Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Oranienburg) von 1940 (87. Jahrgang),
gefunden im Zeitungsarchiv der Staatsbibliothek (Westhafen)



Niederbarnimer Kreisblatt, 20. Januar 1940, gekürzt

Kreis Niederbarnim in der Kriegswirtschaft
Ein Blick in das Ernährungs- und Wirtschaftsamt des Kreises
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Niederbarnimer Kreisblatt, 19. März 1940, gekürzt

"Bodenfunde sind Eigentum der Volksgemeinschaft"
Aufruf zum Schutze der Altertümer des Kreises Niederbarnim
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Niederbarnimer Kreisblatt, 23. März 1940, Amtliche Bekanntmachungen, gekürzt

Hundesteuerordnung für den Landkreis Barnim
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Niederbarnimer Kreisblatt, 23./24. März 1940, gekürzt

Der Beitrag zur Metallspende
Unser Geburtstagsgeschenk für den Führer
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Niederbarnimer Kreisblatt, 27. März 1940, gekürzt

Wir sammeln kriegswichtige Metalle
In jedem Bauernhof: Eine Geschenkecke für den Führer
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Niederbarnimer Kreisblatt, 28. März 1940, gekürzt

Die Metallspende in vollem Gange
Das schönste Geburtstagsgeschenk für den Führer
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Niederbarnimer Kreisblatt, 30./31. März 1940, gekürzt

Verordnung zum Schutze der Metallsammlung
Todesstrafe für Bereicherung an gesammeltem Metall
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Niederbarnimer Kreisblatt, 3. April 1940, gekürzt

Der Luftschutzwarndienst
Eine schwere und verantwortungsvolle Aufgabe
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Niederbarnimer Kreisblatt, 9. April 1940, gekürzt

Rotkreuz-Arbeit im Kreise Niederbarnim
351 Männer und Frauen stehen an der Front
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Niederbarnimer Kreisblatt, 11. April 1940, gekürzt

Noch bis zum 20. April Metallsammlung
Jeder eile zur Sammelstelle, um seine Spende zu geben
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Niederbarnimer Kreisblatt, 16. April 1940, gekürzt

Metallspende des Generalfeldmarschalls Göring
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Niederbarnimer Kreisblatt, 17. April 1940, gekürzt

Einsatzbereite märkische Jugend
34710 Zehnjährige werden jetzt Pimpfe
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Niederbarnimer Kreisblatt, 22. April 1940, gekürzt

Das erste HJ.-Heim des Kreises
Es wurde gestern in Glienicke der Jugend übergeben
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Niederbarnimer Kreisblatt, 27. April 1940, gekürzt

Das Feuerlöschwesen im Kreise Niederbarnim
Jahresbericht für 1939/40 des Kreiswehrführers / Trotz des Krieges ständige Aufwärtsentwicklung

Der Landrat des Kreises Niederbarnim legt in diesen Tagen durch den stellvertretenden Kreiswehrführer Graß den Bericht über das Feuerlöschwesen für die Zeit vom 1. April 1939 bis 31. März 1940 vor. ...
Am Anfang des Berichtsjahres waren in den 44 Ortspolizeibezirken 2406 aktive Mitglieder vorhanden. Die Ziffer sank am Stichtag in der Hälfte des Berichtsjahres auf 1888 Mann ab und stieg dann wieder am Schluß auf 2129 Mann an. Zu diesen aktiven kamen dienstfähige Reserve 204 Mann, Sicherheits- und Hilfsdienst 166 Mann, Löschdienstpflichtige auf Grund der Notdienstverordnung 504 Mann und die Jugendfeuerwehr, die am Anfang 12 Hitlerjungen zählte, steigt auf 102 an, so daß am Schluß des Berichtsjahres 3105 einsatzfähige Kräfte zur Verfügung standen. Seit Ausbruch des Krieges befindet sich Kreiswehrführer Lubnow mit vielen Männern unter der Fahne. Mit der Wahrnehmung der Diesntgeschäfte wurde der bereits in Ruhestand versetzt gewesenen Kreisbrandinspektor Graß beauftragt, der in selbstverständlicher Pflichterfüllung gern seine Kräfte wieder dem Feuerlöschwesen des Kreises zur Verfügung stellte.

Fahrzeug und Gerätebeschaffung
Im Laufe des Berichtsjahres war es den Gemeinden Erkner, Rüdersdorf und Zepernick möglich, je einen Mannschafts- und Gerätewagen anzuschaffen. Ihren Gerätepark um je eine Kleinkraftspritze mit 800-Liter-Minutenleistung mit Transportwagen vergrößerten die Gemeinden Eiche, Erkner, Fredersdorf, Glienicke, Krummensee, Münchehofe, Rehfelde, Werder und Zepernick. ... je zwei Hakenleitern [kauften] die Gemeinden Eiche, Prenden und Schönerlinde, ...
Damit ist die Fahrzeug- und Gerätebeschaffung noch nicht abgeschlossen. Anträge auf Zuteilung von Stahl und Eisen zur Beschaffung eines leichten Löschgruppenfahrzeuges stellten die Gemeinden Blumberg, Lehnitz, Mühlenbeck, Schildow, Vogelsdorf und Zerpenschleuse, ... und je einer tragbaren Kraftspritze, 800 Liter Minuten-Leistung, mit Einachsenanhänger die Gemeinden Hohen Neuendorf, Mehrow, Mühlenbeck und Zepernick. Recht umfangreich sind auch die Kleinanschaffungen. Es wurden in 47 Gemeinden Kleinlöschgeräte, Schläuche, Rauchschutzmasken und Ausrüstungsgegenstände anderer Art beschafft.
Die Zahl der Löschwasserbrunnen wurde um 11, die der Löschwasserzisternen um 4 vermehrt. Außerdem wurden zwei Feuerlöschteiche gegraben und 54 Hydranten eingebaut.
... Eiche, Hennickendorf, Liebenthal und Rüdersdorf errichteten Feuerwehrübungstürme mit Schlauchstreckungsanlagen, Feuerwehrgeräteräume die Gemeinden Mehrow und Schwanebeck. ...

Brandübersicht
Zu bekämpfen waren im Kreisgebiet 122 Brände. 53 Alarm-, 44 Mittelfeuer und 10 Großfeuer, 9 Waldbrände, 1 Strohmietenbrand, außerdem wurden drei Fahrzeugbrände gelöscht. Bei Verkehrsunfällen usw. waren die Wehren in 44 Fällen tätig. Die Gesamtzahl der Einsätze beziffert sich auf rund 280. ...
Die vorbildliche Opferbereitschaft am Tage der Deutschen Polizei ist an dieser Stelle kürzlich bereits erwähnt worden, gleichfalls wurde schon über die kameradschaftliche Zusammenarbeit mit dem DRK., dem RLB., der Technischen Nothilfe, dem RAD. und den Wehrverbänden berichtet. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 4./5. Mai 1940, gekürzt

Polnische Arbeitskräfte für die deutsche Landwirtschaft
Erfahrungen mit einem Polentransport
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Anständiger Empfang, saubere Umgebung, umfassende hygienische Maßnahmen und die Aussicht auf ein gesichertes Einkommen durch ehrliche Arbeit geben diesen Polen die Gewißheit, daß es ihnen in Deutschland weit besser geht, als es ihnen jemals in Polen unter der Herrschaft ihrer früheren Machthaber gegangen ist, Natürlich kann der polnische Hilfsarbeiter nicht den Anspruch auf den Lebensstandard des deutschen Landarbeiters stellen. Für die polnischen Hilfskräfte ist eine besondere Tarifordnung aufgestellt worden. Der Lohntarif liegt selbstverständlich unter dem deutschen, schon aus dem Grunde, weil der Pole weder invaliden- noch arbeitslosenversicherungspflichtig ist. Er genießt aber, was er in Polen niemals gehabt hat, den Feiertagsschutz seiner Arbeit bzw. wenn er am Feiertag arbeitet, erhält er einen Feiertagszuschlag. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die Polen die Möglichkeit haben, ersparten Lohn in ihre Heimat, das Generalgouvernement, trotz der Transferschwierigkeiten, zu überweisen; auch hierfür ist eine Sonderregelung vorhanden.

Durchgehender Luftverkehr Berlin-Moskau
Berlin, 4. Mai
Ab 4. Mai verkehren die Flugzeuge auf der Luftverkehrsstrecke Berlin-Moskau, die gemeinsam von der Deutschen Lufthansa und der sowjetrussischen Aeroflot betrieben wird, ohne Unterbrechung während der Nacht in Königsberg durchgehend an einem Tage. Die Maschinen verlassen Berlin um 8,20 Uhr und fliegen mit Zwischenlandungen in Danzig, Königsberg, Belostok und Minsk über die Entfernung von 1800 Kilometer in wenig mehr als 9 Stunden nach Moskau. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 11. Mai 1940, gekürzt

Fronleichnamstag am 26. Mai
Auf Grund gesetzlicher Ermächtigung hat der Generalbevollmächtigte für die Reichsverwaltung mit Zustimmung des Beauftragten für den Vierjahresplan und des O.K.W. eine Verordnung über den Fronleichnamstag 1940 erlassen. Mit Rücksicht auf die dringend notwendige Kohleförderung und die sonstigen Produktionsmöglichkeiten wird der Fronleichnamstag (23. Mai) als staatlicher Feiertag im Sinne reichs- und landesrechtlicher Vorschriften in diesem Jahre auf Sonntag, den 26. Mai verlegt. ...

Vom Schreibtisch zum Acker
Einige Winke für die Helfer auf dem Lande
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Während der Arbeit unterlasse man das Essen und Rauchen! Beides ist hierbei unbekömmlich. Auch der Genuß von Bier ist nachteilig, denn das macht müde und steigert nur den Durst, der am besten durch einen Schluck Wasser gestillt wird. ...

Zwischen Schorfheide und Spree
Das Heimatbuch des Kreises Niederbarnim.

Heb' ich aus der Heimatscholle
eine Handvoll Heimaterde,
seh' ich drin der Wunder viele,
seh' ich Tiefen sonder Zahl.
Kenn ich erst des Baumes Wurzeln,
Und erkenn ich seine Treue,
wieg' ich mich getrost im Wipfel,
und das ist kein eitles Spiel.

Dieser treffliche Kernspruch aus "Deutsche Heimat" F.K.Ginzkev [?] ist dem Heimatbuch des Kreises Niederbarnim, das demnächst im Verlage von Willi Bischoff, Berlin unter dem Titel "Zwischen Schorfheide und Spree" erscheint, vorangestellt. Damit ist zugleich Wesen und Inhalt, Wollen und Ziel dieses Buches, für das als Herausgeber Landrat Dr. Weiß und Max Rehberg zeichnen, deutlich herausgestellt. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 15. Mai 1940, gekürzt

Der Pfingstkrieg der Niederbarnimer HJ.
Sieger wurde der Bann Niederbarnim
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Niederbarnimer Kreisblatt, 18. Mai 1940, gekürzt

Bild und Ton im Kreise Niederbarnim
Aus der Arbeit der Kreisbildstelle 1939/40
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Niederbarnimer Kreisblatt, 6. Juni 1940, gekürzt

Von Norditalien bis in die Mark
Besuch bei italienischen Landarbeitern
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Niederbarnimer Kreisblatt, 17. Juni 1940, gekürzt

Neun Monate Kriegswirtschaft im Kreise Niederbarnim
Vierte kriegswirtschaftliche Tagung der Ortsgruppenleiter, Gliederungsführer, Bürgermeister und Amtsvorsteher
Arbeitstagung der NSKOV.
... Anschließend wurden Richtlinien über die Aushändigung von Ehrenkreuzen und Westwall-Ehrenabzeichen gegeben, und aufgefordert, in der Behandlung von Kriegsgefangenen, insbesondere der polnischen, Haltung zu bewahren.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 26. Juni 1940, gekürzt

99000 neue Erbhöfe
Die Neubildung deutschen Bauerntums in den Jahren 1933-1939
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Niederbarnimer Kreisblatt, 27. Juni 1940, gekürzt

Melkmaschinen helfen Arbeit sparen
"Stripp, strapp, strull ..., der Eimer ist bald vull..."
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* Melkmaschine hilft ...
* Lieschen mit gutem Kleid im Kuhstall ...
* Kühe lieben Motorengeräusch ...
* Der motorisierte Melkkarren kommt aufs Land ...
Das Melken mit der Melkmaschine muß natürlich auch gelernt sein. Man muß die Maschine zu handhaben verstehen, ebenso die Behandlung der Kühe vor und nach dem Melken. ... Deshalb wird man nach dem Kriege in besonderen Kursen die Landbevölkerung im Gebrauch der Melkmaschine schulen. zu diesem Zweck ist bereits ein Autoanhänger konstruiert worden, der zwei Melkmaschinen enthält. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 18. Juli 1940, gekürzt

Beispiels-Seidenraupenzüchterei im Kreise Niederbarnim
Märkischer Seidenbau vor neuer Blüte / Mehrere hundert Schulen richten Raupenzuchten ein
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Den Seidenbau zu erlernen ist nicht schwer. Davon konnten wir uns beim Besuch einer Seidenraupenzucht in der Siedlung Berghof bei Rüdersdorf im Kreis Niederbarnim überzeugen.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 24. Juli 1940, gekürzt

Die künftigen Bauten auf dem Lande
Wie das neue Bauernhaus und das neue Bauerndorf aussehen werden
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Niederbarnimer Kreisblatt, 13. August 1940, gekürzt

Wie soll ein deutscher Bauernhof aussehen ?
Ausreichende und gesunde Wohnungen
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Niederbarnimer Kreisblatt, 14. August 1940, gekürzt

Wie groß sind die Erbhöfe im Kreise Niederbarnim ?
Welche Betriebsgröße ist in unserem Gebiet am stärksten vertreten ?
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Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 1939 verzeichnete die Erbhöferolle für unseren Kreis folgendes Ergebnis. ... Von den insgesamt 931 Erbhöfen mit einer Gesamtfläche von 28903 Hektar waren 7 Erbhöfe unter 7,5 Hektar, mit einer Gesamtfläche von 46 Hektar. Erbhöfe über 128 Hektar gab es nicht. Die übrigen Betriebsgrößengruppen hatten an Höfen und an Gesamtfläche folgendes Ergebnis aufzuweisem:
Hofgruppe  Hofzahl  Gesamtfläche
7,5 bis 10 Hektar  51  215 Hektar
10 bis 15 Hektar  128  1612 Hektar
15 bis 20 Hektar  151  2617 Hektar
20 bis 25 Hektar  122  2736 Hektar
25 bis 50 Hektar  338  12383 Hektar
50 bis 75 Hektar  96  5686 Hektar
75 bis 100 Hektar  29  2407 Hektar
100 bis 125 Hektar  9  971
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Niederbarnimer Kreisblatt, 16. August 1940, gekürzt

Verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen [in Cottbus]
Empfindliche Strafen verhängt
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Niederbarnimer Kreisblatt, 20. August 1940, gekürzt

Flandern und der Barnim
Flandrisches aus der Mark Brandenburg
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. September 1940, gekürzt

Ein Jahr Kriegsernährungswirtschaft
Ein märkischer Bauer tat seine Pflicht
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Niederbarnimer Kreisblatt, 10. September 1940, gekürzt

Rund um den Luftschutzkeller
Zeitig schlafen gehen, warm anziehen
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Niederbarnimer Kreisblatt, 11. September 1940, Titelseite, gekürzt

Der feige Ueberfall auf Berlin [Luftangriff]
Brandenburger Tor, Reichstag, Akademie der Künste, Haus des BdJ. und Wohnviertel
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Niederbarnimer Kreisblatt, 12. September 1940, gekürzt

Englische Nachtpiraten über Oranienburg
Spreng- und Brandbomben auf Wohn- und Laubengelände
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Niederbarnimer Kreisblatt, 13. September 1940, gekürzt

Besondere Aufmerksamkeit bei Bahnübergängen
Auch die Warnlichtanlagen sind im Kriege verdunkelt
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Niederbarnimer Kreisblatt, 20. September 1940, gekürzt

Aus Personenwagen werden Trecker
Technische Neuerung im Kraftfahrwesen / Einbau einer Schlepperachse
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Niederbarnimer Kreisblatt, 24. September 1940, gekürzt

Leuchtbomben sind gefallen
Wie Leuchtbomben entwickelt werden und wie sie angewendet werden
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Oktober 1940, gekürzt

50 Jahre Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungsanstalt Oranienburg
Aus der Geschichte des Instituts
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Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Oktober 1940, gekürzt

Jugendfilmstunden im Kreise Niederbarnim
Die Eröffnung der Spielzeit 1940/41

Wie überall im Reich, so hatte sich auch die Niederbarnimer Hitler-Jugend in den Filmtheatern eingefunden, um die feierliche Eröffnung der neuen Spielzeit der Jugendfilmstunden mitzuerleben.
... In 11 Standorten liefen Spitzenfilme des deutschen Filmschaffens, die eigens für die Jugendfilmstunden der HJ. ausgewählt wurden in der klaren Erkenntnis, daß auch bei der Auswahl geeigneter Filme für die Jugend das Beste gerade gut genug ist. Diese Veranstaltungen fanden statt in Ahrensfelde ("Morgenrot"), Altlandsberg ("Fridericus"), Bernau ("Zwei Welten"), Blumberg ("Morgenrot"), ... Alle diese Filme fanden bei den Jungen und Mädeln großen Anklang und wurden zu einem nachhaltigen Erlebnis.
... Des weiteren sind die Veranstaltungen in Ahrensfelde und Blumberg besonders hervorzuheben. Hier lief der Film vom heldenhaften Kampf deutscher U-Boote gegen den Erzfeind England im Weltkrieg, "Morgenrot", der so recht in das gegenwärtige Geschehen hineinpaßt. Sind beides doch kinolose Orte, die sonst nur selten oder gar keine Gelegenheit haben, einmal einen Film zu sehen! Durch den Einsatz des Schmaltongerätes der Kreisbildstelle war es möglich, den Jungen und Mädeln auch hier einmal den Genuß eines Filmes zuteil werden zu lassen. Die Aktion der Bespielung kinoloser Orte wird auch in der kommenden Spielzeit weiter gefördert werden und im Vordergrund der Filmarbeit des Bannes Niederbarnim stehen.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 4. Oktober 1940, gekürzt

Kreisfrauenschaft macht "Neu aus Alt"
Großer Wettbewerb der märkischen NS.-Frauenschaften

... kleine Ausstellung im Fenster der Geschäftsstelle der Kreisfrauenschaft, Oranienburg, Bernauer Straße ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 5. Oktober 1940, gekürzt

Erntedank 1940 im Kreise Niederbarnim
Schwer war's - Wir haben es mit vereinten Kräften geschafft
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Zu dem Mangel an Arbeitskräften kamen noch die Schwierigkeiten, die der harte Winter verursachte. Was für Pflegearbeit gehörte dazu, bei dieser sibirischen Kälte die Leistung und Entwicklung nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern möglichst auch noch zu steigern.
... Und dann kam noch das lange Hinauszögern der Frühjahrsbestellung, an manchen Stellen des Kreises war Wassernot zu bewältigen. Viele ausgewinterte Felder mußten neu bestellt werden, wodurch die Arbeit sich noch mehr häufte.
... Und dann ging es in den Sommer, diesen unvergeßlichen Sommer von 1940. Selbst dem landwirtschaftsfremden Großstädter, für den ja der Kreis Niederbarnim gern besuchtes Ausflugsgebiet ist, fing es an zu gruseln. Ob denn der Bauer bei dem Wetter die Ernte hereinbekommt? Der Bauer schaffte es trotz alledem ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 7. Oktober 1940, gekürzt

Unterhaltung mit Kriegsgefangenen strafbar
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Marburg, 7. Oktober
Im Juni d. J. hielt sich eine Einwohner vor einem Gefangenenlager auf. Er war dafür bekannt, daß er schon öfter Unterhaltungen mit den Gefangenen anzuknüpfen versucht hatte. Als die Gefangenen an dem betreffenden Morgen zur Arbeit gingen, rief er ihnen zu: "Guten Morgen, na, arbeiten heute?" Das war an einem Sonntag. An einem andern Tag verabschiedete er sich von Kriegsgefangenen, in dem er ihnen winkte und zurief: "Macht's gut!". ...
Als er ... der Aufforderung des Polizeihauptwachtmeisters, mit ihm zu kommen, keine Folge leistete, wollte dieser ihn festnehmen, er leistete aber heftigen Widerstand.
Vom Amtsgericht wurde er wegen Vergehens gegen die Kriegsgefangenenverordnung und Widerstand gegen die Staatsgewalt zu drei Monaten und zwei Wochen Gefängnis verurteilt. ... In der Urteilsbegründung hielt die Strafkammer hervor, daß jegliche Begrüßung und jegliche Unterhaltung mit Kriegsgefangenen, wenn sie nicht in Ausübung der Arbeit mit diesen zwangsläufig nötig sei, schwer bestraft werde. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 18. Oktober 1940, gekürzt

Kriegsgefangenenlager - eine kleine Stadt
Der Marsch nach Berlin - wie wir ihn sahen
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Die Vergütung der Kriegsgefangenen für die geleistete Arbeit richtet sich nach der Tätigkeit und hält sich mit Rücksicht auf die nicht zu tragenden sozialen Lasten etwas unter der Entlohnung freier deutscher Arbeiter. Sie ist vom Unternehmer an die Zahlmeisterei zu zahlen. Hieraus erhält der einzelne Kriegsgefangene von der Zahlmeisterei nach Abzug eines Betrages für Lagermittel seinen Anteil in Lagergeld ausgezahlt oder gutgeschrieben. Deutsches Geld darf nicht in Händen des Kriegsgefangenen sein.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Oktober 1940, gekürzt

Zwischen Schorfheide und Spree
Das neue Heimatbuch des Kreises Niederbarnim.

Eine bemerkenswerte Neuerscheinung auf dem Büchermarkt, die besonders uns Niederbarnimer angeht, ist vor kurzem herausgekommen. Das Bucht trägt den Titel "Zwischen Schorfheide und Spree" und ist als Heimatbuch für den Kreis Niederbarnim gedacht. Dieser Aufgabe wird das umfangreiche Werk, das trotz des Krieges herausgebracht wurde, auch voll gerecht. ...
...
Das Heimatbuch des Kreises Niederbarnim "Zwischen Schorfheide und Spree" ist erschienen im Brunnen-Verlag Willi Bischoff in Berlin und kostet 12 Mark.


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Oktober 1940, gekürzt

Die Niederbarnimer Landfrau braucht Hilfe!
Einsatz von BDM.-Mädeln in bäuerlichen Betrieben
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Niederbarnimer Kreisblatt, 22. Oktober 1940, gekürzt

Voller Ersatz für Kriegsschäden
Wiederaufbaukosten bei kriegszerstörten Gebäuden

Im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister hat der Reichsinnenministerium die Bestimmungen über die Schadensfeststellung und Vorschußgewährung bei kriegszerstörten Gebäuden zugunsten der Geschädigten erweitert. Maßgebend für die Höhe der Feststellung im Falle der Zerstörung von Gebäuden sind die Wiederaufbaukosten, also diejenigen Kosten, die zur Errichtung eines gleichwertigen Neubaus aufzuwenden sind. ...
Auch Einnahme-Ausfälle werden ersetzt.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 6. November 1940, Amtliche Bekanntmachungen, gekürzt

Polizeiliche Anordnung über allgemeine Rattenbekämpfung im Kreise Niederbarnim
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Als Rattenbekämpfungsmittel sind nur die folgenden, für Menschen und Haustiere unschädlichen und amtlich geprüften Erzeugnisse zugelassen:
1.  delicia Rattenpräparat flüssig
2.  delicia Rattenpräparat fest
3.  ero (flüssig)
4.  es hat geschnappt
5.  Hamelor-Rattentod (feste Brocken)
6.  Horg-Meerzwiebelpräparat (Pulver)
7.  Horg-Meerzwiebelpräparat-Brocken
8.  Hydranex-Paste (in Dosen und in Brocken geschnitten)
9.  Insex (Pulver)
10.  Insex flüssig
11.  Krodil
12.  Leprex (flüssig)
13.  Leprex-fest (Tabletten)
14.  Meerzwiebelmakronen (feste Brocken)
15.  Meerzwiebelpräparat (flüssig)
16.  Mors (flüssig)
17.  Mors-Rattentropfen (flüssig)
18.  Orwin-Kuchen
19.  Orwin-Meerzwiebelpaste (Konserve)
20.  Orwin-Pasten-Extrakt flüssig
21.  Ramasin-Giftbrocken
22.  Ratinin (flüssig)
23.  Ratotox (flüssig)
24.  Ratotox-Kuchen
25.  Rattenmus (Konserve)
26.  Rattentod I (feste Brocken)
27.  Rattentod II (flüssig)
28.  Rattentoxin (Marke Ramasin)
29.  Ratthan (flüssig)
30.  Rattitot (feste Brocken)
31.  Rattoxin (flüssig)
32.  Rattoxin (Brocken)
33.  Raxon (Brocken)
34.  Raxon (flüssig)
35.  Schacht, Rattentod Topicida flüssig
36.  Styx-Rattentod (feste Brocken)
37.  Universal Rasst Axt (feste Brocken)
38.  Universal-Rattentöter (flüssig)
39.  Urgit (flüssig)

Diese Erzeugnisse werden ohne Gift- und Erlaubnisschein verkauft, ...
Berlin den 4. November 1940.
Der Landrat


Niederbarnimer Kreisblatt, 7. November 1940, gekürzt

Wohnungsbau auf dem flachen Lande
Vorbereitende Maßnahmen auch im Kreise Niederbarnim

... Immerhin ist es dem Reichsnährstand gelungen, seit der Machtübernahme auf Grund der durch den Reichsnährstand erwirkten Förderungsmaßnahmen etwa 44000 ländliche Werkwohnungen und Eigenheime neu- oder umzubauen.
..., denn eine nach neuzeitlichen Grundsätzen hergestellte, zumindest aber eine nach neuzeitlichen Grundsätzen erneuerte Wohnung, ist eins der Mittel, um der Abwanderung vom Lande erfolgreich zu begegnen.
... Der Reichsnährstand hält mit entsprechender Finanzierung gleich den zuständigen Ministerien im Sofortprogramm die Schaffung von 35000 Landarbeiterwohnungen für notwendig. Für 15000 dieser Landarbeiterwohnungen sind bereits die Anträge gestellt.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 9. November 1940, gekürzt

"Hier wird über dem Wohl und Wehe der Niederbarnimer gewacht"
Ein Blick in die Befehlszentrale

Die Kreisleitung [in] der Reichshauptstadt bildet für die Kampffront der Heimat, insbesondere für unseren Heimatkreis Niederbarnim, gewissermaßen eine Befehlszentrale. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 12. November 1940, gekürzt

Schutz der Jugend im Kriege
Aufklärung über Zweifelsfragen der Polizeiverordnung
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Auf der Straße, in Lokalen und im Kino
Nach §1 der Polizeiverordnung dürfen Jugendliche unter 18 Jahren sich nicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen oder an sonstigen öffentlichen Orten während der Dunkelheit herumzutreiben. ...
Nach §2 der Polizeiverordnung ist der Aufenthalt in Gaststätten aller Art jugendlichen Personen unter 18 Jahren, die sich nicht in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer von ihm beauftragten volljährigen Person befinden, nach 21 Uhr verboten. ...
Der Besuch von öffentlichen Lichtspieltheatern, Varieté- und Kabarettveranstaltungen ist Jugendlichen unter 18 Jahren, die sich nicht in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer von ihm beauftragten volljährigen Person befinden, befinden, nach 21 Uhr verboten. Wenn Filme, die zur Aufführung vor Jugendlichen unter 18 Jahren nicht ausdrücklich zugelassen sind, gespielt werden, so ist Jugendlichen der Zutritt zum Lichtspieltheater ohne weiteres verboten.

Alkoholgenuß und Rauchen
Jugendlichen unter 18 Jahren ist in Gaststätten der Genuß von Branntwein oder überwiegend branntweinhaltigen Genußmitteln, Jugendlichen unter 16 Jahren in Abwesenheit des Erziehungsberechtigten ... auch der Genuß von anderen alkoholischen Getränken verboten. ...
Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Genuß von Tabakwaren in der Oeffentlichkeit verboten. ...

Fernhalten von Tanzlustbarkeiten
Schließlich ist einheitlich allen männlichen und weiblichen Jugendlichen unter 18 Jahren die Teilnahme an öffentlichen Tanzlustbarkeiten - die ja gegenwärtig nicht zulässig sind - nur gestattet, wenn sie sich in Begleitung des Erziehungsberechtigten oder einer von ihm beauftragten volljährigen Person befinden, und auch dann nur bis 23 Uhr.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 19. November 1940, gekürzt

Kampf den Ratten im Kreise Niederbarnim
In dieser Woche ist allgemeine Rattenbekämpfung
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 25. November 1940, gekürzt

Gespräch in der Betriebspause
Keine Lohneinbuße bei Fliegeralarm
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An die Niederbarnimer Viehhalter!
Die Viehzählung muß sorgsam durchgeführt werden
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 27. November 1940, gekürzt

57245 Rundfunkteilnehmer im Kreise Niederbarnim
Die Zahl steigt ständig weiter
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Dezember 1940, gekürzt

Ueber 5000 Dörfer in Verschönerungskur
"Schönheit der Arbeit" auch im Kriege

Im Zuge ihrer Maßnahmen unter dem Stichwort "Schöner unsere Arbeit" führt die Deutsche Arbeitsfront weiterhin auch seine Aktion zur Dorfverschönerung durch, zu deren Steuerung die Reichsarbeitsgemeinschaft zur Dorfverschönerung gebildet worden ist.
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Dezember 1940, gekürzt

67528 pendeln täglich zwischen Arbeitsplatz und Wohnstätte
35000 Niederbarnimer arbeiten in Berlin / Pendelwandern im Heimatkreise
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Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Dezember 1940, gekürzt

Schäden unter 100 Mark werden sofort gezahlt
Die Entschädigung von Kriegsschäden
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Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Dezember 1940, Amtliche Bekanntmachungen

Betrifft: Maul- und Klauenseuche in Mehrow
Unter dem Rindviehbestande des Neubauern Otto Braak in Mehrow, Gruppensiedlung, ist die Maul- und Klauenseuche amtstierärztlich festgestellt.
Aus der Gruppensiedlung in Mehrow ist ein Sperrbezirk gebildet.
Ahrensfelde, den 7. Dezember 1940.
Der Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde
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Niederbarnimer Kreisblatt, 11. Dezember 1940, gekürzt

Sonderschau: "Neues aus Altem"
Die Niederbarnimer NS.-Frauenschaft weist Wege zur Wirtschaftlichkeit und zwecks Altstoffverwertung
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Wer kann siedeln ?
Die Voraussetzungen für den Erwerb des Neubauernscheines
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Niederbarnimer Kreisblatt, 20. Dezember 1940, gekürzt

Im Niederbarnimer Umsiedlungslager
Volksweihnacht bei den Wojhynien- und Narew-Deutschen im [!] Lobetal
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Niederbarnimer Kreisblatt, 21. Dezember 1940, gekürzt

Rundfunkempfang bedeutend erweitert
Zahlreiche Großsender bis 2 Uhr nachts hörbar / Radio Paris, Friesland und Luxemburg für den Empfang im Reich freigegeben
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Dezember 1940, gekürzt

Das neue Kriegssachschadengesetz
Denkbar großzügige Entschädigungsregelung
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