Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Bernau) von 1934 (81. Jahrgang),
gefunden im Zeitungsarchiv der Staatsbibliothek (Westhafen)



Niederbarnimer Kreisblatt, 16. Januar 1934

Das Feuerlöschwesen auf dem Lande
Einheitliche Regelung

Für ganz Preußen ist das Feuerlöschwesen durch das Gesetz vom 15. Dezember 1933, dessen Bestimmungen mit Beginn des Jahres bereits in Kraft getreten sind, einheitlich geregelt worden. Es ist damit die Grundlage geschaffen, die nunmehr überall auf dem Lande einer zweckentsprechenden Organisation der Brandbekämpfung die Wege ebnet. Künftig muß in jedem Ortspolizeibezirk, wie in einem Artikel von Bürgermeister Bickel - Ihringshausen näher ausgeführt wird, eine leistungsfähige und den örtlichen Verhältnissen entsprechend ausgerüstete Feuerwehr vorhanden sein. Besteht ein Ortspolizeibezirk aus mehreren Gemeinden, so ist in jeder Gemeinde für genügenden Feuerschutz zu sorgen. Verantwortlich für einen sachgemäßen Feuerschutz ist der Ortspolizeiverwalter. Auch die Abwehr sonstiger Gefahren kann der Feuerwehr durch die Polizeiaufsichtsbehörde übertragen werden, z. B. Hilfe bei Wassernot, Beseitigung von Schneewehen.

Drei Arten von Feuerwehr unterscheidet das Gesetz; die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr, die Pflichtfeuerwehr. Alle drei bedürfen der Anerkennung der Polizeiaufsichtsbehörde. Berufsfeuerwehren müssen in Gemeinden über 100000 Einwohnern und können in Gemeinden mit geringerer Einwohnerzahl eingerichtet werden. Für Landgemeinden wird die Berufsfeuerwehr kaum in Frage kommen. Dagegen sollte die Bildung freiwilliger Feuerwehren überall da angestrebt werden, wo sich die Möglichkeit dazu bietet. Als Organisationsform ist der Verein vorgeschrieben. Die aktiven Mitglieder müssen das achtzehnte Lebensjahr vollendet und dürfen das sechzigste Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Der Minister des Innern trifft Bestimmungen über Ausbildung, Uniformierung und Führerbezeichnung. Die Vereinssatzung bedarf der Genehmigung der Polizeiaufsichtsbehörde. Wo genügend Auswahlmöglichkeiten vorhanden sind, darf die Satzung das vorgeschriebene Mindestalter für den Eintritt heraufsetzen, das für das Ausscheiden vorgeschriebene Höchstalter mindern. Praktischerweise wird das jedoch unterbleiben. Die jüngeren Jahrgänge sind für die Ausbildung die beweglichsten und aufnahmefähigsten, das gereifte Alter ist vorzugsweise als Ordnungsmannschaft geeignet. Die Gliederung erfolgt in der Steigermannschaft für Rettung von Personen und Sachen, Ablöschen des Feuers durch die Strahlrohrführer, etwa erforderlich werdendes Niederlegen von Gebäuden und Gebäudeteilen; die Löschmannschaft für Legen der Schlauchleitungen, Zuführung des benötigten Wassers, Bedienung der Spritze, Wegschaffung und Bewachung geretteter Gegenstände. Wo die freiwillige Feuerwehr fehlt oder für die Brandbekämpfung unzureichend ist, liegt der Pflichtfeuerwehr diese Verpflichtung ob. Durch Polizeiverordnung werden Rechte und Pflichten, Uniformierung, Ausbildung, Führerbezeichnung geregelt.

Die Beschaffung und Unterhaltung der erforderlichen Löschgerätschaften, Ausrüstungsstücke, Alarmeinrichtungen, Wasserstationen und Gerätehäuser ist Aufgabe der Gemeinden. Das war seither schon so. Für die Beschaffung der notwendigen Einrichtungen und Ausrüstungen Sorge zu tragen, ist in erster Linie Sache des Ortspolizeiverwalters. Wo er, was meist der Fall sein wird, zugleich der Leiter einer Gemeinde ist, wird er die für die Mittelbewilligung zuständigen Stellen entsprechend aufklären und von der Dringlichkeit seiner Wünsche und Forderungen überzeugen müssen. Dringt er damit nicht durch, so entscheidet nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen auf seinen Antrag der Landrat über die Notwendigkeit der Aufwendungen. In der Vergangenheit ist den Ortspolizeiverwaltern, mehr noch den Bürgermeistern und Gemeindevorstehern, von den Feuerwehrführern oft der Vorwurf gemacht worden, die Feuerwehrbelange vernachlässigt, sie nicht in ausreichender Weise vertreten zu haben. Der Vorwurf ist zum Teil berechtigt. Die Abneigung gegen gemeindliche Einrichtungen jeder Art, die an alte militärische Straffheit erinnerten, hatte zum Teil auch auf die Gemeindekörperschaften übergegriffen. Dazu kam die größer und größer werdende Armut der Landgemeinden. Es konnte nur das Allerdringlichste geleistet, manches Gute und Wünschenswerte mußte zurückgestellt werden. Mit Eintritt der erhofften gemeindlichen finanziellen Entlastung werden auch die Leiter der Gemeinden sich williger finden, der Feuerwehr zu geben, was der Feuerwehr ist. Doch auch in Zukunft wird die größte Sparsamkeit überall, auch in der Feuerwehr, angebracht sein; es wird erforderlich sein, Geräte und Ausrüstung pfleglich zu behandeln. Manche unnütze Ausgabe wird dadurch vermieden. Es darf gehofft werden, daß in Zukunft bei der vorgesehenen Schulung der Erziehung zu schonendster Behandlung von Gerät und Ausrüstung entsprechender Wert beigemessen wird.


Niederbarnimer Kreisblatt, 18. Januar 1934, gekürzt

Einheitssatzungen für freiwillige Feuerwehren
Arierparagraph auch hier

Auf Grund des Gesetzes über das Feuerlöschwesen sind bekanntlich in allen Ortspolizeibezirken Preußens freiwillige Feuerwehren zu errichten. Wie die "Wandelhalle" meldet, hat der Minister des Innern jetzt eine Einheitssatzung für alle freiwilligen Feuerwehren im Bereich des Freistaats Preußen aufgestellt und die Polizeiaufsichtsbehörden ersucht, die Genehmigung für die Satzung einer freiwilligen Feuerwehr nur zu erteilen, wenn diese der einheitlichen Mustersatzung entspricht. Das gilt sowohl für die neuzubildenden freiwilligen Feuerwehren wie für die bereits bestehenden. Für Berlin ergeht eine Sonderregelung.

Die Einheitssatzung sieht aktive Mitglieder, Mitglieder der Altersabteilungen und Ehrenmitglieder für die freiwilligen Feuerwehren vor. Als aktive Mitglieder werden nur gesunde, kräftige und gewandte Männer aufgenommen, die den Anforderungen des Dienstes in der Wehr zu genügen imstande sind, einen guten Ruf haben und arischer Abstammung sind. Sie müssen das 18. Lebensjahr vollendet und sollen das 40. Lebensjahr möglichst noch nicht überschritten haben. Bei neuzubildenden Wehren ist jedoch erstmalig auch die Aufnahme älterer Mitglieder gestattet. Die freiwilligen Feuerwehrmänner müssen Bürger einer Gemeinde sein. Jedes neuaufgenommene aktive Mitglied wird zunächst durch den Wehrführer als Feuerwehrmannanwärter für mindestens sechs Monate verpflichtet. Nach erfolgreicher Ausbildung, vorwurfsfreier Dienstzeit und abgelegter Prüfung vor versammelter Mannschaft beschließt der Führerrat über die endgültige Aufnahme. Bei der endgültigen Aufnahme hat das neue Mitglied folgende Erklärung abzugeben:

"Ich gelobe, im Sinne des nationalsozialistischen Staates meinen Führern Gehorsam und meinen Kameraden ein treuer Kamerad zu sein, meine freiwillig übernommenen Pflichten pünktlich und gewissenhaft zu erfüllen, und mich als freiwilliger Feuerwehrmann unter Einsatz meiner ganzen Kraft bereit zu halten: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."

Die Dienstzeit für die aktiven Mitglieder endet für Führer und Mannschaften mit Vollendung des 60. Lebensjahres. ... Mitglieder der Altersabteilung sind diejenigen aktiven Mitglieder, die das 60. Lebensjahr vollendet haben oder infolge körperlicher Gebrechen den Dienst in der Wehr nicht mehr ausüben können. Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag des Führerrats von dem Wehrführer ernannt. Es kommen hierfür in Frage besonders verdiente Feuerwehrkameraden der Altersabteilung und andere deutsche Männer, die sich ganz besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen erworben haben. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 22. Januar 1934, Titelseite, gekürzt

Das neue Preußische Jagdgesetz
Die idealen Aufgaben der deutschen Jägerei / Alle Jäger in einer Fachschaft
Weidmanns Dank, Hermann Göring!
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 30. Januar 1934, gekürzt

Langjägerei heißt wieder Gendarmerie
Aufruf des Ministerpräsidenten

Die Preußische Landjägerei blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück.
...
An den Kämpfen gegen die Separatisten und Insurgenten war die Landjägerei führend beteiligt. In diesen Kämpfen von Verbrecherhand und in Ausübung ihres Berufes starben seit dem 1. Januar 1919 bis zum 30. Januar 1934 über 170 Landjäger den Heldentod, über 1300 wurden verwundet. Somit hat jeder sechste Landjäger für sein Vaterland geblutet.
...
Die Landjägerei soll in Zukunft wieder Gendarmerie heißen.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Februar 1934, gekürzt

Feuerwehrversammlung im Landratsamt
Neue Mustersatzung / Noch keine Umorganisation
Keine Gemeinde ohne Wehr!

Eine Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Niederbarnim war zu Freitag nachmittag in das Landratsamt einberufen worden. Mit der für unsere neue Kreisleitung charakteristischen Pünktlichkeit eröffnete Landrat Dr. M. Weiß die Zusammenkunft, an der sich laut Anwesenheitsliste 4 Amtsvorsteher, 16 Gemeindevorsteher und 98 Feuerwehrführer beteiligt haben. Es fehlte die Wehr Birkholz. Nach einem Begrüßungswort durch den Landrat und dem Hinweis auf den Zweck der Tagung, Annahme der neuen Kreisfeuerwehrverbandssatzung, hob der Vorsitzende des Kreisverbandes, Kreisbrandinspektor Graß, die treue Gefolgschaft der Niederbarnimer Wehren im vergangenen Jahre hervor und sprach den Wunsch aus, daß es so weiter gehen möge, getreu dem Grundsatz der freiwilligen Feuerwehr: Einer für alle - alle für einen! Durch ein stilles Gedenken ehrte man die im vorigen Jahre verstorbenen 20 Kameraden, deren Namen verlesen wurden.
Aus dem Geschäftsbericht für 1933 erfuhr man, daß der Kreis 76 Wehren mit 1987 Wehrmännern zählte und jetzt 77 mit 1934 zählt. Strausberg ist infolge der Neueinteilung der Verbände nach Kreisen ausgeschieden und zu Oberbarnim eingegliedert worden, ...
Gemäß dem Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 bilden die im Kreise vorhandenen freiwilligen Feuerwehren den Kreisfeuerwehrverband als Körperschaft öffentlichen Rechtes, während alle Ortswehren, von denen für jeden Amtsbezirk eine, aber auch nur eine zu bestehen hat, eingetragene Vereine sein müssen. Demzufolge war eine neue Satzung für den Feuerwehrverband im Landkreise Barnim anzunehmen, die diese Punkte und eine Reihe weiterer regelt. ...
Zum Punkte Feuerwehrdienst und Feuerwehrverbands-Angelegenheiten hört man, daß Feuerwehr in Uniform und Polizei sich fortan mit dem deutschen Gruß begrüßen sollen; während bei geschlossener Aufstellung die Feuerwehr auf den Gruß ihrer Führer mit "Es lebe Deutschland" antwortet. Feuerwehrpflichtdienst geht laut einem Erlaß des Stabschefs dem SA.- oder SS.-Dienst vor; eine Einigung über den Dienstplan mit örtlicher SA.-Stelle ist ratsam. ...
Amtmann Moch von der Provinzialfeuersozietät sprach kurz über die Richtlinien der Sozietät für Beihilfen zur Anschaffung von Geräten und zur Anlage von Löscheinrichtungen. Die Mittel scheinen knapper und die Bedingungen strenger geworden zu sein. ...
Es kann noch mitgeteilt werden, daß mit ein paar Ausnahmen alle Landgemeinden unseres Kreises Ortswehren besitzen und daß die noch fehlenden in den nächsten Tagen gegründet werden. Dann dürfte der Kreis Niederbarnim, was seine Feuerwehrorganisation angeht, mustergültig unter den preußischen Landkreisen sein.


Niederbarnimer Kreisblatt, 13. Februar 1934, gekürzt

Auflösung des Landwirtschaftlichen Vereins
Erste Tagung der Bezirksbauernschaft Oranienburg


Niederbarnimer Kreisblatt, 15. Februar 1934, gekürzt

Wieviel Niederbarnimer gibt es?
Die Einwohnerzahl der im Kreis gelegenen Städte und Landgemeinden
1933: 186027 Köpfe

Die Einwohnerzahl des Kreises Niederbarnim betrug nach der Volkszählung vom Jahre 1933 = 186027 Personen, davon sind 91688 männlich und 94339 weiblich. ...
In den 4 im Kreise Niederbarnim gelegenen Städten Oranienburg, Bernau, Altlandsberg und Liebenwalde wohnen 36750 Personen, während sich der Rest von 150277 über 81 Landgemeinden verteilt. Von den genannten Städten hält Oranienburg die Spitze mit 17307 Einwohnern. An zweiter Stelle folgt Bernau, das 12334 Bewohner beherbergt. An dritter Stelle folgt Altlandsberg mit 4415 Einwohnern, während Liebenwalde den Reigen der Städte mit nur 2694 Bewohnern beschließt.
Besonders typisch ist, bei genauer Beobachtung der Einwohnerzahl der oben genannten 4 Städte, daß die dem Schnellbahnnetz der Weltstadt Berlin angeschlossenen Städte Oranienburg und Bernau an Einwohnern weit zahlreicher sind, als die abseits des Hauptverkehrs liegenden Städte Altlandsberg und Liebenwalde.
So kommt es auch, daß viele Landgemeinden im Kreise durch ihre besonders günstige Verkehrslage, die Einwohnerzahl der Städte zum Teil nicht nur erreichen, sondern auch häufig weit überschreiten. Von den Gemeinden hält das durch Eingemeindung von Rüdersdorf und Tasdorf vergrößerte Kalkberge als einzige Landgemeinde mit über 10000 Einwohnern den Rekord. Es hat 10613 Einwohner. ...
Bereits an zweiter Stelle folgt, mit 8480 Bewohnern das aufwärts strebende Neuenhagen.
Ueber 7000 Einwohner haben nur 2 Gemeinden, nämlich Zepernick mit 7282 und das allen Ausflüglern wohlbekannte Erkner mit 7221 Einwohnern.
... Hönow 1875, ... Blumberg 1557, ... Lindenberg 1480, ... Ahrensfelde 1314, ... Seefeld 560, ... Börnicke 523, ... Eiche 489, Birkholz 482, ... Krummensee 328, Mehrow 321, Löhme 301, ... Seeberg 273, ...
Es folgen nunmehr zum Schluß Kienbaum mit 187 und als allerkleinste Gemeinde des Kreises Nieberbarnim überhaupt Bernöwe mit 182 Einwohnern.
...
Obwohl der Kreis nach der Aufstellung der letzten Volkszählung eine Zunahme von 9065 Personen zu verzeichnen hatte, sind dennoch etliche Gemeinden vorhanden, die mehr oder wenige große Abwanderungen zu verzeichnen haben. Die stärksten Abwanderungen melden die am Schiffahrtsweg gelegenen Ortschaften Zerpenschleuse, Marienwerder und Malz. Zerpenschleuse hat nahezu die Hälfte seiner Einwohner verloren, ... Während Krummensee 15, Hammer und Seefeld je 10 Einwohner weniger melden, gibt Schönerlinde 21 Abwanderer an. Zum Schluß seien noch Lichtenow mit 5, Zinndorf mit 2 und Mehrow mit einer Person Abgang gemeldet.


Niederbarnimer Kreisblatt, 7. März 1934, gekürzt

Der Dorf- und Gemeindeschulze
Seine Rechte und Pflichten nach dem deutschen Gemeindeverfassungsgesetz
Auch hier Führerprinzip

Die Stellung des Dorf- und Gemeindeschulzen hat in Preußen durch das Gemeindeverfassungsgesetz und das Gemeindefinanzgesetz eine grundsätzliche Neugestaltung erfahren. Die Verwaltung führt als Leiter der Gemeinde in Dorfgemeinden der Dorfschulze, in Landgemeinden der Gemeindeschulze, wie die Amtsbezeichnung der Gemeindevorsteher ab 1.4.1934 lautet. ...
In den Landgemeinden ist der Schulze grundsätzlich unbesoldeter Ehrenbeamter. In größeren Landgemeinden kann die Stelle eines hauptamtlichen Schulzen eingerichtet werden. Die Berufung des Schulzen erfolgt durch den Landrat nach Fühlungnahme mit dem Gauleiter der nationalsozialistischen Bewegung. Er wird auf 12 Jahre berufen. Die Berufung kann bis zum Ablauf des ersten Amtsjahres jederzeit zurückgenommen werden. ... Wiederberufung ist möglich. Schulze können nicht sein: Reichs- und Staatsbeamte, Beamte, die ein anderes Gemeindeamt bekleiden, Beamte und Angestellte von Krankenkassen, Angestellte und Arbeiter solcher Körperschaften, Gesellschaften usw., deren Kapital sich mit mehr als der Hälfte im Eigentum der Gemeinde befinden. ...
Der Schulze ist sowohl Staatsverwaltungsbehörde (Ortsobrigkeit), als auch Kommunalverwaltungsbehörde (Verwalter der Gemeindeangelegenheiten). Als Verwalter der Kommunalangelegenheiten trifft der Schulze alle Entscheidungen in voller und ausschließlicher Verantwortung. Hierbei geben die Gemeinderäte dem Leiter der Gemeinde erfahrenen und verantwortungsbewußten Rat. Da eine Abstimmung und Beschlußfassung durch den Gemeinderat nicht stattfindet, so ist die frühre Beanstandung der Beschlüsse der Gemeindevertretung überflüssig geworden. Der Leiter der Gemeinde hat bei seinem Wirken ausschließlich das Wohl von Volk, Staat und Gemeinde unter Voranstellung allgemeiner Interessen vor Sonderinteressen zu erstreben. Er führt die Verwaltung der Gemeinde und vertritt die Gemeinde nach außen, so auch vor dem Prozeßgericht. Die Gemeinderäte können sich in den Geschäftsgang der laufenden Verwaltung nicht einmischen. Der Leiter der Gemeinde ist Dienstvorgesetzter aller Beamten, Angestellten und Arbeiter der Gemeinde. Er beruft und entläßt sie unter Beachtung des Stellenplanes und der Bestimmungen über Anstellungsurkunden. Die beschließende Mitwirkung der Gemeindevertretung bei Schaffung des Stellenplanes ist weggefallen. ... An Stelle des Beschlußrechts der Gemeindevertretung ist das Anhörungsrecht getreten, ...
Der Schulze untersteht durch den Landrat der Staatsaufsicht, die darüber wacht, daß die Verwaltung im rechten Geist geführt wird. Die Aufsichtsbehörde kann Entschließungen und Anordnungen des Gemeindeschulzen, die das bestehende Recht verletzen, den Zielen der Staatsführung zuwiderlaufen und mit einer wirtschaftlichen, sparsamen und sauberen Verwaltung nicht im Einklang stehen, aufheben und verlangen, daß getroffene Maßnahmen rückgängig gemacht werden. ...
Die Entlassung des Leiters der Gemeinde aus der Führung der Verwaltung ist Aufgabe des Staates. Sie wird von der Kommunalaufsichtsbehörde erteilt. Ansprüche der Gemeinde gegen den Leiter der Gemeinde aus dessen Amtsführung werden von der Aufsichtsbehörde geltend gemacht. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 20. März 1934

Die neuen Feuerwehren im Kreise
Dienstversammlung im Landratsamt

Zur Besprechung aller einschlägigen Fragen hatte der Landrat des Kreises Niederbarnim für die Vertreter der neugegründeten 15 freiwilligen Feuerwehren des Kreises zu Freitag im Landratsamt eine besondere Feuerwehrdienstversammlung anberaumt. Dazu waren geladen worden die Gemeindevorsteher, das Kommando der Ortsfeuerwehr und das Kommando der Ausbildungswehr der in Frage kommenden Ortschaften. Bei der Versammlung, die unter dem Vorsitz des Landrats Dr. M. Weiß vor sich ging, waren vertreten die Gemeinden und Wehren Bernöwe, Birkholz, Börnicke, Eiche, Hönow, Kienbaum, Krummensee, Lobetal, Löhme, Mehrow, Münchehofe, Prenden, Schwanebeck, Seefeld und Spreeau durch die Gemeindevorsteher sowie durch die erwähnten beiden Kommandos, im ganzen durch 35 Personen. An der Sitzung nahmen außerdem der Dezernent für das Feuerlöschwesen des Kreises, Regierungsrat Jacobi, als Sachbearbeiter Kreisbrandinspektor Graß, als Vertreter der Feuersozietät Amtmann Moch, sowie für den Kreisfeuerwehrverband Branddirektor Doßke wie die Oberbrandmeister Behrendt, Köhler, Fischer und Brandmeister Lau teil. Es hatten sich auch die Amtsvorsteher von Neuenhagen und Prenden und die Gemeindevorsteher von Ahrensfelde, Blumberg und Kagel eingefunden.

Es wurde das Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 besprochen, lt. welchem die Freiwilligen Feuerwehren nach Ortspolizeibezirken zusammengeschlossen werden, während die Träger des Feuerlöschwesens die Gemeinden bleiben, welche auch fernerhin für die Kosten der Geräte, Ausrüstungen usw. aufzukommen haben. Die Gliederung der Wehr und die Besetzung der Führerstellen wurde den Versammelten an Hand der einschlägigen ministeriellen Beschlüsse dargetan. Danach erhalten alle oben erwähnten Wehren je einen Brandmeister, sowie mit Ausnahme der Gemeinde Seefeld, welcher 4 zustehen, 3 Oberfeuerwehrmänner. Löschmeister kommen in Frage für Birkholz, Börnicke, Hönow, Krummensee, Mehrow, Prenden, Schwanebeck und Seefeld, während bei den übrigen die Aufgaben des Löschmeisters jeweils ein Oberfeuerwehrmann übernimmt. Sämtliche 15 neugegründeten Feuerwehren sind hinsichtlich ihrer Mannschaftsstärke sowie nach Art und Zahl der vorhandenen Großgeräte in die Einheit A, d. h. in einen Halbzug, einzugliedern.

Ueber die Uniformierung und Ausrüstung der Mannschaften, von der dann die Rede war, ergeht an die Ortspolizeibehörden, Ortsbehörden und Feuerwehren einen besondere Rundverfügung. Von besonderem Interesse für die Teilnehmer der Dienstversammlung waren die Hinweise auf die Anschaffungskosten und Zuschüsse, die vom Kreisausschuß und der Feuersozietät für die neuen Wehren genehmigt worden sind. Die Zuschüsse der Provinzialfeuersozietät richten sich nach deren jeweiligem Versicherungsstand in den betreffenden Gemeinden, die Kreisbeihilfen aber prozentual nach der Wehrstärke. Dadurch will die Kreisverwaltung möglichst starke Beteiligung der Einwohner in den Wehren erzielen. Es erfolgte dann die Ausgabe der Unfallverhütungsvorschriften sowie ein Hinweis auf die einheitliche Ausbildung der Führer und Mannschaften nach der Uebungsordnung für die Feuerwehren der Provinz Brandenburg. Zu diesem Punkte stellte der Landrat an einzelne Führer Fragen nach dem Ausbildungsstande ihrer Wehren. Der Punkt Verschiedenes erbrachte Fragen der Gemeindevorsteher und der örtlichen Feuerwehrführer zu Einzelheiten aus dem Feuerlöschwesen.

Die Dienstversammlung der neugegründeten Freiwilligen Wehren hat dazu beigetragen, den Feuerwehrgedanken und das Feuerwehrwesen in den erwähnten 15 Gemeinden des Kreises Niederbarnim zu vertiefen und zu festigen. Es darf nunmehr noch einmal festgestellt werden, daß jetzt sämtliche Gemeinden des Kreises wohl ausgerüstete und gut durchorganisierte Freiwillige Feuerwehren besitzen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 21. März 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Das Lager Blumberg des Arbeitsdienstes der NSDAP. hatte zu Sonnabend den 17. März die Einwohnerschaft Blumbergs und Umgebung zu einem Kameradschaftsabend eingeladen, der im Restaurant Otte, Blumberg stattfand. Zahlreich waren die Gäste erschienen, um mit den frischen Jungen des Arbeitsdienstes einen fröhlichen Abend zu verbringen. Das Programm war sorgfältig zusammengestellt, und eine flotte Abwicklung trug dazu bei, die Zuschauer immer gefesselt zu halten. Nach einem einleitenden Musikstück ergriff der Lagerleiter, Unterfeldmeister Bleckmann, zu seiner Begrüßungsansprache das Wort. Er drückte seine Freude aus über die zahlreichen Gäste und begrüßte besonders den Amtsvorsteher Fischer und den Landwirt Kiekebusch als Vertreter des Trägers der Arbeit und den Adjutanten der Gruppe 91, Feldmeister Hildebrand, sowie den früheren Lagerleiter, Oberfeldmeister Gagemann. Dann sprach er kurz über den Gedanken des Arbeitsdienstes und brachte ein Sieg-Heil auf den Volkskanzler aus. Chorlieder, Boden- und Gruppenübungen und Turnen am Barren der Freiwilligen fanden reichen Beifall und legten Zeugnis ab für den guten Geist und den hohen Stand der Leibesübungen des Arbeitsdienstes. Der ADW. Roß brachte ein Bandoniumsolo zum Vortrag und fand für sein tüchtiges Spiel ebenfalls große Anerkennung. Donnernd war der Applaus für Frl. Gerda Beckmann, die mit geschulter Stimme einige Lieder sang. Der Adjutant der Gruppe 91, Feldmeister Hildebrand, überbrachte die Grüße des Gruppenführers, Arbeitsführers Dr. Holland, und brachte seine Freude über das schöne Fest zum Ausdruck. Seine Ausführungen über den Arbeitsdienst werden manchem Volksgenossen klargemacht haben, welche Bedeutung der Arbeitsdienst im Dritten Reich hat. Das Festspiel "Lieber tot als Sklav" bildete den Abschluß des offiziellen Teiles und begeisterte die Zuhörer sowohl durch den Inhalt als auch durch die vorbildliche Darstellung. Bis in die frühen Morgenstunden blieb man noch beisammen und tanzte eifrig nach den Klängen der Musik der Arbeitsdienstkapelle der Gruppe 91. Das harmonisch verlaufenen Fest hat viel dazu beigetragen, das gute Einvernehmen, das zwischen den Einwohnern Blumbergs und dem Lager besteht, zu vertiefen und dem Gedanken der Volksgemeinschaft zu dienen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 22. März 1934, gekürzt

Reichsautobahn Berlin-Stettin in Arbeit
Ministerpräsident Göring und Gauleiter Kube an der Baustelle Finowfurt
Der erste Spatenstich
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Niederbarnimer Kreisblatt, 28. März 1934, gekürzt

Das Landjahr der Stadtjugend
Keine Verlängerung der gesetzlichen Schulzeit, abseits jedes Schulbetriebes
Ab Ostern 1934
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Niederbarnimer Kreisblatt, 10. April 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Ein tragischer Unfall spielte sich auf der Chaussee zwischen Ahrensfelde und Blumberg ab. Dort wurde die 13jährige Schülerin Edith Pleger aus Berlin, die sich mit ihren Angehörigen auf einem Rad-Ausflug befand, durch einen Kraftwagen angefahren, vom Rade gerissen und so unglücklich auf die Straße geschleudert, daß sie mit einem Schädelbruch besinnungslos liegen blieb. Das Mädchen mußte in das Krankenhaus Weißensee gebracht werden. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 12. April 1934, Titelseite, gekürzt

An die Einwohnerschaft des Kreises!
Mit dem heutigen Tage ist ein lang ersehnter Wunsch der nationalsozialistischen Bevölkerung Wirklichkeit geworden. Die größte und älteste Zeitung des Kreises, das "Niederbarnimer Kreisblatt", hat sich mit der jüngsten Zeitung der NSDAP., dem "Tageblatt für den Kreis Niederbarnim", zur gemeinsamen Aufbauarbeit zusammengeschlossen.
Damit hat die NSDAP. die Führung der Kreistagespresse übernommen.
Es ist also Pflicht aller Niederbarnimer Einwohner, dieses neue Unternehmen, mit allen Kräften zu unterstützen, und es ist eine Selbstverständlichkeit, daß alle Träger und Dienststellen der NSDAP. sich selbstlos für dieses Werk und den dadurch verkörperten Gedanken einsetzen. ...
Die Schriftleitung des politischen Teils liegt in bewährter nationalsozialistischer Hand, und für die Ausgestaltung des übrigen Inhalts stehen Kräfte zur Verfügung, die in jahrelanger Arbeit im Dienst an der Heimatzeitung geschult und erprobt sind.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 13. April 1934, Amtliche Bekanntmachungen

Bekanntmachung
Durch eine größere Stiftung des hiesigen Reitervereins war es möglich, eine Volksbücherei zu schaffen, welche das Bestreben hat, den hiesigen Einwohnern zu günstigen Bedingungen, welche ich nachstehend bekanntgebe, gute Bücher nach Wahl jedes Einzelnen zur Verfügung zu stellen. Es wird hervorgehoben, daß jeder Interessent in Anbetracht der großen Anzahl der angeschafften Bücher das für ihn geeignete Buch findet.
Die Leitung und Betreuung der Volksbücherei liegt in Händen des hiesigen Hauptlehrers Siedau, welcher gern bereit ist, bei der Auswahl der Bücher zu beraten. Die Ausgabe der Bücher erfolgt täglich.
Die Leihgebühr für die bei der Volksbücherei entnommenen Bücher beträgt für
die   1. und 2. Woche insgesamt 5   Rpfg.
3. Woche 10   "
4. Woche 10   "   je Buch
Nach Ablauf der 4. Woche müssen Bücher zurückgegeben werden, andernfalls die kostenpflichtige Abholung erfolgen muß. Für die Abholung wird eine Sondergebühr von 40 Rpfg. erhoben.
Um rege Benutzung der Bibliothek wird daher gebeten.
Blumberg, den 12. April 1934.
Der Gemeindeschulze. Fischer.


Niederbarnimer Kreisblatt, 14. April 1934, gekürzt

Verkehrs- und Streifendienst auf den Niederbarnimer Landstraßen
Kontrolle durch Gendarmerie, Polizei und SA heute und morgen!

Die neuen Verkehrsbestimmungen sind in Kraft ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. April 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. Die Warnlichtanlage in Kilometer 12,28 der Nebenbahnstrecke Berlin-Werneuchen vor dem Bahnhof Ahrensfelde soll am 1. Mai voraussichtlich in Betrieb genommen werden. Hierbei wird der Schrankenposten aufgehoben und die Zugschranken werden beseitigt. Das Warnlicht besteht während der Zugpausen in einem weißleuchtenden Blinklicht, das sich bei Annäherung eines Zuges in rotleuchtendes Blinklicht von höherer Blinkzahl selbständig umwandelt. Um die Wegebenutzer auf die Bedeutung der auf beiden Seiten des Ueberweges angebrachten Blinkanlagen hinzuweisen, sind vor diesen Anlagen Tafeln mit der Aufschrift "Halt! wenn das Licht am Warnkreuz rot blinkt, oder ein Zug sich nähert", aufgestellt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 21. April 1934, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Die Aprilsitzung der Ortsgruppe der NSDAP. fand am Mittwoch im Parteilokal statt. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. April 1934, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Ihre goldene Hochzeit konnten der Rentenempfänger Karl Barnow und seine Gattin Martha, geb. Blankenburg, am 20. April begehen. ...

Blumberg. Am Freitag den 27. April wird im Otteschen Lokale der Film "Blut und Boden" und "Durch Schlesierland marschieren wir" gegeben. Die Veranstaltung geht von der Landesfilmstelle Nord-Ost der NSDAP. aus. Die beiden Filme sind überall mit Beifall aufgenommen worden.


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. April 1934, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Erste Tagung der Bauernschaft. Der Ortsbauernführer W. Grün hatte am Sonnabend die Bauernschaft und die Mitglieder des ehemaligen Landwirtschaftlichen Vereins für Blumberg und Umgebung zur Sitzung zusammengerufen. Kreisbauernführer Pg. E. Henning - Schwanebeck war auch erschienen. Nach der Begrüßung durch den Ortsbauernführer sprach Pg. Henning. Trotz der anerkennenswerten Arbeit, die die Landwirtschaftlichen Vereine geleistet haben, müssen sie doch aufgelöst werden, da der gesamte Nährstand nur eine Organisation umfassen soll. Der Redner bat um einstimmige Uebereignung des Vereinsvermögens an den Reichsnährstand. Er erinnerte an den Geburtstag des Führers und an den Todestag Richthofens und gab Aufklärung über die künftige Gliederung des Nährstandes. In Blumberg wird voraussichtlich eine Bezirksgruppe mit den Nachbardörfern eingerichtet. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. April 1934, gekürzt, anonymisiert

Maifeiern im Kreis Niederbarnim
Fahnen heraus!
...
Ahrensfelde: Der 1. Mai wird in Ahrensfelde von allen Einwohnern gemeinsam gefeiert. Die Volksgenossen, die in Berlin tätig sind und keine Amtswaltertätigkeit in NSBD. und Arbeitsfront ausüben, haben ebenfalls am der hiesigen Feier teilzunehmen. Antreten um 2 Uhr beim Pg. D., von da aus Abmarsch nach den Gartenlokalen Brabender und Fischer, wo die Feier stattfindet und bis zum Einbruch der Dunkelheit verblieben wird. Anschließend Fackelzug durch den Ort, der bei den Pg. D. und M. aufgelöst wird.


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. April 1934, gekürzt

Aus der Brand- und Unfallchronik unseres Kreises
Aufschlußreicher Jahresbericht der Niederbarnimer Feuerwehr

(Die Katze auf dem Kirchendach und der verbrannte Kanarienvogel - 13 Großfeuer, 7 tödliche Unfälle und 11 verletzte Kameraden, Ehrenzeichen, Diplome und Litzen)
Uebung macht den Meister!

Die Brandübersicht in dem Jahresbericht des Kreisverbandes Niederbarnim der freiwilligen Feuerwehren, der sich über das Kalenderjahr 1933 und das erste Quartal 1934 erstreckt, weist gegenüber dem Vorjahre eine Abnahme von mehr als 70 Bränden auf. Zu bekämpfen waren in der Berichtszeit 131 Brände, und zwar Brände an und in Wohngebäuden, Fabriken, sowie in sonstigen gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben. 34 Kleinfeuer, 34 Mittelfeuer, 12 Großfeuer, 2 Schornstein- bzw. Rußbrände, 2 Preßkohlenbrände in Lagerräumen. Außerdem erfolgte eine Alarmierung bei der Explosion eines überhitzten Kachelofens;
Wald-, Wiesen- und ähnliche Brände: 18 Waldbrände, 3 Wiesenbrände, 12 Heide- und Brachlandbrände, 2 Eisenbahnböschungsbrände, 1 Müllplatzbrand und 1 Dunggrubenbrand. Mietenbrände: 1 Getreide- bzw. Strohmietenbrand und 2 Reisigmietenbrände. Brennende Fahrzeuge: 3 Kraftwagenbrände, 1 Personen-Motorboot und ein Kajütenbrand in einem Lastkahn. Außerdem wurden auch die Feuerwehren des Kreises zur Löschhilfe bei Großfeuern außerhalb der Kreisgrenzen angefordert.

Bei Verkehrsunfällen und sonstigen Gefahren haben die Feuerwehren des Kreises in 34 Fällen, gegenüber 11 Fällen im Jahre 1932, Hilfe geleistet und zwar: 7mal bei Kraftwagenunfällen, 3mal beim Bergen Ertrunkener, 1mal Rettung eines Ertrinkenden, 1mal bei einer Leuchtgasvergiftung, 1mal bei Blitzschlag in einen Baum (2 Personen getötet), 1mal beim Retten eines in eine Kalkgrube gefallenen Pferdes, 1mal beim Retten einer Katze vom Kirchendach, 1mal bei einem Kranken- und einem Leichentransport, 2mal beim Beseitigen von Hornissennestern, 1mal beim Sinken eines Lastkahnes, 6mal beim Beseitigen von Verkehrshindernissen infolge von Sturmschäden, 6mal beim Auspumpen der Keller bzw. Gruben infolge Wolkenbruches und 2mal bei Rohrbrüchen der Hauswasserleitungen und 1mal bei eine Ammoniakvergasung in einem Kühlraum.
...
Hierbei haben 11 Feuerwehrleute und 5 Zivilpersonen leichtere Körperschäden bzw. Brandverletzungen, sowie bei den Straßenverkehrs- und sonstigen Unfällen 5 Personen schwere und 7 Personen den Tod erlitten. Aus einem mehrgeschossigen Wohnhause wurde ein Kind und in einem anderen Falle vor dem Tode des Ertrinkens ein Erwachsener gerettet. Bei den vorbenannten Bränden sind erstickt bzw. verbrannt: 14 Schweine, 2 Ziegen, 8 Hunde, 5 Kaninchen, 57 Hühner, 3 Enten, 40 Tauben und 1 Kanarienvogel. ...
...
Neue Feuerwehrgeräte und Fahrzeuge wurden geprüft und abgenommen je ein Mannschafts- und Gerätekraftwagen in Ahrensfelde, Friedrichsthal, Glienicke, Hohen Neuendorf, Kalkberge-Rüdersdorf, Kalkberge-Tasdorf, Kleinschönebeck-Fichtenau, Schönerlinde, Werlsee und Petershagen, sowie je eine Kleinmotorspritze in Groß-Schönebeck, Jagdhaus Döllnsee, Petershagen und Wensickendorf. Außerdem haben viele Gemeinden Druckschläuche, Kübelspritzen und Ausrüstungsstücke anderer Art beschafft.
Die Löschwasserversorgung wurde verbessert durch den Bau von Feuerlöschbrunnen in den Gemeinden Dahlwitz-Hoppegagten, Neuholland, Oranienburg-Wilhelminenhof, Schönow, Schwanebeck, Friedrichsthal und Zinndorf, durch den Bau eines Feuerlöschteiches in Wensickendorf, durch die Räumung und Tieferlegung des Dorfteiches in 7 Gemeinden und durch den Bau eines Saugeschachtes in Krummensee.

Ein neues Feuerwehrgerätehaus mit Uebungsturm und Schlauchtrocknungsanlage hat die Gemeinde Seeberg und einen Feuerwehrübungsturm mit Schlauchtrocknungsanlage hat die Gemeinde Eggersdorf errichtet.
Neue freiwillige Feuerwehren haben die Gemeinden Kienbaum, Schwanebeck, Bernöwe, Birkholz, Börnicke, Eiche, Hönow, Krummensee, Lobetal, Löhme, Mehrow, Münchehofe, Prenden, Seefeld und Spreeau gegründet.


Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Mai 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Als Nachfolger für den zu Ostern in den Ruhestand getretenen Pfarrer Ramin ist Pastor Heinzel hierher versetzt worden. Nachdem er schon vor einigen Tagen die Amtsgeschäfte übernommen hat, ist am Sonnabend seine Familie zugezogen. Am Sonntag hat er seine erste Predigt gehalten.

Blumberg. Für die Strecke Berlin-Werneuchen sind am 1. Mai die neuen Zehnerkarten der Reichsbahn in Kraft getreten. Die jeweils einen Monat gültigen, in Zehnerblocks ausgegebenen Fahrkarten 2. und 3. Klasse können von allen Stationen der Strecke benutzt werden. Die Fahrpreise sind gegenüber dem sonst zu zahlenden Fernverkehrstarif um 20 Prozent ermäßigt. Fahrtunterbrechung ist nicht gestattet.


Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Mai 1934, gekürzt

Verlauf der Maifeiern im Kreis Niederbarnim
...
Blumberg. Um 9 Uhr marschierte der Festzug nach den Marschklängen unseres Spielmannszuges zum Schloßplatz, auf dem die Feier stattfand. Den Feldgottesdienst hielt Pastor Heinzel ab. Pünktlich erschien Kreisleiter Heermann und bestieg die Tribüne. ....
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Niederbarnimer Kreisblatt, 4. Mai 1934, gekürzt

25 Jahre MEW.
Generalversammlung der Märkischen Elektrizitätswerke A.G.
Wieder 10% Dividende
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 4. Mai 1934, gekürzt

Mit Kreisleiter Heermann unterwegs
Am 1. Mai quer durch den Kreis Niederbarnim
316 Kilometer Kraftwagenfahrt

Am Nationalfeiertag des deutschen Volkes war es für unseren Kreisleiter Pg. Heermann ein Selbstverständlichkeit, daß er mitten unter seinen Niederbarnimern weilte. So ging die Fahrt schon in früher Morgenstunde von Malz, dem Wohnsitz des Kreisleiters hinein in das blühende Land, das an diesem Ehrentage der deutschen Volksgemeinschaft, von herrlichster Maiensonne überstrahlt, in seltener Schönheit prangte. ... Weiter trägt uns der Wagen, das erste Ziel ist Blumberg, wo der Kreisleiter zu den Organisationen und Verbänden sprechen wird.

Blumberg. Auf dem wunderbaren Platz vor dem altehrwürdigen Schloß sind in weitem Viereck die Verbände und Vereine angetreten. "Nun danket alle Gott", so klingt uns der Gesang der Festgemeinde entgegen, als wir den Platz betreten. Ortsgruppenleiter Töpfer begrüße den Kreisleiter und geleitete ihn zu der festlich geschmückten Rednertribüne. In packenden Worten erinnert Pg. Heermann daran, daß der Brauch des Maifestes seit uralter Zeit in unserem Volk verwurzelt ist. Zum zweiten Male können wir dieses Fest der Freude und der Kraft als geeinte Nation begehen. Wie jetzt überall in der Natur gewaltige Kräfte aufbrechen, so muß auch in uns heute von neuem alle Kraft bereitgestellt werden für die Vollendung des Aufbauwerkes an dem wir schaffen; denn viel ist noch zu schaffen. So sind allein im Kreis Niederbarnim noch 6000 Arbeitslose, die wieder in den Arbeitsprozeß eingeschaltet werden müssen. Der Kreisleiter schloß mit dem Appell an die Blumberger Volksgenossen, an der Unterbringung dieser heute noch Erwerbslosen tätigen Anteil zu nehmen und damit durch die Tat ihr Bekenntnis zur Volksgemeinschaft zu beweisen.
Im Anschluß an die Worte des Kreisleiters erfolgte eine Ehrung der Volksgenossen, die
über 25 Jahre an der gleichen Arbeitsstelle ihre Pflicht getan haben. Es war ein besonders schöner Gedanke, diese Ehrung, die sich auf 24 Männer und 2 Frauen erstreckte, gerade am Tage der nationalen Arbeit vorzunehmen. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 4. Mai 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt

Eiche. Ein Radfahrer wurde hier angehalten, der ein achtjähriges Mädchen auf seinem Rade hatte. Angeblich wollte er es bei Hohenschönhausen weinend am Wege getroffen und aus Mitleid auf seinem Rade mitgenommen haben. Auf die Frage, warum er das Kind nicht auf dem nächsten Polizeirevier abgegeben habe, erteilte er verschiedene widersprüchliche Auskünfte. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 5. Mai 1934, gekürzt

Maifahrt des Landrats durch den Kreis
Ueberall herzliche Begrüßung und festliche Stimmung! Landrat Dr. Max Weiß hat den nationalen Feiertag des 1. Mai dazu benutzt, eine Maifahrt durch den größten Teil des Kreises Niederbarnim zu unternehmen, die Bevölkerung und die führenden Persönlichkeiten in einer größeren Anzahl von Stadt- und Landgemeinden zu begrüßen, möglichst viele Maifeiern mitzumachen und sich über die Stimmung innerhalb der Kreisbevölkerung zu orientieren [!].
...
Volksbelustigungen, wie sie so recht dem Sinn unserer ländlichen Bevölkerung entsprechen, gab es in Mehrow zu sehen. Für Ahrensfelde war ursprünglich nur eine halbe Stunde abendlichen Aufenthaltes vorgesehen. Auf den Wunsch des Ortsgruppenleiters der NSDAP. nahm jedoch Dr. Weiß mit einer Fackel in der Hand am Fackelzug durch das festlich illuminierte Dorf teil.
...
Ihren Abschluß fand die Maifahrt des Landrats in Lindenberg, wo gerade die Kapelle Liebisch aus Bernau zur festlichen Veranstaltung aufspielte. Hier zeigte unser Landrat, daß er auch ein Musikinstrument zu spielen versteht. Heiter und vergnügt trennte man sich hier in vorgerückter Stunde. ...

Landrat Dr. M. Weiß hat von seiner Maifahrt durch den Kreis den denkbar besten Gesamteineindruck mit nach Hause genommen. überall wurde der 1. Mai als echter Volksfeiertag begangen, auch die kleinsten Dörfer hatten ihre Straßen und Gebäude fabelhaft geschmückt.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 5. Mai 1934, gekürzt, anonymisiert

Verlauf der Maifeiern im Kreis Niederbarnim
Eiche bei Ahrensfelde: Der Nationalfeiertag wurde auch hier in würdiger Weise begangen. Vormittags versammelte ein Festgottesdienst die Gemeinde in der Kirche. Nachmittags erfolgte ein Ummarsch sämtlicher örtlicher Vereinigungen durch Dorf und Siedlung. Sodann ergriff Gemeindeschulze Pg. S. das Wort zu einer kurzen und eindrucksvollen Ansprache. Im Mittelpunkt der Feier stand die Uebertragung der Rede des Führers. Bis zum Anbruch der Dunkelheit fanden Spiele der Schuljugend und andere Volksbelustigungen statt. Abends wurde das Tanzbein geschwungen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 11. Mai 1934, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Personal-Nachweisung
Der Herr Regierungspräsident hat am 9. Mai die nachfolgend aufgeführten Persönlichkeiten in die bezeichneten ämter eingewiesen.

A. Kreisdeputierte
     Heermann, Fritz, Kreisleiter, Malz
     Kretzschmann, Hermann, Arbeitsführer, Kleinschönebeck-Grätzwalde
B. Amtsvorsteher [a] und Stellvertreter [b]
     1. Ahrensfelde
     a) Wegener, Bruno, Bauer, Ahrensfelde
     b) Krüger, Alfred, Stadtinspektor, Ahrensfelde
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 12. Mai 1934, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Die Namen der vorgestellten Ehrenbeamten, die noch nicht eingewiesen sind
Amtsvorsteher und Stellvertreter
Blumberg: Schloßgärtner Paul Fischer, Gutsbesitzer Willi Grün
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 17. Mai 1934, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Jahresjagdscheine
Gemäß den Ausführungsbestimmungen zum § 29 des Preuß. Jagdgesetzes vom 18. Januar 1934 ... gebe ich nachstehend die Namen der Inhaber der im April 1934 ausgestellten Jagdscheine bekannt.

9. Friedrich Kühnke, Jagdaufseher, Ahrensfelde
22. Alfred Herschel, gepr. Förster, Blumberg
23. Theodor Wolff, Jagdaufseher, Blumberg


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Mai 1934, Amtsbezirk Blumberg, anonymisiert

Blumberg. Am Pfingstmontag veranstaltete der Turnverein sein Sommervergnügen. Nach einem Umzuge durch das Dorf fanden turnerische Vorführungen im Garten des Otteschen Lokals statt. Der Wettergott hatte ein Einsehen und ließ den Regen erst nach Beendigung des Turnens einsetzen. Das reichhaltige Programm zeigte, mit welchem Fleiß im Turnerbund gearbeitet wird. Schon die Kleinsten waren mit vollem Eifer dabei. Die Männerriege zeigte ausgezeichnetes Können. Der Führer des Turnvereins, Pg. F. T., gedachte in seiner Ansprache der treuen Mitarbeit der Männer, die den Verein in schweren Zeiten hochhielten, und schloß mit einem dreifachen Hoch auf Führer und Vaterland. Turnwart W. K. verglich die heutige Arbeit im Turnverein mit der des Turnvaters Jahn; wehrhafte Männer, gesund an Leib und Seele, sollen erzogen werden. Er bat um Unterstützung der Vereinsarbeit. In einem Sprechchor brachten die Turner ihr Treuegelöbnis zum Vaterland, zur Heimat und zum Führer zum Ausdruck. Volkstümliche Uebungen und Spiele ließen auch den Humor zu seinem Recht kommen. Die Ringkämpfe der Kleinen lösten Stürme der Begeisterung aus.

Blumberg. Die beiden Lager in Blumberg, das Freiwillige Arbeitsdienstlager der NSDAP. und das Konzentrationslager in Elisenau, verlassen Blumberg in der nächsten Zeit. Der FAD. verabschiedet sich am kommenden Sonntag durch eine größere Veranstaltung. Am Vormittag ist Wecken und Festgottesdienst, am Nachmittag werden die jungen Leute ihr Können im Sport und im Turnen zeigen. Am Abend findet eine Feier im Gasthaus Ebel statt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 25. Mai 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Der Zug Blumberg des Arbeitsdienstes der NSDAP. veranstaltet am Sonntag sein Abschiedsfest, an dem alle Freunde des Arbeitsgedankens teilnehmen können. Im Mittelpunkt dieses Festes steht die Gedenksteinweihe, die erste dieser Art im Arbeitsgau Berlin-Brandenburg. Die Festfolge sieht nach einem musikalischen Wecken Flaggenparade und Gottesdienst, sowie Platzkonzert durch die Gaukapelle vor. Nach dem Marsch durch den Ort geht dann im Park die Weihe des Gedenksteines vor sich, der sportliche Darbietungen auf dem Tennisplatz folgen. Abends ist dann gesellige Abschlußfeier bei Ebel. Musikstücke, Sprechchor und Ansprache wechseln miteinander ab. Man sieht das Festspiel "Unter dem Hakenkreuzbanner". Nachher findet man sich dann beim Tanze zusammen. Es wird unzweifelhaft für das ganze Dorf ein fabelhaftes Fest werden.


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. Mai 1934, Amtsbezirk Blumberg

Motorradunfall
Blumberg, 26. Mai. Der Gärtner G. Keisdorf fuhr am 24. Mai abends an der Straßenkreuzung Bahnhof- und Berliner Straße in voller Fahrt gegen ein von Berlin kommendes Auto. Er erlitt einen doppelten Oberschenkelbruch. Ein zufällig vorbeikommender Krankenwagen nahm den Verunglückten mit ins Krankenhaus. Das Motorrad wurde schwer, das Auto nur leicht beschädigt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Juni 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. Ein Wohnungseinbruch verübt wurde hier am Mittwoch nachmittags zwischen 14 und 15 Uhr. Der Dieb, etwa 35 bis 40 Jahre alt, mittelgroß und mit einem dunklen Anzug und Hut bekleidet, unterhielt sich mit der Wohnungsinhaberin vorher noch recht gut, paßte dann aber den Moment ab, drang in die Wohnung ein, durchwühlte sie und verschwand mit 45 Mark Bargeld ungesehen. es wird gebeten, irgendwelche Wahrnehmungen der Gendarmerie oder Ortspolizeibehörde umgehend mitzuteilen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Juni 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Den Wandertag für Mai benutzten die Schulen von Birkholz, Blumberg, Blumberg-Elisenau, Krummensee, Seefeld und Löhme zu einer gemeinsamen Wanderung nach Werneuchen. Dort hat der Siedler Diedecke in Rudolfshöhe einen Muster-Gasschutzraum hergestellt. Diedecke führte die Kinder durch die Räume und gab die nötigen Erklärungen. Sämtliche notwendigen Geräte waren vorhanden. Danebenhängende Plakate gaben den Verwendungszweck an. Die Kinder werden die Erkenntnis mit nach Hause genommen haben, daß sich mit geringen Mitteln ein genügender Schutz schaffen läßt, und daß auch ein umgebauter Keller noch für Wirtschaftszwecke brauchbar ist.


Niederbarnimer Kreisblatt, 5. Juni 1934, Amtsbezirk Blumberg

Eine Scheune niedergebrannt
Die Weidelsche Scheune in der Landsberger Straße brannte in der Nacht zum Montag vollständig nieder. Da mit der Scheune ein Wohnhaus zusammenhängt, rief man sofort die Nachbarwehren zu Hilfe. Durch vier Motorspritzen von Ahrensfelde, Blumberg, Bernau und Werneuchen wurde das Wasser vom Haarteich zur Brandstätte gepumpt. Unterstützt vom Freiwilligen Arbeitsdienst Blumberg gelang es den Wehren, das Wohnhaus zu retten.
In der Scheune verbrannte eine größere Menge ausgedroschenen Roggens und eine Dreschmaschine. Da man die Wohnungen in aller Eile ausräumte, wurden viele Möbelstücke beschädigt, so daß die 7 Mieter, alles Arbeiter, manchen Verlust zu beklagen haben. Zwei Familien sind nicht versichert. Man vermutet Brandstiftung.

Blumberg. Das Zwei[g]lager des Konzentrationslagers Oranie[n]burg in Blumberg-Elisenau ist heute nach Oranienburg zurückgekehrt. Die Gefangenen haben hier die alte Ziegelei abgerissen und eingeebnet, außerdem haben sie mehrere Waldstücke abgeholzt. Das dadurch gewonnene Land ist den Siedlern zugeteilt worden. Da die Arbeit vollendet ist, hat man das Lager aufgelöst.


Niederbarnimer Kreisblatt, 13. Juni 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt, anonymisiert

Ahrensfelde. Zu der Ortsgruppenversammlung am 8. Juni gab Ortsgruppenleiter K. einen kurzen Bericht über die letzte Kreistagung in Oranienburg, die er besucht hatte. Er gab u.a. bekannt, daß das parteiamtliche Organ für den Kreis Niederbarnim in Zukunft nur das "Niederbarnimer Kreisblatt" ist. Es sollte Pflicht jedes Niederbarnimer Pg. sein, diese Zeitung zu lesen, da sie sämtliche Verfügungen enthält. ... In der Aussprache wurde der sehr mäßige Besuch der Veranstaltung bemängelt. Der bisherige Blockwart, Pg. U., hat sein Amt niedergelegt, dafür wurde vom OGL. der Pg. P.K. als Blockwart eingesetzt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 14. Juni 1934, Amtsbezirk Blumberg, anonymisiert

Blumberg. Nachdem gestern Landrat Dr. Weiß die Blumberger Siedlung besichtigt hat, wird am Freitag Gauleiter Kube in unserem Ort weilen. Der Gauleiter wird auf seiner Reise durch den Kreis auch Blumberg und die Siedlung Elisenau besuchen.

Blumberg. Nach der Reinigung des Dorfteiches hatte man dort Fische eingesetzt. Da viele Fische eingegangen sind, war man gezwungen, den Teich leer zu fischen. 150 Karpfen wurden gefangen. Ob die in den Teich geleiteten Abwässer oder andere Gründe das Eingehen der Fische verursachten, ist nicht bekannt.

Blumberg. Die Monatsversammlung der NSV. am Dienstag, den 12. d. Mts. war leider schwach besucht. Pg. L. sprach über die Arbeit in der NSV., Broschüren der Unfallverhütung wurden verteilt, Mütter und Kinder sollen verschickt werden.


Niederbarnimer Kreisblatt, 15. Juni 1934, Titelseite, gekürzt

Gauleiter Kube im Kreis Niederbarnim
überall von der Bevölkerung freudig begrüßt / Der Kreis Niederbarnim im Festkleid / Ansprachen in Neuenhagen und Bernau
Von Dahlwitz nach Wandlitz

Der Oberpräsident von Berlin und der Provinz Brandenburg, unser Gauleiter der Kurmark, Wilhelm Kube, unternahm heute eine Besichtigungsfahrt durch den Kreis Niederbarnim. ...
Die weitere Fahrt [von Neuenhagen] führte über Hönow und Mehrow nach Ahrensfelde und gab Gelegenheit, einige besonders charakteristische Bauerndörfer zu besichtigen. Ueberall waren die Straßen festlich geschmückt, und die gesamte Bevölkerung hatte sich zur Begrüßung des Gauleiters eingefunden. Kleine Mädchen überbrachten Blumensträuße, die der Gauleiter mit herzlichem Dank und Grüßen an die Bevölkerung in Empfang nahm.
Vor Blumberg wurde die Fahrt auf kurze Zeit unterbrochen, um im Walde ein von Landrat Dr. Weiß vorbereitetes kleines Frühstück einzunehmen. Eingehend besichtigt wurde vom Gauleiter ein Siedlungshaus in der Nähe von Blumberg, das als
Beispiel der unzweckmäßigen Siedlungstätigkeit des alten Systems
bezeichnet werden kann. Der Siedler schilderte dem Gauleiter die schwierige Lage, in der sich die Siedler durch die schlechte Beschaffenheit des Bodens und zu geringe Landzuteilung befänden. Der Gauleiter sicherte zu, daß er dafür sorgen werde, daß jedem Siedler möglichst noch 1 1/2 bis 2 Morgen Wiesenland zugeteilt werden.


Niederbarnimer Kreisblatt, 15. Juni 1934, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Die Junisitzung des NS. Lehrerbundes fand in Seefeld statt. Nach dem Lied "Wenn wir schreiten Seit' an Seit'" wurden die Gaubefehle verlesen. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 16./17. Juni 1934, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Bekanntmachung der Bezirks-Vertriebsstelle Niederbarnim
In Ausführung des Reichsgesetzes vom 17. Februar 1934 über die Regelung des Absatzes von Frühkartoffeln gebe ich hiermit die im Kreis Niederbarnim eingerichteten Ortssammelstellen bekannt:
5. F. Kraatz, Seefeld, Tel. Werneuchen 67:
Für Löhme-Seefeld, Krummensee, Blumberg, Ahrensfelde, Mehrow, Eiche


Niederbarnimer Kreisblatt, 18. Juni 1934, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Jahresjagdscheine
Gemäß den Ausführungsbestimmungen zum § 29 des Preuß. Jagdgesetzes vom 18. Januar 1934 ... gebe ich nachstehend die Namen der Inhaber der im Mai 1934 ausgestellten Jagdscheine bekannt.

145. Albrecht, Georg, Schmiedemeister, Ahrensfelde
164. Meißner, Ernst, Landwirt, Mehrow
165. Meißner, Willi, Landwirt, Mehrow


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Juni 1934, gekürzt

Schwimmen als Pflichtfach in der Schule
von Carl Müller, Beauftragtem der Reichsleitung des NSLB für die Reichsschwimmwoche
...
"Schwimmen muß Pflichtfach werden!" lautet eine der bedeutendsten Forderungen der Reichsschwimmwoche.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Juni 1934, Amtsbezirk Blumberg

Verkehrsunfall
Blumberg, 19. Juni. Am Sonntag abend in der 11. Stunde wurde der 28jährige W. Klopp vor dem Hause seiner Eltern auf der Straße Blumberg-Bernau von einem Auto, das aus Blumberg sein soll, überfahren. Kl. wollte vor dem Auto noch die Straße überschreiten, wurde aber von dem Wagen erfaßt. Mit sehr schweren Verletzungen kam er ins Bernauer Krankenhaus.


Niederbarnimer Kreisblatt, 20. Juni 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde

Mehrow. Anläßlich der Besichtigungsfahrt durch den Kreis weilte Oberpräsident und Gauleiter Kube einige Minuten in unserem Ort. Sie mögen genügt haben, ihm einen guten Eindruck von dem nationalsozialistischen Geist der Einwohnerschaft zu vermitteln. Kinder brachten durch Gedichtsvorträge zu Ausdruck, daß Bauern und Bürger in märkischer Treue zur Heimat festhalten, und überreichten Blumensträuße zur Begrüßung. Nach dem Dank an die Kinder und nach Begrüßung aller Organisationen, aller Männer und Frauen, setzte der Oberpräsident die Fahrt fort. Wir aber knüpfen an diesen Besuch die Hoffnung, daß in einem künftigen Falle dem Besuch gemeldet werden kann: In Mehrow ist alles in Ordnung, jeder Vg. hat Arbeit und Brot, Mutter und Kind haben ein wirkliches Heim, jede Familie hat ihre Wohnung und nicht einen einzige bewohnt eine solche, die vom Kreisarzt als "die Gesundheit in erheblicher Weise gefährdend" angesehen werden muß.


Niederbarnimer Kreisblatt, 23./24. Juni 1934, gekürzt

Beim Bau der Reichsautobahn Berlin-Stettin

... Im Jahre 1936 soll die Berlin-Stettiner Strecke dem Verkehr übergeben werden. Die Kosten sind auf 400000 Mark für den laufenden Kilometer veranschlagt. 40 Prozent entfallen auf Löhne am Bau selbst, 35 Prozent auf Löhne außerhalb der Baubetriebe und der Rest auf sämtliche übrigen Aufwendungen, insbesondere Grunderwerbs- und Verwaltungskosten.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 23./24. Juni 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Unter reger Beteiligung der Eltern und schon entlassenen Schüler und Schülerinnen machten die Schulen von Blumberg und Elisenau die diesjährige Dampferfahrt. Von der Schillingbrücke ging es über Zeuthen durch den Crossinsee, durch den Oder-Spree-Kanal in den Seddinsee zur Berliner Schweiz. Zur Kaffeepause wurde in der Krampenburg angelegt. Das günstige Wetter half zum Gelingen der Fahrt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 25. Juni 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Unser Ort bekommt eine Apotheke! Diese erfreuliche Mitteilung wird von allen Einwohnern begrüßt werden, denn bisher war es immer äußerst umständlich, die Medizin in dringenden Fällen schnell herbeizuschaffen. Die Apotheke wird geleitet von Apotheker Paul Kuneke, der in Potsdam seit 1922 die größte Apotheke geleitet hat.


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. Juni 1934, Amtsbezirk Blumberg

Hohe Belohnung für Ermittlung eines Brandstifters
Blumberg, 27. Juni. Der am 4. Juni von uns gemeldete Brand der Weidelt-schen Scheune hat noch keine Aufklärung gefunden. Die Feuersozietät hat eine Belohnung von 2000 RM. für Ermittlung des Brandstifters ausgesetzt. Bisher gelten zwei Personen als verdächtig: Ein Mann mit einem Rade, der am Vormittag des Brandtages an der Brandstätte gesehen wurde, und ein Motorradfahrer, der nach dem Brande ohne Licht von Blumberg in der Richtung zum Bahnhof fuhr. Die Bevölkerung wird gebeten, die Nachforschungen zu unterstützen. Angaben können bei der Ortspolizei gemacht werden, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden.

Blumberg. Dem Bankbeamten A.H. wurden in der Nacht zum Sonnabend 9 Hühner, 6 gelbe und 3 weiße, gestohlen. Die Diebe drangen vom Garten aus in die Scheune ein und durchbrachen die Lehmdecke des von der Scheune abgeschlagenen Hühnerstalles. Da die Hühner nicht abgeschlachtet wurden, besteht die Möglichkeit, die Diebe zu entdecken. Auch in diesem Falle wird das Publikum um Unterstützung der Ortspolizei gebeten.

Blumberg. Die Wettkämpfe zum Fest der Jugend hatte man auf den Nachmittag gelegt, um der schulentlassenen Jugend Gelegenheit zu geben, sich daran zu beteiligen. Um 2 Uhr marschierten Schuljugend, Hitler-Jugend und die Jugendlichen des Arbeitsdienstes zum Schloßpark, um im Dreikampf ihre Kräfte zu messen. Von den 88 Teilnehmern erreichten 16 über 40 Punkte. Der geringe Prozentsatz der Sieger gegenüber den vergangenen Jahren ist dadurch zu erklären, daß die Bedingungen in diesem Jahr schwerer sind. Unsere Jugend muß also den Körper noch mehr schulen, um die erhöhten Anforderungen zu erfüllen. Auffällig war, daß sich die schulentlassene weibliche Jugend nicht beteiligte. - Abends um 8 Uhr verteilte der Leiter der Wettkämpfe, der Führer des Turnvereins, W. Kablow, die Ehrenurkunden an die Sieger. Darauf formierte sich der Zug der Organisationen und Vereine in der Bahnhofstraße. Unter Vorantritt des Spielmannszuges ging es zur eingeebneten alten Ziegelei. Dort wurde das Feuer in der in den Verfügungen geforderten Form abgebrannt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 28. Juni 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt, anonymisiert

Ahrensfelde. Alle NS-Organisationen und Vereine, sowie viele Bewohner und Siedler waren erschienen, um gemeinschaftlich das Fest der Sommersonnenwende zu erleben. Ein langer Zug bewegte sich unter Vorantritt des Spielmannszuges des Turnvereins "Felsing" zum Holzstoß. Schon beim Anmarsch loderte die gewaltige Flamme zum Himmel. Nachdem das Lied "Flamme empor" verklungen war, sprach Pg. L. in seiner Feuerrede von den altgermanischen Feiern und von der Bedeutung der Feier für uns. Daran schloß sich die Ansprache des Ortsbauernführers [an]. Nach dem Singen des Liedes "Kein schsiner [!] Land" erklangen Feuersprüche, die eine gewaltige und deutliche Sprache redeten und dem Vaterlande Treue schwuren. Ein in die Flammen geworfener Kranz und ein kerniger Spruch galten dem Gedenken der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung. Sodann wurden das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied gesungen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Juli 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, anonymisiert

Ahrensfelde. Die Einführung der Gemeindeältesten in ihr Amt erfolgte hier kürzlich. Pg. Dr. E. hob die Bedeutung dieses Tages besonders hervor und ermahnte in eindringlichen Worten alle, stets ihre Pflicht zu tun, wie es einem rechten Nationalsozialisten zukommt. In dem Ehrenamt eines Gemeindeältesten sind berufen worden die Bürger Pg. R. K., Pg. Dr. E., Bg. A. B. jun., Pg. F. M., Pg. A. R., Pg. A. K..


Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Juli 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Einführung des neuen Pfarrers. Am Sonntag wurde Pfarrer Heinzel in sein Amt eingeführt. In der alten ehrwürdigen Kirche waren die kirchlichen Körperschaften von Blumberg und der zum Kirchensprengel gehörenden Gemeinden Eiche und Hellersdorf sowie eine zahlreiche Gemeinde versammelt. Die Einführung nahm der kommissarische Superintendent des Kirchenkreises Berlin-Land, Pfarrer Schleuning - Neuenhagen, vor. Bei der Feier wirkten mit der Vorgänger des neuen Geistlichen, Pfarrer Ramin, und Pfarrer Uhlich - Berlin.


Niederbarnimer Kreisblatt, 5. Juli 1934

Auflösung des Arbeitsdienstlagers
Blumberg, 4. Juli. Das Gau des freiwilligen Arbeitsdienstes, das man bei allen Feiern bisher bemerkte, ist jetzt aus dem Straßenbild verschwunden. Das Lager wurde am 1. Juli aufgelöst und die Arbeitsdienstleistenden auf 5 Lager verteilt. Seit dem 16. Mai 1933 war der Marstall des ehemaligen Arnimschen Schlosses die Unterkunft, und seit dieser Zeit wurde an der Entwässerung des Parks und des Schleusensees gearbeitet. Da der Abflußgraben nicht genügte, schlossen sich die Besitzer der anliegenden Wiesen und Ländereien zu einer Wassergemeinschaft zusammen. Der Staat gab einen Zuschuß und der FAD. wurde eingesetzt. Durchschnittlich waren 72 Mann beschäftigt. 9 Kilometer Graben wurden vertieft, der Hauptgraben um 60 Zentimeter. 20 Brücken mußten gebaut werden; 800 Faschinen und 600 Meter Rohrleitungen wurden verlegt. Die Arbeit wurde durch das trockene Wetter sehr begünstigt; nur einmal mußte im Dezember der großen Kälte wegen an einem Tage gefeiert werden. - Die Aufräumungsarbeiten im Park werden durch das Arbeitslager Bernau zu Ende gebracht.


Niederbarnimer Kreisblatt, 7./8. Juli 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, gekürzt, anonymisiert

Ahrensfelde. Die Mitgliederversammlung der Ortsgruppe der NSDAP. fand kürzlich statt. Nach dem Singen des Liedes "Deutsch ist die Saar" begrüßte Ortsgruppenleiter Pg. K. die fast vollzählig erschienenen Pgs. Nach Verlesung verschiedener Gau- und Kreisbefehle erstattete er Bericht über die Kreistagung der Ortsgruppenleiter im Landratsamt und ermahnte in seinen weiteren Ausführungen alle Parteigenossen, nun erst recht ihre Pflicht als Nationalsozialisten zu tun und treu hinter unserem Führer zu stehen. Zu einem starken Treuegelöbnis wurde das Sieg-Heil auf unseren Führer. Anschließend besuchten die Teilnehmer die Filmvorführung "Marschall Vorwärts", die sehr großen Anklang fand.


Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Juli 1934, gekürzt

Niederbarnimer Feuerwehren in Bergfelde
Erste Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes nach Durchführung des Feuerlöschgesetzes
...
Nach einigen Bekanntgaben wurden die Kameraden Paul Haase, Ahrensfelde, Erich Ahrendhold, Kalkberge, Fritz Goethe, Herzfelde und Paul Netzeband, Oranienburg mit dem staatlichen Erinnerungszeichen für Verdienste um das Feuerlöschwesen ausgezeichnet, ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 17. Juli 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, anonymisiert

Eiche. Zu dem Übergabetag der Freiwilligen Feuerwehr waren außer den örtlichen Vereinen die Nachbarvereine und als Ehrengäste der Vertreter des Landrats, Regierungsrat Jacobi, Kreisfeuerwehrführer Gratz, Brandmeister Schäfer, Amtsvorsteher Wegener, die Gemeindevorsteher und Ahrensfelde und Mehrow, der Ortsgruppenleiter der NSDAP. von Ahrensfelde, Pg. K., und der Stützpunktleiter, Pg. E. erschienen. Bei den Steigerübungen, dem Fuß- und Geräteexerzieren sowie dem Brandangriff zeigte die junge Wehr vorbildliche Leistungen, was allseitig anerkannt wurde. Nach dem Festzug durch den Ort und die Siedlung vereinte der Tanz noch lange die Teilnehmer.

Eiche. Das Gotteshaus wird in nächster Zeit die schon seit langem geforderte Heizungsanlage erhalten.


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Juli 1934, Amtliche Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Jahresjagdscheine
Gemäß den Ausführungsbestimmungen zum § 29 des Preuß. Jagdgesetzes vom 18. Januar 1934 ... gebe ich nachstehend die Namen der Inhaber der im Juni 1934 ausgestellten Jagdscheine [176-270] bekannt:

189. Buchholz, Albert, Bauer, Ahrensfelde
237. Haase, Paul, Gemeindeschulze, Ahrensfelde
242. Lindhorst, Max, Kirchhofsinspektor, Ahrensfelde
253. Kunze, Theodor, Privatförster, Mehrow


Niederbarnimer Kreisblatt, 21./22. Juli 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Die Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes veranstaltet ab 30. August jeden Montag abend, fünf Wochen lang, für die Ortschaften Blumberg, Ahrensfelde, Eiche, Mehrow, Seefeld, Löhme, Krummensee, Lindenberg, Schwanebeck und Birkholz einen großen Kursus, der in erster Linie für die Behörden, Organisationen und Amtsträger bestimmt ist.


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. Juli 1934, Amtsbezirk Ahrensfeld

Eiche. Die sehnlichst erwarteten Ferienkinder sind hier eingetroffen. Zwar waren es statt 12 Mädchen 12 Knaben, aber alle Pflegeeltern haben sich damit abgefunden. Die Knaben kamen im Auto von ihrer Heimatstadt Jüterbog bis Ahrensfelde, wo sie der Gemeindeschulze Seelisch in Empfang nahm und mit einer Ansprache begrüßte.


Niederbarnimer Kreisblatt, 25. Juli 1934, Beilage "Die Sturmabteilung"

Der neue Führer unserer Obergruppe
Obergruppenführer Pg. Dietrich von Jagow wurde vom obersten SA.-Führer, Adolf Hitler, zum Führer der Obergruppe Berlin-Brandenburg ernannt.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 28./29. Juli 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde

Ahrensfelde. 36 Kinder trafen Ende voriger Woche aus der Gegend von Jüterbog zur Erholung in unserem Orte ein.

Ahrensfelde. Bei der Kreisverbandstagung der Freiwilligen Feuerwehren in Bergfelde wurde auch unser Gemeindeschulze für die großen Verdienste um das Feuerlöschwesen mit der Dienstauszeichnung nebst Urkunde ausgezeichnet. Unsere Feuerwehr ist bereits im Besitze einer Motorspritze und eines Mannschaftskraftwagens. Außerdem wurde ein Tiefbrunnen gebaut, aus dem zu gleicher Zeit drei Motorspritzen Wasser entnehmen können.

Ahrensfelde. Das beliebte Bauernreiten findet wieder am 5. August statt. In diesem Jahr sieht es ein besonders reichhaltiges Programm vor. Veranstalter sind der Reitersturm 10/26 und der Reiterverein. Außerdem sind die umliegenden Vereine eingetragen. Außer Rennen, Schulreiten, Jagdspringen und Patrouillenreiten tritt eine Motorradstaffette in Erscheinung. Den Schluß bilden die offenen Rennen und Trabrennen. Der Ausmarsch erfolgt gegen 2 Uhr. Abends ist Tanz in beiden Sälen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 30. Juli 1934, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Eine Sitzung der Gemeindeältesten fand am Freitag abend im Gemeindehaus statt. Die Tagesordnung umfaßte nur einen Punkt: Vereidigung des Schöffen Otto Peters und der Gemeindeältesten Georg Ladentin, Manfred Seipel, Fritz Töpfler, Richard Gathow I, Hermann Vetter und Paul Stark.


Niederbarnimer Kreisblatt, 1. August 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Kindertransport der NSV. Mit dem von Oranienburg gemeldeten Kindertransport nach Luckau sind auch aus unserer Gemeinde 8 Kinder verschickt worden. Hier befinden sich 18 Kinder vom Alten und Neuen Lager bei Jüterbog in Pflege.

Blumberg. Diebstahl. Leicht gemacht wurde es einem Diebe, der die Wirtschaftskasse eines ortsansässigen Besitzers erleichterte. Obwohl das Personal und auch alle Familienmitglieder vom Hofe abwesend waren, ließ man den hinteren Hauseingang unverschlossen. Der Dieb konnte also ungehindert ins Haus und aus dem Schreibtisch (die Schlüssel lagen griffbereit) das Geld nehmen. Da ähnliche Gepflogenheiten noch viel auf dem Lande herrschen, sei größte Vorsicht empfohlen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 3. August 1934, gekürzt

Hauswirtschaftliches Jahr für Mädchen
Das hauswirtschaftliche Jahr für Mädchen ist von der NS Frauenschaft, dem deutschen Frauenwerk, der Reichsjugendführung und der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung ins Leben gerufen worden, um den aus der Schule entlassenen jungen Mädchen, die nicht sofort in einen Beruf eintreten können, die Möglichkeit zu geben, in ein geordnetes Arbeitsleben eingeführt zu werden.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 4./5. August 1934

Für 620 RM. ein Kraftwagen
Japanisches Dumping
Berlin, 3. August. "La Semaine Coloniale" berichtet: Jidosha Seizo Kraftwagenfabrik in Tokio hat einen modernen 1-Zylinder-Personenkraftwagen zu dem niedrigen Preise von RM. 600,- auf den Markt gebracht. Der Absatz dieser Wagen in Japan, China, Mandschukuo, Niederländisch-Indien und den malayischen Staaten ist so groß, daß die Fabrik sich genötigt gesehen hat, Bestellungen auf ihre Wagen bis Ende des Jahres zu sperren. Die Direktion plant eine größere Absatzorganisation im nächsten Jahre auf den indischen sowie süd- und ostafrikanischen Märkten.


Niederbarnimer Kreisblatt, 11./12. August 1934, Amtsbezirk Blumberg, gekürzt

Blumberg. Die Ortsgruppe des Reichs-Luftschutz-Bundes veranstaltet vom 20. August ab an 5 auseinanderfolgenden Montagen einen großen Ausbildungslehrgang für Behörden, Amtsleiter und Mitglieder des RLB. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 13. August 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, anonymisiert

Ahrensfelde. Durch den Reichsluftschutzbund fanden am Sonnabend Vorführungen von Brandsätzen statt. Eine große Menschenmenge hatte sich eingefunden. Trotzdem es nur kleine Brandsätze waren, so war doch die Wirkung ungeheuerlich. Außer Sand gab es für diese Bomben kein Hindernis. Wasser vergrößerte sogar noch die Wirkung. Theoretisch und praktisch wurden auch die Bekämpfungsmaßnahmen vor Augen geführt, die, mit Ruhe durchgeführt, keinerlei Gefahr bieten. Eine gewaltige Aufgabe ist hier noch zu erledigen.

Ahrensfelde. Sämtliche Parteigenossen hören die Rede unseres Führers am Freitag um 20 Uhr im Parteilokal. Die Ausbildung der Amtswalter unter Leitung des Pg. A. K. findet weiter am Sonntag von 6 bis 9 Uhr und am Mittwoch von 20 bis 22 Uhr statt. Das Erscheinen sämtlicher Amtswalter ist Pflicht.


Niederbarnimer Kreisblatt, 13. August 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. In der Sitzung der Kirchenältesten und kirchlichen Gemeindevertreter legte Pfarrer Heinzel den Bericht vor, den das Konsistorium nach der vor einiger Zeit erfolgten Besichtigung unserer Kirche durch Vertreter der Kirchenbehörde und des Provinzialkonservators abgegeben hat. Unsere ehrwürdige Kirche ist sehr wiederherstellungsbedürftig. In dem Bericht sind alle notwendigen Arbeiten zusammengestellt: Sanierung der Gruft unter der Kirche, Entfeuchtung der Kirche durch Erdarbeiten und Einbau einer Luftheizung, Erneuerung des Kircheninneren, des Daches und des Dachreiters. Die Kosten in Höhe von rd. 16000 RM. können ohne Erhöhung der Kirchensteuer aufgebracht werden durch Zuschüsse kirchlicher und staatlicher Stellen und Einnahme einer zurückgezahlten Hypothek. Alle Vertreter stimmten grundsätzlich dem Plane zu. - Um an großen Festen eine ungleichmäßige Ueberfüllung der Kirche zu vermeiden, soll die Platzordnung aufgehoben werden. Eine Maßnahme, die schon längst erfolgen mußte. - Außerdem hat der Kirchenrat folgenden Beschluß gefaßt: Um Störungen bei Trauungen zu vermeiden, ist Zuschauern der Zutritt nur noch gegen Lösung einer Eintrittskarte für 10 Pf. und dem Ort angemessener Kleidung gestattet.


Niederbarnimer Kreisblatt, 14. August 1934, Amtsbezirk Blumberg, anonymisiert

Blumberg. Zur Volksabstimmung spricht am Mittwoch, dem 15. August, abends 8.30 Uhr, im Otteschen Saale, Pg. K.. Es wird erwartet, daß die Einwohner recht zahlreich erscheinen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 16. August 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, anonymisiert

Ahrensfelde. Ein letzter Appell zur Volksabstimmung ist am Sonnabend um 20,30 Uhr bei Pg. D.. Es spricht der Kreisbauernführer Pg. Henning. Alle Volksgenossen und Volksgenossinnen sind herzlich eingeladen. Für die Parteigenossen und -genossinen ist das Erscheinen Dienst und Pflicht.


Niederbarnimer Kreisblatt, 17. August 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, anonymisiert

Ahrensfelde. Zur Volksabstimmung spricht am Sonnabend den 18. August, abends 8,30 Uhr, im Saale des Pg. D. der Kreisbauernführer Pg. Henning. Es wird erwartet, daß zu dieser öffentlichen Versammlung die Volksgenossen aus Dorf und Siedlung recht zahlreich erscheinen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 18. August 1934, gekürzt

Einiges aus dem Knigge für Motorradfahrer
Des Motorradfahrers Umgang mit Menschen - Freunde brauchen wir, nicht Feinde!
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Niederbarnimer Kreisblatt, 20. August 1934, gekürzt

[Volksabstimmung über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches]

Deutschlands "Ja" für Hitler
Das ganze Volk geschlossen hinter dem Führer / 90 Prozent der Stimmen "Ja"


Die Wahl des Kreises Niederbarnim am 19. August hat folgendes Ergebnis gehabt:
Ja: 133896 Stimmen
Nein: 19453 "
Ungültig: 3360 "

Einzelergebnisse aus dem Kreis Niederbarnim
Ahrensfelde: Ja 1067, Nein 63, Ung. 2
Blumberg: Ja 1109, Nein 83, Ung. 15
Mehrow: Ja 187, Nein 11, Ung. 3


Niederbarnimer Kreisblatt, 21. August 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, anonymisiert

Ahrensfelde. Am Mittwoch, abends 8.30 Uhr, findet im Saale des Pg. M. eine große öffentliche Versammlung statt. Es spricht Pg. Ebeling, Potsdam, über "Freimaurerei". Wegen der Wichtigkeit des Themas, denn jeder Volksgenosse muß über das schändliche Treiben dieser Geheimgesellschaft aufgeklärt sein, ist es notwendig, daß alle aus Ort und Siedlung erscheinen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. August 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, anonymisiert

Ahrensfelde. Seit Dienstag vormittag sind die deutschen Turner und Sportler unterwegs, um den saardeutschen Brüdern und Schwestern die Grüße und das Treuebekenntnis des Mutterlandes zu übermitteln. Ab Donnerstag, 8 Uhr abends, stehen die Läufer unseres Turnvereins (Deutscher Turnerbund, Berlin, Gruppe Ahrensfelde) bereit, um die Staffel zu übernehmen. 20 Läufer, aber darüber hinaus werden ganze Vereine und die Bevölkerung Zeugen dieser einzigartigen Treuekundgebung sein. Um 20 Uhr sammeln sich die Läufer bei Pg. D.. Um 20,50 Uhr müssen sie an der Grenze der Stadtgemeinde Groß-Berlin zur Entgegennahme der Urkunde stehen. Ab 21 Uhr erwarten wir hier den Läufer, der uns die Urkunde zuträgt. Der Lauf wird hier angehalten zu einem kurzen Treueschwur und um 22 Uhr erfolgt der Weiterlauf unserer Leute. Ganz Ahrensfelde wird die Treue zum Saarland anläßlich dieses Laufens bekunden: Deutsch die Saar immerdar!


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. August 1934, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim

Selbstschüsse
Dem Gastwirt Hermann Meißner in Mehrow ist widerruflich die polizeiliche Genehmigung erteilt worden, auf seinem Grundstück in Mehrow Selbstgeschosse zu legen.
Ahrensfelde b. Berlin, d. 23. August 1934
Der Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. August 1934, Amtsbezirk Ahrensfelde, anonymisiert

Ahrensfelde. Zu einem Kinderfest hatte die NS.-Frauenschaft die Ferienkinder eingeladen. Die Frauenschaftsführerin Frau N. begrüßte die zahlreich erschienenen Kinder herzlich. Durch die großen Kuchenspenden war es möglich, den Kindern eine reichgedeckte Kuchentafel zu bieten. Kräftig wurde zugelangt. Danach entwickelte sich ein buntes Leben und Treiben. Im Wettlauf, Eierlauf und Sackhüpfen versuchten die Einzelnen, die gesetzten Preise zu erringen. Große Heiterkeit herrschte beim Wurst- und Weintraubenschnappen. Schnell vergingen die Stunden. Zum Schluß erschien Kasperle, der es verstand, die Kinder vollständig in seinen Bann zu ziehen. Das fröhliche Lachen wollte kein Ende nehmen. Froh und zufrieden gingen am Abend die Kinder nach Hause. Diese Veranstaltung war nur möglich durch die großen Spenden der einzelnen Frauen und ihrer rührigen Mitarbeit. - Am Dienstag kam das Abschiednehmen von der liebgewordenen Stätte. Wohl alle wären noch gern hier geblieben. Aber auch andere Ferienkinder wollen noch einige Wochen in Ahrensfelde verleben. Gegen Mittag verließen die Ferienkinder unseren Ort. Viel werden sie den Eltern erzählen und oft und gern an unseren Ort zurückdenken.


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. August 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Zu dem 1. Schulungsabend des RLB. der Ortsgruppe Blumberg mit seinen Untergruppen waren 70 Kursusteilnehmer erschienen. Der Redner des Abends, Dr. Welte von der Inspektion des RLB., sprach über "Kampfstoffe". In anschaulicher Weise zeigte er Wirkung und Gefahren der Kampfstoffe. Das wichtigste war, daß er uns für die Praxis einfach[e] Mittel nannte, die wir als Laien gegen die Kampfstoffe anwenden können. Reiches Anschauungsmaterial zeigte die moderne Schutzausrüstung. Der nächste Abend findet am Montag im Parteilokal Nitze statt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 28. September 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Feuerwehrtag. Nachdem die neuen Feuerwehren in Seefeld und Löhme unter der Leitung unsres Oberbrandmeisters Vetter ihre Ausbildung erhalten haben, erfolgte am Sonntag die Prüfung durch den Kreisfeuerwehrführer Graß. Da nur Blumberg einen Steigeturm besitzt, fand der erste Teil der Prüfung in Blumberg statt. Viele Wehren der Umgegend hatten Vertreter entsandt, u. a. Ahrensfelde, Eiche, Mehrow, Neuenhagen, Lanke, Friedrichstal und Bernöwe. Die Leitervorführungen wurden von den Führern der neuen Wehren, Helmer - Seefeld und Bredereke - Löhme geleitet. Während dieser Vorführungen erschien auch Landrat Dr. Weiß, um der weiteren Prüfung beizuwohnen. Um 2,10 Uhr fuhren die Wehren nach Seefeld und Löhme, wo Fußdienst und praktische Uebungen vorgeführt wurden.


Niederbarnimer Kreisblatt, 1./2. September 1934, Altlandsberg und Umgebung

Eiche. Ein bedauerlicher Unglücksfall trug sich in der Nacht zum Freitag hier zu. Ein Motorradfahrer stieß hier an der Stelle, wo der Weg nach Mahlsdorf von der Landsberger Chaussee abgeht, mit einem Lastauto zusammen. Der Führer des Motorrades war sofort tot. Seine Leiche und das Rad liegen hier im Spritzenhaus. Der Soziusfahrer mußte schwer verletzt in das Hubertus-Krankenhaus in Lichtenberg geschafft werden. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Bei dem Toten soll es sich um einen Landwirtssohn aus Buchholz bei Altlandsberg handeln.


Niederbarnimer Kreisblatt, 4. September 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Blumberg. Die neun Kinder, die von der NSV. verschickt waren, sind wieder zurückgekehrt. Sehr gut erholt, teilweise neu eingekleidet, sind sie von ihren Eltern in Empfang genommen worden. Aus einer Familie waren drei Kinder verschickt. Eine Gewichtszunahme von durchschnittlich 6 Pfund zeigt, in welch guten Händen die Kinder waren. Unsere Kinder sind im Kreise Luckau ebenso gut aufgenommen worden, wie die 19 Jüterboger Kinder in Blumberg.

Blumberg. Eine Gedenkfeier veranstaltete am Sonnabend der Kriegerverein. Nach der Begrüßung durch den Vereinsführer, Pg. F. T., ging der Vorhang der Bühne hoch, und als lebendes Bild saßen dort in ihren alten Uniformen die Krieger vom Alten Fritz, aus den Befreiungskriegen von 1870, 1914 und der SA.-Mann des Dritten Reiches. Während die Märsche und Lieder jener Zeiten erklangen, schilderten die symbolisch aus dem Jenseits zurückgekehrten Soldaten die Heldentaten der Vergangenheit bis zu der gewaltigen Tat der Befreiung Deutschlands durch den Führer.

Blumberg. Zu einer Generalprobe hatten sich in den Spätnachmittagsstunden 50 Mädchen vom Ring Barnim-Mitte auf dem Sportplatz im Blumberger Park versammelt. Unter der Leitung der Ringführerin Else Diederich und der Gausportwartin Grete Löbe wurden fleißig die Uebungen durchprobiert, die am 22. und 23. September beim Gausportfest in Wittenberge gemeinsam vorgeführt werden sollen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 11. September 1934, Altlandsberg und Umgebung, gekürzt

Hönow. Die Uebergabe der Freiwilligen Feuerwehr findet am Sonntag, mittags 1 Uhr, in Hönow statt. Nachdem im Januar 1934 die Gründung der Feuerwehr stattgefunden hatte, ist die Ausbildung durch den Oberbrandmeister der Feuerwehr Neuenhagen erfolgt. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 12. September 1934, Altlandsberg und Umgebung

Ahrensfelde. Landrat Dr. Weiß weilte am Sonntag in Ahrensfelde, wo der Reiterverein mit dem Reitersturm 10/26 sein alljährliches Reiterfest abhielt. Alter Ueberlieferung getreu spielte die Kapelle Liebisch aus Bernau. Anwesend waren etwa 80 Reiter; zum Teil konnte man ausgezeichnetes Pferdematerial sehen. Es wurden Flachrennen, Trabrennen, Hürdentrennen und Jagdspringen gezeigt. Die Veranstaltung fand allgemein den höchsten Beifall. Den Abschluß bildete ein Vorbeimarsch unter Führung von Herrn von Platen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 13. September 1934, Altlandsberg und Umgebung, gekürzt, anonymisiert

Blumberg. Einen überblick über die geleistete Arbeit und einen Ausblick auf die noch zu leistende Arbeit des NSV. gab der Ortsgruppenführer der NSV., Pg. L., den Mitgliedern bei der Sitzung am Dienstag. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 14. September 1934, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Jahresjagdscheine
Gemäß den Ausführungsbestimmungen zum § 29 des Preuß. Jagdgesetzes vom 18. Januar 1934 ... gebe ich nachstehend die Namen der Inhaber der im August 1934 ausgestellten Jagdscheine [271-348] bekannt.

308. Krüger, Erich, Landwirt, Eiche
310. Möser, Richard, Landwirt, Eiche
311. Kirschbaum, Karl, Bauer, Eiche
331. Seelisch, Gustav, Gastwirt, Eiche
345. Wegener, Bruno, Amtsvorsteher, Ahrensfelde


Niederbarnimer Kreisblatt, 17. September 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Die für dem 19. September angesetzte Sitzung der PO. muß um eine Woche verschoben werden und findet am 26. September im Parteilokal statt. ...

Blumberg. Einen neuen Schmuck hat unser Berliner Platz bekommen. Auf einer sich verjüngenden quadratischen Säule sind vier in alle Himmelsrichtungen zeigende Bretter angebracht, die die Plakate des NSV. tragen. Darüber ist eine grüne Krone, verziert mit dem vergoldeten Zeichen des NSV. Säule und Rahmen der Plakate sind mit einem roten Stoff überzogen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 21. September 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Ahrensfelde. Zu einer Vorbesprechung zur Gestaltung des diesjährigen Erntedankfestes werden alle Vereinsführer, die Amtswalter der PO. und die Führer der Unterorganisationen zum Sonnabend, abends 8,30 Uhr, bei dem Pg. M. eingeladen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 22./23. September 1934, gekürzt

Eine Straße wird durch den Wald geschlagen
Vom Baubeginn der Reichsautobahn im Rüdersdorfer Forst
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 22./23. September 1934

Oeffentliche Bekanntgabe der Betrunkenen

Das Polizeipräsidium Dresden hat auf Anweisung des Innenministeriums beschlossen, in Zukunft die Namen aller auf öffentlichen Straßen, Plätzen und sonstigen öffentlichen Orten wegen Trunkenheit polizeilich beanstandeten Personen in der Tagespresse öffentlich bekanntzugeben. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 26. September 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Der erste Ausbildungslehrgang der Ortsgruppe Blumberg des NLB. hat sein Ende erreicht. Branddirektor Arndt aus Eberswalde sprach über "Brandschutz im Luftschutz". Die sehr interessanten Ausführungen brachten viel Neues und zeigten, wie man mit einfachen Mitteln (Schaufel mit Sand, Eimer mit Wasser und der Wasserpatsche) den entstehenden Brand ablöschen kann. Auf dem Hof wurden dann von Kursusteilnehmern an einem Dachbodenmodell Brandsätze gelöscht. Durch diesen Kursus, der 6 Wochen dauerte, wurde ein Stamm von Mitgliedern theoretisch und praktisch im Luftschutz ausgebildet. Weitere Lehrgänge werden folgen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. September 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Ahrensfelde. Eine Versammlung der Ortsgruppe der PO. mit den NS. Gliederungen fand am Dienstag abend statt. Kulturwart Pg. G. J. gab eine packende Schilderung über den Verlauf des Parteitages, an dem sechs Parteigenossen aus unserem Orte teilgenommen haben. Dann erfolgten durch den Ortsgruppenleiter R. K. verschiedene Bekanntmachungen. Er sprach allen Volksgenossen herzlichen Dank für die Unterstützung des Winterhilfswerkes im vergangenen Jahre aus, ermahnte aber gleichzeitig, auch in diesem Winter dem Aufruf der NSV. stets zu folgen. Die Leitung der NSV. hat jetzt unser Gemeindeschulze Haase inne. Nach diesen Ausführungen sprach Pg. J. über das Erntedankfest. Wir finden uns zum Kirchgang um 11 Uhr ein. Am Nachmittag treten wir um 2,30 Uhr zum Festzug an, den die Ortsbauernschaft durch festlich geschmückte Erntewagen verschönert, die von unserem Reitersturm begleitet werden. Bei Brabender wird nach einer kurzen Feierstunde die Uebertragung der Rede unseres Volkskanzlers vom Bückeberg gehört. - Im Anschluß an die Versammlung tagte die NS. Hago.


Niederbarnimer Kreisblatt, 28. September 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Blumberg. In der Ortsgruppensitzung der NSDAP. wies der Ortsgruppenleiter auf die Bedeutung des Erntedankfestes hin, das alle Volksschichten vereint feiern sollen. Pg. P. will eine Fliegergruppe gründen und stellt einen Raum als Werkstatt zur Verfügung. Er bat um rege Beteiligung, damit schon im Frühjahr ein Segelflugzeug fertig sein kann. Pg. L. gedachte des vor 20 Jahren gefallenen Dichters Hermann Löns, indem er Abschnitte aus den Tiergeschichten und aus der Bauernchronik "Der Wehrwolf" vorlas.


Niederbarnimer Kreisblatt, 29./30. September 1934

Am 1. Oktober tritt die Reichs-Straßenverkehrs-Ordnung in Kraft

... Die Reichstraßen-Verkehrsordnung hat keine Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge innerhalb geschlossener Ortschaften allgemein vorgeschrieben.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 1. Oktober 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Verkehrsunfall. In der Nacht zum Freitag stießen auf der Straße zwischen Seefeld und Blumberg auf der Höhe vor Blumberg ein Pferdefuhrwerk und ein Lastauto zusammen. Zwei Brüder aus Freudenberg, die Brüder K., waren mit ihren schwerbeladenen Wagen auf dem Wege nach Berlin. Die Wagen fuhren rechts und trugen auf der linken Seite eine Laterne. Ein Berliner Lastzug erfaßte die linke Seite des vorderen Wagens. Personen wurden zum Glück nicht verletzt, doch mußte das eine Pferd abgestochen werden. Der Kraftwagenfahrer behauptet, die Laterne nicht gesehen zu haben.


Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Oktober 1934, Altlandsberg und Umgebung

Ahrensfelde. Der Siedlerverein hatte zu einem gemütlichen Abend bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Festlich geschmückte Tafeln erwarteten die zahlreich erschienenen Gäste. Es herrschte bald eine gemütliche Stimmung. Unser Stadtgruppenleiter Wolf sorgte auch durch seine Worte für die Heiterkeit. Ein Film führte uns in das Reich der Kinder von klein und groß in ihrer Freizeit. Zwei weitere Filme machten uns die Gewinnung des Malzkaffees klar. Wohl keiner hatte sich vorgestellt, welche Behandlung die Gerste durchmachen muß, ehe wir das fertige Fabrikat in Händen halten.


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Oktober 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Bei der Vollprüfung der Lehrlinge vor dem Prüfungsausschuß der Friseure in Bernau, die am Montag stattfand, bestand der Lehrling Rudi Discher beim Friseurmeister Paul Schulze die Prüfung mit dem Prädikat "gut". Während seiner 3 1/2 jährigen Lehrzeit hat er sich schon drei erste Preise geholt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 11. Oktober 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Die goldene Hochzeit feiern der ehemalige Arbeiter Wilhelm Schönfeld und seine Gattin Auguste, geb. Schwunk. Das Jubelpaar erhielt vom Gemeindeschulzen das Ehrengeschenk der Regierung von 50 RM. und von Pfarrer Heinzel die Medaille des Konsistoriums. Das Ehepaar hat über 50 Jahre auf einer Stelle beim Gut Blumberg treue Dienste geleistet. Wir wünschen ihm weiteres Wohlergehen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 20. Oktober 1934, Titelseite

An die Bevölkerung des Kreises Niederbarnim
Ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem es der Kreisleitung der NSDAP. nach Ueberwindung zahlreicher Widerstände gelang, eine den ganzen Kreis Niederbarnim umspannende parteiamtliche Heimatpresse ins Leben zu rufen. Die vergangenen Monate sind dazu benutzt worden, in unermüdlicher Kleinarbeit aus dem als bürgerlicher Zeitung übernommenen "Niederbarnimer Kreisblatt" ein weltanschaulich und zeitungstechnisch den höchsten Ansprüchen genügendes nationalsozialistisches Kampforgan zu schaffen, wie es wohl kaum ein zweiter Kreis im Gau Kurmark aufzuweisen hat.

Die Zeit des inneren Aufbaues ist beendet. Die Träger des Niederbarnimer Kreisblattes, die sich vor einem halben Jahr in uneigennützigem Dienste an der Bewegung zu diesem Werk zusammengefunden haben, können heute vor die Bevölkerung des Kreises Niederbarnim hintreten mit einer Zeitung, die willens und in der Lage ist, als Kampforgan des Dritten Reiches Mittler zu sein zwischen dem gewaltigen Wollen des Führers und seiner aufnahmebereiten Gefolgschaft im Kreise Niederbarnim.

Die schwere und verantwortungsvolle Aufgabe, die der NSDAP. mit allen ihren Gliederungen vom Führer gestellt ist, nämlich das gesamte deutsche Volk zu nationalsozialistischem Denken und Handeln zu erziehen, wäre schier unlösbar ohne das Machtmittel der Presse, der nationalsozialistischen Heimatzeitung. Als Kampmittel im Ringen um die Seele unseres Volkes haben die Amtsleiter der NSDAP. diese Zeitung geschaffen, als Kampfmittel wird sie heute in Eure Hand gegeben, Parteigenossen und Volksgenossen aus dem Kreise Niederbarnim! An Euch ist es jetzt, dafür Sorge zu tragen, daß die durch unsere Parteizeitung zu leistende Erziehungsarbeit in die breitesten Schichten der Niederbarnimer Bevölkerung hineingetragen wird.

Die vor uns liegenden Wintermonate werden deshalb der Ausbreitung des Niederbarnimer Kreisblattes dienen. Wir werden dafür sorgen, daß es für jeden Nationalsozialisten zur Selbstverständlichkeit wird, daß er seine nationalsozialistische Heimatzeitung liest. Aufgabe aller Parteigenossen im Kreise Niederbarnim wird es dann aber sein, den letzten Volksgenossen zu gewinnen und ihm klar zu machen, daß die im Dritten Reich maßgebende Presse nur nationalsozialistisch sein kann und daß er, um Schritt zu halten mit den vorwärtsdrängenden Kräften dieser großen Zeit, sich einreihen muß in die nationalsozialistische Lesergemeinde seiner Heimat, seines Kreises.

Volksgenossen, wir schufen für Euch diese Zeitung, nehmt sie jetzt auf und macht sie zu dem, was sie sein soll, zur scharfen Waffe im Dienste unseres geliebten Führers.
...

Fritz Heermann, Kreisleiter.
Werner Schulze, Standartenführer 208.
Paul Schulte, Bannführer der HJ .

Hans Kittner, stellv. Kreisleiter.
Elsa Daßler, Kreisfrauenschaftsleiterin.
Carl Freyhoff, Buchdruckereibesitzer.

Heinrich Prochnow, Kreiswalter der Kreisbauernführer.
Ernst Henning, Kreisamtsleiter der NS. Hago
Friedrich Reimann, Deutsche Arbeitsfront. und DAF.

Hermann Krahn, Kreisamtsleiter der Kreisamtsleiter der Kreisamtsleiter des Amtes
Karl Fiebig, NS. Volkswohlfahrt.
Fritz Wiese, NS. Kriegsopferversorgung. für Beamte.

Max Werner, Kreisamtsleiter des Mitglied des Kreisausschusses
Oskar Schwenninger, Mitglied des NS. Lehrerbundes. und Kreiswirtschaftsberater.
Walter Kupper, Mitglied des Kreisausschusses. [?]


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Oktober 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Blumberg. Werbeveranstaltung der Segelflieger. Pg. P. hat als alter Flieger die Gründung eines Stützpunktes der Segelflieger übernommen. Um Freunde für diesen Sport zu gewinnen und die Bevölkerung aufzuklären, waren am Sonntag früh der Fliegersturm 2/26 und der Segelfliegersturm 2/6, Ortsgruppe Neuenhagen, mit 2 Hangrutschern nach Blumberg gekommen. Am Rehahn [!] wurde am Vormittag gezeigt, wie der Fliegernachwuchs geschult wird. Leider fehlte der Wind, so daß den Zuschauern nicht mehr geboten werden konnte. Ein Motorflugzeug sollte landen und Rundflüge unternehmen. Infolge einer Motorpanne konnte das Flugzeug jedoch nicht kommen. Nach einem Platzkonzert und einem Ummarsch durch das Dorf am Nachmittag richtete der Ortsgruppenleiter der Fliegergruppe Neuenhagen einige Worte an die Blumberger Bevölkerung: Ausgehend von den Worten Görings: "Das deutsche Volk muß ein Volk von Fliegern werden" bat er um tatkräftige Unterstützung des jungen Stützpunktes. Ein Flugzeug hatte man auf dem "Berliner" aufgebaut, so daß viele Bewohner zum ersten Male ein Flugzeug richtig betrachten konnten.


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. Oktober 1934, Altlandsberg und Umgebung

Eiche. Für die Kriegsgräberfürsorge sammelten sie Schulkinder 13,85 RM. Für das Winterhilfswerk hatten sie 14 Pfund Mehl, 8 Pfund Zucker, 1/2 Pfund Grieß, 1 Pfund Erbsen, 8 Pfund äpfel, 78 1/2 Pfund Gemüse und 23 Pfund andere Lebensmittel wie Reis, Speck, Wurst und dergl. zusammenbekommen. Leider hatten einige bemittelte Volksgenossen für ihre notleidenden Brüder nichts übrig.


Niederbarnimer Kreisblatt, 26. Oktober 1934

Der Tag des deutschen Handwerks im Kreise Niederbarnim
Am Tag des deutschen Handwerks finden im Kreis Niederbarnim vormittags um 11 Uhr, gemeinsame Pflichtversammlungen sämtlicher Handwerksinnungen statt und zwar in
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Bernau: Restaurant "Elysium", Am Königstor
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Stellmacherobermeister Friedrich Schuknecht jun., Bernau, Tuchmacherstraße 166, wird die Pflichtversammlung Bernau leiten, zu der die Innungen aus Bernau und den Gemeindebezirken Ahrensfelde, Eiche, Mehrow, Blumberg, Börnicke, Lanke, Lobetal, Prenden, Ruhldorf, Sophienstädt, Lindenberg, Löhme, Krummensee, Seefeld, Schönow, Zepernick, Birkholz, Schwanebeck und Schönerlinde antreten.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 30. Oktober 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Blumberg. Am Tag des Handwerks hielt der Ortsgruppenamtsleiter der NS Hago, Pg. O. L., nach einem Umzug unter Führung des Spielmannszuges, eine kurze Ansprache, in der er die Volksgenossen aufforderte, das Handwerk zu unterstützen und die Handwerker ermahnte, nur Qualitätsarbeit zu leisten.


Niederbarnimer Kreisblatt, 6. November 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg, Feuerwehrtag. Auf dem Berliner Platz versammelten sich am Sonntag die Wehren von Blumberg und der umliegenden Ortschaften. Der Landrat Dr. Weiß, Kreisfeuerwehrführer Graß und Sozietätsamtmann Moch erschienen um 1,30 Uhr, um den 2. Löschzug abzunehmen und die Blumberger Wehr neu zu verpflichten. Oberbrandmeister Vetter führte Fußdienst, Parademarsch und Geräteübungen vor. Am Steigeturm zeigte darauf der 2. Löschzug (Elisenau), was er gelernt hat. Dann ging es, voran unser Spielmannszug und eine Kapelle, durch die Gartenstraße zum Feuerlöschbrunnen in der Schloßstraße. Hier wurde ein Brandangriff gezeigt. Kreiswehrführer Graß sprach der Wehr seine Anerkennung über das gezeigte Können aus, ermahnte sie zur Weiterarbeit und verpflichtete sie auf den Führer. Der Landrat begrüßte die anwesenden Gemeindevertreter und sprach seine Zufriedenheit über das Geleistete aus und schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer. Danach marschierten die Wehren zum Lokal Otte, wo am Abend das Stiftungsfest der Blumberger Feuerwehr gehalten wurde.


Niederbarnimer Kreisblatt, 6. November 1934, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Jagdscheine
Gemäß den Ausführungsbestimmungen zum § 29 des Preuß. Jagdgesetzes vom 18. Januar 1934 ... gebe ich [der Landrat] nachstehend die Namen der Inhaber der in den Monaten September und Oktober 1934 ausgestellten Jagdscheine [349...396] bekannt:

394. Dr. Ebeling, Paul, Arzt, Ahrensfelde


Niederbarnimer Kreisblatt, 9. November 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Eiche. In einer gut besuchten öffentlichen Versammlung, zu der auch alle Parteigliederungen von Mehrow und Ahrensfelde erschienen waren, erhob der Kreisleiter, Pg. Heermann unseren Ort Eiche zum selbständigen Stützpunkt der NSDAP. und ernannte den Pg. A. H. zum Leiter des Stützpunktes.


Niederbarnimer Kreisblatt, 12. November 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Die Fortbildungsschule für männliche Jugendliche wurde am Donnerstag eröffnet. Der Unterricht ist jeden Montag und Donnerstag von 5 bis 7 Uhr.


Niederbarnimer Kreisblatt, 14. November 1934, Altlandsberg und Umgebung

Ahrensfelde. Die Freiwillige Feuerwehr feierte am Sonnabend im Lokal Dubick ihr Wintervergnügen. Der Feuerwehrmann Richard Wegener I wurde für 15-jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Ein Anerkennungsschreiben des Landrates für die tatkräftige Bekämpfung der beiden Scheunenbrände in der Nacht zum 29.10. wurde vom Oberbrandmeister verlesen. Ehrenbrandmeister Schäfer wies auf das gute Einvernehmen zwischen Feuerwehr und Einwohnerschaft hin. Deutscher Tanz hielt alle Teilnehmer bis zum Eintritt der Polizeistunde zusammen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 20. November 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Ahrensfelde. Auf der Gemeinderatssitzung wurde die Entschädigung des Gemeindeschulzen in der bisherigen Höhe belassen. Einer Reihe von Straßenlandauflassungen durch Pg. R. an die Gemeinde wurde zugestimmt. Ebenfalls wurden verschiedenen Siedlern Vorränge für 1. Hypotheken eingeräumt. Mit der vom Vorsitzenden vorgetragenen Nachtragssatzung zur Gemeindebiersteuer, die einen Senkung der Steuer auf das unbedingt notwendigste Maß bedeutet, erklärte sich die Versammlung einverstanden. Ferner nahmen die Gemeinderäte von der Umwandlung der Hilfslehrerstelle in eine Schulstelle an der Gemeindeschule Kenntnis und stimmten der Bereitstellung der hierzu erforderlichen Mittel zu. In Verfolg des Zieles, die Wasserversorgung bei Feuersgefahr in der Gemeinde sicher zu stellen, wurde beschlossen, zunächst einen weiteren Tiefbrunnen im östlichen Teil des Ortes zu errichten. Für den Ortsteil Friedhof und den Siedlungsblock B soll versucht werden, eine Wasserabnahmestelle an der Lindenberger Straße durch Herleitung aus dem Wasserwerk der Berliner Stadtsynode zu errichten, Verhandlungen mit der Synode werden eingeleitet.

Blumberg. Die Reichsbahndirektion Berlin wird am Bußtag und Totensonntag auch den Verkehr auf der Wriezener Strecke nach und von Blumberg und Ahrensfelde-Friedhof verstärken. Neben den fahrplanmäßigen Zügen werden auf dieser Stecke noch folgende Entlastungszüge eingelegt werden: Nach Blumberg ab Berlin, Wriezener Bahnhof 10.00, 12.55 und 14.36; nach Ahrensfelde-Friedhof ab Wriezener Bahnhof 11.15, 12.38 sowie ab Lichtenberg-Friedhof 14.00 Uhr. In der Gegenrichtung ab Blumberg 11.01, 13.50 und 17.12, ab Ahrensfelde Friedhof 11.57, 13.17 (nur bis Lichtenberg-Friedhof) und 15.56 Uhr. Die Züge halten in beiden Richtungen auf allen Zwischenstationen mit Ausnahme des Bahnhofs Magerviehhof.


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. November 1934, Altlandsberg und Umgebung

Ahrensfelde. Der Kriegerverein stellte sich am Sonntag dem Winterhilfswerk zur Verfügung. 14 Kyffhäuserkameraden übernahmen die Sammlung der Spenden aus dem Eintopfgericht, um damit die im Allgemeinen stark belasteten Amtswalter der PO. zu entlasten. Der Vereinsvorsitzende konnte dem Amtswalter des WHW. melden, daß nicht nur das Sammelergebnis den Betrag der vorherigen Sammlung um ein Fünftel übertroffen, sondern sich auch neue Freunde opferbereit in die Listen eingetragen haben.

Blumberg. Ein Kraftwagenunfall wurde durch den dichten Nebel am Dienstag abend verursacht, der zum Glück noch glimpflich ablief. Ein von Berlin kommender Lastzug mit Vieh stieß am Park auf der Chaussee nach Seefeld mit einem Personenwagen zusammen, dem der Kühler eingedrückt wurde. Personen kamen nicht zu Schaden.


Niederbarnimer Kreisblatt, 29. November 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Blumberg. Der stellvertretende Ortsgruppenleiter Pg. L. hatte am Dienstag die Amtswalter und Leiter der Vereine und Organisationen zu einer Sitzung zusammengerufen. Es wurde die Ausgestaltung der Weihnachtsfeier mit allen Einzelheiten durchgesprochen. Im Anschluß daran fand noch einen Amtswaltersitzung statt.

Blumberg. Heim für Jungvolk und BdM. Bisher fanden die Heimabende der HJ. in einem Klassenraum der Schule statt. Es ist nun gelungen, für den BdM. einen Raum im leerstehenden ehemaligen Schloß des Grafen Arnim (jetzt Eigentum der Siedlungsgesellschaft) zu erhalten. Dem Jungvolk hat man einen Raum der Wagenremise als provisorisches Heim eingeräumt. Eine endgültige, günstigere Lösung der Heimfrage für die HJ. ist in nächster Zeit zu erwarten.

Blumberg. Notstandsarbeit. Das Wasser der Garten-, Schul- und Schloßstraße wurde in einem offenen Graben durch die Landsberger Straße zum Schleusengraben geführt. Da der Graben dicht neben dem Bürgersteig herführte, bildete er bei Dunkelheit eine Gefahr für die Fußgänger. Die Wassergenossenschaft hat von der Entwässerung des Parks die alten Röhren übrig behalten. Diese werden jetzt in den Graben gelegt, so daß der Graben verschwinden kann.


Niederbarnimer Kreisblatt, 1. Dezember 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Ahrensfelde. Eine Amtswaltersitzung der NSDAP. fand Mittwoch im Parteilokal statt. Nach Ausgabe der Ausweise für politische Leiter gab der Ortsgruppenleiter Pg. K. wichtige Anordnungen von der Kreissitzung in Altlandsberg bekannt. Der nächste Ausbildungsabend der politischen Leiter findet am 5. Dezember, um 20 Uhr, im Parteilokal statt. Auf die am Mittwoch den 12. Dezember im Parteilokal stattfindende Versammlung des NSV. wurde hingewiesen. In dieser Versammlung wird ein Redner der Kreisleitung über das Winterhilfswerk sprechen. - Die NS. Kulturgemeinde in der NS. Gemeinschaft "Kraft durch Freude" veranstaltet am 16. Dezember im Lokal des Pg. D. einen Musikabend unter Mitwirkung der Sängergruppe. Die Musik wird ausgeführt von der Standartenkapelle 208 unter persönlicher Leitung des Musikzugführers Thieme.

Blumberg. Die Gemeinderatssitzung am Freitag hatte nur einen Punkt auf der Tagesordnung: Die Bekanntgabe der endgültigen von dem Oberpräsidenten in der Auseinandersetzungsangelegenheit zwischen der Gemeinde Blumberg und der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft erlassenen Leistungsbescheides. Der Einspruch des Kreisausschusses gegen den Leistungsbescheid wurde dadurch zurückgewiesen.

Blumberg. Die Gemeindejagd wurde dem bisherigen Pächter Dr. Richter - Berlin für den Rest der laufenden Jagdzeit wieder überlassen.

Lindenberg. Der Rentier Albert Salzmann und seine Frau Auguste geb. Iden feierten am Mittwoch in seltener Rüstigkeit da Fest der goldenen Hochzeit. Wir gratulieren dem Jubelpaar, die alte Leser des Niederbarnimer Kreisblattes sind, recht herzlich.


Niederbarnimer Kreisblatt, 6. Dezember 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Der für Freitag angesetzte Ausbildungsdienst für Amtswalter fällt aus.

Mehrow. Unsere BdM.-Schar veranstaltete am Sonnabend einen Bunten Abend. Mit ihren Darbietungen erzielten die Mädels einen vollen Erfolg. Der Saal und Nebenraum des Meißnerschen Lokals war bis auf den letzten Platz gefüllt, so daß der "berühmte Apfel" nicht zur Erde konnte. Die Besucher kamen voll und ganz auf ihre Kosten und kargten auch nicht mit ihrem Beifall. Die Darstellerinnen mußten des öfteren ihre Vorführungen wiederholen. Nach dem humoristischen Teil wurde eine, vom Schein des Adventskranzes bestrahlte, Adventsfeier gehalten. Die als Gast anwesende Ringführerin Else Diederich leitete diese Feier mit einer zu Herzen gehenden Ansprache ein. Ausgefüllt wurde die Adventsfeier mit Gesängen und Weihnachtsspielen der JM. Der Dank der Gäste und Besucher war der Lohn der Darstellerinnen. Ein Beweis dafür, daß Gemeinschaftsgeist zwischen BdM. und der weitaus größten Einwohnerzahl herrscht. Es ist sehr zu bedauern, daß noch immer gegen den BdM. persönliche, meist unsachliche Angriffe gemacht werden. In Zukunft werden wir gegen Unruhestifter strengstens vorgehen. Wer sich gegen den Gemeinschaftsgeist stellt, wird entsprechend behandelt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 8. Dezember 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Ahrensfelde. In der am Mittwoch im Parteilokal stattgefundenen Amtswaltersitzung der NSDAP. gab Ortsgruppenleiter Pg. K. wichtige Anordnungen bekannt. Die Sammler zum "Tage der nationalen Solidarität" wurden eingeteilt. Organisationsleiter Pg. A. K. sprach über organisatorische Angelegenheiten. Zu Blockleitern wurden die Pgg. K. B. und E. Z. ernannt. Die Amtswaltersitzung am 12. Dezember fällt infolge der Versammlung der NSV. aus. Die nächste findet am 19. Dezember im Parteilokal um 20 Uhr statt.

Ahrensfelde. Der Deutsche Turnerbund Berlin e.V., Gruppe 23 Felsing, Ahrensfelde, veranstaltete sein Wintervergnügen im Lokal des Pg. D.. Nach einer Ansprache des Vereinsvorsitzenden Wolff, in der er auch unserer Volksgenossen an der Saar gedachte, folgten turnerische Vorführungen aller Abteilungen gemeinschaftlich an drei Barren, die infolge der breiten Arbeit und Straffheit außerordentlich gut gefielen. Hunderte Ausübende standen zum Schluß auf der Saalfläche und zeigten neuartige Bodengymnastik. Dann nahm der Dietwart des Vereins, Kulturwart Pg. J., das Wort, um den Wert der Leibesübungen überzeugend darzulegen. - Der Völkische Turnerbund - seine Hochziele sind Rassenreinheit, Volkseinheit, Geistesfreiheit - ist der Träger nationalsozialistischer Anschauung im Reichsbund für Leibesübungen. Vier Sprecher kristallisierten die Sehnsucht der Grenzgänger nach dem Vaterland. Der Chor der 100 Turnenden brachte Worte des Führers über den Wert der Leibesübungen zum Vortrag. In guter Kameradschaft blieben alle Teilnehmer bei frohem Tanze vereint.

Blumberg. In der gut besuchten öffentlichen Versammlung der DAF. sprach der Kreisamtsleiter der DAF., Pg. Prochnow, über "Zweck und Ziel der Deutschen Arbeitsfront". Die DAF. bietet ihren Mitgliedern kostenlose Rechtsberatung, Unterstützung bei Krankheit und Invalidität und durch "Kraft und [!] Freude" die Möglichkeit, daß jeder Arbeiter sein Vaterland kennenlernen kann. Die Gliederung erfolgt in der Ortsgruppe nach Fachschaften, wenn 30 Mitglieder eines Fachs vorhanden sind. - In der Besprechung wurden Fragen über Arbeits- und Urlaubszeit, Zugehörigkeit zur Ortsgruppe bei auswärtiger Arbeitsstätte und Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Autobahn geklärt. - Der Ortsgruppenamtsleiter Pg. O. L. bat um Unterstützung bei der Ortsgruppenarbeit und um Eintritt der noch beiseitestehenden Volksgenossen. Im Schlußwort ermahnte Pg. Prochnow die Mitglieder zur gemeinsamen Arbeit wie in einer Familie.


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Dezember 1934

10485 Mark
Sammelergebnis am Tag der nationalen Solidarität im Kreise Niederbarnim


In allen Teilen des Kreises Niederbarnim klapperten am Sonnabend nachmittag und abend die Büchsen des deutschen Winterhilfswerks, um in einer einzigartigen Aktion erneut zum Kampf gegen Hunger und Kälte aufzurufen.
...
Ertrag Einwohner (1933)
Ahrensfelde 156,00 1297
Blumberg 129,15 1500
Eiche 24,10 472
Lindenberg 76,51 1462
Mehrow 8,10 310


Niederbarnimer Kreisblatt, 12. Dezember 1934, Altlandsberg und Umgebung

Blumberg. Umlegung der Provinzialchaussee. Die Autobahn schneidet westlich von Blumberg die Provinzialchaussee. Diese muß daher höher gelegt werden. Die neue Straße ist nun abgesteckt worden. Sie verläßt die alte Straße am Chausseehaus, führt am Bahnhof vorbei nördlich um Blumberg herum und kommt am Kiez wieder zur alten Straße zurück.

Blumberg. Bei der Gemeindejagd wurden am Sonnabend 112 Hasen und 2 Fasanen erlegt.

Blumberg. Brocken- und Pfundsammlung. Die Sammlung am Sonntag hat alle Erwartungen übertroffen. Rund 160 Pfundpakete mit Lebensmitteln wurden gegeben; dazu kommen über 1 Zentner Gemüse von den Siedlern. Viel Arbeit wird noch nötig sein, um die zahlreichen Bekleidungsstücke und das Spielzeug zu sichten, damit es verteilt werden kann.

Lindenberg. Familiennachrichten. Geboren: Waltraut Zimmermann. Gestorben: Caroline Ebel, geb. Seeger.


Niederbarnimer Kreisblatt, 14. Dezember 1934, Altlandsberg und Umgebung, anonymisiert

Blumberg. Der NSLB. hielt seine Dezembersitzung im Sturmlokal von Nitz ab. Der Amtsleiter gab die Gaubefehle bekannt; man beschloß, ein Quartett zu bilden und Sprechchöre aufzuführen. Dann hielt Berufskamerad Neubert aus Schwanebeck einen Vortrag über "Volkskundearbeit in der Volksschule". Besonders interessant waren die selbst gesammelten Grabinschriften. Die Ausführungen führten zu einem regen Gedankenaustausch. Pg. S. steht in der Arbeit für die 700-Jahr-Feier des Ortes Blumberg und wird über angewandte Volkskunde des Ortes Blumberg in der Sitzung am 9. Januar sprechen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 22. Dezember 1934, Amtsbezirk Blumberg

Blumberg. Weihnachtsfeiern. Da wegen Platzmangels eine gemeinsame Weihnachtsfeier von Dorf und Siedlung nicht möglich ist, finden am Sonntag zwei Feiern statt. Am Vormittag um 10 Uhr ist in dem alten Schulraum in der Siedlung eine Feier. NS. Frauenschaft, Frauenhilfe, Amtswalter der Partei und SA werden gemeinsam mit den Siedlern und ihren Kindern die Feier begehen. Nachmittags um 4 Uhr ist im Otteschen Saale die Bescherung im alten Dorfe, zu der alle Volksgenossen eingeladen sind.


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. Dezember 1934, Oranienburger Generalanzeiger

Blumberg. Eine Sitzung der Ortsbauernschaft findet am Sonnabend um 19 Uhr im Ebelschen Saale statt.


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