Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt von 1892
Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Bernau) von 1892 (39. Jahrgang),
gefunden im Zeitungsarchiv der Staatsbibliothek (Westhafen)
[2] Ergänzung anhand der im „Zentrum für Berlin-Studien“ der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
auf Mikrofilm vorliegenden Ausgabe (Juli 2018).



Niederbarnimer Kreisblatt, Impressum

Erscheint Mittwochs, Freitags und Sonntags.
Abonnement
Ausgabe mit illustriertem Unterhaltungsblatt pro Quartal 1 Mk. 60 Pf.,
durch die Post bezogen 2 Mk.
Ausgabe ohne illustriertes Unterhaltungsblatt durch die Post bezogen 1 Mk. 50 Pf.
Mit verbindlicher Publikationskraft der amtlichen Bekanntmachungen der Kreisbehörden und der städtischen Behörden zu Bernau, sowie der Polizei-Verordnungen für den Kreis und die sämtlichen Amtsbezirke, städtischen und ländlichen Gemeinde- und Gutsbezirke.
Redakteur: Rudolf Paepke


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 8. Januar 1892 (No. 4), Anzeigen, gekürzt

Bekanntmachung
des Lehrlings-Privilegs der Bäcker-Innung Alt-Landsberg.
Potsdam, den 17. September 1891. In Gemäßheit ... der Reichs-Gewerbe-Ordnung bestimme ich hiermit unter Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs, daß im Bezirke der Bäcker-Innung zu Alt-Landsberg vom 1. April 1892 an solche Arbeitgeber, welche, obwohl sie das Bäckergewerbe betreiben und selbst zur Aufnahme in die Innung fähig sein würden, dennoch der Innung nicht angehören, Lehrlinge nicht mehr annehmen dürfen.
Der Regierungs-Präsident. In Vertretung. gez. Frh. von Richthofen.
Vorstehendes Lehrlings-Privileg bringen wir hiermit zur Kenntniß im Innungsbezirke, welcher die Stadtgemeinde Alt-Landsberg sowie die Amtsbezirke Dahlwitz, Neuenhagen, Ahrensfelde, Blumberg, Löhme, Falkenberg, Hohen-Schönhausen, Biesdorf und die Gemeinden Münche­hofe und Bollensdorf umfaßt, mit dem Bemerken, daß Bäckereitreibende dieses Bezirkes, welche nicht zur Innung gehören, vom 1. April 1892 ab keine Lehrlinge annehmen dürfen. Der Vorstand der Bäcker-Innung Alt-Landsberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 10. Januar 1892 (No. 5), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 6. Januar 1892. ... [2]
11) Der Arbeiter Bernhard L. zu Hönow hat am Jahrmarkte hierselbst aus einer Bude 1 Jaquet entwendet und sich deswegen eine Anklage zugezogen. Seinem Einwande, er habe das Jaquet nur aus Versehen mitgenommen, schenkte der Gerichtshof keinen Glauben, sondern verurtheilt den schon vorbestraften Dieb zu 4 Wochen Gefängniß.


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 10. Januar 1892 (No. 5), Anzeigen

Ortskrankenkasse Neuenhagen, Hönow, Seeberg.
Eine außerordentliche Generalversammlung findet Sonntag, den 17. Januar 1892, Nachmittags 2 Uhr im Gasthofe des Herrn Heckmann statt, zu welcher die Mitglieder und deren Arbeitgeber hiermit eingeladen sind.
Tages-Ordnung:
Nochmalige Beschlußfassung über Erhöhung der Kassenbeiträge von 3% auf 3 2/3%.
Der Vorstand. C. Gärtner [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 13. Januar 1892 (No. 6), Amtlicher Theil, gekürzt

Nachweisung
der den nachgenannten Einwohnern des Niederbarnimer Kreises auf Grund des § 157 des Reichs­ gesetzes vom 22. Juni 1889, betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung, seit dem 1. Juli v. Js. bis jetzt bewilligten Altersrenten. [Jahresrenten !]
Namen und Vornamen.   Berufsstellung.   Wohnort.   Höhe der Rente pro Jahr.  
Beyer, Christian  Arbeiter   Ahrensfelde   162,60 Mk.
Ebel, Christian  Maurergeselle  Blumberg  163,20 Mk.
Jänicke, Sophia Friederike  Arbeiterin  Hönow  106,80 Mk.
Wegener, Justine  Arbeiterin  Mehrow  106,80 Mk.
Zinn, Friedrich  Schafmeister  Mehrow  191,40 Mk.

Personal-Chronik
Die Gemeinde Hönow hat den Schmiedemeister Gustav Sommer daselbst zum Wiegemeister und den Stellmachermeister Hermann Busse zum Stellvertreter bestellt.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 15. Januar 1892 (No. 7), Anzeigen

Holz-Auction.
Am Dienstag, den 19. Januar 1892, Vormittags von 9 Uhr ab
sollen hierselbst im „Gasthof zum deutschen Hause“ nachstehende Durchforstungshölzer öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden:
25  Meter birken Kloben,
137  Meter birken Knüppel,
374  Meter birken und kiefern Reiser.
Die Hölzer stehen im Rehan [!] und können vorher besichtigt werden.
Blumberg, den 11. Januar 1892.
Die Forstverwaltung. Ziegner.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 15. Januar 1892 (No. 7), Kreis-Nachrichten

Mehrow. Vorige Woche sind auf dem hiesigen Amte mehrere Säcke Kartoffeln gestohlen worden. Bis jetzt ist es nicht gelungen, den Dieb zu ermitteln.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 15. Januar 1892 (No. 7), Anzeigen

Runkelrüben, sowie gutes Haferstroh verkauft Heinrich Ebel, Blumberg.


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 17. Januar 1892 (No. 8), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Bernau am 13. Januar 1892. ... [2]
8) Gegen den wegen Sachbeschädigung angeklagten Dienstknecht Gustav S. zu Lindenberg wurde eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen festgesetzt.

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 13. Januar 1892. ... [2]
3) Der wandernde Arbeiter Carl S. betrat am 30. November 1891 die Wohnung des Brenner­meisters F. zu Hönow, um eine Gabe zu erbetteln. Da Niemand in der Wohnung war, so benutzte er die Gelegenheit, um eine an der Wand hängende Taschenuhr zu stehlen. Verhaftet und unter Anklage gestellt, erhält er heute 1 Monat Gefängniß.
8) Der Knecht Hermann G. zu Hönow hat sich wegen Körperverletzung mittels eines gefährlichen Werkzeuges zu verantworten. Er hatte den Maurergesellen R. mit einem Messer erstochen. Trotzdem Minderungsgründe vorliegen, lautet das Urtheil gegen G. dennoch auf 2½ Monat Gefängniß.

Bericht über die Sitzung des landwirthschaftlichen Vereins für Bernau und Umgegend
vom 13. Januar 1892. ...
Als neue Mitglieder werden mit großer Majorität in den Verein aufgenommen die Herren: 1) Bauerngutsbesitzer Franz Kiekebusch - Blumberg, ... [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 20. Januar 1892 (No. 9), Kreis-Nachrichten

Biesdorf. Biesdorf hat Aussicht, das erste elektrisch beleuchtete Dorf bei Berlin zu werden. Dr. von Siemens ist nämlich der Gutsherr und will mit seinem Schlosse die Straßen vom Biesdorf zugleich elektrisch zu beleuchten. Die Biesdorfer sollen nur 500 Mk. jährlich bezahlen, so viel, wie die Unterhaltung ihrer Petroleumlaternen jetzt kostet. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 20. Januar 1892 (No. 9), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Bericht über die Sitzung des landwirthschaftlichen Vereins für Bernau und Umgegend
vom 13. Januar 1892. (Schluß.) ...
Es folgte nun das Referat des Herrn Noack - Blumberg über die Frage: Wie theuer muß heute die Milch sein, um den Zentner Strohdünger mit 30 Pfg. berechnen zu können? ...
Vor Schluß der Sitzung wird noch die Frage erledigt: „Wie denkt der Verein über die Gründung einer besonderen Versicherung für Pferde und andere Hausthiere?“ Der Referent Herr G. Grün - Blumberg sowohl als auch der Correferent Herr A. Altmann - Carlslust halten eine solche Versicherung wohl für gut, aber dieselbe würde sich für unseren Vereinsbezirk zu theuer stellen, da die Fonds fehlen. ... [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 20. Januar 1892 (No. 9), Anzeigen

Frauen und Jungfrauen
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Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 24. Januar 1892 (No. 11), Anzeigen

Danksagung.
Für die Beweise der Liebe und Verehrung bei der Beerdigung des Halbbauers Carl Lindenberg, insbesondere aber dem Herrn Prediger Benecke aus Schwanebeck für die tröstenden Worte am Grabe sagen wir hiermit unsern herzlichsten Dank.
Eiche, den 21. Januar 1892.   Die trauernden Hinterbliebenen.


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 27. Januar 1892 (No. 12), Kreis-Nachrichten

Ahrensfelde. Ein bedenkliches Rencontre mit einem Wilddiebe hatte der berittene Gensdarm Stelling an einem der letzten Tage in der Ahrensfelder Haide. Der Beamte überraschte den Schlächtergesellen Albert Puttlitz aus Ahrensfelde, der als Wilderer berüchtigt ist, auf dem Anstande. Als der Wilderer den Gensdarmen sah, riß er blitzschnell sein Doppelgewehr an die Backe. Der Gensdarm hatte jedoch seinen Karabiner noch um eine Sekunde früher angelegt und rief: „Gewehr weg, oder ich schieße!“. Der Wilderer ließ die Flinte fallen und wurde verhaftet. Beide Läufe waren mit Schrot „Nr. Null-Null“ geladen und mit Zündhütchen versehen. Der rechte Hahn war bereits gespannt, so daß es der Gensdarm nur seiner Schnelligkeit zu danken hat, daß er nicht auf der Stelle erschossen worden ist. Bei dem Wilderer wurden auch zwei Säcke gefunden, in denen sich Blutspuren und Rehhaare befanden. Er gestand, daß er Tags vorher einen Rehbock geschossen habe. Gegen ihn ist bereits die Untersuchung wegen Widerstandes gegen einen Forstschutzbeamten eingeleitet worden. (B. N. N.)


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 27. Januar 1892 (No. 12), Anzeigen

Holz-Auction.
Am Freitag, den 29. Januar d. J. von Vormittags 9 Uhr ab sollen hierselbst im „Gasthof zum Schwan“ nachstehende Hölzer öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden:
132  Meter birken und kiefern Kloben,
52  Meter birken und kiefern Knüppel,
70  Meter Stubben,
100  Meter kleingehauene Stubben,
470  Meter birken und kiefern Reiser,
einige birken Nutzenden.
Die Hölzer können vorher besichtigt werden.
Blumberg, den 23. Januar 1892.   Die Forstverwaltung.


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 3. Februar 1892 (No. 15), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Der Zieglermeister Dürre beabsichtigt auf dem zu Blumberg belegenen, im Grundbuche der Rittergüter Band 1. Nr. 3 Blatt 53 verzeichneten Grundstücke einen Ziegelofen zu errichten. ...
Blumberg, den 28. Januar 1892.   Der Amtsvorsteher. Ziegner


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 5. Februar 1892 (No. 6), Kreis-Nachrichten, gekürzt

Bernau. Im Monat Februar dürfen geschossen werden: Männliches Roth- und Dammwild, Rehböcke, Enten, Birk-, Auer und Fasanenhähne, Sumpf- und Wasservögel, Trappen. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 7. Februar 1892 (No. 17), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 3. Februar 1892. ... [2]
6) Die Handelsfrau K. aus Berlin, welche in Hönow am 2. September 1891 beim Handeln 3 Mk. unterschlagen hat, erhält, weil sie schon vorbestraft ist, 14 Tage Gefängniß. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 12. Februar 1892 (No. 20), Anzeigen

In voriger Woche ist ein leinerner Plan auf der Chaussee zwischen Falkenberg und Weißensee gefunden worden. Der Verlierer desselben kann ihn bei dem Halbbauer Hübner gegen Erstattung der Insertionskosten in Empfang nehmen.
Ahrensfelde, den 9. Februar 1892.   A. Hübner. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 17. Februar 1892 (No. 21), Amtliche Beilage, gekürzt

Nachweisung
derjenigen Personen, welche ... zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können:
15. Amtsbezirk Neuenhagen: [insges. 8]
  • Gutsbesitzer F. Dotti zu Hönow.
  • Gemeindevorsteher C. Hörnicke zu Hönow.
  • Bauergutsbesitzer Rauch zu Hönow.
19. Amtsbezirk Blumberg
  • Administrator Johannes Ziegner zu Blumberg
  • Bauerngutsbesitzer Wilhelm Grün zu Blumberg
  • Bauerngutsbesitzer August Noack zu Blumberg
  • Bauerngutsbesitzer Gottlieb Hecht zu Blumberg
20. Amtsbezirk Ahrensfelde:
  • Gutsvorsteher Wolff zu Hellersdorf
  • Ortsvorsteher Haase zu Ahrensfelde
  • Ortsvorsteher Lindemann zu Eiche
23. Amtsbezirk Malchow [insges. 6]
  • Gemeindevorsteher Kirschbaum zu Lindenberg.
  • Schöffe Carl Gahtow zu Lindenberg.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 19. Februar 1892 (No. 22), Kreis-Nachrichten

Blumberg. Den sämmtlichen Blumbergern, welche wegen schweren Landfriedensbruches und gemeinschaftlicher Körperverletzung, begangen am Tage der Reichstagswahl vor zwei Jahren an Berliner Socialdemokraten, unter Anklage gestanden, ist jetzt von dem königlichen Landgericht II, Strafkammer I, die Mittheilung zugegangen, daß sie auf Antrag der Staatsanwaltschaft außer Verfolgung gesetzt und das Hauptverfahren nicht eröffnet wird. Die Kosten des Verfahrens fallen der Staatskasse zur Last.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 19. Februar 1892 (No. 22), Vermischte Nachrichten

Berlin. In Folge einer Wette, welche dahin ging, daß es in Berlin Straßen gäbe, welche mehr Restaurationen, Schankwirthschaften und dergl. aufweisen als Hausnummern, wurde von den Parteien festgestellt, daß die Friedrichstraße, die bekanntlich 251 Häuser umfaßt, nicht weniger als 257 concessionierte Ausschankstätten zählt, also 6 mehr, als nöthig war, um die Wette zu gewinnen. Selbstverständlich haben die Contrahenten diese Bierreise nur von außen zurückgelegt.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 19. Februar 1892 (No. 22), Anzeigen

Bekanntmachung des Lehrlingsprivilegs der Fleischer-Innung Alt-Landsberg.
Auf Grund § 100e Nr. 3 der Reichs-Gewerbeordnung bestimme ich für den Umfang der Fleischer-Innung zu Alt-Landsberg, daß solche Arbeitgeber, welche, obgleich sie ein in der Innung vertretenes Gewerbe treiben und selbst zur Aufnahme in der Innung fähig sein würden, gleichwohl derselben nicht angehören, vom 1. April 1892 ab Lehrlinge nicht mehr annehmen dürfen.
Der Regierungs-Präsident. In Vertretung: gez. Frhr. von Richthofen. [2]
Vorstehendes Lehrlings-Privileg bringen wir hiermit zur Kenntniß im Innungsbezirke, welcher die Stadtgemeinde Alt-Landsberg, die Amtsbezirke Alt-Landsberg, Dahlwitz, Blumberg, Löhme, Neuenhagen und Friedrichshagen, sowie die Gemeindebezirke Münchehofe und Bollensdorf mit Gut umfaßt, mit dem Bemerken, daß Fleischereitreibende dieses Bezirkes, welche nicht zur Innung gehören, vom 1. April 1892 ab keine Lehrlinge annehmen dürfen.
Der Vorstand der Fleischer-Innung Alt-Landsberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 19. Februar 1892 (No. 22), Amtliche Beilage, gekürzt

Geschäfts-Plan zur Musterung der Militairpflichtigen im Kreise Niederbarnim pro 1892. [2]
I. Bernau im Richter'schen Restaurant.
  1. Am Freitag, den 11. März 1892. Vorweg Musterung der Reklamirten, sowie Entscheidung der Reclamationen aus sämtlichen, dem Musterungsort zugewiesenen Ortschaften - sodann Musterung der Gestellungspflichtigen aus den Ortschaften ..., Lindenberg, ...
  2. Am Sonnabend, den 12. März 1892. Die Ortschaften Ahrensfelde, ..., Blumberg mit Elisenau, ...
V. Alt-Landsberg im Schützenhause.
  1. Am Sonnabend, den 2. April 1892. ... Die Ortschaften ..., Hönow, ...
  2. Am Dienstag, den 5. April 1892. Die Ortschaften: Eiche mit Hellersdorf, ..., Mehrow, ...


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 28. Februar 1892 (No. 26), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 24. Februar 1892. ... [2]
1) Die Knechte Otto D. und August M. zu Mehrow sind beschuldigt, einen Hund dadurch roh mißhandelt zu haben, daß sie ihn in einen Sack steckten und die Treppe hinabwarfen. Dem Otto D. kann nichts Belastendes bewiesen werden und erfolgte deshalb seine Freisprechung. August M. dagegen wird für schuldig erachtet und zu 10 Mk. ev. 2 Tagen Haft verurtheilt worden.


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 28. Februar 1892 (No. 26), Vermischte Nachrichten

In diesem Jahre haben die Pfarrämter zum letzten Male die Geburtslisten für 1873/93 und 1874/94 ausgefertigt. Vom 1. October 1894 ab haben dann die Standesämter die Listen zu liefern. Da die letzteren bisher alljährlich Auszüge aus den Sterberegistern für verstorbene männliche Personen auszufertigen hatten und diese Auszüge von den Ortsvorständen aufbewahrt werden müssen, so werden (wie man hofft) künftighin die vielen Nachforschungen nach militairpflichtigen Personen erspart bleiben. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 2. März 1892 (No. 27), Anzeigen

Gutes Birnbaum- und Pflaumenbaumholz (für Drechsler geeignet) hat zu verkaufen
Gustav Base, Blumberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 4. März 1892 (No. 28), Anzeigen

Holz-Auction.
Am Freitag, den 11. März 1892, von Vorm. 9 Uhr ab sollen im „Gasthof zum deutschen Hause“ hierselbst nachstehende Hölzer, welche im Rehan stehen und vorher besichtigt werden können, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden:
30  Stück birken Nutzenden,
277  Stück verschiedene Stangen,
circa 230  Meter kiefern Kloben,
690  Meter kiefern Reiser,
270  Meter elsen Reiser (in der Schleuse stehend)
Blumberg, den 1. März 1892.   Die Forstverwaltung. [2]

Ortskrankenkasse für Neuenhagen, Hönow u. Seeberg.
Sonntag, den 13. März, Nachmittags 2 Uhr
findet im Heckmann'schen Gasthof hierselbst eine General-Versammlung der Kassenmitglieder und ihrer Arbeitgeber statt, zu welcher hiermit eingeladen wird.
Tages-Ordnung:
  1. Abnahme der Jahresrechnung 1891.
  2. Beschlußfassung über Aufnahme weiblicher Mitglieder.
  3. Geschäftliche Mittheilungen.
  4. Wahl dreier Aufsichtsmitglieder.
Der Vorstand. Gärtner. [2]

Einen Lehrling verlangt sofort oder zum 1. April A. Steeger, Bäckermstr., Lindenberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 6. März 1892 (No. 29), Anzeigen

Obst-Baumschule „Clarahöh.“
Obstbäume und Obststräucher, als: Stachel-, Johannes- und Himbeeren empfiehlt in besten Sorten, zur Wein- und Saftbereitung passend, billigst. Bei Abnahme von größeren Posten Obstbäume lasse [ich] dieselben in den Orten des Kreises Niederbarnim kostenfrei durch meine Obergärtner sachgemäß pflanzen.
Lindenberg. R. Hientzsch, Baumschulbesitzer und Mitglied des deutsch. Pomolog.-Vereins. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 8. März 1892 (No. 30), Anzeigen

Rosenkartoffeln u. Lübbenauer Kartoffeln zur Saat hat abzugeben Carl Haase, Ahrensfelde. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 11. März 1892 (No. 31), Amtlicher Theil, gekürzt

Tableau
für die Frühjahrs-Controlversammlungen im Jahre 1892 im Kreise Niederbarnim. [2]
Marzahn, 4.4.92, Vorm. 9 Uhr
    Aus den Jahrgängen 1879 bis 1891 die Reservisten und Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffengattungen, die Dispositions-Urlauber, die zur Disposition der Ersatz-Behörden ent­lassenen Mannschaften und die Garnisondienstfähigen sowie sämmtliche Ersatz-Reservisten aus Ahrensfelde, Eiche, Falkenberg, Hellersdorf, Marzahn, ...
Alt-Landsberg, 4.4.92, Nachm. 3 Uhr
    Desgl. aus ..., Hönow, Alt-Landsberg (Stadt und Amt), Mehrow, ...
Bernau (Landbezirk), 28.4.92, Vorm. 11 Uhr
    Aus den Jahrgängen 1879 bis 1891 die Mannschaften aller Waffengattungen der Reserve, der zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften, die Dispositions-Urlauber, die Garnisondienstfähigen, die Landwehrmannschaften 1. Aufgebots und die Ersatz­reservisten aus ..., Blumberg, Dorf und Gut, Birkholz, Schwanebeck und Lindenberg.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 11. März 1892 (No. 31), Anzeigen

Runkelrüben, Weizen- und Roggenkaff hat abzugeben Heinrich Ebel, Blumberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 13. März 1892 (No. 32), Anzeigen

Eine Pferde-Regendecke ist auf dem Wege von Wilhelmsberg - Weißensee - Lindenberg verloren worden. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen angemessene Belohnung abzugeben bei F. Ebel, Lindenberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 16. März 1892 (No. 31), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Unter dem Rindviehbestande und den Schafen des Ritterguts Mehrow ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Mehrow, den 13. März 1892.   Der Amtsvorsteher. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 20. März 1892 (No. 33), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 16. März 1892. ... [2]
7) Der Arbeiter Georg K. machte in angetrunkenem Zustande in Mehrow riesigen Skandal und zerschlug, nachdem er arretirt war, im Amtsgefängniß den Kachelofen und mehrere Utensilien. Er versuchte erst den wilden Mann zu spielen, kam damit aber nicht an, da der zugezogene Arzt constatirte, daß H. [!] im Vollbesitze seiner geistigen Kräfte sei. Auf erhobene Anklage wird der freche Patron zu 1 Monat Gefängniß und 3 Wochen Haft verurtheilt.
12) Der Arbeiter August Sch. zu Hönow, welcher dem Arbeiter S. mit einem Bierglase geschlagen hat, erhält unter Zubilligung mildernder Umstände 2 Wochen Gefängniß.


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 27. März 1892 (No. 38), Anzeigen, gekürzt

Bekanntmachung. Orts-Krankenkasse des Amtsbezirks Malchow.
Am Montag, den 4. April d. Js., Nachmittags 8 Uhr
findet im Dietz'schen Locale in Malchow eine General-Versammlung statt ...
Malchow, den 23. März 1892. Der Vorstand. Spinola. [2]

Einen größeren Posten gute Runkelrüben hat noch abzugeben W. Ebel, Lindenberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 30. März 1892 (No. 39), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Der Schlächtermeister Otto Staab beabsichtigt, auf dem zu Hönow belegenen, im Grundbuche Band IV Blatt 82 verzeichneten Grundstücke eine Schlächterei zu errichten. ...
Neuenhagen, den 24. März 1892.   Der Amtsvorsteher Dotti. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 3. April 1892 (No. 41), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichtssitzung zu Alt-Landsberg am 30. März 1892. ... [2]
1) Der Arbeiter Gustav S. aus Rakel ist beschuldigt, den Kutscher M. zu Hönow ein Jaquet gestohlen zu haben. Der geständige Angeklagte erhält 14 Tage Gefängniß.
3) Wegen Bedrohung mit einem Verbrechen hat sich der Arbeiter Carl F. aus Hönow zu verantworten, weil er dem Inspector Sch. zu Heidemühle mit Todtschlagen gedroht hat. Der Angeklagte leugnet, da indeß die Zeugen die Anklage bestätigen, so kommt der Gerichtshof zum Schuldspruche und erkennt gegen F. auf 3 Wochen Gefängniß.


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 6. April 1892 (No. 42), Anzeigen

Ein Kaisermantel ist auf dem Wege von Buch nach Lindenberg am 1. April 1892 verloren worden. Abzugeben bei Albert Steeger in Lindenberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 10. April 1892 (No. 44), Amtlicher Theil

Bekanntmachung.
Auf dem Rittergute Mehrow ist die Maul- und Klauenseuche erloschen.
Mehrow, den 8. April 1892.   Der Amts-Vorsteher


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 13. April 1892 (No. 45), Amtlicher Theil, gekürzt

Uebersicht
derjenigen Ortschaften, in welchen die technische Maaß- und Gewichts-Revision unter Zuziehung des Aichmeisters Banse zu Bernau vorgenommen wird. [2]
Name der Ortschaft, Tag und Monat der Revision
  • Lindenberg, 18. Juni
  • Ahrensfelde, Hönow 22. Juni
  • Blumberg, 23. Juni

Bekanntmachung.
Unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers Wenzel und des Kossäthen Wilhelm Flöricke hierselbst ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Blumberg, den 8. April 1892.   Der Amtsvorsteher Ziegner. [2]

Bekanntmachung.
Da in dem Dorfe Blumberg in mehreren Gehöften die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, wird dieser Ort für das Durchtreiben von Wiederkäuern und Schweinen gesperrt.
Blumberg, den 9. April 1892.   Der Amtsvorsteher Ziegner. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 13. April 1892 (No. 45), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 6. April 1892. ... [2]
6) Der Dienstknecht August T. zu Eiche hat sich wegen Diebstahls zu verantworten. Da sich herausgestellt hat, daß der Angeklagte wegen des gleichen Vergehens schon zweimal vorbestraft ist, sich also im Rückfalle befindet, so erklärt sich der Gerichtshof für unzuständig und überweist die Sache an die Strafkammer des königlichen Landgerichts II zu Berlin. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 15. April 1892 (No. 46), Amtlicher Theil, gekürzt

Tableau für die Abhaltung der Pferdemusterung im Niederbarnimer Kreise im Jahre 1892. [2]
Name des Gestellungsortes / Tag und Stunde der Gestellung, Name der Ortschaften, welche die Pferde vorzuführen haben
II. Dahlwitz
  • Dienstag, den 10. Mai / Donnerstag, den 12. Mai, Vormittags 9½ Uhr: ...;
    Hellersdorf, Gut; ...
IV. Alt-Landsberg
  • Montag, den 16. Mai / Dienstag, den 17. Mai, Vormittags 9½ Uhr: ...;
    Hönow, Gemeinde; Mehrow, Gemeinde und Gut; ...
V. Falkenberg
  • Mittwoch, den 18. Mai / Donnerstag, den 19. Mai, Vormittags 8½ Uhr: ...;
    Ahrensfelde, Gemeinde; Eiche, Gemeinde; ...
  • Mittwoch, den 18. Mai / Donnerstag, den 19. Mai, Vormittags 9½ Uhr:
    Blumberg, Gemeinde und Gut; ...
VIII. Bernau
  • Mittwoch, den 25. Mai / Freitag den 27. Mai, Vormittags 9½ Uhr: ...;
    Lindenberg, Gemeinde; ...


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 17. April 1892 (No. 47), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 13. April 1892. ... [2]
5) Die Bäckergesellen Max D. und Johann Sch. zu Ahrensfelde haben gegen einen Strafbefehl über 5 Mark wegen Ruhestörung Widerspruch erhoben. Da die Zeugen nichts Belastendes für D. und Sch. bekunden können, so erkennt der Gerichtshof auf Freisprechung.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 22. April 1892 (No. 48), Anzeigen

Einen wenig gebrauchten Milchkühlapparat hat zu verkaufen Aug. Ebel II, Blumberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 24. April 1892 (No. 49), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Bauer August Bredereck, der Kossäth Wilhelm Giese sind als Schöffen, der Kossäth Wilhelm Keisdorf als Stellvertreter der beiden Schöffen der Gemeinde Eiche bestätigt worden. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 24. April 1892 (No. 46), Anzeigen

Bekanntmachung.
Die Kassenbeiträge für die Mitglieder der Ortskrankenkasse Neuenhagen, Hönow, Seeberg betragen fortan 3 1/3 Procent.
Neuenhagen, den 20. April 1892.   Der Vorstand. Gärtner. [2]

Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Ahrensfelde.
Eine ordentliche General-Versammlung findet am Sonntag, den 1. Mai d. Js., Nachmittags 3 Uhr im Hase'schen Local statt, wozu sämmtliche Mitglieder und deren Arbeitgeber eingeladen werden.
Tages-Ordnung: Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresrechnung des Vorjahres und sonstige Kassenangelegenheiten.
Der Vorstand. Lehmann. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 27. April 1892 (No. 50), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Bauerngutsbesitzer Carl Baurath ist wiederum als Schöffe, der Bauerngutsbesitzer Carl Hagert als Vertreter der beiden Schöffen der Gemeinde Lindenberg bestätigt worden. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 29. April 1892 (No. 51), Anzeigen

Hundert Centner echte Dabersche und einen kleinen Posten Lübbenauer Saat-Kartoffeln hat noch abzugeben A. Thürling, Mehrow.
Ebendaselbst ist noch ein gut erhaltenes 18" langes Pumpenrohr preiswerth abzugeben. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 1. Mai 1892 (No. 52), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Bauerngutsbesitzer Carl Wegner ist als Schöffe, der Schlächtermeister August Friedrich als Schöffe, der Bauerngutsbesitzer Julius Lehmann als Stellvertreter der beiden Schöffen der Gemeinde Ahrensfelde bestätigt worden. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 1. Mai 1892 (No. 52), Kreis-Nachrichten

Blumberg. Dem hiesigen Schloßgärtner Chirong wurden am Donnerstag voriger Woche in den ersten Nachmittagsstunden, während derselbe mit seinen Arbeitern im Schloßgarten beschäftigt und seine Frau nach Berlin gereist war, aus dem verschlossenen Schreibpulte gegen 80 Mark baares Geld gestohlen. Die Schlüssel des Pultes lagen neben dem letzteren. Der Spitzbube war mit seinem Fund jedenfalls nicht zufrieden und wußte auch, daß Ch. für eine an den Schlächtermeister Mittelstädt verkaufte Kuh eine größere Summe eingenommen hatte, denn es war in der Wohnung fürchterlich gehaust. Nichts hatte der Dieb undurchsucht gelassen, aber kein Geld weiter gefunden, denn Ch. trug das Geld in der Tasche. In die Wohnung ist der Dieb, wie die Spuren zeigen, durch eines der zum Lüften offenstehenden Fenster gelangt. der Spitzbube muß mit der Oertlichkeit und den Gewohnheiten der Bewohner sehr genau vertraut gewesen sein. Hoffentlich gelingt es, seiner bald habhaft zu werden. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 6. Mai 1892 (No. 54), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Kossäth Carl Hörnicke ist als Gemeindevorsteher, der Kossäth Wilhelm Schmidt als Schöffe und der Büdner Lenz als Stellvertreter der beiden Schöffen der Gemeinde Hönow bestätigt worden.
Der Kossäth Wilhelm Gathow, der Halbbauer Aug. Ebel und der Bauerngutsbesitzer August Noack sind als Schöffen der Gemeinde Blumberg bestätigt worden. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 8. Mai 1892 (No. 55), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Zu Impfärzten für das Jahr 1892 sind ernannt: ... [2]
  • Für den Impfbezirk Nr. IV, bestehend aus den Amtsbezirken ..., Blumberg, Ahrensfelde, Neuenhagen, ...
    der Arzt Dr. Crusius in Alt-Landsberg.
  • Für den Impfbezirk Nr. VIII, bestehend aus den Amtsbezirken: ..., Malchow
    der Kreisphysikus Dr. Philipp in Berlin.


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 8. Mai 1892 (No. 58), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 4. Mai 1892. ... [2]
13) Weil sie durch Absingen eines Liedes den Gendarmen St. zu Falkenberg beleidigt haben, dieserhalb müssen die Knechte Hermann W. und Albert K. zu Blumberg auf der Anklagebank Platz nehmen. Da sie Beide geständig sind, so erkennt der Gerichtshof nur auf je 30 Mk. Geldstrafe ev. 6 Tage Haft.
14) Der Knecht Jacob S. in Mehrow, der seinem Dienstherrn zu Leibe gegangen ist und ihm mit einem harten Instrument mehrere Kopfwunden beigebracht hat, wird dafür zu 2½ Monat Gefängniß verurtheilt.


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1892 (No. 56), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung.
Der Maurer August Lemke hierselbst wird hiermit zum Trunkenbolde erklärt und wird hierdurch Jedermann untersagt, demselben geistige Getränke zu verabfolgen.
Blumberg, den 6. Mai 1892.   Der Amtsvorsteher. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 15. Mai 1892 (No. 58), Titelseite, gekürzt

Durch den gestern erfolgten Tod des Rittergutsbesitzers Herrn Barons von Knobelsdorff auf Schöneiche hat unser Kreis einen tiefschmerzlichen Verlust erlitten.
Seit 1854 Kreisdeputirter und Mitglied des Kreistages und seit Errichtung der betreffenden Aemter Mitglied des Kreis-Ausschusses, Amtsvorsteher und Standesbeamter hat er in allen diesen Stellungen und als Mitglied zahlreicher Kreis-Commissionen und durch die Vertretung des Landraths sich hochverdient um unsern Kreis gemacht. ...
Berlin, den 12. Mai 1892.   Der Kreis-Ausschuß des Kreises Niederbarnim. ... [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 18. Mai 1892 (No. 59), Anzeigen

Auction.
Am 20. Mai, Vormittags 10 Uhr sollen 1 Pferd, 2 Gestell-Viehwagen, 1 Pflug, 1 Egge u. s. w., 2 Böcke, Wiegemesser, sonstige Schlächterutensilien, 1 englische Radwinde, einige Spinden u. sonstige Hausgeräthe meistbietend verkauft werden.
Gustav Hammann, Blumberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 18. Mai 1892 (No. 59), Kreis-Nachrichten, gekürzt

In dieser und der nächsten Woche findet auf Veranlassung des Königl. Consistoriums, wie schon einmal vor 2 Jahren, in der Superintendentur Berlin-Land I. ein von den Herren Pastoren Neumann in Wormlage und Richter in Rheinsberg ausgeführte Missionspredigtreise statt, um in den Gemeinden das Interesse an der christlichen Missionsthätigkeit zu beleben und von den Erfolgen derselben zu berichten. ... Während z. B. von der Bevölkerung Englands für diesen Zweck jährlich durchschnittlich 59 Pf. beigesteuert werden, belaufen sich die Missionsausgaben Deutschlands, in derselben Weise berechnet, auf etwa 9 Pfennige. -
Gleich den die Arbeit treibenden Missionsgesellschaften sind daher die kirchlichen Behörden darauf bedacht, durch derartige Predigtreisen das Verständniß für diese Sache nach Möglichkeit zu fördern. Die gegenwärtige, welche zehn Parochien der Superintendentur umfassen soll, wird vom 19.-29. d. Mts. dauern und sind dabei folgende Gottesdienste in Aussicht genommen: ... Freitag, den 20., ... Abends 7 Uhr in Ahrensfelde; Sonntag, den 22., ... 3 Uhr in Blumberg mit einer sich daran anschließenden Nachfeier im Freien, Montag, den 23. Nachm. 3 Uhr in Hönow, ... -
Möchten viele die ihnen hierdurch gebotene Gelegenheit, sich für einen der edelsten Zwecke nicht bloß christlicher Liebesthätigkeit, sondern auch allgemeiner Menschenliebe und patriotischen Sinnes erwärmen zu lassen, benutzen, und der Erfolg den mit dieser Inswerksetzung einer solchen Predigtreise verbundenen Mühen und der darauf verwendeten Arbeit entsprechen.


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 20. Mai 1892 (No. 60), Amtlicher Theil

Personal-Chronik.
Der Kossäth August Meißner ist als Gemeindevorsteher, der Kossäth Wilhelm Müller und Carl Brederecke als Schöffen und der Büdner Reinhold Roth als Stellvertreter der beiden Schöffen der Gemeinde Mehrow bestätigt worden.
Der Bauerngutsbesitzer August Müller ist als Gemeindevorsteher der Gemeinde Ahrensfelde bestätigt worden. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 20. Mai 1892 (No. 60), Anzeigen

Futterkartoffeln hat zu verkaufen Heinrich Ebel, Blumberg. [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 22. Mai 1892 (No. 61), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 18. Mai 1892. ... [2]
8) Die Dienstknechte Albert K. und Ferdinand St. zu Eiche stehen wegen gemeinschaftlicher und gefährlicher Körperverletzung unter Anklage. Die Angeklagten leugnen jede Schuld und da die Zeugen auch nichts Belastendes bekunden können, so erfolgt Freisprechung.

Die Kreissynode Berlin Land I
trat am Mittwoch im Evangelischen Vereinshause, Oranienstraße 106, unter dem Vorsitz des Ephorus Sup. Hosemann (Biesdorf) zusammen. Nach der einleitenden Andacht erfolgte die Constituirung der Synode. Als erster geistlicher Beisitzer wurde mit 27 von 37 Stimmen Pastor Blasche (Blumberg) gewählt. 10 Stimmen fielen auf Pastor Kunze (Lichtenberg) Letzterer wurde mit 37 Stimmen neben den Amtsvorstehern Feldtmann (Weißensee) und Spinola (Malchow) zu Beisitzern gewählt. Der Vorsitzende, Sup. Hosemann (Biesdorf) erstattete dann Bericht über die kirchlichen und sittlichen Zustände im Synodalkreise. ... [2]


Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 25. Mai 1892 (No. 62), Amtlicher Theil, gekürzt

Bekanntmachung. ... [2]
Verzeichniß derjenigen Personen ..., welche aus dem Kreise Niederbarnim für das Mobilmachungs­jahr 1892/93 ... zurückgestellt worden sind. ...
C. Hinter den letzten Jahrgang der Landwehr zweiten Aufgebots zurückgestellt.
  1. Ebel, Heinrich / Blumberg / Füsilier
  2. Giese, Wilhelm / Blumberg / Garde-Dragoner
  3. Bugge, Friedrich Wilhelm / Hönow / Gefreiter
  4. Salzmann, Albert August / Lindenberg / Gefreiter

Tabelle
über Beginn und Ende der Arbeitszeiten und der Pausen für Knaben und junge Leute.
Junge Leute
  • Nummer der Schicht: 1. Schicht
  • Beginn der Schicht: 1 Uhr Nachm.
  • Pausen: 2½ bis 2¾ (15 Minuten), 5½ bis 6 (30 Minuten), 9 bis 9¼ (15 Minuten)
  • Ende der Schicht: 11 Uhr Nachm.
    Knaben, I. Abtheilung
  • Nummer der Schicht: 1. Schicht
  • Beginn der Schicht: 1 Uhr Nachm.
  • Pausen: 2½ bis 2¾ (15 Minuten), 5½ bis 6 (30 Minuten)
  • Ende der Schicht: 7 Uhr Nachm.
    Knaben, II. Abtheilung
  • Nummer der Schicht: 1. Schicht
  • Beginn der Schicht: 7 Uhr Nachm.
  • Pausen: 9 bis 9¼ (15 Minuten)
  • Ende der Schicht: 11 Uhr Nachm.

    Bekanntmachung.
    Auf dem städtischen Rieselgute Hellersdorf ist unter dem Rindviehbestande die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 22. Mai 1892.   Der Amtsvorsteher. Krüger.

    Bekanntmachung.
    Unter den Rindvieh des Dominium Blumberg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und wird deshalb diese Ortschaft gegen das Durchtreiben von Wiederkäuern und Schweinen gesperrt.
    Blumberg, den 23. Mai 1892.   Der Amtsvorsteher. I.V.: Grün.


  • Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 29. Mai 1892 (No. 63), Titelseite

    Bekanntmachung.
    Se. Majestät der König haben mittels Allerhöchsten Erlasses vom 9. d. Mts. zu genehmigen geruht, daß der Landrath von Waldow aus dem Kreise Fischhausen in gleicher Amtseigenschaft in den Kreis Nieder-Barnim versetzt werde. Auf Grund vorstehender Allerhöchsten Genehmigung ist dem Unterzeichneten das bisher kommissarisch verwaltete Landrathsamt im hiesigen Kreise seitens des Ministers des Innern endgültig übertragen worden.
    Berlin, den 27. Mai 1892.   Der Landrath von Waldow. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 29. Mai 1892 (No. 63), Amtlicher Theil, gekürzt

    Vertrauensmännerbezirke
    der Section 20 (Kreis Niederbarnim) der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft
    Bezirk IV.
      Stadtbezirk: Alt-Landsberg. Amtsbezirke: Fredersdorf, Neuenhagen, Amt Alt-Landsberg, Löhme, Blumberg und Börnicke.
      Vertrauensmann: Gutsbesitzer Springer zu Seefeld.
      Stellvertreter: Gutsbesitzer Kirschbaum zu Seefeld.
    Bezirk V.
      Amtsbezirke: Weißensee, Pankow, Franz.-Buchholz, Malchow, Falkenberg, Hohen-Schönhausen, Ahrensfelde und Buch.
      Vertrauensmann: Schöffe Meißner zu Weißensee.
      Stellvertreter: Landwirth und Fabrikant Wilhelm Schleinitz zu Weißensee.
    Berlin, 16. Mai 1892.
    Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses des Kreises Niederbarnim. Königlicher Landrath von Waldow


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 1. Juni 1892 (No. 64), Kreis-Nachichten

    Hellersdorf. Ein blutiger Kampf, dem ein Menschenleben zum Opfer gefallen ist, hat am Sonntag zwischen Arbeitern des städtischen Rieselgutes stattgefunden. Es sind auf diesem Gute etwa 300 Arbeiter beschäftigt, in ihrer überwiegenden Mehrheit Polen. Am Sonntag Vormittag war ein großer Trupp nach Marzahn gezogen, um dort Einkäufe für die Woche zu machen. Als die Gesellschaft zu Mittag beim Gastwirth Groh einkehrte, waren die meisten davon schon stark angetrunken. Sehr bald kam es zu Streitigkeiten, was den Wirth bewog, die unbequemen Gäste aus dem Lokal zu weisen. Auf der Straße wurden die Streitigkeiten fortgesetzt und bald kam es auch zu Thätlichkeiten. Ein Schachtmeister, der hinzukam und Frieden stiften wollte, erhielt mit einer Schnapsflasche einen Schlag auf den Kopf, der ihm eine erhebliche Verletzung zufügte. Als im Kampfe eine kleine Pause eingetreten war, begab sich ein Theil der Arbeiter zum Schlächtermeister Schulz. Vor dem Hause des Schlächters lag ein Haufen Steine. Beim Anblick derselben stieg die Wuth in dem Arbeiter Ziegenhagen von Neuem auf, er ergriff einen Stein von der Größe einer Kegelkugel und warf damit nach dem Kopfe des Arbeiters Schleczdz. Der Stein ging fehl; Ziegenhagen ergriff sofort einen andern Stein und warf zum zeiten Male. Diesmal traf er seinen Gegner an der linken Schläfe, so daß derselbe auf der Stelle todt war. Der schleunigst herbeigerufene Gendarm Uchtenhagen aus Neu-Hohenschönhausen beruhigte zunächst die Leute und verhaftete alsdann den Ziegenhagen und noch drei andere Schläger, welche dritten Personen Verletzungen zugefügt hatten. Am Montag früh wurden die Verhafteten in das Moabiter Untersuchungsgefängniß eingeliefert. Der Getödtete ist im Jahre 1852 in Grabowitz, Kreis Kosten, Provinz Posen, geboren. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 3. Juni 1892 (No. 65), Amtlicher Theil

    Personal-Chronik.
    Für die Dauer der Abwesenheit des Amtsvorstehers Dotti zu Neuenhagen hat der Amtsvorsteher-Stellvertreter Gemeindevorsteher Hörnicke zu Hönow die Führung der Amtsgeschäfte übernommen. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 5. Juni 1892 (No. 66), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 1. Juni 1892. ... [2]
    12) Die Arbeiter Wilhelm Sch. und August P. zu Hellersdorf, welche aus der der Stadt Berlin gehörigen Forst ein Stück Holz im Werthe von 6 Mk. gestohlen haben, werden zu je 60 Mk. Geldstrafe ev. 12 Tagen Gefängniß verurtheilt. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 10. Juni 1892 (No. 67), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Wegen größerer Verbreitung der Maul- und Klauenseuche ist die Ortschaft Hönow gegen das Durchtreiben von Wiederkäuern und Schweinen gesperrt.
    Neuenhagen, den 4. Juni 1892.   Der Amtsvorsteher I. V.: Hörnicke. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 10. Juni 1892 (No. 67), ANzeigen

    Am 1. d. Mts. ist mir ein großer grauer Hund mit gelben Vorderpfoten und gelben Flecken über den Augen, auf den Namen „Carow“ hörend, entlaufen. Dem Wiederbringer sichere ich eine angemessene Belohnung nebst Zurückerstattung der Futterkosten zu.
    Fried. Hennig, Lindenberg. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 12. Juni 1892 (No. 68), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Diejenigen Guts- und Gemeindevorstände, welche mit der Anzeige über die Abänderung der Ortstafeln noch rückständig sind, ersuche ich hierdurch, meiner Verfügung vom 21. April d. Js. nunmehr binnen längstens 14 Tagen zu genügen.
    Berlin, den 8. Juni 1892.   Der Landrath von Waldow. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 12. Juni 1892 (No. 68), Anzeigen

    Treffe Dienstag Nachmittag mit einem Transport schwerer Kühe mit Kälbern in Bernau ein und stelle dieselben beim Gastwirth Reuter bis Mittwoch zum Verkauf.
    G. Hammann, Blumberg. [2]

    Ahrensfelde.
    Zur Bannerweihe des Gesangvereins „Frohsinn“ hierselbst am Sonntag, den 19. Juni ladet freundlichst ein Der Vorstand. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 12. Juni 1892 (No. 68), Amtliche Beilage, gekürzt

    Etat für den Kreis Nieder-Barnim
    für das Rechnungsjahr vom 1. April 1892 bis dahin 1893.
    Einnahme.
    Kapitel V. Von den Chausseen. Titel ...
    1. Chaussee Nieder-Schönhausen - Liebenwalde - Höpen 11252 Mk.
    2. Chaussee Berlin - Alt-Landsberg - Radebrück, Alt-Landsberg - Tasdorf (Berlin - Prötzel) 15157,60 Mk.
    3. Chaussee Weißensee - Bernau - Wandlitz 11205 Mk.
    4. Chaussee Bernau - Alt-Landsberg - Neuenhagen - Frankfurter Chaussee - Schöneiche - Friedrichshagen - Hirschgarten. 3931,77 Mk.
    5. Chaussee Rummelsburg - Coepenick - Friedrichshagen - Erkner - Rüdersdorf, Erkner - Neu-Zittau. 14766,15 Mk.
    6. Chaussee Bernau - Zerpenschleuse - Liebenwalde, Ruhlsdorfer Brücke - Pechteich (Eichhorst) 2550 Mk.
    7. Chaussee Germendorf - Oranienburg - Zehlendorf - Arendsee - Lanke - Oberbarnimer Grenze bei Biesenthal. 5380 Mk.
    8. Chaussee Neuenhagen - Hönow - Mehrow. 0 Mk [siehe Titel II]
    9. Chaussee Tegel - Hermsdorf 0 Mk.
    10. An Chausee-Polizei- und Chausseegeld-Defraudations-Strafen 250 Mk.
    Summa Kapitel V: 64492,52
    Summa der Einnahme: 62400 Mk.
    Ausgabe.
    Kapitel VII Für Chausseen und Wege. Titel ...
    1. Im Allgemeinen: 20741,48 Mk.
    2. Für die Chaussee Nieder-Schönhausen - Liebenwalde - Höpen 24890 Mk.
    3. Für die Chaussee Berlin - Alt-Landsberg - Radebrück, Alt-Landsberg - Tasdorf (Berlin - Prötzel) 33350 Mk.
    4. Für die Weißensee - Bernau - Wandlitzer Chaussee: 25760 Mk.
    5. Für die Chaussee Bernau - Alt-Landsberg - Neuenhagen - Frankfurter Chaussee - Schöneiche - Friedrichshagen - Hirschgarten: 17470 Mk.
    6. Für die Chaussee Rummelsburg - Friedrichshagen - Erkner - Rüdersdorf und Erkner - Neuzittau: 27010 Mk.
    7. Für die Chaussee Bernau - Zerpenschleuse - Liebenwalde - Ruhlsdorfer Brücke, Pechteich - Eichhorst: 24940 Mk.
    8. Chaussee Germendorf - Oranienburg - Zehlendorf - Arendsee - Lanke - Oberbarnimer Kreisrenze bei Biesenthal. 12450 Mk.
    9. Für die Chaussee Neuenhagen - Hönow - Mehrow. 5100 Mk.
      Es sind 297 cbm Steine, 190 cbm Kies pp. erforderlich.
      2400 lfd. Meter neue Decklage, 100 qm Umpflasterung.
    10. Für die Chaussee Hermsdorf - Tegel: 1500 Mk.
    11. Für Wege im Allgemeinen. 25100 Mk.
    Summa Kapitel VII: 218311,48 Mk.
    Summa der Ausgabe: 624000 Mk.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 12. Juni 1892 (No. 68), Amtliche Beilage, gekürzt

    Verwaltungsbericht für das Jahr 1891. ...
    Theilung des Kreises.
    Die Verhandlungen über die im Jahre 1890 beabsichtigt gewesene Theilung des Kreises sind nach unserer Kenntniß nicht weiter geführt und den Vorschlägen des Kreistages und des Provinziallandtages entsprechend von dem Herrn Minister des Innern Verhandlungen über die Einverleibung der Berliner Vororte in die Stadt Berlin eingeleitet worden.
    Kreistag
    Die regelmäßigen Ergänzungswahlen zum Kreistage haben im November v. Js. stattgefunden. Abgelaufen waren die Mandate der Herren:
    a) aus dem Wahlverbande der größeren Grundbesitzer: 1. Graf von Arnim, Muskau,
    b) Aus dem Wahlverbande der Landgemeinden: 3. Gemeinde-Vorsteher Hörnicke zu Hönow,
    Gewählt bzw. wiedergewählt sind die Herren:
    a) aus dem Wahlverbande der größeren Grundbesitzer: 1. Graf von Arnim, Muskau,
    b) Aus dem Wahlverbande der Landgemeinden: 3. Gemeinde-Vorsteher Hörnicke zu Hönow.
    Haushalts-Verwaltung.
    Für das Etatsjahr 1891/92 steht eine Ueberschreitung der Ausgaben für Chausseen nicht in Aussicht. ... Die Neupflasterungen in ..., Blumberg, ... sind ausgeführt und die Beihilfen zur Zahlung gelangt. ... Kreis-Chausseen.
    Die Straßen befanden sich im Herbste vorigen Jahres in einem befriedigenden baulichen Zustande; der letzte Winter war im Allgemeinen für die Chausseen günstig, da erhebliche Schneefälle nicht eintraten, auch eine längere Regenperiode den Chausseen keinen besonderen Schaden zufügte. ...
    3. Weißensee - Bernau - Wandlitzer Chaussee. ...
    Das Pflaster in Lindenberg von Stat. 12,2+71 - 12,0+91 ist unter Mitbetheiligung der Gemeinde umgelegt worden und zwar sind bei 5183 qm umgelegter Fläche 500 cbm Pflastersteine und 710 cbm Kies und Sand verwendet worden. ... Die Brücken und Durchlässe in Lindenberg mußten einer gründlichen Reparatur unterworfen werden, und sind hierbei 650 Mk. ausgegeben. Für diese Chaussee ist ein neuer eiserner Schneepflug beschafft worden. ...
    8. Neuenhagen - Hönow - Mehrower Chaussee.
    Diese Chaussee ist 6584 m lang und wird allein vom Kreise unterhalten. Neue Decklagen sind nicht ausgeführt, dagegen ist die Steinbahn derselben mit 36 ½ cbm Steinen und 20 cbm Kies ausgebessert worden. ... Die Chaussee ist noch nicht so alt und waren nur wenige Unterhaltungs-Arbeiten nothwendig. ... An Materialien sind incl. der alten Bestände aus 1890/91 vorhanden 523 cbm geschlagene Steine. ...


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 12. Juni 1892 (No. 68), Amtliche Beilage, gekürzt

    Verhandelt. Berlin den 22. April 1892.
    Auf heute war hierselbst ein Kreistag des Niederbarnimer Kreises anberaumt. ... [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 19. Juni 1892 (No. 71), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 15. Juni 1892. ... [2]
    5) Als der Knecht Gustav St. zu Eiche am 2. April d. Js. abends ruhestörenden Lärm auf der Dorfstraße erregte und verhaftet werden sollte, leistete er dem Nachtwächter Widerstand und beleidigte den Beamten. Er wird heute dafür zu 4 Wochen Gefängniß und 3 Tagen Haft verurtheilt.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1892 (No. 72), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche auf dem Rieselgute Hellersdorf ist erloschen.
    Mehrow, den 17. Juni 1892.   Der Amtsvorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 24. Juni 1892 (No. 73), Anzeigen

    Blumberg.
    Am Sonntag, den 26. d. Mts., feiert der hiesige Krieger-Verein sein diesjähriges Sommerfest im Walde, verbunden mit Schießen und Tanz, wozu ergebenst einladet W. Müller, im Deutschen Hause. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1892 (No. 75), Kreis-Nachrichten, gekürzt

    Bernau. Das 8. Gesangsfest des Sängerbundes „Teutonia“ verlief am Sonntag, den 26. Juni, wiederum von gutem Wetter begünstigt, in schönster Weise ...


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 1. Juli 1892 (No. 76), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche auf dem Gute Blumberg ist erloschen und werden deshalb die angeordneten Sperrmaßregeln aufgehoben.
    Blumberg, den 27. Juni 1892.   Der Amts-Vorsteher. I. V.: Grün. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 1. Juli 1892 (No. 76), Anzeigen

    Ein noch brauchbares Arbeitspferd sofort preiswerth zu verkaufen bei Obergärtner Gabriel, Lindenberg. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 3. Juli 1892 (No. 77), Amtliche Beilage, gekürzt

    Übersicht
    der Vertrauensmännerbezirke, sowie der Vertrauens- und Ersatzmänner der Versicherungs-Anstalt der Provinz Brandenburg für den Kreis Niederbarnim
    1. Gemeinde Ahrensfelde
      [Vertrauensmann der Arbeitgeber]: August Müller, Bauerngutsbesitzer, Ahrensfelde
      [Ersatzmann der Arbeitgeber]: Carl Wegener, Bauerngutsbesitzer, Ahrensfelde
      [Vertrauensmann der Arbeitnehmer]: Carl Wegener [!], Arbeiter, Ahrensfelde
      [Ersatzmann der Arbeitnehmer]: Wilhelm Jahn, Arbeiter, Ahrensfelde
    2. Gemeinde Blumberg
      [Vertrauensmann der Arbeitgeber]: August Noack, Bauergutsbesitzer, Blumberg
      [Ersatzmann der Arbeitgeber]: Gustav bade, Materialwarenhändler, Blumberg
      [Vertrauensmann der Arbeitnehmer]: Carl Pförtner, Nachtwächter, Blumberg
      [Ersatzmann der Arbeitnehmer]: Gottfried Vetter, Büdner und Arbeiter, Blumberg
    3. Gut Blumberg
      [Vertrauensmann der Arbeitgeber]: Johannes Ziegner, Administrator, Blumberg
      [Ersatzmann der Arbeitgeber]: Wilhelm Müller, Gastwirth, Blumberg
      [Vertrauensmann der Arbeitnehmer]: August Steuer, Schafmeister, Blumberg
      [Ersatzmann der Arbeitnehmer]: Carl Nickel, Zimmermann, Blumberg
    4. Gemeinde Eiche
      [Vertrauensmann der Arbeitgeber]: August Bredereck, Bauergutsbesitzer, Eiche
      [Ersatzmann der Arbeitgeber]: Wilhelm Giese, Kossäthengutsbesitzer, Eiche
      [Vertrauensmann der Arbeitnehmer]: August Giese, Arbeiter, Eiche
      [Ersatzmann der Arbeitnehmer]: Carl Giese, Arbeiter, Eiche
    5. Gut Hellersdorf
      [Vertrauensmann der Arbeitgeber]: Gustav Wolff, Inspector, Hellersdorf
      [Ersatzmann der Arbeitgeber]: Louis Harras, Aufseher, Hellersdorf
      [Vertrauensmann der Arbeitnehmer]: Carl Menze, Arbeiter, Hellersdorf
      [Ersatzmann der Arbeitnehmer]: August Radach, Arbeiter, Hellersdorf
    6. Gemeinde Hönow
      [Vertrauensmann der Arbeitgeber]: August Lenze, Bauerngutsbesitzer, Hönow
      [Ersatzmann der Arbeitgeber]: Wilhelm Schmidt, Kossäthengutsbesitzer, Hönow
      [Vertrauensmann der Arbeitnehmer]: Rudolf Fitting, Brennermeister, Hönow
      [Ersatzmann der Arbeitnehmer]: Carl Engel, Arbeiter, Hönow
    7. Gemeinde Lindenberg
      [V. der Arbeitg.]: Hermann Bartel, Materialwarenhändler u. Kossäthengutsbes., Lindenberg
      [Ersatzmann der Arbeitgeber]: Carl Hager, Bauerngutsbesitzer, Lindenberg
      [Vertrauensmann der Arbeitnehmer]: Wilhelm Wolter, landwirthsch. Arbeiter, Lindenberg
      [Ersatzmann der Arbeitnehmer]: Carl Götze, landwirthsch. Arbeiter, Lindenberg
    8. Gemeinde u. Gut Mehrow
      [Vertrauensmann der Arbeitgeber]: Bernhard Krüger, Gutsverwalter, Mehrow (Gut)
      [Ersatzmann der Arbeitgeber]: Wilhelm Thürling, Bauerngutsbesitzer, Mehrow (Gemeinde)
      [Vertrauensmann der Arbeitnehmer]: August Lindenberg, Meier, Mehrow (Gut)
      [Ersatzmann der Arbeitnehmer]: Carl Schulze, Arbeiter, Mehrow (Gemeinde)


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 8. Juli 1892 (No. 79), Amtlicher Theil, gekürzt

    Nachweisung der den nachgenannten Einwohnern des Niederbarnimer Kreises auf Grund des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889, betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung, im verflossenen Halbjahr gewährten [jährlichen] Renten. [2]
    A. Altersrenten
    1. Lehmann, Friedrich, landw. Arbeiter, Ahrensfelde: 163,20 Mk.
    2. Lehmann, Louise, landw. Arbeiterin; Ahrensfelde; 106,80 Mk.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 10. Juli 1892 (No. 80), Kreis-Nachrichten, gekürzt

    Dürfen Restaurateure an Sonntagen Cigarren verkaufen, während die Cigarrenhandlungen geschlossen sind ? Ein Restaurateur, so meint die Deutsche Tabackszeitung, darf einem Gaste eine Cigarre verkaufen, hat aber darauf zu achten, daß er dieselbe auch noch im Local anzündet; ...


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 3. Juli 1892 (No. 82), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindviehbestande des Bauern A. Bredereck zu Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 11. Juli 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 24. Juli 1892 (No. 86), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindviehbestande des Kossäthen Wilhelm Grunow in Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 22. Juli 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 29. Juli 1892 (No. 88), Anzeigen

    Milchverpachtung bis 150 Liter zum 1. October cr. bei R. Brederecke in Mehrow. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 1. August 1892 (No. 89), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 27. Juli 1892. ... [2]
    5) Im October 1890 stahl die Dienstmagd Auguste St. zu Hönow ihrem Dienstherrn ein großes Stück Schinken und gab dasselbe ihrem Schatz, dem Arbeiter Carl F. Auguste St. wurde damals zu 3 Tagen Gefängniß verurteilt, der Arbeiter Carl F. war aber nirgends zu finden. Jetzt erst ist es gelungen, denselben zu ermitteln und wegen Hehlerei anzuklagen. Das Urtheil gegen ihn lautet auf 5 Tage Gefängniß.
    8) Der domicillose Arbeiter M... bettelte am 4. d. M. in Mehrow und stahl dabei ein Weste. Er wird dafür zu 1 Woche Haft und 14 Tagen Gefängniß verurtheilt.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 3. August 1892 (No. 90), Amtlicher Theil, gekürzt

    Zur Abwehr der Choleragefahr.
    1. Verbot.
    Um die Einschleppung des Ansteckungsstoffes der Cholera aus Rußland zu verhüten, wird für den Umfang des Regierungsbezirks Potsdam die Ein- und Durchfuhr von gebrauchter Leib- und Bettwäsche, Hadern und Lumpen aller Art, Obst, frischem Gemüse, Butter und sogenanntem Weichkäse aus Rußland hiermit bis auf Weiteres verboten. ... [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 5. August 1892 (No. 91), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Da in der Gemeinde Blumberg die Maul- und Klauenseuche erloschen ist, werden die angeordneten Sperrmaßregeln aufgehoben.
    Blumberg, den 3. August 1892.   Der Amts-Vorsteher Ziegner. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 7. August 1892 (No. 92), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Zufolge der in Lindenberg unter dem Rindvieh herrschenden Maul- und Klauenseuche wird hiermit auf Grund des § 64 der Seuchengesetz-Instruktion das Durchtreiben von Wiederkäuern und Schweinen durch den genannten Ort bis auf Weiteres polizeilich verboten.
    Malchow, den 2. August 1892.   Der Amts-Vorsteher Spinola. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 12. August 1892 (No. 94), Anzeigen

    Bekanntmachung. Ortskrankenkasse des Amtsbezirks Malchow.
    Am Mittwoch, den 17. August d. J., Abends 8 Uhr findet im Gahtow'schen Locale in Lindenberg eine General-Versammlung statt, zu welcher alle Kassenmitglieder und deren Arbeitgeber hiermit eingeladen werden.
    Tages-Ordnung:
    1. Erhöhung der Beiträge.
    2. Verschiedenes.
    Malchow, den 8. August 1892.   Der Vorstand Spinola. [2]

    Danksagung.
    Für die liebevolle Theilnahme bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Gatten, unseres guten Vaters, insbesondere dem Herrn Pastor Blasche, sowie den Herren Trägern und für die reichen Kranz- und Blumenspenden hiermit unsern tiefgefühltesten Dank.
    Blumberg, den 10. August 1892.   Bertha Müller nebst Kindern. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 15. August 1892 (No. 95), Amtlicher Theil

    Regulativ, betreffend die Erhebung einer Hundesteuer im Bezirke der Gemeinde Lindenberg.
    Auf Grund der hiesigen Gemeinde(-Versammlung) vom 10. September 1891 wird hierdurch ... nachstehendes Regulativ, betreffend die Erhebung einer Hundesteuer im Bezirk der Gemeinde Lindenberg erlassen....
    § 1. Wer einen nicht mehr an der Mutter saugenden Hund hält, hat für denselben jährlich eine Steuer von 6 Mk. in halbjährlichen Raten ... an die hiesige Gemeindekasse zu entrichten. ...
    Lindenberg, den 20. August 1891. [!]   Der Gemeinde-Vorstand. Kirschbaum. [2]

    Auf Grund des § 31 des Zuständigkeitsgesetzes ... bestätigen wir hierdurch das vorstehende Regulativ ...
    Berlin, den 2. October 1891.   Der Kreis-Ausschuß des Kreises Niederbarnim. Scharnweber [2]

    Personal-Chronik.
    Der Amtsvorsteher Dotti zu Neuenhagen ist beurlaubt; der Amtsvorsteher-Stellvertreter, Gemeindevorsteher Hörnicke zu Hönow hat die Amtsgeschäfte des Amtsbezirks Neuenhagen für die Zeit der Abwesenheit des Amtsvorstehers übernommen. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 17. August 1892 (No. 96), Kreis-Nachrichten

    Blumberg. Am Sonntag feierte der Gesangsverein „Hoffnung“ im hiesigen Schloßpark das alljährliche Sommerfest, zu dem Gesangsvereine aus Kaulsdorf, Mahrzahn, Ahrensfelde, Hönow und Mehrow und außerdem viele Einwohner der umliegenden Ortschaften erschienen waren. Am Nachmittag wechselten Gesangs- und Musikvorträge ab. Bei dem Einmarsch wurde vor dem Schlosse Halt gemacht und der Frau Gräfin eine Ovation dargebracht, welche dafür ihren Dank aussprach. Sodann begann um 9 Uhr der das Fest beschließende Ball.

    Weißensee. Einen plötzlichen Tod fand am Sonntag nachmittag ein junger Posthilfsbote aus Weißensee. Er befand sich im Sternecker'schen Etablissiment und nahm als Zweiter auf einem sogenannten Wasserveloziped Platz, indem er sich hinten darauf stellte. Plötzlich fiel er herab und war auch sofort im See ertrunken, so daß ihm keine Hilfe gebracht werden konnte.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 17. August 1892 (No. 96), Anzeigen

    Ahrensfelde.
    Am Sonntag, den 21. und Montag, den 22. August findet das Erntefest mit Volksbelustigung und Tanzvergnügen im Saale und auf dem großen Pariser Tanzplatz statt. Hierzu ladet freundlichst ein W. Haase, Gastwirth. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 19. August 1892 (No. 97), Kreis-Nachrichten

    Einen Schäferknecht verlangt sofort Dom. Blumberg. [2]

    Blumberg.
    Am Sonntag, den 21. und Montag, den 22. d. Mts.: Großes Erntefest, wozu ergebenst einladet W. Müller, Gastwirth zum weißen Schwan. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 21. August 1892 (No. 98), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Die Guts-Verwaltung zu Hellersdorf beabsichtigt im Laufe der Woche, also vom 22. d. M. ab, verschiedene Kräuter auf dem Felde zu verbrennen. Um unnöthige Alarmirungen zu vermeiden, bringe ich dies zur allgemeinen Kenntniß der Umgegend.
    Mehrow, den 18. August 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 21. August 1892 (No. 98), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 17. August 1892. ... [2]
    1) Die Schulknaben Rudolf W., Fritz W., Wilhelm Sch. und Paul D. zu Blumberg haben durch Werfen von Steinen ein Fenster zertrümmert und stehen deshalb wegen Sachbeschädigung unter Anklage. Sie sind geständig und kommen wegen ihrer Jugend mit einem Verweise davon.
    3) Die Schnitter August Sch.'schen Eheleute zu Mehrow haben ihren Dienst auf dem Rittergute daselbst ohne Aufkündigung verlassen und sind dafür mit je 15 Mk. polizeilich bestraft. Auf erhobenen Widerspruch erfolgte heute ihre Freisprechung, weil durch die Beweisaufnahme festgestellt wird, daß der den Leuten zugewiesene Schlafraum in keiner Weise den gesetzlichen Anforderungen entsprach.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 26. August 1892 (No. 100), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    In den Ortschaften Carow und Lindenberg ist wegen des dort stattfindenden Erntefestes am Sonntag, den 28. d. Mts., mit Ausnahme der Pause für den Hauptgottesdienst, das Feilbieten von Blumen, Backwaren und geringwerthigen Gegenständen gestattet. Die Geschäftszeit für das stehende Gewerbe endet daselbst an dem qu. Tage um 7 Uhr Nachmittags.
    Malchow, den 22. August 1892.   Der Amts-Vorsteher Spinola. [2]

    Bekanntmachung.
    Unter dem Ochsenbestande des Rieselgutes Hellersdorf ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 23. August 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 26. August 1892 (No. 100), Anzeigen

    Lindenberg.
    Sonntag, den 28. und Montag, den 29. August: Große Erntefest-Musik, wozu ganz ergebenst einladet Schiele, Gastwirth. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 28. August 1892 (No. 101), Kreis-Nachrichten

    Bekanntmachung.
    Im Laufe der nächsten Woche soll auf dem Rieselfelde bei Hellersdorf wiederum Unkraut verbrannt werden, wovon ich der Umgebung hierdurch, um unnöthigen Alarmirungen vorzu­beugen, Kenntniß gebe.
    Mehrow, dem 26. August 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 2. September 1892 (No. 103), Amtlicher Theil

    Personal-Chronik.
    Der Herr Oberpräsident hat den Gemeindevorsteher Grün zu Blumberg zum ersten und den Amtssecretair Thurmann zu Blumberg zum zweiten Stellvertreter des Standesbeamten für den Standesamtsbezirk Blumberg bestellt. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 4. September 1892 (No. 104), Anzeigen

    Ein Federwagen mit Verdeck zu verkaufen beim Milchhändler Carl Dittrich Lindenberg. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 7. September 1892 (No. 105), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Am 1. d. Mts. ist in einem zum hiesigen Rittergute gehörigen Sumpf ein Stier gefunden worden. Der rechtmäßige Eigenthümer wird hiermit aufgefordert, seine Rechte binnen 3 Monaten geltend zu machen.
    Mehrow, den 3. September 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger.

    Bekanntmachung.
    Unter den Kühen des Bauerngutsbesitzers August Grün zu Blumberg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Blumberg, den 5. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. [2]

    Personal-Chronik.
    Der Bauerngutsbesitzer Carl Bolle ist als Schiedsmann, der Tischlermeister August Müller als Schiedsmanns-Stellvertreter der Gemeinde Lindenberg bestätigt worden. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 7. September 1892 (No. 105), Anzeigen

    Die Beleidigung
    welche ich gegen die Frau des Schneidermeisters Gustav Schleusener, Anna, geb. Thürling ausgesprochen habe, nehme ich hiermit zurück und erkläre die Aeußerung für unwahr.
    Mehrow, den 28. August 1892.   Gustav Degen. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 9. September 1892 (No. 106), Amtlicher Theil, gekürzt

    Bekanntmachung.
    Es wird hiermit Folgendes zur öffentlichen Kenntniß gebracht:
    Jeder übernachtende Fremde ist der Ortpolizeibehörde am Abend zu melden.
    Die Meldung hat Morgens 8 Uhr zu erfolgen, wenn der Zugereiste erst nach 7 Uhr abends eingetroffen ist. Bei der Meldung ist anzugeben, woher der Fremde zugereist ist.
    Die Ortseinwohner machen wir mit dieser Vorschrift bekannt und fordern zur pünktlichen Erfüllung derselben auf. Die Inhaber der Gasthöfe sind ganz besonders zur pünktlichen Meldung und gründlichen Desinfizierung ihrer Räume verpflichtet.
    Wir verweisen hierbei auf § 327 des Strafgesetzbuches, wonach die wissentliche Verletzung der Absperrungs- und Aufsichtsmaßregeln zur Verhütung des Einführens oder Verbreitens einer ansteckenden Krankheit mit Gefängniß bis zu 2 Jahren bestraft wird.
    Bernau, den 2. September 1892.   Der Magistrat. Paetzold.

    Bekanntmachung.
    Die Cholera hat im Inlande bereits eine größere Verbreitung gefunden und auch in Berlin ist bereits ein Erkrankungsfall an asiatischer Cholera festgestellt worden. An alle Familienhäupter, Haus- und Gastwirthe und Medicinalpersonen ergeht deshalb auf Grund der §§ 9 und 25 der sanitätspolizeilichen Vorschriften vom 8. August 1835 die bestimmte Aufforderung, jeden Cholera-Erkrankungsfall und ebenso jeden, der Cholera nur verdächtigen Erkrankungsfall stets ohne den geringsten Verzug der unterzeichneten Ortspolizeibehörde zu melden. ...
    Bernau, den 2. September 1892.   Die Polizei-Verwaltung. Paetzold.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 14. September 1892 (No. 108), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindviehbestande des Bauern Gottlieb Giese zu Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 9. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. Krüger.

    Bekanntmachung.
    Unter den Rindvieh- und Schweinebestande des Bauern Fritz Möser zu Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 10. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. Krüger.

    Bekanntmachung.
    Unter den Rindvieh des Kossäthen Carl Hamann zu Blumberg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und die Gehöftssperre angeordnet.
    Blumberg, den 10. September 1892.   Der Amts-Vorsteher


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 18. September 1892 (No. 110), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindviehbestande des Bauern A. Krüger in Ahrensfelde ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 15. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. Krüger.

    Bekanntmachung.
    Am 12. d. Mts. ist in Ahrensfelde eine Damen-Handtasche gefunden worden. Der Verlierer wird hierdurch aufgefordert, seine Eigenthumsansprüche binnen drei Monaten geltend zu machen.
    Mehrow, den 15. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. Krüger.

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindviehbestande des Bauern Aug. Bredereck in Eiche ist erloschen.
    Mehrow, den 16. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. Krüger.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 23. September 1892 (No. 112), Amtlicher Theil, gekürzt

    Tableau für die Herbst-Controllversammlungen 1892 im Kreise Niederbarnim
    Ort, in welchem die Versammlung abgehalten wird: Marzahn
    Tag: 1.11.92, Stunde: 9 Uhr Vorm.
    Bezeichnung der Mannschaften, welche zu erscheinen haben: Die Reservisten, die Dispositionsurlauber, die zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften und die Halbinvaliden der Jahrgänge 1885 bis 1892 aus:
    Eiche, Hellersdorf, Marzahn, Hohen-Schönhausen, Ahrensfelde, Falkenberg und Wartenberg
    Ort, in welchem die Versammlung abgehalten wird: Alt-Landsberg
    Tag: 1.11.92, Stunde: 2 Uhr Nachm.
    Bezeichnung der Mannschaften, welche zu erscheinen haben: Desgleichen aus:
    Bollensdorf, Eggersdorf, Hönow, Alt-Landsberg (Stadt und Amt), Mehrow, Neuenhagen, Krummensee und Seeberg
    Ort, in welchem die Versammlung abgehalten wird: Bernau (Landbezirk)
    Tag: 10.11.92, Stunde: 12 Uhr Mitt.
    Bezeichnung der Mannschaften, welche zu erscheinen haben: Desgleichen aus:
    Löhme, Börnicke, Schönow, Zepernick, Seefeld, Blumberg (Dorf und Gut), Birkholz, Schwanebeck und Lindenberg
    Berlin, den 14. September 1892.   Königliches Bezirks-Commando Bernau

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindviehbestande des Bauern C. Kirschbaum zu Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 20. September 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 25. September 1892 (No. 113), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindviehbestande des Bauern Friedrich Bredereke in Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Da die qu. Seuche in Eiche eine größere Ausdehnung angenommen hat, wird dieser Ortschaft der Verkehr mit Wiederkäuern und Schweinen untersagt und von heute an die Ortssperre für Eiche angeordnet.
    Mehrow, den 21. September 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 25. September 1892 (No. 113), Anzeigen

    Dominium Blumberg hat noch trockenes kiefern Knüppelholz und trockene kiefern Reiser abzugeben. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 30. September 1892 (No. 115), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuchen unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers A. Grün zu Blumberg ist erloschen, und wird die angeordnete Gehöftssperre aufgehoben.
    Blumberg, den 28. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 2. October 1892 (No. 116), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Cossäth Carl Hamann zu Blumberg ist erloschen und wird die Gehöftssperre aufgehoben.
    Blumberg, den 29. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 2. October 1892 (No. 116), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 28. September 1892. ... [2]
    10) Der Knecht Anton W. zu Hönow ließ sich im Februar d. Js. von seinem Dreschherrn 18 Mk. geben, um sich Sachen anzuschaffen, verschwand jedoch an demselben Tage auf Nimmerwieder­sehen. Wegen Betruges angeklagt, wird W. zu 30 Mk. Geldstrafe ev. 6 Tagen Gefängniß verurtheilt.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 5. October 1892 (No. 117), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter den Rindviehbeständen des Bauern A. Klus und der Halbbauer-Wittwe Lindenberg in Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 30. September 1892.   Der Amts-Vorsteher. Krüger.

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindvieh des Ackerbürgers Wilhelm Keisdorf in Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 2. October 1892.   Der Amts-Vorsteher. Krüger.

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche unter dem Ochsenbestande des Rieselgutes Hellersdorf ist erloschen und die Sperre aufgehoben.
    Mehrow, den 3. October 1892.   Der Amts-Vorsteher. Krüger.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 12. October 1892 (No. 120), Anzeigen, gekürzt

    Am Sonnabend, den 8. October, nachmittags 1 Uhr entschlief nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Onkel und Schwager, der Altsitzer und Lehngutsbesitzer Carl Gahtow im 80. Lebensjahre.
    Lindenberg, 10. October 1892.   Die trauernden Hinterbliebenen. ... [2]

    Verkauf einer Windmühle und Bäckerei.
    Das zum Nachlasse des Mühlenbesitzers Dahle gehörige, im Dorfe Seefelde, Kreis Niederbarnim, belegene Grundstück, auf dem Bäckerei und Müllerei betrieben wird, soll zum Zwecke der Erbtheilung öffentlich meistbietend versteigert werden. Das Grundstück liegt drei Meilen von Berlin an der Chaussee, hat eine Größe von 77 ar 10 qm und besteht aus einer Bockwindmühle, Wohnhaus, Stallungen, Scheune, Garten und Wiese. ... [2]

    Wagen-Verkauf.
    Ein gebr. gut erhaltener Federwagen mit Kasten, Sitzbank und Verdeck, auch ohne Verdeck, steht zum Verkauf beim Schmiedemeister Grün, Blumberg.
    Auch verlangt derselbe zum 2. Januar ein Hausmädchen. [2]

    Ich beabsichtige mein in Lindenberg belegenes Grundstück mit ca. 6 Morgen Gartenland, welches direct an der Dorfstraße grenzt, sowie ca. 6 Morgen Ackerland zu verkaufen. Das Grundstück eignet sich sehr gut für Gärtnerei. Näheres bei August Wolter, Lindenberg. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 14. October 1892 (No. 121), Kreis-Nachrichten

    Blumberg. (O.-B.) Vor einigen Tagen fand man in der herrschaftlichen Forst hierselbst die fast schon verweste Leiche eines Mannes, der sich erhängt und später zur Erde gefallen war. Der Todte ist ein Arbeiter aus Wartenberg, der schon seit dem Mai d. J. vermißt worden. Arbeitsgeräthe sowie ein Kober lagen bei der Leiche, auch etwas Geld wurde bei derselben gefunden. Merkwürdiger Weise war die Leiche sonst unversehrt, und ist anzunehmen, daß sie noch nicht lange an der Erde gelegen und daß das Handwerkzeug, Hut und Kober Füchse und Vögel bisher ferngehalten. - Es ist das seit Kurzem der zweite derartige Fall hierselbst. Vor einigen Wochen erhängte sich ein hiesiger Arbeiter in einem Gebüsch in der Nähe des Parkes. Der Mann war ein fleißiger Arbeiter in den besten Jahren, hatte zwar eine ziemlich starke Familie, lebte jedoch in ganz geordneten, nicht dürftigen Verhältnissen. Als Grund für den unglückseligen Schritt nimmt man eine ererbte Anlage an, sein Großvater hat auf dieselbe Weise geendet.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 21. October 1892 (No. 124), Amtlicher Theil, gekürzt

    Bekanntmachung
    betreffend anderweitige Festsetzung des ortsüblichen Tagelohnes gewöhnlicher Tagearbeiter
    Gemäß II Nr. 6 der ministeriellen Anweisung zur Ausführung des Krankenversicherungsgesetzes vom 10. Juli 1892 ... bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß als Geldbetrag für den ortsüblichen Tagelohn gewöhnlicher Tagearbeiter die bisher gültige Festsetzung vom 1. Januar 1893 ab folgende Abänderung erleidet:
    Kreis Niederbarnim:
    1. für die Gemeinde und Gutsbezirke der Amtsbezirke Lichtenberg, Stralau, Rummelsburg, Weißensee, Pankow und Reinickendorf:
  • männliche / weibliche Arbeiter über 16 Jahre: 2,50 / 1,25 Mk., unter 16 Jahre: 1,00 / 0,75 Mk.
    2. für die Gemeinde- und Gutsbezirke der Amtsbezirke Friedrichsfelde, Ober-Schöneweide, Cöpenick-Forst, Biesdorf, Dahlwitz, Friedrichshagen, Nieder-Schönhausen, Blankenfelde, Französisch-Buchholz, Dalldorf und Tegel:
  • männliche / weibliche Arbeiter über 16 Jahre: 2,00 / 1,00 Mk., unter 16 Jahre: 0,90 / 0,70 Mk.
    3. für die Städte Bernau, Oranienburg, Liebenwalde und Alt-Landsberg und die Gemeindebezirke Sachsenhausen, Schönerlinde und Neuholland, sowie den Gutsbezirk Amt Oranienburg:
  • männliche / weibliche Arbeiter über 16 Jahre: 1,75 / 1,00 Mk., unter 16 Jahre: 0,90 / 0,70 Mk.
    4. für den übrigen Theil des Kreises:
  • männliche / weibliche Arbeiter über 16 Jahre: 1,50 / 0,80 Mk., unter 16 Jahre: 0,70 / 0,50 Mk.
    Diese Festsetzung gilt vorbehaltlich eines durch die Verhältnisse etwa schon früher gebotenen Revision bezw. Abänderung vorläufig bis zum letzten December 1902.
    Potsdam, den 28. September 1892.   Der Regierungs-Präsident.


  • Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 23. October 1892 (No. 125), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 19. October 1892. ... [2]
    2) In der Schnapslaune fingen am 19. Mai d. Js. die beiden Knechte Johann M. und Albert M. zu Hönow mit dem Knechte N. Streit an und prügelten denselben gemeinschaftlich durch. Johann M. machte hierbei von seinem Messer Gebrauch und brachte dem N. eine Kopfwunde bei. Wegen Körperverletzung angeklagt, werden dem geständigen Johann M. 2 Monate, dem gleichfalls geständigen Albert M. unter Zubilligung mildernder Umstände 14 Tage Gefängniß zudictirt.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 26. October 1892 (No. 126), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindvieh des Kossäthen Gebert in Ahrensfelde ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Mehrow, den 24. October 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 26. October 1892 (No. 126), Kreis-Nachrichten, gekürzt

    Blumberg: Am Donnerstag, den 20. d. M. verstarb hierselbst einer der zuverlässigsten, fleißigsten und treuesten Arbeiter, H. Dahle, im Alter von 36 Jahren eines plötzlichen Todes. Abends um 6 Uhr kam D. mit einer Fuhre Holz von Seefeld her in die Nähe des Schloßparkes. Nachdem er eine Strecke neben dem Wagen hergegangen, wollte er wieder aufsteigen, hierbei muß er zu Falle gekommen sein, und sind ihm die Räder quer über die Brust gegangen, so daß der Tod fast unmittelbar darauf eintrat. Der Verstorbene hinterläßt außer der Wittwe und der von ihm mit­versorgten kranken Schwiegermutter 3 ganz kleine Kinder. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 28. October 1892 (No. 127), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche unter den Rindviehbeständen des Bauern Krüger in Ahrensfelde, Gottlieb Giese, Kossäth Grunow und Bauern Kirschbaum in Eiche ist erloschen.
    Mehrow, den 25. October 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 30. October 1892 (No. 128), Anzeigen

    Für die bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Albert Koch uns von allen Seiten bewiesene herzliche Theilnahme, auch für die zahlreich gespendeten Grabkränze, sowie besonders dem Herrn Pastor Braune in Lindenberg für die so trostreichen Worte am Grabe des Entschlafenen sagen ihren herzlichsten Dank
    Die trauernden Hinterbliebenen: D. Koch und Familie.
    Lindenberg, den 28. October 1892. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 2. November 1892 (No. 129), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers Rauch zu Hönow ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Neuenhagen, den 28. October 1892.   Der Amts-Vorsteher Dotti. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 2. November 1892 (No. 129), Kreis-Nachrichten

    Malchow. Am Freitag wurde vor dem Schwurgericht II zu Berlin gegen den Dienstknecht Rohr von hier verhandelt. Derselbe hatte am Abend des 14. August d. Js., als er mit seiner Braut und deren Freundin aus einer Versammlung nach Hause ging, einen Wortwechsel mit dem Dienstknecht Priebe, der seine Braut durch unpassende Redensarten beleidigte und schließlich umarmen wollte. Priebe folgte den dreien auf dem Heimwege und stellte sich dem Rohr in den Weg. Die Mädchen entflohen und Rohr, in der Meinung, daß sein Gegner zum Messer greife, brachte diesem mit seinem Taschenmesser einen Stich in die Brust bei, wodurch er schwer verletzt zusammenbrach und bald darauf verstarb. Rohr behauptete, in der Nothwehr gehandelt zu haben und da Priebe ein Mensch war, der wegen Körperverletzung bereits dreimal und zwar zu zwei Monaten, 1 Jahr und 2 Jahren Gefängniß vorbestraft gewesen, so nahmen die Geschworenen an, daß Rohr in der Furcht gehandelt und billigten ihm mildernde Umstände zu, worauf der Gerichtshof auf 2 Jahre Gefängniß erkannte.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 2. November 1892 (No. 129), Anzeigen

    Bekanntmachung.
    Als gefunden sind hier abgegeben: 1 Paar Herren-Gummizug-Schuhe, 1 schwarze Ledertasche, enthaltend: zwei Fleischermesser, 1 Stahl, 1 Wachstock, 2 Schachteln Zündhölzer, 1 kleinen runden Spiegel, sowie 1 alte Pferdedecke.
    Die rechtmäßigen Eigenthümer vorstehender Sachen wollen ihre Ansprüche innerhalb drei Monaten bei dem hiesigen Amt geltend machen.
    Blumberg, den 26. October 1892.   Der Amts-Vorsteher. [2]

    Auction.
    Am Mittwoch, den 7. November cr., Morgens 9½ Uhr werde ich auf meinem Grundstück in Blumberg das sämtliche lebende und todte Inventarium, als: 1 Pferd, 4 Wagen, 4 Eggen, 2 Pflüge, 2 Schlitten, 1 Grubber, 1 Hobelbank mit Handwerkszeug, sämmtliches Schlächter-Handwerkszeug, Möbel und verschiedene andere Gegenstände öffentlich freiwillig verkaufen
    B. Gassmann. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 4. November 1892 (No. 130), Kreis-Nachrichten

    Ahrensfelde. (O.-B.) Der 31. October wurde im hiesigen Dorfe festlich begangen und gestaltete sich besonders für die Kinder zu einem Freudenfest. Nachdem der Tag durch das Läuten der Glocken von 12 bis 1 Uhr Mittags geweiht war, zogen die Schulkinder in Begleitung ihres Lehrers, sowie der Kirchen- und Schulvorsteher nach dem inmitten des Dorfes gelegenen Festplatz, auf welchem im Jahre 1883 zur 400jährigen Jubelfeier Dr. Martin Luthers von einem hiesigen Freunde der Reformation, dem Altsitzer und Kirchenältesten Herrn Junghanß eine Eiche gepflanzt wurde. Dort hatte sich schon ein größeres Publikum aus Mitgliedern des Dorfes eingefunden, und nach dem Choral „Ein' feste Burg ist unser Gott“ hielt Herr Lehrer Strobach nun eine Ansprache, in welcher er, auf die Bedeutung des Tages hinweisend, Luther als Reformator, als Christ und als echt deutschen Mann feierte. Hieran schließend trugen die Kinder Gedichte aus Luthers Leben und Lehre vor. Danach wurden die Kinder im Saale des Herrn Hase mit Kaffee und Kuchen bewirthet und blieben mit ihren Eltern bei fröhlichem Spiel und Tanz bis zum Abend vereint. Herr Junghanß hatte sich ein Vergnügen daraus gemacht, auch den Kirchen-, Schul- und Ortsvorstand und deren Frauen mit Kaffee und Kuchen zu traktiren. Zum Schluß brachten die Kinder ein begeistertes Hoch auf den Veranstalter des Festes aus, wofür derselbe freudig dankte.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 6. November 1892 (No. 131), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers Wilhelm Brederecke zu Blumberg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und die Gehöftssperre angeordnet.
    Blumberg, den 5. November 1892.   Der Amts-Vorsteher. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 11. November 1892 (No. 133), Amtlicher Theil

    Personal-Chronik.
    Der Bauerngutsbesitzer Karl Haase in Ahrensfelde ist als Schiedsmann, der Bauerngutsbesitzer Karl Wegener als Schiedsmanns-Stellvertreter für den Schiedsmannsbezirk Nr. 33, bestehend aus Gemeinde und Gut Mehrow, sowie Gemeinde Ahrensfelde, verpflichtet worden. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 11. November 1892 (No. 133), Anzeigen

    Die General-Versammlung der Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Ahrensfelde findet am Sonntag, den 20. November 1892, Nachmittags 3 Uhr im Gasthof des Herrn Hase - Ahrensfelde statt.
    Tages-Ordnung:
    1. Wahl von 3 Ausschußmitgliedern zur Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres
    2. Genehmigung einer Zulage für den Kassenführer Herrn Krüger
    3. Verschiedenes
    Der Vorstand. Lehmann. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 13. November 1892 (No. 134), Anzeigen

    Am Vieh- und Jahrmarktstage: Damenbedienung.
    Paul Eggert, Restaurateur, Breitestr. 280. [Bernau] [2]

    Die Lindenberger Reservisten, welche am 10. November Bernau ohne Erlaubniß verließen, haben beim Gastwirth G. K. in Lindenberg ein Achtel Bier zum Besten gegeben.
    W.B. H.M. W.St. A.G. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 13. November 1892 (No. 134), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Bericht über die Sitzung des landwirthschaftlichen Vereins für Bernau und Umgegend vom 9. November 1892. ...
    Für die neunte ordentliche Generalversammlung des landwirthschaftlichen Provinzial-Vereins ... wird kein Vertreter gewählt, wohl aber werden zu der im December d. J. in Berlin stattfindenden Provinzialversammlung als Abgeordnete bestimmt: 1) der Schriftführer Herr Engel, 2) der Gemeindevorsteher Herr W. Grün zu Blumberg und 3) der Bauerngutsbesitzer Herr Noack zu Blumberg. - Hierauf erfolgte mittelst Abstimmungszettel die Aufnahme der Herren a) Bauernguts­besitzer Fritz Ebel zu Lindenberg, ... Im Anschluß ... theilt der Vorstand mit, daß die Herren ... sowie Herr Bauerngutsbesitzer Koch zu Lindenberg ihren Austritt aus dem Verein angezeigt haben, dagegen haben ihre Aufnahme beantragt die Herren Bauerngutsbesitzer August Lehmann zu Lindenberg, ...
    Zur Prämierung für die Decembersitzung werden durch Vereinsbeschluß folgende Dienstboten bestimmt: 1) der Knecht Emil Robin, 11 Jahre im Dienst beim Bauerngutsbesitzer Westphal zu Blumberg, bereits zweimal prämiirt; ... 6) die Magd Bertha Schojan, geb. 6. Septbr. 1872 zu Ahrensfelde, seit dem 1 April 1887 im Dienst bei dem Gutsbesitzer Carl Haase daselbst und 7) die Magd Rosine Müller, geb. 20. April 1854 zu Strumiang, seit dem 1. Januar 1878, also 14 Jahre lang im Dienste bei dem Bauerngutsbesitzer Lehmann zu Ahrensfelde, bereits 3mal prämiirt. ... [2]

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 9. November 1892. ... [2]
    6) In der Betrugssache gegen den Zimmermann Friedrich R. zu Blumberg und den Milchhändler Wilhelm R. zu Neu-Weißensee wird die Verhandlung vertagt, um noch weitere Beweismittel zu beschaffen.
    11) Der Knecht Emil Sch. zu Hönow, welcher der mit ihm dienenden Minna G. 8 Mark gestohlen hat, wird mit 10 Tagen Gefängniß bestraft.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 16. November 1892 (No. 135), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindvieh des Kossäthen C. Mette zu Hönow ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Neuenhagen, den 14. December 1892.   Der Amts-Vorsteher Dotti. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 16. November 1892 (No. 135), Anzeigen

    Zur General-Versammlung der Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Ahrensfelde.
    Im Anschluß an meine Kreisblatt-Bekanntmachung bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß während der auf Sonntag, den 20. November cr., Nachmittags 3 Uhr anberaumten General-Versammlung der Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Ahrensfelde auch noch eine Umarbeitung der Kassenstatuten stattfinden wird. Der Vorstand. Lehmann. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 18. November 1892 (No. 136), Kreis-Nachrichten, gekürzt

    Bernau. Kreistagssitzung vom Mittwoch, den 16. November d. Js. ...
    1) Die Vorlage des Kreis-Ausschusses vom 26. October über die Erbauung einer Kreis-Chaussee von der Rummelsburg-Cöpenicker Kreis-Chaussee (bei Ober-Schöneweide) nach Friedrichsfelde und Marzahn wurde genehmigt. ...
    13) Ferner wurden in die Chaussee-Commission gewählt an Stelle des verstorbenen Ritterguts­besitzers Schrobsdorf der Herr Kreistagsabgeordnete Hörnicke zu Hönow, ... [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 23. November 1892 (No. 138), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers Wilhelm Bredereke zu Blumberg ist erloschen und wird die Gehöftssperre aufgehoben.
    Blumberg, den 21. November 1892.   Der Amts-Vorsteher Ziegner. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 25. November 1892 (No. 139), Anzeigen, gekürzt

    Bekanntmachung.
    Am Sonntag, den 4. December 1892, Nachmittags 2 Uhr findet hierselbst im Gasthofe des Herrn Heckmann eine General-Versammlung der Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Neuenhagen, Hönow und Seeberg statt. ...
    Neuenhagen, den 21. November 1892.   Der Vorstand. Gärtner. [2]

    Ein braunbunter Jagdhund hat sich angefunden und kann vom Eigenthümer gegen Erstattung der Kosten abgeholt werden bei W. Hase, Gastwirth, Ahrensfelde. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 27. November 1892 (No. 140), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 23. November 1892. ... [2]
    2) Der Dienstknecht Hermann M. hierselbst, welcher eines Abends auf der Straße mit Kartoffeln geworfen hat, erhält hierfür 5 Mk. Geldstrafe ev. 1 Tag Haft.
    11) der Dienstknecht Theodor P. zu Eiche ist angeklagt, seinen beiden Mitknechten mehrere Kleidungs- und Wäschestücke, 1 Uhr und 63 Mk. baares Geld gestohlen zu haben. Ihn trifft dafür eine Gefängnißstrafe von 4 Monaten.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 30. November 1892 (No. 141), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Kossäthen Gebert zu Ahrensfelde ist erloschen.
    Mehrow, den 25. November 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]

    Bekanntmachung.
    Die Maul- und Klauenseuche unter den Rindviehbeständen der Ortschaften Ahrensfelde und Eiche ist erloschen und wird hiermit die Sperre aufgehoben.
    Mehrow, den 27. November 1892.   Der Amts-Vorsteher Krüger. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 2. Dezember 1892 (No. 142), Anzeigen

    Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Ahrensfelde.
    Sonntag, den 11. December d. Js., Nachmittags 3 Uhr findet im Saale des Herrn Hase zu Ahrensfelde eine außerordentliche General-Versammlung statt.
    Tagesordnung:
    1. Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern.
    2. Beschlußfassung über die Wohnungsangelegenheit des Herrn Doctors.
    Der Vorstand. Lehmann. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 4. Dezember 1892 (No. 143), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 30. November 1892. ... [2]
    4) Der Knecht Hermann G. zu Hönow hat sich wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten, weil er den Meier B. mit einem Stocke geschlagen hat. Ihn trifft, da er wegen eines gleichen Vergehens schon vorbestraft ist, eine dreimonatliche Gefängnißstrafe.
    9) Der Nachtwächter Sch. zu Mehrow hörte in der Nacht auf der Dorfstraße lauten Scandal, der aus einem Arbeiterhause des Gutes kam. Als er dasselbe betrat, um die Ruhe herzustellen, wurde er von dem Knecht August H. thätlich angegriffen. Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt, wird August H. für schuldig befunden und unter Zubilligung mildernder Umstände zu 20 Mk. Geldstrafe ev. 4 Tagen Gefängniß verurtheilt.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 11. Dezember 1892 (No. 146), Anzeigen

    Nach Gottes unerforschlichem Rathschluss entschlief nach langem Leiden am Freitag früh 8 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater u. Schwiegervater, der
    Altsitzer Gottlieb Keissdorff im 75. Lebensjahre.
    Dies zeigen mit der Bitte um stille Theilnahme tiefbetrübt an. Die trauernden Hinterbliebenen.
    Blumberg, 9. December 1892.
    Die Beerdigung findet am Montag, Nachmittag 2 Uhr vom Trauerhause aus statt. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Mittwoch, den 14. Dezember 1892 (No. 147), Amtlicher Theil

    Bekanntmachung.
    Unter dem Rindvieh des Kossäthen A. Flöricke zu Hönow ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
    Neuenhagen, den 9. December 1892.   Der Amts-Vorsteher Dotti. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 16. Dezember 1892 (No. 148), Anzeigen

    Danksagung.
    Allen denen, welche meinem lieben Mann und unserm guten Vater die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere dem Herrn Prediger Blasche für die trostreichen Worte am Grabe des Entschlafenen, auch für die vielen Kranzspenden sagen wir unsern herzlichsten Dank.
    Blumberg, den 13. December 1892. Ww. Keisdorf nebst Kindern. [2]


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 18. Dezember 1892 (No. 149), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 14. December 1892. ... [2]
    8) Der Zimmermann Friedrich R. zu Blumberg stellte zu Anfang des Jahres 1891 den Antrag auf Gewährung der Altersrente und überreichte zu diesen Zweck unter Anderem drei Arbeits­bescheinigungen seines Sohnes, des Milchhändlers Wilhelm R. zu Neu-Weißensee, in denen bescheinigt war, daß Friedrich R. im November und December 1889, sowie in den ersten drei Monaten des Jahres 1890 bei ihm als Zimmermann gegen 2 Mk. Tagelohn und freie Kost beschäftigt gewesen sei. Angestellte Ermittlungen ergaben, daß Friedrich R. während dieser Zeit bei seinem Sohne in der Wirthschaft geholfen hat, daß aber eine Lohnvereinbarung erst getroffen war, als der Antrag auf Altersrente gestellt wurde. In Folge dessen ist gegen Wilhelm R. wegen versuchten Betruges, gegen Friedrich R. wegen Beihilfe hierzu Anklage erhoben. Nach längerer Verhandlung erkennt der Gerichtshof, entgegen dem Antrag des Amtsanwalts, auf Freisprechung, mit der Motivirung, daß nach Ansicht des Gerichtshofes thatsächlich ein Arbeitsverhältniß zwischen Vater und Sahn bestanden habe.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Sonntag, den 25. Dezember 1892 (No. 152), Nichtamtlicher Theil, gekürzt

    Schöffengerichts-Sitzung zu Alt-Landsberg am 21. December 1892. ... [2]
    12) Wegen nächtlichen Eindringens in ein fremdes Gehöft zu Hönow hat sich der Knecht Johannes R. zu verantworten. Er ist geständig und erhält, da er zur Zeit eine zweimonatige Gefängnißstrafe hier verbüßt, eine Zusatzstrafe von 2 Tagen Gefängniß.


    Niederbarnimer Kreisblatt, Freitag, den 30. Dezember 1892 (No. 154), Anzeigen

    In der Nacht vom 20. zum 21. d. M. ist mir ein schwarzer Ziehhund mit weißer Brust und weißen Vorderpfoten (auf den Namen „Leo“ hörend) entlaufen.
    Gegen Zurückerstattung der Futterkosten abzugeben bei A. Salemann, Lindenberg. [2]

    Veränderung halber verkaufe ich meine gangbare
    Böttcherei mit allen Werkzeugen und Holzvorräthen.
    F. Schubert, Blumberg bei Bernau. [2]


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