Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Bernau bzw. Oranienburg) von 1938 (85. Jg.),
gefunden im Zeitungsarchiv der Staatsbibliothek (Westhafen)



Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Januar 1938, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim

Viehseuchenpolizeiliche Anordnung
betreffend die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche

Zum Schutze gegen die Maul- und Klauenseuche wird auf Grund der §§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 (RGBl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers des Innern für den Umfang des Regierungsbezirks Potsdam folgendes bestimmt:

§ 1. Jede verseuchte Ortschaft bildet in der Regel einen Sperrbezirk ... Benachbarte, nach ihrer Lage oder ihren Verkehrsverhältnissen besonders stark gefährdete Einzelanwesen, Ortsteile oder Orte werden in den Sperrbezirk einbezogen. Bei großen Orten kann der Sperrbezirk auf Ortsteile, bei vereinzelt liegenden verseuchten Gehöften auf diese beschränkt werden, wenn dadurch nach Lage der Sache und den wirtschaftlichen und Verkehrsverhältnisse der Seuchenverschleppung genügend vorgebeugt werden kann.

§ 2. An den Haupteingängen des Sperrbezirkes sind Tafeln mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift "Maul- und Klauenseuche-Sperrbezirk. Einfuhr und Durchtreiben von Klauenvieh sowie Durchfahren mit Wiederkäuergespannen verboten." leicht sichtbar anzubringen.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 4. Februar 1938, gekürzt

Noch einmal das Problem Berlin-Reichsautobahn
Die endgültigen Anschlüsse nach den Neugestaltungsplänen

Nachdem der Führer auf dem Parteitag der Ehre seinen Plan zur würdigen Umgestaltung der Reichshauptstadt verkündet hatte, mußte auch das Problem Berlin-Reichsautobahn neu untersucht werden. Der dabei entstandene Plan wird jetzt zum ersten Male durch Regierungsbaurat Dipl.-Ing. Carl Schnell - Berlin in der "Straße" der Oeffentlichkeit bekanntgegeben.

Dank des Projektes des Generalbauinspektors Prof. Speer über das Hauptachsenkreuz kann auch das innerstädtische Verkehrsproblem städtebaulich befriedigend und weit vorausschauend gelöst werden. Es bestehen keine Bedenken mehr, auf den Endpunkten des Achsenkreuzes starken Verkehr zusammenzufassen, ja die Hauptachsen können sogar bis zum Ring der Reichsautobahn durchstoßen. Es ist erwünscht, auf der Nordsüdachse im Zuge der Siegesallee einen möglichst starken Verkehr zu vereinigen.
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Die Ostwestachse wird sich etwa zwischen Altlandsberg und Nauen in den Ring einspannen. Der in ihrem Zuge liegende Oststutzen, der bei Seeberg abzweigt, wird etwa bei Lichtenberg in diese Achse übergehen. Der Weststutzen vermittelt den Verkehr mit Hamburg. Er zweigt bei Dallgow aus der Heerstraße ab. ...
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Bei der besonderen Bedeutung des Ostseeverkehrs für Berlin wird zu gegebener Zeit der Nordstutzen unmittelbar an die Reichsautobahnstrecke Berlin - Stettin angeschlossen werden müssen. Die bestehenden Verbindungen der Diagonale Berlin - Leipzig über das Stettiner bzw. Leipziger Dreieck behalten ihre besondere Bedeutung bei. Die Verteilung des Verkehrs von den Stutzen auf das gesamte Stadtgebiet wird durch großzügige Ringstraßen erfolgen. Die Pläne werden im einzelnen noch entwickelt; es ist jedoch bald mit ersten sichtbaren Maßnahmen auch hier zu rechnen. Die Stutzen werden in der Mitte eine autobahnartige Schnellspur haben, die einen Schnellverkehr zwischen der Stadt im engeren Sinne und dem übrigen Reich ermöglichen soll. Neben der Schnellspur sind Straßen geplant, die den Verkehr zwischen der Stadt und den Siedlungen vermitteln. Außerdem bleiben für die Außengebiete die zwanzig Anschlußstellen am Ring und ihre Zubringerstraßen. Mit der Verkehrsübergabe des Ringes etwa 1941 ist die Hauptarbeit der großen Planung geleistet. Die Avus-Verbindung wird ab 1940 zur Verfügung stehen. Der Bau der Zubringerstutzen erfolgt Zug um Zug mit den weiteren Plänen zur Neugestaltung der Reichshauptstadt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 8. Februar 1938, Oranienburger General-Anzeiger, gekürzt, anonymisiert

Ehrenbücher für fünf kinderreiche Niederbarnimer Familien
Feierstunde in Frankfurt (Oder) / Die Familie - Brunnquell des Lebens

Im Rahmen einer eindrucksvollen Weihestunde erfolgte in Frankfurt (Oder) die dritte Ausgabe von Ehrenbüchern an kinderreiche Familien in Reich. Sie wurde vorgenommen durch den Landesverband Kurmark im Reichsbund der Kinderreichen. Unter den durch das Ehrenbuch ausgezeichneten Familien befinden sich auch fünf Ehepaare aus dem Kreise Niederbarnim, und zwar ... Pg. Dr. B., Ahrensfelde. ... Hierrauf gaben die zu ehrenden Eltern stehend zusammen mit dem Landesleiter ein Bekenntnis zum ewigen Volk ab ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 12. März 1938 Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim

Bekanntmachung
Unter dem Schweinebestand des Bauern Willy Grün in Blumberg ist die Schweinepest ausgebrochen. Das Gehöft ist für die Ein- und Ausfuhr von Schweinen gesperrt.
Blumberg, den 11. März 1938
Kreis Niederbarnim
Der Amtsvorsteher der Ortspolizeibehörde


Niederbarnimer Kreisblatt, 18. März 1938 (gekürzt)

NS. Deutscher Reichskriegerbund (Kyffhäuser)
Dem Führer unmittelbar unterstellt / Die Wehrmachtsverbände gehen in ihm auf

Berlin 18. März
Das Oberkommando der Wehrmacht teilt mit:
"Der Führer und oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat eine Umgliederung des Reichskriegerbundes (Kyffhäuser) angeordnet mit der Maßgabe, daß die jetzt bestehenden Bünde der Wehrmacht in den neuen Reichskriegerbund (Kyffhäuser) aufgehen. Dieser neue Reichskriegerbund wird dem Führer direkt unterstehen und von allen sonstigen Bindungen gelöst. Die Umgliederung wird bis zum 30. September 1938 durchgeführt. Ausführungsbestimmungen folgen."
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Wie zu der Umgliederung des Reichskriegerbundes (Kyffhäuser) noch bekannt wird, wird die NSKOV. von dieser Regelung nicht berührt. Die Anordnungen beziehen sich lediglich auf die Mitglieder des Reichskriegerbundes und die Soldatenbünde der neuen Wehrmacht.


Niederbarnimer Kreisblatt, 25. März 1938, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim

Bekanntmachung
Im Amtsbezirk Blumberg ist amtstierärztlich die Maul- und Klauenseuche festgestellt und über Blumberg und den Ortsteil Gut die Sperre verhängt worden.
Blumberg, den 24. März 1938
Kreis Niederbarnim
Der Amtsvorsteher der Ortspolizeibehörde


Niederbarnimer Kreisblatt, 2. April 1938, gekürzt

Wahlkundgebungen im Kreise Niederbarnim
[Zur Wahl zum großdeutschen Reichstag am 10.4.1938]

Blumberg: 3.4. Pg. Bartsch
Eiche: 6.4. Pg. Burgemeister
Mehrow: 7.4. Pg. Bährens
[Ahrensfelde nicht erwähnt]


Niederbarnimer Kreisblatt, 6. April 1938, gekürzt

Der Kreis Niederbarnim seit der Machtübernahme ...
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Die Zahl der Motorspritzen ist seit 1933 fast verdoppelt und die der Motor-Mannschaftswagen mehr als verdreifacht. So stehen heute 77 Motorspitzen und 76 Mannschaftswagen in den Gemeinden des Kreises. Ihnen zur Seite warten die 6 Bereitschaften des "Roten Kreuzes" mit 850 Helfern und fast 600 Helferinnen auf den Einsatz.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 11. April 1938, gekürzt

Bekenntnis zu Großdeutschland
Nach vorläufiger Zählung 99,55 v.H. abgegebene Stimmen, davon 99,8 v.H. mit Ja

Stimmberechtigte insgesamt 49 546 950
Abgegebene Stimmen 49 326 791 (99,55 v.H.)
Gültige Stimmen 49 251 449
Ja-Stimmen 48 799 269 (99,08 v.H.)
Nein-Stimmen 452 180 (0,92 v.H.)
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157 812 Ja-Stimmen im Kreise Niederbarnim

Das amtliche Ergebnis:
Stimmberechtigte 161 157
Abgegebene Stimmen 160 216
Ja-Stimmen 157 812
Nein-Stimmen 1 969
Ungültige Stimmen 435

Die einzelnen Orte stimmten folgendermaßen:
Ahrensfelde stimmberechtigt: 1272, abgegeben: 1272, ja: 1266, nein: 6, ungültig: -
Blumberg stimmberechtigt: 1198, abgegeben: 1198, ja: 1186, nein 8, ungültig: 4
Eiche stimmberechtigt: 594, abgegeben: 555, ja: 545, nein: 8, ungültig: 2 [fast 40 nicht gewählt!]
Mehrow stimmberechtigt: 184, abgegeben: 183, ja: 181, nein: 2, ungültig: -


Niederbarnimer Kreisblatt, 25. April 1938

"Eine braune Armee entsteht"
Der Heldenkampf der Berlin-Brandenburger SA.

Berlin 25.4.1938
Im Auftrage von Obergruppenführer von Jagow hat J.K. Engelbrechten die Geschichte der Berlin-Brandenburger SA . niedergeschrieben: "Eine braune Armee entsteht." In der Geschichte der Revolution wird der nationalsozialistischen Erhebung Berlins gegen die Zentrale des Weimarer Unstaates und gegen das Hauptquartier des Bolschewismus in Deutschland immer ein besonderes Blatt vorbehalten sein.


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. April 1938, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim

Bekanntmachung
Unter dem Schweinebestande des Landwirts Paul Wegener, Ahrensfelde, Dorfstr. 2 ist amtstierärztlich die Schweinepest festgestellt. Die Gehöftssperre ist verhängt.
Ahrensfelde, den 25. April 1938
Der Amtsvorsteher der Ortspolizeibehörde


Niederbarnimer Kreisblatt, 28. April 1938, gekürzt

Ein Ehrendienst der deutschen Frau
Freiwilliger zweijähriger Frauenhilfsdienst für Wohlfahrts- und Krankenpflege
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Niederbarnimer Kreisblatt, 25. Mai 1938, gekürzt

Neuorganisation des Feuerlöschwesens
Keine Berufsfeuerwehren mehr, sondern Feuerlöschpolizei als vierte Sparte der Ordnungspolizei / Pflicht- und Freiwillige Feuerwehren werden Hilfspolizeitruppe
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Niederbarnimer Kreisblatt, 13. Juni 1938, gekürzt

In jeder Gemeinde ein HJ.-Heim!
Kreisleiter Heermann legte den Grundstein zum ersten HJ.-Heim im Kreise [in Glienicke]
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Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Juli 1938, Von Bernau bis Liebenwalde, gekürzt

25 Jahre Gasversorgung des Kreises Niederbarnim
16832 Gasabnehmer verbrauchen 6955516 cbm

Im Juni d.J. jährte sich der Tag zum 25. Male, an dem im Kreise Niederbarnim eine für weitere Gebiete gedachte Gasversorgung durch die Gründung der Gaswerke Niederbarnim-West G.m.b.H. begonnen wurde.
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Der Stand der Gasversorgung ist am 31. Dezember 1937 folgender gewesen:
Von den 85 Gemeinden des Kreises Niederbarnim mit 218228 Einwohnern haben zur Zeit 34 Gemeinden mit 158446 Einwohnern Gasversorgung. Das heißt, es sind 40 Prozent der Gemeinden mit 72,60 Prozent der Einwohnerschaft des Kreises gasversorgt. Die gasversorgte Einwohnerschaft entfällt zu 9 Prozent auf Bernau mit dem stadteigenen Gaswerk und zu 91 Prozent auf die Niederbarnimer Gasgesellschaft m.b.H.
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Die Gasrohrleitungen im Versorgungsgebiet sind 484 Kilometer lang.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 14. Juli 1938

Schwerer Autounfall in Mehrow
Kreisverbandsführer Ewig verletzt

Mehrow, 14. Juli
Am Mittwoch, gegen 18 Uhr, verunglückte am Ortsausgang in Richtung Ahrensfelde ein aus Mehrow kommender Personenwagen aus Berlin-Weißensee. Die Fahrerin hatte anscheinend die Gewalt über den Wagen verloren und war plötzlich auf die linke Straßenseite geraten, wo der Wagen in den Graben fuhr und mit voller Wucht gegen einen Chausseebaum geriet. Der Wagen wurde stark beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Alle vier Insassen erlitten Kopf- und Schnittverletzungen sowie Quetschungen. Sie wurden durch einen hilfsbereiten Kraftwagenführer aus Oranienburg sofort zum Arzt nach Ahrensfelde gebracht, von wo aus die Ueberführung nach dem Weißenseer Krankenhaus durch den Rettungswagen angeordnet wurde.
Bei den Verunglückten handelt es sich um den in unserem Heimatkreise bekannten Kreisverbandsführer des NS.-Reichskriegerbundes "Kyffhäuser", Ewig, aus Berlin-Weißensee, seine Ehefrau und ein befreundetes Ehepaar. Kreisverbandsführer Ewig und seine Frau konnten inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Juli 1938, gekürzt

Der Lumpenhändler geht, der Altstoffhändler kommt
Am 1. August tritt die neue Pflichtsammel-Bezirkseinteilung in Kraft
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Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Juli 1938, gekürzt

Bleib treu Kamerad, die Scholle braucht Dich!
Die Betreuung des Landarbeiters durch den Reichsnährstand.
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Der Reichsnährstand, dem die Versorgung des Bauern mit ausreichenden Arbeitskräften am Herzen liegt, hat eine Reihe großzügiger Maßnahmen eingeleitet, ... Mit eine der dringendsten Aufgaben war u.a. die des Baus von Landarbeiterwohnungen. ... Im Augenblick entstehen im Reich 54000 Landarbeiterheime. ... Bezeichnend für die Leutenot auf dem Lande ist es, daß sich für 41000 freie Lehrstellen nur 7000 Jugendliche meldeten.
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Genauso fühlbar wie auf dem Felde macht sich auch der Mangel an Arbeitskräften im Arbeitsbereich der Bäuerin in Haus und Hof. ... Eine wesentliche Erleichterung schafft ihr [der Bauersfrau] der Erntekindergarten der NSV., der während der Arbeitsspitzen ihre Kinder betreut.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 12. August 1938, gekürzt

Heimatbuch des Kreises Niederbarnim
Rundfahrt der Fachbearbeiter / Reger Gedankenaustausch

Der Kreis Niederbarnim wird im nächsten Jahr ein Heimatbuch herausbringen, das alle Gebiete der Heimatkunde umfassen soll und in dem auch jedem einzelnen Ort und seiner Geschichte einige Seiten gewidmet sein werden. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 13./14. August 1938, gekürzt

Die Reichsautobahn wächst weiter
Heute ein wichtiger Teilabschnitt der Südtangente des Berliner Ringes eröffnet
Von Ost nach West unter Umgehung Berlins / 30 Kilometer neue Strecke

... Inbetriebnahme des rund 30 Kilometer langen Teilabschnittes zwischen Michendorf und Rangsdorf ...
... Mit der Vollendung des Berliner Ringes, von dem nun noch der nördliche und nordwestliche Teil fehlen, ist erst für 1942 zu rechnen.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 22. August 1938, Oranienburger Generalanzeiger, gekürzt

Unsere Feuerwehren - immer einsatzbereit
Fünf Jahre Feuerlöschwesen im Kreise Niederbarnim / Tagung des Kreisfeuerwehrverbandes in Kleinschönebeck
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Niederbarnimer Kreisblatt, 23. August 1938, gekürzt

Der Bericht des Kreisfeuerwehrführers
Gute Entwicklung des Feuerlöschwesens im Kreise Niederbarnim

... Während z.B. am 1. Januar 1937 in den 44 Ortspolizeibezirken des Kreises Niederbarnim 85 freiwillige Ortsfeuerwehrabteilungen mit 2137, zwei Betriebsfeuerwehren mit 73 und eine Anstaltsfeuerwehr mit 14 aktiven Mitgliedern - zusammen also 2221 aktiven Mitgliedern - bestanden, zählten diese Wehren am 1. Januar diesen Jahres 2289 aktive Mitglieder.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 30. August 1938, gekürzt

Birkenwerder schönster Ort im Kreis
An zweiter Stelle Hennickendorf, an dritter Erkner / Pressefahrt durch den Kreis Niederbarnim
Wie wird es mit dem Neubau des Landratsamtes ?
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. September 1938, gekürzt

In jeder Gemeinde eine Rundfunk-Großanlage
Für Gemeinschaftsempfänge / Die Kurmark macht den Anfang

... ist der Gemeinderundfunk e.V. ins Leben gerufen worden. ...
Mit der Mitgliedschaft im Gemeinderundfunk e.V. erwerben die Gemeinden das Anrecht auf den Bezug einer Lautsprecheranlage. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 20. September 1938, gekürzt

Einsatz der Partei für die Dorfverschönerung
Kreisarbeitsgemeinschaft für die Dorfarbeit im Kreise Niederbarnim
...
... wird sie sich mit Fragen der kulturellen Dorfbetreuung, des Dorfbuches und der Dorfverschönerung befassen. ...
In den Kreisen, in denen eine Kreisarbeitsgemeinschaft für die Dorfarbeit gebildet wird, sollen auch in den einzelnen Dörfern Arbeitsgemeinschaften entstehen, ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 6. Oktober 1938, gekürzt

Trennung von Schul- und Kirchenamt
Organistendienst künftig nur noch freiwilliges Nebenamt des Volksschullehrers.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 7. Oktober 1938, Amtsbezirk, gekürzt

Hitlerjungen buddeln Kartoffeln
Gebietsführer Kuhnt beim Ernteeinsatz der Niederbarnimer Hitler-Jugend

Einen besonderen Tag hatten die Hitlerjungen und Pimpfe, die seit einiger Zeit ihre Kraft zum freien Einsatz bringen, um unseren Niederbarnimer Bauern bei der Einbringung der Hackfruchternte zu helfen. Der Führer es HJ.-Gebietes Kurmark, Gebietsführer Werner Kuhnt, weilte am Mittwoch im Kreise Niederbarnim, um sich von dem Einsatz unserer Niederbarnimer Hitler-Jugend zu überzeugen.
Mit dem Führer des Bannes 372, Stammführer H. Styppa [?], und dem Führer des Jungbannes 372, Jungstammführer Rehberg, begann morgens 7 Uhr die Fahrt des Gebietsführers durch den südlichen Teil des Kreises. ... Ueber 430 Hitlerjungen und Pimpfe des Bannes und des Jungbannes sind zur Zeit dabei, das ihre zur Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes beizutragen.
In fast allen Dörfern sind sie, die jüngsten Träger der nationalsozialistischen Idee, im überwiegenden Maße bei den einzelnen Bauern untergebracht, und sie beantworten jedesmal, wenn man sie nach ihrem Quartier und besonders über ihre Verpflegung fragt, diese Frage mit einem strahlenden Gesicht - ein Zeichen, daß es ihnen gefällt. ...
Am Anfang ging es natürlich schwer, ein krummes Kreuz gab es und Blasen an den Händen. Aber wo einer weich werden wollte, halfen ein kerniges Wort des Bauern und, was eben für einen Jungen wesentlich ist, die großen belegten Stullen zum Frühstück und ein derbes Mittagessen. ...
Die Fahrt ging von Bernau nach Blumberg, Eiche, Ahrensfelde, Seefeld und Werder wieder nach Bernau.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 13. Oktober 1938, gekürzt

Pgn. Elsa Daßler fünf Jahre Kreisfrauenschaftsleiterin
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Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Oktober 1938, gekürzt

Wer will bauen oder siedeln ?
Die Heimstättenämter der DAF. beraten in allen Fragen
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Niederbarnimer Kreisblatt, 29. Oktober 1938, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt

Vorläufige viehseuchenpolizeiliche Anordnung
Innerhalb des Amtsbezirkes Blumberg ist amtstierärztlich die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden und über den Ort Blumberg, einschl. Gut, ist die Sperre verhängt worden. ...
Blumberg, dem 27. Oktober 1938
Der Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde


Niederbarnimer Kreisblatt, 26./27. November 1938, gekürzt

Der Berliner Ring bald fertig
Tausend Mann schaffen am Avus-Zubringer / Fast zwei Millionen Kubikmeter Erde auf 19 Kilometer Strecke
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Niederbarnimer Kreisblatt, 1. Dezember 1938, Oranienburger Generalanzeiger, gekürzt

Grundlegende Neuerung des Feuerlöschwesens
Einheitliche Regelung für das gesamte Reichsgebiet / Die Organisation klar gegliedert

Der Chef der Ordnungspolizei, General Daluege, sprach am Mittwoch vor Pressevertretern als Beauftragter des Reichsführers SS. und Chefs der Deutschen Polizei für die Neuorganisation des Feuerlöschwesens über das neue Feuerlöschgesetz. Das Feuerlöschwesen hat, stellte er fest, im Rahmen seiner bisherigen Organisation die ihm gestellten gemeinnützigen Aufgaben bei einer ständigen Steigerung der Leistungen erfolgreich gelöst. Aber auch für die allgemeine Landesverteidigung sind auf diesem Gebiete Aufgaben und Pflichten erwachsen, die bei dem Grundsatz sparsamster Menschenverteilung im Falle eines Krieges und bei der entsprechenden friedensmäßigen Vorbereitungsarbeit nur gelöst werden können, wenn die Organe des Feuerlöschwesens mit den anderen für die allgemeine Sicherheit und Ordnung zuständigen Stellen und ihren Hilfsorganen führungsmäßig und organisatorisch klar zusammengefaßt werden.
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Entsprechend dem nationalsozialistischen Führerprinzip werden die bisherigen Berufsfeuerwehren nach näheren Bestimmungen des Reichsministers des Innern als ordentliche Gemeindepolizei in die Feuerschutzpolizei übergeleitet. Aus den Freiwilligen Feuerwehren wird unter Beibehaltung ihrer Bezeichnung eine Hilfspolizeitruppe geschaffen. Während somit die bereits hauptamtlich tätigen Berufsfeuerwehren als Feuerschutzpolizei staatlich verankert werden, übernimmt das neue Gesetz bewußt für die als Hilfspolizei eingesetzten Feuerwehren den bewährten Grundsatz der Freiwilligkeit, denn zur Bewältigung aller im Feuerlöschwesen erwachsenen Aufgaben ist ein Millionenheer von Kräften notwendig, die aus freiem Willen jederzeit, wenn die Pflicht sie ruft, einsatzbereit sind. In ihrer Eigenschaft als Hilfspolizeitruppe werden die Freiwilligen Feuerwehren in das Polizeikorps des Reiches eingegliedert und damit dem Reichsführer SS. als Chef der Deutschen Polizei unterstellt. Das Aufsichtsrecht und alle übrigen Aufgaben und Pflichten der Länder und Gemeinden in Bezug auf die Freiwilligen Feuerwehren sind daneben erhalten geblieben.
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Das Gesetz sieht im einzelnen folgendes vor:

Die Feuerschutzpolizei tritt als vierte Sparte der Ordnungspolizei neben die Schutzpolizei des Reiches, die Schutzpolizei der Gemeinden und die Gendarmerie. Die Beamten der Feuerschutzpolizei sind Polizeivollzugsbeamte. Der Reichsminister des Innern bestimmt, welche Gemeinden eine Feuerschutzpolizei einrichten müssen. Neben die Feuerschutzpolizei als Vollzugspolizei treten die Freiwilligen und die Pflichtfeuerwehren als Hilfspolizeitruppe, deren Aufgaben im einzelnen festgelegt werden.

Die bisherigen, von den Freiwilligen Feuerwehren gebildeten Vereine und Verbände werden zu einem Zeitpunkt, den der Reichsminister des Inneren bestimmt, aufgelöst, da es bei der wachsenden Bedeutung des Feuerlöschwesens nicht tragbar ist, das Schicksal einer so wichtigen Formation wie die Feuerwehren von den Mehrheitsbeschlüssen einer Mitgliederversammlung abhängig zu machen. An die Stelle der Vereine tritt als Organ des Ortspolizeiverwalters die Freiwillige Feuerwehr als Hilfspolizeitruppe. ...

Die Rechte und Pflichten der Angehörigen dieser Hilfspolizeitruppe, die auf den Führer und Reichskanzler zu gewissenhafter Erfüllung aller Dienstobliegenheiten verpflichtet werden, enthält die Durchführungsverordnung. Die Führer der Wehren werden von dem Ortspolizeiverwalter, bezw. dem Leiter der unteren Verwaltungsbehörde, ernannt und abberufen.

Die Beschaffung und Erhaltung der für die freiwilligen Feuerwehren und Pflichtfeuerwehren erforderlichen Löschgeräte und sonstigen Anlagen, ihre Uniformierung und Ausbildung ist Aufgabe der Gemeinden. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Dezember 1938, Anzeigen / Bernau und Umgebung

Heute früh, 1 1/2 Uhr, entschlief nach langer, schwerer Krankheit unser einziger, inniggeliebter Sohn, Neffe und Vetter Arthur Wegener im 21. Lebensjahr.
In tiefstem Schmerz Arthur Wegener und Frau, Dora Krätke, Kusine
Blumberg, den 2. Dezember 1938
Die Beerdigung findet am Montag, nachmittag 2 1/2 Uhr von der hiesigen Kirche aus statt


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Dezember 1938, gekürzt

"Fünf Jahre Aufbauarbeit im Kreise Niederbarnim"
Der Verwaltungsbericht des Landrats 1933 bis 1938
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Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Dezember 1938, gekürzt

Neues Verkehrszeichen im Niederbarnim
Der NSKK.-Verkehrshilfsdienst / Eine Selbsthilfeorganisation der geeinten deutschen Kraftfahrt
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Unterwegs taucht plötzlich ein neues Verkehrszeichen auf, eine rote Telefonwählerscheibe auf weißem Grund, dessen blaue Umrandung das Rote-Kreuz-Zeichen aufweist, ...
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Niederbarnimer Kreisblatt, 12., 13., 14. Dezember 1938, gekürzt

Die Aufgaben der Kreisverwaltung
Nach dem Kreisverwaltungsbericht Niederbarnim
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Niederbarnimer Kreisblatt, 21. Dezember 1938

Niederbarnim bekommt U-Bahnanschluß
Von Hönow bis nach Spandau und von Schildow zum neuen Südbahnhof

Es klingt zwar im Augenblick noch etwas sonderbar, wenn man von U-Bahnverbindungen im Niederbarnim spricht, aber es wird nicht lange dauern, und man wird tatsächlich vom Kreise Niederbarnim mit der U-Bahn nach Berlin fahren können.

Diese Tatsache wurde am Freitag dargelegt von Oberbaurat Stephan, Referenten beim Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, gelegentlich eines Vortrages, der in der vom Verein Deutscher Ingenieure im NSBDT. veranstalteten Vortragsreihe "Berlin, wie es war und wird". Oberbaurat Stephan sprach über das Thema "Das neue Berlin". Dabei behandelte er nach einem Bericht im B.B. auch die Erweiterung des U-Bahnnetzes Berlins, die den Zweck haben soll, sowohl die zurzeit noch vorhandenen Stücke für das heutige Siedlungsgebiet auszufüllen, als auch die neuen großen Siedlungsgebiete an das Schnellbahnnetz anzuschließen. Vor allem wurde vom Generalbauinspektor aus diesen Gründen gefordert, daß die Berliner Nordsüdachse und Ostwestachse U-Bahnen erhalten sollen. Die neue Schnellbahn an der Ostwestachse beginnt im Osten bei Hönow, folgt der Ostachse bis zur Stadtmitte und wird auf der mittleren Strecke südlich um den Tiergarten geführt und nach dem Adolf-Hitler-Platz geleitet, wo sie wieder in die Ostwestachse einmündet. Vom Adolf-Hitler-Platz aus ist geplant, die U-Bahn weiter nach Pichelsdorf und von dort in nördlicher Richtung über Alt-Spandau hinaus und in südlicher Richtung nach Gatow und Kladow weiterzuführen.

Die Schnellbahn an der Nordsüdachse beginnt etwa in Schildow und verläuft in südwestlicher Richtung zur Nordsüdachse und anschließend im Zuge derselben bis zur See- und Müllerstraße. Sie berührt dann den neuen Nordbahnhof, die Volkshalle, den Runden Platz, wo sie die Ostwest-Schnellinie kreuzt, und wird weiterhin bis zum Südbahnhof geführt.

Außer diesem geplanten Achsenkreuz in nordsüdlicher bzw. ostwestlicher Richtung ist ein zweites Kreuz vorgesehen, das diagonal verläuft, den Nordosten mit dem Südwesten der Stadt verbindet. Es ist also damit zu rechnen, daß vielleicht noch ein anderer Ort im Nordosten Berlins im Kreise Niederbarnim einen U-Bahnanschluß bekommt.

Wer hätte noch vor kurzem gedacht, daß wir unmittelbar von dem U-Bahnnetz der Stadt Berlin berührt würden? Aber die Entwicklung zeigt wieder einmal, daß sie mit Riesenschritten vorwärts geht und daß auf diesem Gebiet heute nichts unmöglich erscheint.


Niederbarnimer Kreisblatt, 21. Dezember 1938, gekürzt

Luftverkehr trotz Kälte und Sturm
Voller Verkehr auch am Heiligen Abend / Eisnotdienst

Berlin, 21. Dezember
Ein außerordentlich scharfer Frost und der heftige Sturm haben dem Luftverkehr nichts anhaben können. Während der Bodenverkehr, insbesondere die Schiffahrt und der Kraftfahrzeugverkehr, unter der plötzlich einsetzenden Witterungsungunst zu leiden hatte, wickelte sich der Tag- und Nachtflugverkehr mit bemerkenswerter Ordnung ab.
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Wie die Tag- und Abendverbindungen wurden natürlich auch die Nachtpost- und Frachtstrecken nach London, Paris, Wien usw. alle regelmäßig geflogen, wovon sich nicht nur die Absender und Empfänger der Postsendungen überzeugen konnten, sondern auch die Bewohner unseres Vaterlandes, über deren Wohnstätten Nacht für Nacht die großen Postflüge durch Kälte und Dunkelheit hinwegzogen.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 29. Dezember 1938, gekürzt

Die Kleinsiedlung wird gefördert
Finanzierung stark vereinfacht / Vierraum-Wohnung für die Vollfamilie
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