Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Bernau) von 1886 (33. Jahrgang),
gefunden im Landesarchiv Berlin-Reinickendorf



Freitag, den 8. Januar 1886 (No. 4), Anzeigen

Holz-Auction.
Am Donnerstag, den 14. Januar cr., von Vormittags 9 Uhr ab
sollen im Forstrevier Blumberg. im Jagen Jürgenbusch am Blumberg-Birkholzer Wege
67  Stück birken Nutzholz,
200  Meter Kloben,
12  Meter Knüppel,
274  Meter Reiser,
150  Meter Stubben,
Durchforstungsholz nach Bedarf
öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden.
Die Verkaufsbedingungen werden im Termin bekannt gemacht werden.
Blumberg, den 6. Januar 1886.
Die Forstverwaltung. Ziegner.


Mittwoch, den 13. Januar 1886 (No. 6), Anzeigen

Zwei gut erhaltene Arbeitswagen stehen zum Verkauf bei C. Grassmann, Blumberg.


Sonntag, den 17. Januar 1886 (No. 8), Anzeigen

Blumberg.
Sonntag, den 24. d. M., großer Masken-Ball wozu ergebenst einladet H. Kanz, Gastwirth.
Elegante Masken-Garderobe trifft schon am 23. d. Mts. ein.


Mittwoch, den 20. Januar 1886 (No. 9), Anzeigen

Holz-Auction,
Am Freitag, den 22. Januar cr. von Vormittags 9 Uhr ab sollen im Forstrevier Blumberg im Jagen Rehan (!), an der Berlin-Freienwalder Chaussee birken und kiefern Nutzholz:
circa  230  Meter Kloben,
circa   42  Meter Knüppel,
circa  294  Meter Reiser,
circa  130  Meter Stubben
öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden.
Die Verkaufsbedingungen werden im Termin bekannt gemacht werden.
Blumberg, den 16. Januar 1886.
Die Forstverwaltung. Ziegner.

Zwei gut erhaltene Arbeitswagen stehen zum Verkauf bei G. Grassmann, Blumberg.

Eine starke Ulmer Dogge (sehr guter Hofhund) hat zu verkaufen Schlächtermeister Hammann [!]
Blumberg bei Bernau


Sonntag, den 24. Januar 1886 (No. 11), Anzeigen

Bekanntmachung.
Zum öffentlichen Verkaufe von 108 Stück Schwarz- und Spitz-Pappeln ec. an der Berlin-Schwedter Chaussee und zwar von Stat. 22,1 bis Stat. 24,9 (zwischen Blumberg und Seefeld) ist ein Termin auf Freitag, den 29. Januar 1886, Vormittags 11 Uhr anberaumt.
Kauflustige werden mit dem Bemerken hierzu eingeladen, daß die speciellen Bedingungen im Termine bekannt gemacht werden sollen.
Der Termin beginnt in Station 22,1 bei Blumberg.
Berlin, den 1. Januar 1886.
Die Chaussee-Verwaltung.


Freitag, den 29. Januar 1886 (No. 13), Anzeigen

Ahrensfelde.
Am Montag, den 1. Februar d. Js. findet bei mir großer Masken-Ball statt, wozu ergebenst einladet
W. Hase, Gastwirth.
Die Masken-Garderobe trifft Tags zuvor ein.


Sonntag, den 31. Januar 1886 (No. 14), Anzeigen

Holz-Auction,
Am Mittwoch, den 3 Februar cr., von Vormittags 9 Uhr ab sollen im Forstrevier Blumberg, im Jagen Rehan, an der Berlin-Freienwalder Chaussee
49  Stück kiefern Nutzholz,
214  Meter Kloben,
31  Meter Knüppel,
220  Meter Stubben,
236  Meter Reiser,
öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden.
Die Verkaufsbedingungen werden im Termin bekannt gemacht werden.
Blumberg, den 27. Januar 1886.
Die Forstverwaltung. Ziegner.


Sonntag, den 21. Februar 1886 (No. 23), Anzeigen

Eine frischmilchende Kuh nebst Kalb steht zum Verkauf bei Bader in Lindenberg.


Freitag, den 26. Februar 1886 (No. 25), Anzeigen

Ein kleiner grauer Hund mit schwarzer Schnauze und Marke Nr. 290, Neu-Weißensee am Halsband, hat sich am 20. d. Mts. angefunden. Der Eigenthümer kann denselben gegen Erstattung der Kosten abholen bei Adolf Salemann, Milchpächter in Lindenberg.


Mittwoch, den 3. März 1886 (No. 27), Anzeigen

Holz-Auction.
Am Freitag, den 5. März cr. von Vormittags 1/2 9 Uhr ab sollen im Forstrevier Blumberg, im Jagen Elisenau am Blumberg-Elisenauer Wege
500  Meter kiefern Kloben,
100  Meter kiefern Stubben,
40  Meter kiefern Knüppel,
400  Meter kiefern Reiser,
öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden.
Auch sollen 50 Schock Bohnenstangen, welche im Rehan [!] liegen und vorher besichtigt werden können, zum Verkauf kommen.
Die Verkaufsbedingungen werden im Termin bekannt gemacht werden.
Blumberg, den 20. Februar 1886.
Die Forstverwaltung. Ziegner.

Danksagung.
Für die zahlreiche Theilnahme bei der Beerdigung unseres entschlafenen Kindes Frieda Noack sagen wir den lieben Freunden, sowie dem Herrn Pastor Blasche für die trostreichen Worte hiermit unsern besten Dank.
Blumberg, den 28. Februar 1886.
Die Familie Noack

Ein Grundstück, massiv, gute Lage, für jedes Geschäft sich eignend, ist sofort für 7800 Mark zu verkaufen. Näheres bei L. Münchhagen in Lindenberg.


Sonntag, den 7. März 1886 (No. 29), Kreis-Nachrichten

Ahrensfelde. Wie wichtig es ist, daß Schweine auf Trichinen untersucht werden, beweist wieder der Fall, daß der Fleischbeschauer Adler zu Ahrensfelde in einem 120 Kilo schweren Schweine des Pfarrackerpächters W. Haase daselbst Trichinen vorgefunden hat. Das Schwein ist bei der Casseler Gesellschaft versichert.


Mittwoch, den 17. März 1886 (No. 33), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Sergeant Benke vom 1. Garde-Dragoner-Regiment ist als interimistischer berittener Gendarm in Alt-Landsberg stationirt worden.


Mittwoch, den 17. März 1886 (No. 33), Anzeigen

Holz-Auction.
Am Mittwoch, den 24. März cr., von Vormittags 1/2 9 Uhr ab sollen im Gasthof des Herrn Kranz hierselbst
150  Stück birken Nutzholz,
30  Stück schwarzpappel Nutzholz, 30,86 Festmeter,
20  Meter schwarzpappel Nutzholz,
49  Meter elfen Brennholz,
100  Meter elfen Reiser,
circa 80  Meter birken Brennholz,
Kiefern Brennholz, auch Durchforstungsholz nach Bedarf öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden. Die Verkaufsbedingungen werden im Termin bekannt gemacht werden.
Das Holz kann vorher besichtigt werden.
Blumberg, den 16. März 1886.
Die Forstverwaltung. Ziegner.


Sonntag, den 4. April 1886 (No. 41), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Pfarrer Eduard Adalbert Alexander Hosemann in Biesdorf ist zum Superintendenten der Diözese Berlin Land I ernannt worden.


Freitag, den 9. April 1886 (No. 43), Amtliche Beilage, gekürzt

Etat
für den Kreis Nieder-Barnim für das Rechnungsjahr vom 1. April 1886 bis dahin 1887.

A. Laufende Einnahmen
Kapitel V., Von den Chausseen

Titel II., Chaussee Berlin - Alt-Landsberg - Radebrück
1. Chausseegeld 13520 Mark 18 Pf. (Vorjahr: 12600 Mark)
2. Sonstige Einnahmen: 800 Mark (Vorjahr: 750 Mark)
Die Hebestellen... Lichtenberg 6500 M., Marzahn 4455,78 M., Seefeld 1644,40 M., Radebrück 1840 M.; von letzterer gebührt die Hälfte der Einnahmen dem Kreise Oberbarnim.

Titel VIII., Chaussee Neuenhagen - Hönow - Mehrow
1. Sonstige Einnahmen: 10 Mark (Vorjahr: 10 Mark)

A. Laufende Ausgaben
Kapitel VI., Für Chausseen und Wege

Titel III., Für die Chaussee Berlin - Alt-Landsberg - Radebrück
1. Gehalt für 2 Aufseher á 900 M. und für den Chaussee-Aufseher zunächst Berlin ein Wohnungszuschuß von 150 M., für den anderen ein solcher von 100 M.: 2050 Mark (Vorjahr: 2050)
2. Für Beschaffung von Chaussee-Baumaterial: 12017,50 Mark (Vorjahr: 10407,30)
3. Für die Unterhaltung der Chaussee-Anlagen: 11782,50 Mark (Vorjahr: 11292,70)
4. Unterhaltung der Gebäude: 200 Mark (Vorjahr: 300)
5. Verwaltung- und Recepturkosten der örtlichen Organe: 480 Mark (Vorjahr: 480)
Summa: 26530 Mark (Vorjahr: 24530)
zu 2.) Neue Decklage auf 3259 lfd. m und außerdem Weiterführung der Neupflasterung in der Stadt Alt-Landsberg ...

Titel IX., Für die Chaussee Neuenhagen - Hönow - Mehrow
1. Gehalt für einen Aufseher – (Vorjahr: -)
2. Für Beschaffung von Chaussee-Baumaterial: 537 Mark (Vorjahr: 238)
3. Für die Unterhaltung der Chaussee-Anlagen: 1463 Mark (Vorjahr: 1762)
4. Unterhaltung der Gebäude: - (Vorjahr: -)
5. Verwaltung- und Recepturkosten der örtlichen Organe: 40 Mark (Vorjahr: 40)
Summa: 2040 Mark (Vorjahr: 2040)
Die Chaussee ist 6584 m lang.
zu 1.) Die Aufseher-Geschäfte werden von den unter Tit. III. und V. [Bernau- Alt-Landsberg -Neuenhagen...] aufgeführten Aufsehern mit wahrgenommen.


Sonntag, den 18. April 1886 (No. 47), Anzeigen

Ein Knecht, mit guten Zeugnissen versehen,
findet als zweiter Knecht Dienst bei Thürling in Mehrow.


Mittwoch, den 5. Mai 1886 (No. 53), Anzeigen

Ein Küchenmädchen für's Land wird sofort oder zum 15. Mai verlangt auf Dom. Hönow.


Sonntag, den 9. Mai 1886 (No. 55), Kreis-Nachrichten, gekürzt

Blumberg. Bei der diesjährigen Mastvieh-Ausstellung auf den Central-Viehhof der Stadt Berlin am 5. und 6. Mai cr. wurde dem Bauerngutsbesitzer Herrn A. Noack hierselbst, Mitglied des Landwirtschaftlichen Vereins zu Bernau, für seine in Abtheilung VI. ausgestellte Kuh "Clara", grau mit weiß, holländer Race, 7 Jahre alt, der erste Preis mit 200 Mk. von der Jury zuerkannt. Es ist dieses umsomehr anzuerkennen, als in derselben Abtheilung Herr Noack der einzige Kleingrundbesitzer war ... Im Ganzen waren von 144 Ausstellern zusammen 1133 Thiere ausgestellt und zwar 357 Stück Rindvieh, 118 Stück Schafe und 215 Stück Schweine.


Mittwoch, den 12. Mai 1886 (No. 56), Amtliche Beilage, gekürzt

Tableau
der Impfbezirke und Bezirksimpfärzte des Kreises Niederbarnim für das Jahr 1886.

Impfbezirk No. 1.: Kreiswundarzt Dr. Häbler.
a) Amtsbezirk Falkenberg ...
b) Amtsbezirk Malchow, bestehend aus: ..., Lindenberg, ...
c) Amtsbezirk Blankenfelde ...
Impfbezirk No. 10.: Pract. Arzt Dr. Liedke zu Alt-Landsberg.
a) Stadtbezirk Alt-Landsberg
b) Amtsbezirk Alt-Landsberg ...
c) Amtsbezirk Ahrensfelde, bestehend aus: Mehrow, Ahrensfelde, Eiche, Hellersdorf
d) Amtsbezirk Neuenhagen ...
e) Amtsbezirk Löhme ...
Impfbezirk No. 12.: Pract. Arzt Dr. Bekel zu Bernau.
a) Amtsbezirk Buch ...
b) Amtsbezirk Börnicke ...
c) Amtsbezirk Blumberg, bestehend aus: Blumberg


Freitag, den 23. Mai 1886 (No. 60), Anzeigen

Blumberg.
Am Sonntag, den 21. d. M.:
Großes Concert der Nordamerik. Neger- Jubiläum-Quartett-Sänger Clifton.


Sonntag, den 23. Mai 1886 (No. 61), Anzeigen

Tüchtige Maurer finden dauernde Beschäftigung bei G. Weidelt, Bauunternehmer.
Blumberg.


Freitag, den 28. Mai 1886 (No. 63), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Nach Ablauf der zweiten sechsjährigen Amtsperiode sind für eine weitere Amtsdauer, welche mit dem 20. d. Mts. ihren Anfang nimmt, von dem Herrn Oberpräsidenten wieder ernannt worden:
a) Zu Amtsvorstehern
6) für den Amtsbezirk Löhme: Königlicher Oberamtmann Schmidt zu Löhme
Ferner sind neu ernannt worden
b) Zu Amtsvorsteher-Stellvertretern:
5) Für den Amtsbezirk Ahrensfelde: Administrator Krüger zu Mehrow
Berlin, den 26. Mai 1886.
Der Landrath, Geheime Regierungs-Rath. Scharnweber


Freitag, den 4. Juni 1886 (No. 65), Anzeigen

Eine Wohnung mit Laden (Keller, Stallung und Hofraum) hat zum 1. October zu vermiethen.
Blumberg. Fr. Grün.


Sonntag, den 6. Juni 1886 (No. 66), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Kossäth Karl Hörnicke in Hönow ist als Gemeindevorsteher und der Kossäth Wilhelm Schmidt daselbst zum Schöffen der Gemeinde Hönow gewählt und bestätigt bzw. vereidigt worden.


Freitag, den 18. Juni 1886 (No. 70), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Die Sperrung des Weges von Eiche nach Ahrensfelde und von Eiche nach Mehrow wird hiermit aufgehoben.
Eiche, den 11. Juni 1886.
Der Gemeinde-Vorstand. Lindemann.


Mittwoch, den 23. Juni 1886 (No. 72), Anzeigen

Für die Schloßmeierei Blumberg wird ein verheiratheter tüchtiger Meier gesucht, Näheres beim Secretair Engel zu erfragen.


Mittwoch, den 23. Juni 1886 (No. 72), Amtliche Beilage, gekürzt

Namentliche Liste
der im Jahre 188 klassificirten Reserve- und Landwehr-Mannschaften.

C. Hinter den letzten Jahrgang der Landwehr zurückgestellt
10. Heinrich Ebel  Blumberg  Füsilier
11. Friedrich Töpfer  Blumberg  Dragoner
32. Wilhelm Salzmann  Lindenberg  Musketier
33. Wilhelm Hermann Bartel  Lindenberg  Garde-Jäger


Mittwoch, den 30. Juni 1886 (No. 75), Amtlicher Theil, gekürzt

Personal-Chronik.
Es sind vereidigt bezw. anderweitig verpflichtet worden:
Bezirk 33.
Als Schiedsmann: Bauerngutsbesitzer Karl Haase in Ahrensfelde
Als Schiedsmann-Stellvertreter: Bauerngutsbesitzer Julius Lehmann in Ahrensfelde
Bezirk 56.
Als Schiedsmann: Halbbauer Karl Baurath in Lindenberg
Als Schiedsmann-Stellvertreter: Bauerngutsbesitzer Wilhelm Bolle in Lindenberg

Personal-Chronik.
der Halbbauer Carl Baurath in Lindenberg ist als Schöffe der Gemeinde Lindenberg gewählt und bestätigt worden.


Sonntag, den 4. Juli 1886 (No. 77), Anzeigen

Milch-Verpachtung.
Für das Quantum Milch von täglich 600 Liter, welche bis zum 1. October d. J. 17 hintereinander folgende Jahre an ein und denselben Pächter verpachtet gewesen sind, wird zum 1. October cr. ein anderer Pächter gesucht. Hierauf Reflectirende wollen sich bei dem Unterzeichneten melden.
August Bredereke [!], Bauerngutsbesitzer, Eiche.


Mittwoch, den 7. Juli 1886 (No. 78), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Kossäth Wilhelm Gathow, Halbbauer August Ebel und Bauerngutsbesitzer August Noack in Blumberg sind als Schöffen der Gemeinde Blumberg gewählt und bestätigt worden.


Mittwoch, den 7. Juli 1886 (No. 78), Anzeigen

Auf dem Rittergut Mehrow bei Hönow stehen von jetzt ab einjährige reinblütige
Rambouillet und South-down Böcke,
sowie einjährige Kreuzungs-Böcke von Rambouillet und South-down zum Verkauf.
Durch starke Figuren und Wollreichthum zeichnen sich die Thiere aus.

Milch-Verpachtung.
120 bis 150 Liter Milch täglich mit Wohnung zum 1. Oct. d. J. zu verpachten beim Bauerngutsbesitzer Carl Gathow, Lindenberg.


Freitag, den 9. Juli 1886 (No. 79), Anzeigen

Dem Schlächtermstr. Herrn Albert Kieselack in Lindenberg zu seinem 34. Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch, daß ganz Lindenberg wackelt und die Schafköpfe im Schlachthaus tanzen.
Ein Freund aus der Ferne. A.P.


Sonntag, den 11. Juli 1886 (No. 80), Anzeigen

Milch-Verpachtung.
130 bis 160 Liter Milch täglich mit Wohnung zum 1. Oct. d. J. zu verpachten beim Gemeinde-Vorsteher Kirschbaum in Lindenberg.


Mittwoch, den 14. Juli 1886 (No. 81), Anzeigen

Ein Knecht wird zum sofort Antritt gesucht. Blumberg, Schloßmeierei.


Sonntag, den 18. Juli 1886 (No. 83), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Auf Antrag des Amtsausschusses wird hierdurch verordnet, daß den Drehorgel- und Harmonikaspielern ec. im Amtsbezirk Blumberg von jetzt ab das Spielen nur des Dienstags erlaubt werden soll.
Blumberg, den 14. Juli 1886.
Der Amtsvorsteher. Ziegner.


Freitag, den 30. Juli 1886 (No. 88), Anzeigen

Milchverpachtung.
Ein Quantum Milch, täglich circa 700 bis 800 Liter, ist vom 1. Oct d. J. ab zu verpachten.
L. Westphahl, Blumberg (Mark.)


Mittwoch, den 11. August 1886 (No. 93), Anzeigen

Ahrensfelde.
Sonntag, den 15. und Montag, den 16. August: Großes Erntefest wozu freundlichst einladet
W. Haase, Gastwirth.


Freitag, den 13. August 1886 (No. 94), Anzeigen

Lindenberg.
Sonntag, 15. u. Montag, 16. August: Große Erntefest-Musik, wozu freundlichst einladet
A. Bolle, Gastwirth.


Mittwoch, den 18. August 1886 (No. 96), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Amtssecretair Willy Säger zu Blumberg ist zum Standesbeamten-Stellvertreter für den Standesamts-Bezirk Blumberg ernannt worden.


Mittwoch, den 18. August 1886 (No. 96), Anzeigen

Ein noch gut erhaltener verdeckter Federwagen und ein >>> Achswagen <<< stehen zum Verkauf beim Milchpächter Haase in Lindenberg.

Weber auf schmalen Seehund werden verlangt, Näheres bei C. Volkmann, Wallstraße 11. [Bernau]

Blumberg.
Sonntag, den 22. und Montag, den 23. August: Großes Erntefest,
wozu ergebenst einladet W. Müller, Gastwirth.


Freitag, den 20. August 1886 (No. 97), Anzeigen

Blumberg.
Sonntag, den 22. und Montag, den 23. August: Großes Erntefest,
wozu ergebenst einladet H. Krenz, Gastwirth.


Freitag, den 27. August 1886 (No. 100), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
An Stelle des verzogenen Standesbeamten-Stellvertreters Löschke zu Hellersdorf ist der Wirthschafts-Inspektor Steldt zu Hellersdorf zum Stellvertreter des Standesbeamten für den Bezirk Eiche ernannt worden.


Sonntag, den 29. August 1886 (No. 101), Anzeigen

Die von mir ausgesprochene Beleidigung gegen den Arbeiter Kaufmann in Blumberg nehme ich hierdurch zurück.
Blumberg, den 27. August 1886.
Caroline Schilling.


Mittwoch, den 1. September 1886 (No. 102), Anzeigen

Ich bin von meiner Reise zurückgekehrt. Dr. Bekel.


Freitag, den 3. September 1886 (No. 103), Kreis-Nachrichten

Weißensee. Eine Sekundärbahn mit Anschluß an die Stadt- und Ringbahn, welche von Weißensee über Falkenberg, Blumberg und Seefeld nach Werneuchen führen soll, ist zur Zeit Gegenstand eingehender Berathungen. Das Baukapital beträgt eine Million Mk, wovon 700,000 Mk. schon gezeichnet sind. Später soll die Strecke bis Freienwalde verlängert werden. Zur Ausführung ist die Firma Bachstein und Donath gewonnen.


Sonntag, den 5. September 1886 (No. 104), Kreis-Nachrichten

Bernau. In den Ortschaften an der Freienwalder Chaussee von Falkenberg bis Werneuchen herrscht jetzt eine nicht geringe Aufregung in Folge eines Eisenbahn-Projectes, nach welchem, wie wir bereits in voriger Nummer kurz gemeldet, durch eine Gesellschaft eine Sekundärbahn von Berlin zunächst bis nach Werneuchen gebaut werden soll. Die Absicht geht dahin, die Bahn auf der Chaussee entlang zu führen, nur bei Blumberg würde sie seitwärts vorbeigehen müssen, da die Chaussee in dem Dorfe zu kurze Wendungen macht. In der Gegend von Wartenberg soll sie die Chaussee verlassen und über Hohen-Schönhausen durch die Landsberger Allee nach dem Städtischen Viehhof führen. Das Anlage-Kapital würde sich auf diese Weise ziemlich billig stellen und soll nur 1 Mill. Mark betragen. Hiervon übernehmen die Unternehmer die Hälfte und die andere Hälfte soll durch Ausgabe von Actien aufgebracht werden. Am 26. v. M. hat in Werneuchen eine Versammlung der Betheiligten stattgefunden, in welcher die Vorschläge des Bauunternehmers im Allgemeinen angenommen sind. Wenn das Ganze vorläufig auch nur Project ist, so liegt die Ausführung doch nicht im Bereiche der Unmöglichkeit. Eine Hauptbedingung wird ja das Einverständniß der Chaussee-Verwaltung sein; die übrigen Schwierigkeiten sind leichter zu beseitigen. Mit der Aufbringung resp. Zeichnung der 500000 Mark zweifelt man nicht und dürfte auf diese Weise, was Verkehrsmittel anlangt, dem so stiefmütterlich bedachten Landstrich an der Freienwalder Chaussee entlang auch die Wohlthat einer Bahnverbindung zu Theil werden.


Freitag, den 17. September 1886 (No. 109), Kreis-Nachrichten

Blumberg. Am Dienstag fand hierselbst eine Sitzung des für den Bahnbau Berlin-Werneuchen gebildeten Comitees statt. Der Vorsitzende desselben, Herr Bürgermeister Lamprecht aus Werneuchen, entwickelte den mitanwesenden Gästen die Gründe für die Nothwendigkeit und Nützlichkeit dieses Baues. Insonderheit hob er hervor, wie gerade die Ortschaften an und in der Nähe der Freienwalder Chaussee in die üble Lage versetzt seien, die Nachtheile der Nähe Berlins, auf welches sämmtliche Landwirthe doch angewiesen seien, voll und ganz zu empfinden, ohne die Vortheile, welche die Großstadt bietet, recht ausnützen zu können. Die in der Nähe der Hauptstadt noch immer üblichen hohen Löhne in Verbindung mit den im Verhältniß zu den billigen Getreidepreisen übermäßig hohen Transportkosten der ländlichen Produkte würden die Landwirthe auf die Dauer nicht ertragen können; entweder müßten sie versuchen, die Löhne herabzudrücken, was gerade hier seine besonderen socialen Gefahren im Gefolge haben könnte, oder den bisherigen intensiven Betrieb der Landwirthschaft einschränken, um Arbeitskräfte zu ersparen, d. h. mit anderen Worten, den Krebsgang gehen. Durch den Bau der projectirten Bahn glaubt man dieser Calamität vorbeugen zu können. - Nach diesen Mittheilungen wurden die Entwürfe zu den Gesuchen um Genehmigung zu den Vorarbeiten des Baues an die competenten Behörden vorgelesen und von den Comiteemitgliedern unterzeichnet. Als einen wesentlichen Schritt vorwärts zum Gelingen des Unternehmens muß es betrachtet werden, daß auch der Berliner Magistrat einen Bevollmächtigten beauftragt hatte, als Comiteemitglied die Sache fördern zu helfen. Die Bahn soll übrigens nicht, wie in einer früheren Nummer dieses Blattes mitgetheilt war, auf der Chaussee, sondern daneben gebaut [werden]. Auch soll es keine schmal- sondern eine normal-spurige werden. - Eingeleitet wäre die Sache nun, wünschen wir guten Erfolg zunächst bei den hohen Behörden. In der Folge dürften dann aber bloße Wünsche nicht viel nützen, wenn nicht die That hinzukommt. Die That der Besitzer, deren Grundstücke gebraucht werden, nicht übermäßige Preise zu verlangen und die Willigkeit der Gemeinden, ein Opfer zu bringen, wo es sich um das Wohl, wenn auch nicht immer des Einzelnen, sondern des Ganzen handelt.

Blumberg. (eingesandt) Ohne Frage ist der Festbericht in der Nr. 106 d. Bl. über die Sadanfeier in Mahlsdorf warmen Interesses gelesen worden. Wer sollte sich nicht freuen, wenn so die Kleinen herangezogen werden zu solchen Festen der Großen, um durch den Augenschein zu lernen, wie man seinen Kaiser ehrt und sein Vaterland liebt. Der Berichterstatter nennt das mit Recht eine patriotische That nur irrt derselbe, wenn er glaubt, daß solche That in der Umgegend etwas Neues und Besonderes ist. Gerade so wie das Fest in Mahlsdorf in diesem Jahre, ist dasselbe, solange es ein Sedanfest gibt, in Blumberg auch gefeiert worden, nur mit dem Unterschiede, daß nicht der Krieger-Verein, der erst neueren Datums ist, sondern der schon lange bestehende Landwehr-Verein seine Feste in Gemeinschaft mit der Schule gefeiert. In diesem Jahre wählte man dazu den 100. Todestag Friedrich des Großen, um der Jugend es vorzuleben, wie man auch die großen Männer und Helden der Vergangenheit ehrt.


Freitag, den 17. September 1886 (No. 109), Anzeigen

Probsteier Saatroggen,
erste Ernte von Originalsaat, hat zu verkaufen A. Grün, Blumberg.

Bekanntmachung.
Sonntag, den 26. September, ... findet im Local des Herrn Hase [!] eine
General-Versammlung der Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Ahrensfelde statt.
Tages-Ordnung:
Beschlußfassung über die Erweiterung der Ortskrankenkasse, auf die im § 1 des Gesetzes über die Ausdehnung der Unfall- und Krankenversicherung vom 28. Mai 1885 (Reichs-Gesetz-Blatt Seite 159) unter Nr. 2 bis 5 bezeichneten Gewerbe und Betriebe, sowie anderer Besprechungen mehr.
Der Vorstand.

Fleischflechsen, anerkannt bestes und billigstes Hundefutter, verkauft a Ctr. 7 Mark.
Die Scharfrichterei Bernau.

Am 2. October treffen 50 Knechte und ebensoviele Mädchen für Stadt und Land bei mir ein.
Frau Lina Ludwig, Gesinde-Vermietherin, Berlin, Gartenstraße 166.


Sonntag, den 19. September 1886 (No. 110), Anzeigen

Ein kräftiger Lehrling wird zum 1. Januar 1887 verlangt bei Carl Freidel,
Schuhmachermeister, Lindenberg.


Mittwoch, den 22. September 1886 (No. 111), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft wird derjenige bestraft, welcher ohne polizeiliche Erlaubniß an bewohnten oder von Menschen besuchten Orten mit Feuergewehr oder anderen Schießwerkzeugen schießt oder Feuerwerkskörper abbrennt.
Bernau, den 21. September 1886.
Die Polizei-Verwaltung. Paetzold. [Bernau]


Mittwoch, den 6. October 1886 (No. 117), Amtlicher Theil, gekürzt

Personal-Chronik.
Die Rieselmeister ... in Falkenberg, Grabenmeister Ludwig Ulfert, Rieselwärter Wilhelm Dupont in Ahrensfelde, Grabenmeister Ferdinand Ridbach, Rieselwärter Carl Giese, Carl Schneider in Eiche, ... und Rieselwärter Wilhelm Wandrei in Mehrow sind als Feldhüter bestätigt worden.


Sonntag, den 10. October 1886 (No. 119), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Der Barbiergehülfe Eduard Henneberg hierselbst ist für den Amtsbezirk Blumberg zum 2. Fleischbeschauer bestellt und verpflichtet worden.
Blumberg, den 2. October 1886.
Der Amtsvorsteher. Ziegner.


Sonntag, den 7. November 1886 (No. 131), Anzeigen

Für die Schloßmeierei Blumberg wird zum 2. Januar 1887 ein Knecht gesucht.


Sonntag, den 14. November 1886 (No. 134), Anzeigen

Brennerei-Kartoffeln kauft Dominium Mehrow.


Mittwoch, den 17. November 1886 (No. 135), Anzeigen

Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Ahrensfelde.
Am Sonntag, den 28. November cr., Nachmittags 4 Uhr findet im Hase'schen Local hierselbst eine Generalversammlung statt, wozu sämmtliche stimmberechtigten Kassenmitglieder und deren Arbeitgeber hiermit eingeladen werden.
Tages-Ordnung:
Wahl von drei Kassenrevisoren zur Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres 1886 und verschiedene Besprechungen.
Der Vorstand. Lehmann.


Sonntag, den 21. November 1886 (No. 137), Anzeigen

Obstbaum- und Rosenschule "Clarahöh" in Lindenberg empfiehlt ihre auf allen Ausstellungen prämirten Obstbäume, Rosen, Beerenobst in besten Sorten zu billigen Preisen.
Bei größeren Bestellungen im Herbst liefere [ich] frei Haus und lasse die Bäume kostenfrei durch meinen Obergärtner pflanzen.
Rulemann Hientzsch


Sonntag, den 28. November 1886 (No. 140), Vermischte Nachrichten

Blumberg. Ein Selbstmord, der durch eigenthümliche Charakterwidersprüche besonders bemerkenswerth ist, hat sich hier vor einigen Tagen ereignet. Eine auf einem hiesigen Bauerngut bedienstete Magd hatte schon seit längerer Zeit mit einem gleichfalls im Orte bediensteten Knecht ein Liebesverhältniß unterhalten, das seit kurzem dadurch einen bösen Riß bekommen, daß der Knecht seine Herzallerliebste gründlich durchgeprügelt hatte und sie in Folge dessen nichts mehr von ihm wissen wollte. Trotzdem er sich also nichts weniger als zärtlich betragen, konnte er sich doch in den Gedanken nicht finden, daß er sein Mädel lassen müsse, und ließ sich aller Abweisungen ungeachtet die Mühe nicht verdrießen, sie wieder zu versöhnen. So kam er am 22. d. Mts. wieder nach dem Gehöft, wo sie diente, erfuhr dort aber sowohl von dem Mädchen wie auch von deren Dienstherrn die ganz entschiedene Weisung, sich nicht wieder auf dem Hofe sehen zu lassen. Diese strenge Ordre machte auf den Abgewiesenen einen weit tieferen Eindruck, als man seiner früheren Handlungsweise nach dem Mädchen gegenüber auch nur entfernt hätte muthmaßen können. Er ging rasch fort, zog dann zu Hause seinen Sonntagsanzug an, schrieb seinem Mädel einen Abschiedsbrief auf ewig, und wenige Minuten darauf hing er schon im Garten seines Dienstherrn als Leiche an einem Baum. (Stb.-Ztg.)


Freitag, den 10. December 1886 (No. 145), Anzeigen

Ahrensfelde.
Montag, den 13. December, von Abends 7 Uhr ab Großes Streich-Concert, ausgeführt von der ganzen Liebisch'schen Capelle aus Bernau, wozu freundlichst einladet W. Hase, Gastwirth.


Mittwoch, den 15. December 1886 (No. 147), Kreis-Nachrichten, gekürzt

Weißensee. Ein bedauerlicher Unglücksfall hat sich dieser Tage hier ereignet. Ein etwa 18jähriges Mädchen wurde von den Flügeln der dortigen Schwedler'schen Windmühle erfaßt und derart verletzt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Ob Selbstmord oder Fahrlässigkeit vorliegt, konnte noch nicht festgestellt werden, ...
Sollte es sich nicht empfehlen, im Umkreise von Windmühlen, die in bewohnter und verkehrsreicher Gegend liegen, Zäune zu ziehen, um ähnliche Unglücksfälle zu verhüten.


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