Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Bernau) von 1928 (75. Jahrgang),
gefunden im Zeitungsarchiv der Staatsbibliothek (Westhafen)



Niederbarnimer Kreisblatt, 29. Januar 1928, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Ein Sittlichkeitsattentat wurde gestern abend gegen 7 Uhr auf die Expedientin S. verübt, die sich auf dem Wege nach Ahrensfelde befand. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Februar 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt

Ahrensfelde. Der Krieger- und Landwehrverein kann in diesen Tagen auf ein 50 jähriges Bestehen zurück blicken. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 28. Februar 1928, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Die "Frauenhilfe" Blumberg feierte kürzlich ihr 25. Stiftungsfest im Lokal von Ebel. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 29. Februar 1928

Gegen den Abschuß geschützter Vögel.
Der Preußische Landesjagdverband teilt mit: Es mehren sich die Fälle, in denen Seeadler, Schwäne und Trappen, die sämtlich für das ganze Jahr (mit Ausnahme des Trappenhahnes im März) unter Schutz gestellt sind, abgeschossen werden. Dieser verbotene Abschuß wird als Uebertretung der einschlägigen Polizeiverordnungen bestraft, außerdem neuerdings auch noch gemäß einer Kammergerichtsentscheidung als Vergehen nach § 292 Strafgesetzbuchs wegen Wilddiebstahls.
Es sind geschützt: Der Seeadler und der Höckerschwan durch Ministerialverordnung vom 30. Mai 1921, der Singschwan und der Zwergschwan durch Ministerialpolizeiverordnung vom 13. Juni 1922, der Großtrappe durch Ministerialpolizeiverordnung vom 24. Juli 1923 (nur der Hahn ist im Monat März frei) und der Zwergtrappe durch Ministerialverordnung vom 30. Mai 1921.
Zur Vermeidung von Irrtümern wird künftig auf den Jagdscheinen die Trennung zwischen Schon- und Schutzzeiten aufgegeben werden, beide Zeiten werden zusammen aufgeführt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 16. März 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Die Aufnahme der Schulneulinge findet am Dienstag den 20. März im Schulhause statt. Schulpflichtig werden alle Kinder, die bis zum 30. Juni ihr 6. Lebensjahr vollendet haben, die also vor dem 30. Juni 1922 geboren sind. Tauf- und Impfscheine sind bei der Anmeldung mitzubringen. Bei dieser Gelegenheit sei gleichzeitig darauf hingewiesen, daß es sich nicht empfiehlt, bei der Schule die Aufnahme von Kindern zu beantragen, die noch nicht das schulpflichtige Alter erreicht haben, die also nach dem 30. Juni 1922 geboren sind. Diese Kinder sind, auch wenn sie körperlich kräftig erscheinen, in geistiger Hinsicht den Anforderungen der Schule meistens noch nicht gewachsen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 18. März 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. Die Anmeldung der Schulneulinge für unsere Gemeinde findet am Mittwoch den 21. März in der Zeit von 3 bis 5 Uhr nachmittags statt. Schulpflichtig werden alle Kinder, die bis einschließlich 30. Juni dieses Jahres 6 Jahre alt werden. Bei der Anmeldung sind Tauf- und Impfschein vorzulegen.

Ahrensfelde. Die Fortbildungsschule hat am Freitag den 16. März ihre Pforten für ein halbes Jahr geschlossen. Sie wurde in diesem Jahr von 20 Schülern besucht, wovon 11 in landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigt sind, während 9 Schüler ein Handwerk erlernen. Gelegentlich der Revision der Fortbildungsschule durch Schulrat Hoppe wurde festgestellt, daß das Interesse der Schüler am Unterricht und auch die Disziplin sich gegen das Vorjahr gebessert haben.

Ahrensfelde. Der Gottesdienst am kommenden Sonntag fällt aus. Am Sonntag, den 28. März findet der Gottesdienst wegen der Einsegnung in Hönow schon um 8 Uhr früh statt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 22. März 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Der Landwehrverein Mehrow hielt am Sonnabend im Lokale Raetz seine Märzversammlung ab. Der 2. Vorsitzende, Kamerad Schwarz, eröffnete die Versammlung. Gleichzeitig übermittelte er dem Verein die besten Grüße von dem Kameraden Meißner, dem erkrankten 1. Vorsitzenden.
Nach der Verlesung der letzten Niederschrift und der Einziehung der Monatsbeiträge erstattete Kamerad Schwarz Bericht über die Gruppentagung in Neuenhagen und über den Kreis-Krieger-Verbandstag in Berlin. Er führte u.a. aus, daß man auf dem Kreis-Verbandstage im Allgemeinen die Organisation und das Verhalten des Kriegervereins Ladeburg verurteilt habe. Wie erinnerlich hat in Ladeburg ein Kind auf dem Schießstande des Kriegervereins durch einen Querschläger ein Auge verloren. Der Verein, der nicht versichert war, ist zur Zahlung von 5000 RM verurteilt worden und wendet sich nun hilfesuchend an die Kameradenvereine. Ueber den "Fall Ladeburg" entspann sich eine erregte Debatte. Einige Kameraden sprachen sich gegen eine Unterstützung aus. Kamerad Köppe forderte den Verein auf, kameradschaftlich zu denken und zu handeln, um dem in Not geratenen Bruderverein hilfreich zur Seite zu stehen. Auch die Kameraden Teschke und Wiedenhöft sprachen sich für eine Unterstützung des Ladeburger Vereins aus. Nach längerer Debatte, in der auch zur Aussprache kam, daß der Kriegerverband Groß-Berlin nur 50 RM nach Ladeburg gesandt hätte, wurde der Antrag des Kameraden Teschke angenommen, der eine Unterstützung aus der Vereinskasse forderte.
Unter Punkt "Verschiedenes" verlas der Versammlungsleiter zunächst die wichtigsten Stellen aus dem Parolebuch über die Flaggenfrage und über das Versicherungswesen im Kriegerverbande. Als über den Verlauf des letzten Vergnügens gesprochen wurde, gab Kamerad Köppe dem Schriftführer die Anregung, dem Verein von jedem Vergnügen einen schriftlichen Bericht vorzulegen. Kamerad Pose forderte vom Vorstand den Bau des Kriegerdenkmals in die Wege zu leiten. Da über diese Frage keine Einigung zu erzielen war, wurde die weitere Aussprache darüber vertagt. Um 11 Uhr schloß Kamerad Schwarz die Sitzung mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland.


Niederbarnimer Kreisblatt, 31. März 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Eine Sitzung der Gemeindevertretung fand am 27. März statt. Nach Feststellung der Beschlußfähigkeit verlas Gemeindevorsteher Meißner die Verfügung des Kreisausschusses über die Erhöhung der Fürsorgerichtsätze vom 30. Januar 1928, wonach die Bezüge der Empfänger einer allgemeinen Wohlfahrts-(Armen-)Unterstützung, der Sozial- und Kleinrentner vom 1. Januar ab um 20 Prozent erhöht werden sollen. Nach längerer Aussprache über die Auswirkung dieser Verfügung in der Gemeinde Mehrow wurde der Gemeindevorsteher ermächtigt, bei dem nächsten Zahlungstermin nach neuen Richtsätzen zu verfahren.

Mehrow. Der Schulvorstand trat am Dienstag abend zu einer kurzen Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stand die Auflassung der neu festgesetzten Schulgrenze. Da die Regierung zu Potsdam ihre Genehmigung zu der Neufestsetzung der Grenze zwischen dem Schulgrundstück und dem benachbarten Besitz des Rittergutes Mehrow bereits erteilt hat, wurde der Schulverbands-Vorsteher Meißner durch einstimmigen Beschluß bevollmächtigt, gemäß dem Beschlusse vom 19. Dezember 1927 die zur Auflassung erforderlichen Erklärungen abzugeben bzw. entgegenzunehmen. Unter Punkt "Verschiedenstes" wurde beschlossen, den schadhaften Zaun des Schulgartens in den nächsten Wochen ausbessern zu lassen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 4. April 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Schulentlassung und Neueinschulung haben die Mehrower Schülerzahl nicht wesentlich beeinflußt Es wurden in diesem Jahre 9 Kinder entlassen und zwar 5 Mädchen und 4 Knaben. Zur Aufnahme sind 7 Mädchen und 1 Knabe angemeldet.


Niederbarnimer Kreisblatt, 11. April 1928, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Feueralarm ertönte am 6. April 1.45 Uhr in unserem Ort. Die Wehr wurde nach der Gräfl. Arnimschen Gutsverwaltung gerufen, wo ein Brand in der Brennerei in der 2. Etage aus bisher noch nicht festgestellter Ursache ausgebrochen war. Durch das schnelle Eingreifen der Wehr gelang es, das Feuer nach kurzer Zeit zu löschen. Zum ersten Mal trat die Feuerspritze in Tätigkeit, die sich vorzüglich bewährte. Um 3.30 Uhr rückte die Wehr wieder ab. Eine Brandwache blieb zurück.


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. April 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Der Landwehrverein tagte am Sonnabend im Lokal von Meißner. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch den Vorsitzenden wurde die letzte Niederschrift verlesen und angenommen. Auch die Zahlung der Beiträge erledigte sich schnell.
Nach Klärung der Versicherungsbedingungen wurde beschlossen, die Vereinsfahne bei der Versicherungsanstalt des Kyffhäuserbundes gegen Diebstahl zu versichern, und zwar soll die Versicherungssumme 1000 RM betragen. Die Aussprache über die Versicherung des Vereins gegen Haftpflicht wurde sehr lebhaft geführt. Die Kameraden sprachen sich für und gegen die Versicherung aus. Zum Schluß der Debatte entschied sich die Mehrheit für eine Versicherung des Vereins. Ueber die Unfallversicherung der Mitglieder kam es zu keiner Einigung. Der Punkt soll zur weiteren Aussprache auf die nächste Tagesordnung gesetzt werden.
Die Teilnahme des Vereins an den Feierlichkeiten der Kyffhäuser-Jugendgruppen in Potsdam und Oranienburg wurde abgelehnt. Teilnehmen wird der Verein aber an dem am 27. April im Clou stattfindenden deutschen Abend des Kreiskriegerverbandes Niederbarnim. Das in herzlichen Worten gehaltene Dankschreiben des Kriegervereins Ladeburg für die vom Mehrower Verein gespendete Summe wurde vom Vorsitzenden verlesen.
Unter Punkt "Verschiedenes" wurde nach kurzer Aussprache beschlossen, die Wahl eines Kriegerdenkmals-Ausschusses und die Regelung der Pflege des Grabes des gestorbenen kriegsgefangenen Russen auf die nächste Tagesordnung zu setzen. Ein Mitglied forderte eine schriftliche Aufforderung an die säumigen Mitglieder, die Vereinssitzungen regelmäßiger zu besuchen.
Der nächste Punkt betraf die Nagelung der Fahne. Die Kameraden Misch und Schwarz hatten dem Verein zur Erinnerung an den eindrucksvollen Geburtstag des Reichspräsidenten einen Fahnennagel gestiftet. Der Vorsitzende, Ernst Meißner, sprach den beiden Spendern den Dank des Vereins aus. In der Festansprache forderte er auch weiterhin Treue zum Vaterlande und festes Zusammenhalten in kameradschaflichem Geiste. "Fest, wie ihr schlagt den Nagel ein, so fest soll unsere Kameradschaft sein." Die Ansprache endete mit einem dreifachen Hoch auf unser deutsches Vaterland. Darauf stimmte der Verein das Deutschlandlied an. Nun wurde das neue Schmuckstück an die Fahnenstange geheftet. Darauf war der offizielle Teil der Sitzung erledigt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. April 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt

Ahrensfelde. Der Deutsche Turnverein "Felsing" Ahrensfelde feierte am Sonnabend im Lokal des Tbr. Büttner sein 20. Gründungsfest im Kreise seiner Mitglieder und derer Angehörigen. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 13. Mai 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. Der Krieger- und Landwehrverein kann am 1. Juli auf ein 50jähriges Bestehen zurückblicken. Der Festausschuß hat in diesen Tagen die Festordnung und die Einladungen an eine große Zahl von Brudervereinen aus den Kreisverbänden Niederbarnim und Lichtenberg entsandt. Eingeleitet wird die Jubelfeier am Sonnabend den 30. Juni durch Zapfenstreich mit anschließendem Festkommers. Der Haupttag ist natürlich der Sonntag. Um 7 Uhr ist Wecken und im Anschluß daran Kranzniederlegung am Ehrenmal und Gottesdienst unter Beteiligung der Ortsvereine. Die Hauptfeier spielt sich in dem üblichen Rahmen am Nachmittag ab. Der Verbandsvorsitzende Kam. Ewig - Weißensee, hält die Festrede, auch der Ortsgeistliche, Pfarrer Benecke, wird sprechen.

Mehrow. Der Wahlsonntag ist in Mehrow ruhig verlaufen. Die Wahlzeit dauerte von 10 Uhr vorm. bis 5 Uhr nachm. Die Stimmliste enthielt 195 Wahlberechtigte, davon schritten zur Wahlurne 158, also etwa 82 Prozent. Vier Personen wählten mit Stimmscheinen, so daß im ganzen 162 Stimmen abgegeben wurden. 6 Stimmzettel für die Reichstagswahl waren unbeschrieben. Für die Landtagswahl waren 4 unbeschrieben und 1 ungültiger Stimmzettel abgegeben worden. Außerdem befanden sich in der Urne sechs leere Umschläge.


Niederbarnimer Kreisblatt, 22. Mai 1928

Ergebnisse der Reichstagswahl / Landtagswahl vom 20. Mai 1928 in Mehrow:
- Sozialisten (S.P.D.): 68 / 67,
- Deutschnationale (Dnat.): 50 / 48
- Zentrumspartei: - / -
- Volkspartei (D.V.P.): 7 / 7
- Kommunisten (K.P.D.): 24 / 23
- Demokraten: 1 / 4
- Wirtschaftspartei: 4 / -
- Nationalsozialisten: - / -
- U.S.P.D.: 2 / -


Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Juni 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Der Landwehrverein Mehrow beschloß in seiner Monatsversammlung am Sonntag den 1. Juli um 11.30 Uhr beim 1. Vorsitzenden zum Abmarsch nach Ahrensfelde anzutreten, um an der Feier des 50jährigen Bestehens des dortigen Krieger- und Landwehrvereins teilzunehmen. Die Besorgung des Fahnennagels bleibt dem Vorstande überlassen. Der Hauptpunkt der Tagesordnung war die Feier des 50jährigen Bestehens des Landwehrvereins. Der 1. Vorsitzende hatte dem Verein seine Festansprache, in der er viel Interessantes aus der Geschichte des Vereins zu erzählen wußte, übersandt. Nachdem dieselbe verlesen worden war, richtete der Versammlungsleiter noch einige Worte über Kameradschaft und Vaterlandsliebe an die Kameraden. Darauf wurde das Deutschlandlied angestimmt. Der sich anschließende Festkommers wurde so abwechslungsreich, daß die Zeit im Fluge dahinging. Die Reihe der Vorträge wurde unterbrochen durch alte Soldatenlieder aller Truppengattungen. Allen Teilnehmern wird dieser angenehme Abend noch lange in schöner Erinnerung bleiben.


Niederbarnimer Kreisblatt, 13. Juni 1928, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Die Ortsgruppe Berlin des Großvereins Generalfeldzeugmeister (ehem. Feldart. Regt. 3 Brandenburg a. H.) unternahm einen Familienausflug nach Blumberg, Bez. Potsdam. Von Ahrensfelde-Friedhof trafen zu Fuß gegen 12 Uhr über 200 Teilnehmer ein. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 21. Juni 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. Zur Elternbeiratswahl für die Gemeindeschule ist nur ein Wahlvorschlag eingereicht worden. Nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen erübrigt sich daher die Wahl. Nach dem eingegangenen Wahlvorschlag gelten somit als gewählt: 1. Ernst Bluhm, 2. Max Linthorst, 3. Berta Gorn, 4. Otto Lusche, 5. Albert Kühnke, 6. Paul Lange, 7. E. Zinn. Von den Gewählten gelten die ersten 5 als ordentliche Mitglieder des Elternbeirates, während die beiden letzten als Ersatzpersonen zu betrachten sind.


Niederbarnimer Kreisblatt, 29. Juni 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt

Ahrensfelde. Unser Ort rüstet für ein großes Fest. Am Sonnabend, den 30. Juni und Sonntag, den 1. Juli feiert der Krieger- und Landwehrverein Ahrensfelde 1878 sein 50. Stiftungsfest ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 30. Juni 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt

Ahrensfelde. Alle Hände regten sich, um unsern Ort für die 50. Jubelfeier des Krieger- und Landwehrvereins am Sonnabend und Sonntag festlich zu schmücken. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 15. Juli 1928, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Die Kolonie Birkholzaue, die über die Bahnstation Blumberg zu erreichen ist, feiert morgen, Sonntag das Fest ihres 25jährigen Bestehens. Durch den rastlosen Fleiß und den unermüdlichen Eifer der Siedler ist da im im Laufe des letzten Vierteljahrhunderts ein idyllisches Fleckchen Erde erschaffen worden, in dem kein Mensch die frühere Einöde vermuten kann. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 9. August 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Der Landwehrverein hielt seine Versammlung im lokale des Kameraden Meißner ab. Es wurde ein neues Mitglied aufgenommen. Der 1. Vorsitzende gab darauf einen kurzen Bericht über das Preisschießen und das Sommerfest des Vereins. Beide Veranstaltungen sind zur allgemeinen Zufriedenheit verlaufen und bei allen Teilnehmern noch in angenehmer Erinnerung. Infolge Ausscheidens des 2. Vorsitzenden war der Verein gezwungen, den Posten durch Neuwahl wieder zu besetzen. Nach längerer Aussprache wurde Kamerad Teschke zum 2. Vorsitzenden gewählt. Die dadurch freigewordene Stelle wurde durch Wahl des Kameraden Badtke wieder besetzt. Unter Punkt "Verschiedenes" wurde dem Schriftführer die Anregung gegeben, dem Verein einen kurzen schriftlichen Bericht über den Verlauf des Preisschießens und des Sommerfestes vorzulegen. Mit einem Hoch auf treue Kameradschaft schloß der 1. Vorsitzende die Sitzung.


Niederbarnimer Kreisblatt, 16. August 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. Der Reiterverein veranstaltet am kommenden Sonntag, 19. August, sein diesjähriges Bauernwettreiten. Ein reiches Programm wird auch diesmal seine Anziehungskraft nicht verfehlen, sind doch 10 bis 12 Rennen vorgesehen. Für 8 Flach- und Jagdrennen sowie ein Trabfahren sind die Nennungen geschlossen. Es reihen sich aber noch offene Galopprennen und offenes Trabfahren an, für die am Renntage auf dem Rennplatz noch Meldungen entgegengenommen werden. Die Rennen nehmen um 3 Uhr ihren Anfang.


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. August 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. In letzter Stunde weisen wir noch einmal auf das große Bauern-Wettreiten hin, das der nun schon fast 30 Jahre bestehende Reiterverein am morgigen Sonntag veranstaltet. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so steht wieder ein Massenbesuch zu erwarten. Verschiedene Voranmeldungen für die offenen Rennen und Trabfahrten sind bereits erfolgt. Alles andere ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. September 1928, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Ueber einen Zwischenfall, an dem drei auswärtige junge Leute und der Jagdpächter beteiligt waren, berichteten wir zu Anfang des vorigen Monats. Bekanntlich hatte der Jagdpächter auf zwei der jungen Leute geschossen, glücklicherweise, ohne zu treffen. Das Landratsamt hat dem Jagdaufseher nun den Jagdschein abnehmen lassen. Eine weitere Klärung dieser Angelegenheit wird die Gerichtsverhandlung bringen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 9. November 1928, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Der Sängerbund an der Wriezener Bahn, dem die Männer-Gesangsvereine von Werneuchen, Seefeld, Blumberg, Ahrensfelde, Falkenberg, Hohen-Schönhausen und Marzahn angehören, hielt am Sonntag unter Leitung seines Bundesvorsitzenden G. Matthes in Werneuchen seine statutenmäßige Hauptversammlung ab. Dabei wurde der verdienstvolle Bundeschormeister A. Kösterke - Berlin-Lichtenberg einstimmig weiter mit der musikalischen Führung des Bundes beauftragt. Das 10. Bundesfest soll Ende Juni 1929 in Marzahn gefeiert werden.


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. November 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt

Ahrensfelde. Der deutsche Turnverein "Felsing" veranstaltete ein Winterfest. Alle Abteilungen des Vereins eröffneten die Veranstaltung durch einen Einmarsch. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 17. November 1928, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Ein schwerer Unfall ereignete sich am Mittwoch nachmittag gegen 4 1/2 Uhr in der Berliner Straße. Ein Lastkraftwagen-Mitfahrer der Brauerei Löwen-Bömisch stürzte aus dem Anhänger und wurde von diesem überfahren. Trotz Zurufen des Publikums fuhr der Chauffeur in voller Fahrt weiter und bemerkte das Fehlen seines Begleiters erst kurz vor Ahrensfelde. Der Schwerverletzte wurde ins Bernauer Krankenhaus übergeführt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 5. Dezember 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. Der Reiterverein veranstaltete am Sonnabend im Lokal von Wilh. Dubick seinen herkömmlichen Reiterball. Die Festlichkeit nahm auch diesmal wieder einen glänzenden Verlauf.


Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Dezember 1928, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Der Schulvorstand und die Gemeindevertretung hielten am Donnerstag eine gemeinsame Sitzung ab.
Da der Gutsbezirk aufgelöst worden ist, besteht auch keine Daseinsberechtigung mehr für den Gesamtschulverband. Auf der Tagesordnung stand infolgedessen die Uebergabe der Schulkasse an die Gemeindekasse und die Auflösung des Gesamtschulverbandes.
Zunächst erfolgte die Rechnungslegung der Kasse für die Zeit vom 1. April bis 30. September 1928. Sie wurde geprüft und für richtig befunden. Die Einnahmen betrugen 2562,79 RM, die Ausgaben 1578,40 RM. Daher konnte ein Bestand von 984,39 RM dem Gemeindevorsteher für die Gemeindekasse übergeben werden. An Wertpapieren und Sparkassenbüchern wurden übergeben: ein Auslösungsschein zur Anleihe-Ablösungsschuld des Deutschen Reichs über 62,50 RM, ein Spitzenbetrag von 100 RM und ein Sparkassenbuch der Kreissparkasse mit 162,50 RM; außerdem gingen drei alte Sparkassenbücher aus der Vorkriegszeit mit Eintragungen von 142,36 RM in den Besitz der Gemeindekasse über.
Nach Uebergabe der verzeichneten Stücke sprach der Schulvorsteher den Mitgliedern des Schulvorstandes den Dank der Gemeinde für die im Dienste der Allgemeinheit geleistete Arbeit aus. Aus den darauf folgenden Dankesworten des Lehrers Köppe an der Schulverbandsvorsteher ging hervor, daß Gemeindevorsteher Meißner stets ein offenes Auge für die äußeren Schäden der Schule gehabt hat, daß er das Mehrower Schulhaus wie sein persönliches Eigentum gepflegt hat. Dieselbe Arbeit, die er als Schulverbandsvorsteher geleistet hat, liegt jetzt in seinen Händen als Gemeindevorsteher. Darauf erklärte Gemeindevorsteher Meißner den Schulverband für aufgelöst.


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