder zumeist beraubt, sind obdachlos. Darunter 3 Arbeiterfamilien, die nicht gegen Feuerschaden versichert sind und dadurch einen herben Verlust zu bestehen haben und der Zukunft traurig entgegensehen. Nicht minder drückend ist die augenblickliche Lage des Thürlings, da er das Ackergeräth, sämmtliche Wagen, das Saatkorn und Futter für sein Vieh verloren hat. Wenn man bedenkt, daß er erst im Juni cr. durch Hagelschlag erheblichen Schaden hatte, so möchte man sagen, daß dies des Unglücks zuviel sei. - *)
Nun Gott der Herr wird allen Unglücklichen helfen. Er wolle die Herzen ihrer reicheren und glücklicheren Mitmenschen lenken, daß sie die augenblicklich größere Noth durch Gaben der Liebe mildern.
Anzuerkennen ist noch die thatkräftige Hilfe beim Retten der Habe der hier beschäftigten fremden Handwerker, so wie auch die Thätigkeit, Ausdauer und Ruhe der betreffenden Spritzenmannschaften, die den ruhigen und umsichtigen Anordnungen des Feuerlösch=Commissarius, der Gemeindevorsteher und Gensd'armen willig und ruhig nachkamen.
Wir haben somit glücklicher Weise, trotz der Menge der Mannschaften, nicht von Prügel-Affairen zu berichten, wie solche jüngst bei kleinerem Feuer und geringerer Anzahl von Leuten in einem Nachbardorfe vorkam und worüber leider der Federkampf in diesem Blatte noch nicht zum Schweigen gekommen ist.

*) Mit Rücksicht hierauf ist die Redaction d. Bl. gern bereit, milde Gaben zur Weiterbeförderung an den Orts-Vorstand zu Mehrow in Empfang zu nehmen.


Sonnabend, den 29. August 1874 (No. 67), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Berlin, den 27. August 1874.
Die diesjährigen Herbstmanöver des Garde-Corps finden in der Zeit vom 4. bis 18. September cr. in einem Terrain statt, welches westlich von der Linie Berlin-Tegel-Heiligensee-Hennigsdorf-Cremmen, und östlich von der Linie Berlin-Alt=Landsberg-Straußberg begrenzt ist, und innerhalb dieser Linien den ganzen nördlich von Berlin belegenen Theil des Kreises in sich faßt. ...
Der Kreis-Landrath. I.V. Kaehne, Königl. Kreis-Secretair.


Sonnabend, den 30. August 1874 (No. 67a), Amtliches Extrablatt, gekürzt

Bekanntmachung.
Berlin, den 26. August 1874.
Nach dem Gesetze vom 9. März d. Js. erfolgt vom 1. October d. Js. ab die Beurkundung der Geburten, Heirathen und Sterbefälle ausschließlich durch die vom Staate bestellten Standesbeamten.
Die Abgrenzung der Standesamtbezirke und die erfolgte Ernennung der Standesbeamten wird in den nächsten Tagen publicirt werden.
Aus dem Gesetze vom 9. März cr. mache ich auf die nachstehenden Vorschriften hierdurch aufmerksam.
I. Die Geburten betreffend.
Jede Geburt eines Kindes ist innerhalb einer Woche dem Standes-Beamten des Bezirks, in welchem die Niederkunft stattgefunden hat, anzuzeigen. ...
II. Die Heirathen betreffend.
Eine bürgerlich gültige Ehe kann nur in der durch das Gesetz vom 9. März cr. vorgeschriebenen Form geschlossen werden.
Die religiösen Feierlichkeiten einer Eheschließung dürfen erst nach Schließung der Ehe vor dem Standesbeamten stattfinden.
Für den Abschluß der Ehe ist der Standesbeamte zuständig, in dessen Bezirk einer der Verlobten seinen Wohnsitz hat oder sich gewöhnlich aufhält. ...
III. Die Sterbefälle betreffend.
Jeder Sterbefall ist spätestens am nächstfolgenden Tage dem Standesbeamten des Bezirks, in welchem der Tod erfolgt ist, anzuzeigen. ...
Ohne Genehmigung der Ortspolizei-Behörde darf keine Beerdigung vor der Eintragung des Sterbefalles in das Sterberegister stattfinden.
IV. Allgemeine Bestimmungen
Wer den vorgeschriebenen Anzeigepflichten nicht nachkommt, wird mit Geldstrafe bis zu Einhundertfünfzig Mark (50 Thaler) oder mit Haft bestraft.
...
Der Kreis-Landrath. I.V. Kaehne, Königl. Kreis-Secretair.

Bekanntmachung.
Die Feuer- und Löschordnung für das platte Land vom 11. October 1847 (Amtsbl. S. 395) macht im §. 73 die Polizeibehörden dafür verantwortlich, daß die nöthigen Löschgeräthschaften fortwährend in gutem Stande erhalten werden und verpflichtet im §. 74 die Ortspolizeibehörden, mindestens alle zwei Jahre eine Visitation sämmtlicher Feuerlöschgeräthe, sowie eine Probe der fahrbaren Feuerspritzen vorzunehmen.
Diese Bestimmungen erscheinen, wie mehrfach gemachte Erfahrungen ergeben haben, nicht ausreichend, und verordnen wir deshalb ...:
daß in allen im diesseitigen Verwaltungsbezirke belegenen Ortschaften des platten Landes alljährlich mindestens zwei Mal eine Spritzen-Probe unter Leitung der Ortspolizeiobrigkeit und mit Zuziehung der Dorfgerichte Statt zu finden hat, deren Ergebniß regelmäßig dem Kreislandrathe durch die Ortspolizei-Behörde schriftlich anzuzeigen ist, und
daß der Spritzenmreister, namentlich nach jedesmaliger Benutzung der Spritzen sich davon zu überzeugen, beziehungsweise dafür Sorge zu tragen hat, daß letztere sich jeder Zeit in einem durchaus brauchbaren Zustande befindet (§. 43 der Feuer-Lösch-Ordnung).
Die Nichtbeachtung dieser Anordnungen zieht eine Geldstrafe bis zu 10 Thlrn. event. verhältnißmäßige Gefängnißstrafe nach sich.
Potsdam, den 7. April 1865.
Königliche Reg. Abtheilung des Innern.

Vorstehende Regierungs-Verordnung wird hierdurch mit dem Ersuchen zur Kenntniß der Herren Amtsvorsteher des Kreises gebracht, zur Ausführung der Verordnung das Weitere zu veranlassen und mir bis zum 1. Juni und 1. November jeden Jahres über den Ausfall der in den Monaten Mai und October abzuhaltenden Spritzen-Proben Bericht zu erstatten.
Berlin, den 20. August 1874.
Der Kreis-Landrath. I.V. Kaehne, Königl. Kreis-Secretair.


Mittwoch, den 2. September 1874 (No. 68), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Fünf Thaler Belohnung
In der Nacht vom 26. zum 27. d. M. sind dem Herrn Superrintendent Siegel zu Biesdorf bei Berlin von der Bleiche folgende Gegenstände gestohlen worden:
12 Frauenhemden, ...
8 Oberhemden, ...
3 weiße baumwollene Herren-Unterjacken,
2 Herren-Nachthemden, gez. J.L.
10 Herren-Nachthemden, gez. S.
4 Kinder-Hemden
...
Biesdorf, den 27. August 1874
Der Amtsvorsteher-Stellvertreter. Schrobsdorff.


Mittwoch, den 2. September 1874 (No. 68), Anzeigen

Die von dem Veteranen- und Kriegerverein [Bernau] veranstaltete Sedan-Feier findet am 6. September in Jonas' Restaurant [in Bernau] statt. Der Vorstand.

Jonas' Restaurant.
Mittwoch, den 2. September c., Abends von 8 Uhr ab
findet zur Feier der Wiedervereinigung Deutschlands
Tanz-Kränzchen statt, wozu ergebenst einladet W. Jonas [Bernau]


Mittwoch, den 16. September 1874 (No. 72), Amtliche Beilage, gekürzt

Plan über die Abgrenzung der [insgesamt 59] Standesamtbezirke im Kreis Nieder-Barnim
und über die ernannten Standesbeamten und deren Stellvertreter

No. und Namen der Standesamtbezirke
Bestandtheile derselben
Stand und Namen a) des Standesbeamten b) des Stellvertreters c) eines etwaigen zweiten Stellvertreters
Wohnort derselben

25. Blumberg
Blumberg, Amtsbezirk Nr. XIX, bestehend aus dem Gmbz. und Gtsbz. Blumberg
a) Amts- und Gutsvorsteher Lehmann / Blumberg.
b) Amts-Vorsteher-Stellvertreter Hiller / do.

26. Mehrow
1. Mehrow, Gm.- und Gtsbz.
2. Ahrensfelde, Gmbz.
a) Amts- und Guts-Vorsteher Heyse / Mehrow.
b) Gemeinde-Vorsteher Meißner / do.
c) Amts-Vorsteher-Stellvertreter Muhr / Hellersdorf.

27. Eiche
1. Eiche, Gmbz.
2. Hellersdorf, Gtsbz.
a) Guts-Vorsteher Muhr / Hellersdorf.
b) Gemeinde-Vorsteher Kirschbaum / Eiche.

30. Malchow
Malchow, Amtsbezirk Nr. XXIII
1. Malchow, Gmbz. und Gtsbz.
2. Karow, Gmbz.
3. Lindenberg, Gmbz.
a) Amts- und Guts-Vorsteher Simon / Malchow.
b) Amts-Vorsteher-Stellvertreter Dickmann / do.
c) Gemeinde-Vorsteher Silberberg / do.


Sonnabend, den 3. October 1874 (No. 77), Anzeigen

Die bei Schwanebeck stehende Bockwindmühle soll aus freier Hand verkauft werden. Reflektanten wollen sich gefl. melden bei Julius Bader daselbst.

Bescheidene Anfrage:
Welches Menschenkind, und wär's auch ein Gelehrter, hat allezeit gleichen Geruch?


Mittwoch, den 14. October 1874 (No. 80), Aus dem Kreise, gekürzt

Lichtenberg, den 10. October 1874. Die Bildung einer Provinz Berlin aus der Stadt Berlin und der näheren Umgebung wird jetzt wiederum in allen Berliner Zeitungen verhandelt. Wenn wir alle Nachrichten zusammenfassen, so soll es sich um ein Project handeln, die collegialische Verfassung der Königlichen Aufsichtsbehörde zu beseitigen und Berlin mit allen Ortschaften des ein- bis zweimeiligen Umkreises unter einen besonderen Beamten zu stellen, der die Befugnisse eines Ober-Präsidenten erhält. ...
In der Umgebung bleibt jede Gemeinde für sich selbständig und hat für ihre Communal-, Schul- und sonst Bedürfnisse, Armen- und Krankenpflege, Pflasterung u. s. w. wie früher so auch künftig ganz allein zu sorgen. Die Anlage der Kanäle und Wasserleitungen wird Sache der Provinz. ...


Mittwoch, den 14. October 1874 (No. 80), Amtliche Beilage, gekürzt

Nachweisung
der Ortschaften und Wohnplätze des Kreises Niederbarnim,
der Communalbezirke, Poststationen, Amtsbezirke, Amtsvorsteher, ...


Mittwoch, den 21. October 1874 (No. 82), Aus dem Kreise

Ahrensfelde, 15. October 1874. Das Referat über die Lehrer-Versammlung in Berlin in Nr. 80 des Kreisblattes bedarf insofern der thatsächlichen Berichtigung, als es heißen muß:
"die Gemeinde Lichtenberg will die Zulage der ersten Lehrerstelle, welche nach Verfügung der königl. Regierung nöthig ist, in Rücksicht auf das Gehalt des Amtsschreibers bis zu 140 Thalern erhöhen.
Der Schulvorstand zu Ahrensfelde hat bei der königl. Regierung die Erhöhung des Schulgeldes beantragt, was nach Verhältniß der Kinderzahl 40 bis 50 Thaler pro anno Zulage ergeben würde."


Mittwoch, den 21. October 1874 (No. 82), Anzeigen

Bekanntmachung.
Die Einnahmen der 5 Hebestellen unserer Chaussee und zwar der zu Prötzel, Seeberg, Marzahn und Lichtenberg mit 1meiliger und der zu Radebrück mit 2meiliger Hebungs-Befugniß sollen vom 1. Januar 1875 ab anderweitig verpachtet werden. Hierzu steht ein Termin auf den
29. October c., Vormittag 11 Uhr
im Rathause hierselbst an, zu welchem Pachtliebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß nur solche Personen zum Bieten zugelassen werden können, welche vorher eine Caution von 450 Mark in baar oder in preußischen Staatspapieren deponiert haben. Die Bedingungen können täglich bei unseren Vorsitzenden, Bürgermeister Matz hierselbst, eingesehen werden.
Alt-Landsberg, den 15. October 1874.
Das Directorium der Berlin-Prötzeler Chaussee-Actien-Gesellschaft.


Mittwoch, den 11. November 1874 (No. 88), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Am Sonntag, den 8. d. Mts., Vormittags, ist ein Pferd, braune Stute, circa 3-4 Zoll groß, zwischen Lindenberg und Malchow, im Chausseegraben liegend, gefunden worden. Der Eigenthümer kann dasselbe gegen Erstattung der entstandenen Kosten bei dem Unterzeichneten in Empfang nehmen.
Malchow, den 9. November 1874.
Der Amtsvorsteher. Simon.


Mittwoch, den 11. November 1874 (No. 88), Aus dem Kreise

Ein scheußliches Verbrechen ist im Dorfe Lichtenberg verübt worden. In der Nacht zum Donnerstag wurden, wie die "St. Z." meldet, Gräber von kleinen Mädchen auf dem Gemeinde-Kirchhof zu Lichtenberg geöffnet; Die Leichen wurden aus den Särgen gerissen und lagen auf dem Kirchhof. Der Thäter ist bis jetzt noch nicht ermittelt. Ob das Verbrechen des Leichenraubens begangen worden ist, weiß man noch nicht.


Sonnabend, den 14. November 1874 (No. 89), Anzeigen

Einen Gesellen auf Tücher verlangt Menzel, Lohmühlenweg. [Bernau]


Sonnabend, den 28. November 1874 (No. 93), Aus dem Kreise, gekürzt

Blumberg. Oeffentliche Anerkennung verdient die Thatsache, daß die hiesige Gemeinde das Einkommen ihrer 2. Lehrerstelle ohne besondere Weitläufigkeiten um 92 Thaler erhöht hat. Es wird dieser Betrag durch Schulgelderhöhung auf 5 Sgr. monatlich pro Kind aufgebracht.
Zu wünschen wäre, daß ein solches Vorgehen aller Orten Nachahmung fände. Nichts ist einfacher, die Lage der Lehrer wirklich und wesentlich zu verbessern. Kein vernünftiger Mensch, auch unter der ärmeren Klasse, kann sich darüber wundern, wenn die Kosten für den Unterricht seiner Kinder steigen in einer Zeit, wo der Preis sämmtlicher Lebensbedürfnisse so enorm in die Höhe geht. 3 Sgr. 4 Pf. ist doch ein Spottgeld! ...


Mittwoch, den 2. December 1874 (No. 94), Aus dem Kreise, gekürzt

Blumberg.
Der hiesigen Gemeinde ist es vergönnt worden, am 20. November eine Feier der allerseltensten Art zu begehen, ... Der Bauernaltsitzer Gottfried Ebel und seine Ehefrau, geb. Juest haben am 20. November des in Preußens Geschichte denkwürdigen Jahres 1814 in hiesiger Kirche den Bund für's Leben geschlossen. ...


Mittwoch, den 9. December 1874 (No. 96), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Berlin, den 4. December 1874.
Nachstehende Ortsbehörden:
die Gutsvorstände über: ..., Blumberg, Ahrensfelde, ..., Mehrow, ...;
die Gemeindevorstände zu: ...
sind noch mit dem Berichte über den Ausfall der für die Schullehrer=Wittwen und -Waisen abzuhaltenden Collecte im Rückstande, und werden dieselben hierduch an die Erledigung binnen längstens 3 Tagen erinnert.
Der Königliche Landrath, Geheime Regierungsrath. Scharnweber.


Mittwoch, den 30. December 1874 (No. 101), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Weißensee, den 16. December 1874
Auf der Chaussee zwischen Blumberg und Ahrensfelde ist ein Sack mit Glaubersalz gefunden worden; der sich legitimierende Eigenthümer kann denselben gegen Erstattung der entstandenen Kosten in Empfang nehmen. Näheres im Amts-Büreau zu Weißensee.
Der Amtsvorsteher. Wöltge.


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