Mehrow und Umgebung im Niederbarnimer Kreisblatt (Ausgabe Oranienburg) von 1942 (89. Jahrgang),
gefunden im Zeitungsarchiv der Staatsbibliothek (Westhafen)



Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Januar 1942, gekürzt

Erbhof und Kolchos - welche Gegensätze!
Wieviel Erbhöfe gibt es im Kreise Niederbarnim ?
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Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Januar 1942, gekürzt

Reichsbeihilfen für die Landwirtschaft
Verstärkte Umstellung von Treibstoff auf Elektrizität

... Durch die Motoren-Beschaffungsaktion, die es der Landwirtschaft seit Kriegsbeginn ermöglichte, rund 100000 Elektro-Motoren mit Anschlußleitungen bis heute neu zu beschaffen, sind zwar erfreulicherweise 15000 Diesel- und Benzinmotoren umgestellt worden. Das bisherige Tempo soll jetzt aber ganz erheblich gesteigert werden, damit schon im Herbst 1942 eine fühlbare Entlastung des Treibstoffkontingents vorliegt. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 10./11. Januar 1942, gekürzt

Flüssige Kraftstoffe für die Wehrmacht!
Feste Treibstoffe für Handel und Verkehr!
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So kann der Holzgasgenerator schon jetzt als vollkommene Konstruktion angesehen werden, und zwar um so mehr, als er sich auch mit minderwertigen Stoffen zufrieden gibt.


Niederbarnimer Kreisblatt, 14. Januar 1942, gekürzt

Kriegswirtschaft im Kreise Niederbarnim
Arbeitstagung der Amtsvorsteher und Bürgermeister im Landratsamt

Auf Einladung des Landrats Dr. M. Weiß fand kürzlich im Landratsamt die erste Arbeitstagung des Jahres 1942 statt ...
Nachdem Regierungsveterinärrat Dr. Waßmund kurz über die Bekämpfung der Viehseuchen gesprochen hatte, wurde die Kohlenfrage erörtert. Hier ist festzustellen, daß der Bedarf gegenüber der Friedenszeit gestiegen ist, da die Einwohnerzahl des Kreises seit 1938 um rund 8000 zugenommen hat und in den nächsten Monaten noch weiter steigen wird. ...
Die Einkaufsausweise der Reichshauptstadt können in Zukunft nur noch solchen Niederbarnimer Einwohnern zur Verfügung gestellt werden, die gezwungen sind, sich aus beruflichen Gründen tagsüber ständig in Berlin aufzuhalten und nicht rechtzeitig für den Einkauf an ihren Wohnort zurückkehren können. Weiterhin ist die Möglichkeit, einen Einkaufsausweis der Reichshauptstadt für Orte ohne Einkaufsmöglichkeit zu erhalten, auf die Gemeinden Ahrensfelde, Eiche, Lindenberg, Kolonie Stolpe-Süd und die Kolonien Ravenstein und Heidemühle der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten begrenzt worden.
Sehr eingehend wurde dann über die in letzter Zeit gemeldeten Schwarzschlachtungen gesprochen und bekanntgegeben, daß die Bestrafungen in nächster Zeit erheblich höher ausfallen werden. ...
Die Bürgermeister wurden erneut darauf hingewiesen, daß sie dafür zu sorgen haben, daß die Lebensmittelkarten stets in genügend gesicherten Räumen aufbewahrt werden und daß die Marken unter allen Umständen vor der Rückgabe an das Landratsamt entwertet sein müssen. ...
Wenn Anträge bei Kriegssachschädenerstattung gestellt werden, müssen die dazu bestimmten Vordrucke benutzt werden, die im Deutschen Gemeindeverlag zu haben sind. Die Vordrucke sind ordnungsgemäß durch den Antragsteller auszufüllen, und eine gewissenhafte Stellungnahme der Bürgermeister ist für eine schnelle Bearbeitung unerläßlich. ...
Zum Schluß gab Landrat Dr. Weiß einen kurzen Ueberblick über den Stand des Luftschutzes und des Feuerlöschwesens im Kreise. Wenn auch in letzter Zeit keine Luftangriffe auf den Kreis Niederbarnim erfolgt sind, darf der Gedanke des Luftschutzes doch keinen Augenblick an Bedeutung verlieren. Das Feuerlöschwesen ist im Jahre 1941 ein gutes Stück vorwärtsgekommen. - Bis Ende Januar 1942 sind sämtliche Feuerwehren des Kreises zumindest mit einer Kleinkraftspritze ausgerüstet. Auch der Gasschutz wurde erheblich ausgebaut. Ferner wurde eine Kreisschlauchmacherei und eine Kleiderkammer für die Feuerwehren eingerichtet.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 17./18. Januar 1942, Amtliche Bekanntmachungen

Betr.: Maul- und Klauen-Seuche in Mehrow
Unter den Rindviehbeständen der Bauern Paul Friederici und Frhr. v. Truchseß in Mehrow ist die Maul- und Klauen-Seuche amtstierärztlich festgestellt worden. Sperrbezirk: Gemeinde Mehrow
Ahrensfelde, den 13. Januar 1942
Der Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde


Niederbarnimer Kreisblatt, 20. Januar 1942, gekürzt

Reges Sportleben im Kreise Niederbarnim
Führertagung des Sportkreises Niederbarnim im Landratsamt
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Der Landdienst wird verzehnfacht
Lehrhöfe in allen Gauen / mit 27 Jahren Neubauer
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Verstärkte vormilitärische Wehrerziehung
Ganztagesdienst der SA.-Standarte 207 Niederbarnim
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Niederbarnimer Kreisblatt, 21. Januar 1942, Anzeigen

Danksagung
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme in Wort und Schrift und für die schönen Kranzspenden und Blumenspenden beim Heimgange unseres lieben Mannes, Vaters, Schwiegervaters und Großvaters sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Ringler für seine trostreichen Worte.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Emma Haase, geb. Klockow
Blumberg, den 19. Januar 1942


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Januar 1942, gekürzt

Der Rundfunk im Kreise Niederbarnim
Auch im 2. Kriegsjahr Zunahme der Zahl der Rundfunkteilnehmer

... Die Zahl der Rundfunkteilnehmer erhöhte sich auch im zweiten Kriegsjahr. So konnten am 1. April 1941 bereits über 15 Millionen Rundfunkteilnehmer in Großdeutschland, einschließlich der Reichsgaue Danzig-Westpreußen und Warthegau, gezählt werden. Seit der Machtübernahme hat sich demnach im alten Reichsgebiet die Zahl der Rundfunkteilnehmer verdreifacht, und zwar von 4,5 auf 13,5 Millionen.
Heute kommen im Reichsdurchschnitt auf je hundert Haushaltungen 63,4 Rundfunkteilnehmer gegenüber 61,4 im Jahre 1940. ...
Die Gebiete mit der höchsten Rundfunkdichte sind heute die Regierungsbezirke Potsdam, Schleswig, Leipzig und das Land Anhalt, ...
60256 Rundfunkteilnehmer am 1. April 1941 im Kreis Niederbarnim standen 57245 Rundfunkteilnehmern vom Jahre 1940 gegenüber. Damit hat sich der Anteil der Rundfunkteilnehmer von 75 auf 78,2 je hundert Haushaltungen erhöht. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Januar 1942, gekürzt

Wenn die Maul- und Klauenseuche ausbricht
Strenge Beachtung der Vorschriften!

Die Maul- und Klauenseuche gehört zur Gruppe der anzeigepflichtigen Seuchen, so daß unmittelbar nach Ausbruch der Seuche sowie beim Bestehen des Verdachts der Seuche sofort der zuständigen Ortspolizeibehörde Anzeige zu erstatten ist.
Die Weggabe von Milch aus den verseuchten Gebieten, auch wenn die Lieferung an eine Molkerei erfolgt, ist nur [nach vorherigem Erhitzen] gestattet, ... Die kranken und krankheitsverdächtigen Tiere sind von Orten fernzuhalten, an denen Gefahr für die Ansteckung anderer Tiere besteht; ebenso hat jede Abgabe von Tieren, selbst von gesund erscheinenden Tieren aus dem Bestande zu unterbleiben.
Der Dünger hat möglichst bis zur Schlußdesinfektion und, wenn das nicht durchzuführen ist, 8-10 Tage lang im Stall zu lagern, ist vor dem Herausbringen aus dem Stall mit Duraminlösung zu übergießen und danach innerhalb des Gehöftes zu packen. ... Gegenstände und Sachen, die mit kranken und krankheitsverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind, dürfen nur nach vorheriger gründlicher Desinfektion mit Duramin aus dem Gehöft entfernt werden. ... Die der Sperre unterliegenden Ställe dürfen, abgesehen von Notställen, ohne polizeiliche Genehmigung nur von dem Besitzer, seinem Stellvertreter und den mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der Tiere beauftragten Personen und von Tierärzten betreten werden. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Februar 1942, gekürzt

Kreisleiter Pg. Heermann verabschiedete sich
Kreisleiter Pg. Respondek hat den Kreis Niederbarnim übernommen

Wie wir am Sonnabend mitteilten, hat der Gauleiter mit Rücksicht auf die durch neue Einberufungen aufgetretenen personellen Notwendigkeiten verschiedene Abkommandierungen verfügt. Im Zusammenhang damit ist Kreisleiter Pg. Fritz Heermann, der bisher den Kreis Niederbarnim führte, in den Kreis Sorau-Forst versetzt worden. An seine Stelle tritt Kreisleiter Pg. Alfred Respondek, der bisher den Kreis Luckau betreute.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 8. Februar 1942, Anzeigen, gekürzt

... Klara Weidelt, geb. Goldmann kurz vor Vollendung ihres 66. Lebensjahres
Blumberg, den 5. Februar 1942


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Februar 1942, gekürzt

Ausbruch aus dem Gefängnis Altlandsberg
Vier Verbrecher stachen den Hauptwachtmeister nieder
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Niederbarnimer Kreisblatt, 11. Februar 1942, gekürzt

"Erbhandwerker im Kreise Niederbarnim"
Errichtung von Erbhandwerkerstellen / Die Zahl der Handwerker im Kreise

Nirgends ist der Handwerker so stark mit dem Boden verwachsen, wie gerade in den kleinen Dörfern. Als Schmied, Stellmacher, Landmaschinenmechaniker, Kraftfahrzeugschlosser oder auch Bäcker ist der Handwerker ein Glied der dörflichen Gemeinschaft, das eine lebenskräftige Verwurzelung in ihr verlangt. Dürftigkeit der Verhältnisse, Konkurrenzunfähigkeit, Landflucht sind Gefahren, denen das Landhandwerkertum nicht ausgesetzt werden darf. Eine ländliche Handwerkerstelle darf hinter einer städtischen Existenz nicht zurückstehen. Was liegt näher, als der Gedanke nach der Schaffung von "Erbhandwerkerstellen" auf dem Lande. ...
... Nach dem Vorschlag des "Ländlichen Erbhandwerkerrechts" soll die Handwerkerstelle Garten- und Ackerland in angemessenem Umfang ausweisen, damit dem Handwerker bei zeitweilige schwächerer Inanspruchnahme in seinem Beruf, eine volle Ausnutzung seiner Arbeitskraft ermöglicht wird. ...
Durch die Schaffung einer "Erbhandwerkerstelle" soll, genau wie bei dem Erbhof, die Handwerkerstelle der Dorfgemeinschaft ständig erhalten bleiben. Die Erbhandwerkerstelle soll daher möglichst wenig veräußert oder belastet werden. Eine Teilung der Erbhandwerkerstelle muß, genau wie beim Erbhof, ausgeschlossen sein. Im allgemeinen läßt jedoch ein Handwerker, dessen Gewerbe ihn redlich und reichlich ernährt, einen seiner Söhne im gleichen Handwerk ausbilden, so daß durchweg ein Anerbenfall gegeben ist. Sind jedoch erbhandwerkfähige Abkömmlinge nicht vorhanden, so soll sich die Erbhandwerkerstelle nach den Vorschriften des allgemeinen Rechts vererben. Die Handwerkerstelle bleibt dabei in vollem Umfange der Dorfgemeinschaft erhalten. ...
Das Handwerk der Kreishandwerkerschaft Niederbarnim hatte nach den letzten veröffentlichten Angaben über die Organisation des Deutschen Handwerks im Jahre 1937 insgesamt 3980 Mitglieder aufzuweisen. Die letzte Berufszählung von 1939 verzeichnete in der Wirtschaftsabteilung "Industrie und Handwerk" rund 108300 Personen (einschließlich der nicht berufstätigen Familienmitglieder).
Danach gehörten um diese Zeit von der Wohnbevölkerung unseres Kreisgebietes 46,7 Prozent zum Handwerk.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 14. Februar 1942, gekürzt

Kalender 1942 für den Kreis Niederbarnim
"Heimatkunde ist uns jetzt das Geschehen des Krieges"

Mit etwas reichlicher Verspätung, die jedoch auf kriegsbedingte Umstände zurückzuführen ist, liegt nun der seit 27 Jahren erscheinende Kreiskalender vor. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Februar 1942, gekürzt

Verschärfte Einschränkungen im Autoverkehr
Seit Kriegsbeginn ist die Benutzung von Kraftfahrzeugen nur gestattet, wenn ein öffentliches Interesse an der Weiterbenutzung des Fahrzeuges besteht. Aus kriegswirtschaftlichen Gründen hat sich nunmehr eine weitere Einschränkung des Personenkraftverkehrs als notwendig erwiesen. ...
Personenkraftwagen und Behelfslieferwagen dürfen im öffentlichen Dienst, im Wirtschaftsleben sowie im sonstigen Verkehr nur zur Erfüllung kriegswichtiger oder kriegsentscheidender Aufgaben benutzt werden. Die Benutzung ist auch in allen Fällen verboten, wo ohne Gefährdung der Aufgabe das Reiseziel mit einem öffentlichen Verkehrsmittel erreicht werden kann. ...
Grundsätzlich verboten sind Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Fahrten über Strecken von mehr als 75 Kilometer Luftlinie sowie Fahrten an Sonn- und Feiertagen. Ausnahmen können von den Zulassungsstellen im Benehmen mit der das Fahrzeug mit Kraftstoff versorgenden Stelle genehmigt werden. ...
Vom 1. April 1942 an muß eine von der Zulassungsstelle ausgestellte und abgestempelte Bescheinigung über den zulässigen Umfang der Benutzung des Personenkraftwagens an der inneren Seite der Scheibe des hinteren Fensters, oder, soweit das, wie bei offenen Wagen, nicht möglich ist, an der Winschutzscheibe von außen lesbar angebracht werden, damit der Umfang der zulässigen Benutzung des Fahrzeuges von jedermann jederzeit erkennbar ist.
Wer diesen Vorschriften zuwiderhandelt, wird wegen mißbräuchlicher Benutzung von Kraftfahrzeugen bestraft und hat mit dem Verlust des Führerscheines zu rechnen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Februar 1942, gekürzt

Der Ueberfall im Altlandsberger Amtsgericht
Mithilfe der Bevölkerung dringend erbeten [siehe. 10. Februar / drei gefaßt, einer noch flüchtig]
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Niederbarnimer Kreisblatt, 25. Februar 1942, gekürzt

Abschied vom Kupferpfennig
Kupferpfennige ab 1. März zum "Kriegsdienst" eingezogen
[Ersatz durch die "feldgrauen" Zinkpfennige]
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. März 1942, gekürzt

1. Prüfung Niederbarnimer Hauswirtschaftslehrlinge
Die hauswirtschaftliche Lehre als Grundlage aussichtsreicher Frauenberufe
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. März 1942, Amtliche Bekanntmachungen

Betrifft: Wegeeinziehung in Blumberg
Nachdem gegen die Einziehung der in meiner Bekanntmachung vom 21. Okt 1941, "Niederbarnimer Kreisblatt" Nr. 249/1941, näher bezeichneten Wegeteile in der Schloßparksiedlung in Blumberg Einsprüche nicht erhoben worden sind, werden diese Wegeteile für den öffentlichen Verkehr eingezogen.
Blumberg den 26. Februar 1942
Der Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde


Niederbarnimer Kreisblatt, 6. März 1942, Amtliche Bekanntmachungen

Betrifft: Gehöftsperre in Ahrensfelde
Unter dem Rindviehbestande des Gemüsebauern Willi Wollin in Ahrensfelde ist amtstierärztlich die Maul- und Klauen-Seuche festgestellt worden. Das Dorf Ahrensfelde ist zum Sperrbezirk erklärt.
Ahrensfelde, den 4. März 1942
Der Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde


Niederbarnimer Kreisblatt, 9. März 1942, gekürzt

Niederbarnimer Steueraufkommen seit 1933
Kennzeichen der Wirtschaftsbelebung / Aufschlußreiche Rückblicke
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Es ergaben sich innerhalb unseres Finanzamtsbezirkes [Niederbarnim] je Kopf der Bevölkerung folgende Durchschnittsjahresaufkommen in Reichsmark:
Jahr   Lohn Einkommen
1933  3,904,30
1934  5,006,70
1935  9,009,70
1936  11,1016,00
1937  20,3023,70
1938  26,4036,50
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Niederbarnimer Kreisblatt, 10. März 1942, gekürzt

Todesstrafe für die Altlandsberger Gewaltverbrecher
Gerechte Sühne für den Überfall auf den Gefängnisbeamten
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Niederbarnimer Kreisblatt, 12. März 1942, gekürzt

Die Steuerleistung der Niederbarnimer
Vergleiche zwischen 1939 und 1932 / Gewaltige Steigerung
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Unter der Bezeichnung "Personalsteuern" versteht man die Gesamtsumme der Erträge der wichtigsten direkten Reichssteuern ... Aus diesen Steuergruppen ergab sich 1938 folgendes Aufkommen:
Lohnsteuer  5 179 600 RM
Einkommensteuer  7 155 900 RM
Körperschaftssteuer  1 413 900 RM
Vermögensteuer  636 400 RM

Die Summe dieser "Personalsteuern" betrug danach 14 385 800 RM. Dazu kommt als weitere wichtige direkte Reichssteuer die Umsatzsteuer mit einem Aufkommen von 6 823 200 RM.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 20. März 1942, gekürzt

Das Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen
Was die Zivilbevölkerung wissen muß

Der Kommandant des für unsere Gegend zuständigen Kriegsgefangenen-Lagers teilt folgendes mit:
Seit einigen Monaten genießen die französischen Kriegsgefangenen im Gegensatz zu den Kriegsgefangenen anderer Nationalitäten gewisse Freiheiten. Bei ihrem Einsatz zur Arbeit werden sie auf den einzelnen Arbeitskommandos von ihren eigenen französischen Vorgesetzten geleitet. Sie gehen, von ihren französischen Vorgesetzten geführt, zur Arbeit, oder von der Arbeitsstelle zu ihrer Unterkunft, haben also im Gegensatz zu den zur Zeit in Deutschland befindlichen Kriegsgefangenen der verschiedenen anderen Völker im allgemeinen keinerlei deutsche militärische Bewachung bei sich.
Sie können sich nach guter Arbeitsleistung in ihrer Freizeit in sauberer und ordentlicher Gefangenenkleidung - das Tragen von Zivilkleidung ist den Kriegsgefangenen selbstverständlich nach wie vor streng verboten - bis zum Anbruch der Dämmerung ohne Bewachung in den Straßen ihres Kommando-Ortes aufhalten und genießen auch sonst in ihrer Unterkunft, im Gegensatz zu Kriegsgefangenen anderer Nationalitäten, gewisse Freiheiten. Mit besonderer schriftlicher Genehmigung ihres deutschen Kommandoführers können sie sogar in Ausnahmefällen gruppenweise unter Führung ihres französischen Vorgesetzten Kameraden auf Nachbar-Kommandos besuchen. ...
... Der französische Kriegsgefangene bleibt trotz der gewährten weitgehenden Freiheiten nach wie vor ein Kriegsgefangener. Sein Verhältnis zur Zivilbevölkerung ändert sich durch die Auflockerungsbestimmungen in gar keiner Weise. Der Verkehr muß sich auch mit einem französischen Kriegsgefangenen auf ein Mindestmaß beschränken, das durch das Arbeitsverhältnis bestimmt ist. Jede überflüssige Unterhaltung mit französischen Kriegsgefangenen hat also nach wie vor zu unterbleiben.
Der französische Kriegsgefangene hat beispielsweise nicht das Recht, irgendein deutsches Geschäft zu betreten und darin Einkäufe zu tätigen, wenn er nicht von einem Wachmann begleitet ist oder für den einzelnen Fall eine besondere schriftliche Erlaubnis seines deutschen Kommandoführers dazu hat. Kein Kriegsgefangener hat das Recht, deutsche Reichsmarkbeträge zu besitzen. Es ist daher strengstens darauf zu achten, daß auch keinem Kriegsgefangenen Reichsmarkbeträge zugänglich gemacht werden. Auch das Geben kleinster Trinkgelder in Reichsmarkbeträgen ist strengstens verboten. ...
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Niederbarnimer Kreisblatt, 21. März 1942,

Wer unnötig verreist, versündigt sich
Die vordringlichen Aufgaben der Reichsbahn

Wiederholt ist in den letzten Monaten an die Oeffentlichkeit der dringende Appell ergangen, jede unnötige Reise zu unterlassen, damit die Reichsbahn nicht in der Bewältigung ihrer großen, vorallem der Wehrmacht dienenden Aufgaben, behindert wird, ...
... Und so ist es eine Pflicht jedes einzelnen Volksgenossen, gegenwärtig nur solche Reisen anzutreten, die wirklich unumgänglich nötig sind. Wer das nicht tut, der gefährdet die vordringlichen Aufgaben der Reichsbahn und versündigt sich zugleich am Volksganzen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. März 1942, gekürzt

Wer zum Vergnügen reist, wird bestraft
Jede nicht notwendige oder ausreichend begründete Reise ist zu unterlassen
...
An die Bevölkerung ergeht hiermit die kategorische Aufforderung, jede nicht notwendige oder ausreichend begründete Reise unter allen Umständen zu unterlassen.
Reisende, die entgegen dieser Aufforderung die mit kriegswichtigen Transporten überlastete Reichsbahn zum Vergnügen benutzen, haben Strafe, bei schweren Verstößen Ueberführung in ein Konzentrationslager zu gewärtigen.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 1. April 1942, gekürzt

Max Rehberg zum 60. Geburtstag
Jahrzehnte erfolgreicher Arbeit im Dienste der Heimat
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Niederbarnimer Kreisblatt, 18. April 1942, gekürzt

10 Jahre NSV. im Gau Mark Brandenburg
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Niederbarnimer Blumenzüchter stellen sich um!
Statt Nelken und Tulpen werden Salat, Schnittlauch und Kohl angebaut
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Niederbarnimer Kreisblatt, 25./26. April 1942, gekürzt

Der Mohnanbau in der Mark Brandenburg

Zur Schließung unserer Fettlücke liefert der Mohn einen außergewöhnlich wertvollen Beitrag. ...
Zur Sicherstellung unserer Fettversorgung ist der Mohn eine wertvolle Hilfe. Jeder Betrieb sollte daher noch einmal überprüfen, ob geeignete Anbaubedingungen einen erfolgreichen Mohnanbau versprechen und es ermöglichen, eine zusätzliche Fläche hierfür freizumachen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 25./26. April 1942, gekürzt

Ausweitung des märkischen Kartoffelanbaus
Eine dringende Notwendigkeit

Wenn es der deutschen Landwirtschaft bisher gelungen ist, die Ernährung des deutschen Volkes in zwei Kriegsjahren sicherzustellen, so ist dieser Erfolg u.a. auf den vom Reichsnährstand in weiser Voraussicht geförderten Hackfruchtanbau zurückzuführen. ...
Nachdem nun auch im Hinblick auf die Preisgestaltung alles geschehen ist, um dem Bauern einen guten und auskömmlichen Kartoffelpreis zu garantieren und die Arbeitseinsatzbehörden die rechtzeitige Bereitstellung der gerade für den Hackfruchtanbau vermehrt benötigten landwirtschaftlichen Arbeitskräfte zugesagt haben, muß jeder Bauer und Landwirt versuchen, seine Kartoffelanbaufläche im Rahmen der vorgesehenen Planung nochmals zu vergrößern. Der Erzeuger erfüllt damit seine Pflicht und hilft zu seinem Teil mit, durch die Sicherstellung der Ernährung für Volk und Wehrmacht den Endsieg zu erringen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 1. Mai 1942, gekürzt

Der Großeinsatz der Jugend auf dem Lande
Ehrendienst zur Sicherung der Ernährung

Der Reichsjugendführer hat ... die Durchführungsbestimmungen für den Kriegs-Großeinsatz der Jugend auf dem Lande erlassen. ...
Für den auswärtigen sowie langfristigen örtlichen Einsatz sind die Jugendlichen der Klassen 5 und 6 der mittleren und höheren Jungenschulen sowie der Klasse 7 der höheren Mädchenschulen vorgesehen. Er erfolgt klassenweise in der Zeit vom 15. April bis 15. November 1942, je nach den landwirtschaftlichen Bedürfnissen. Der kurzfristige örtliche Einsatz wird von den volksschulpflichtigen Jugendlichen vom vollendeten 10. Lebensjahr ab an ihrem Wohnort oder in benachbarten, täglich vom Elternhaus erreichbaren Orten durchgeführt.
... Der kurzfristige örtliche Einsatz dauert nicht länger als drei Tage nacheinander und erfolgt am Wohnort bzw. in benachbarten Orten der Jugendlichen. Die verlorene Unterrichtszeit wird auf die Gesamtferienzeit angerechnet. Ist jedoch der Einsatz auch während der Sommerferien erforderlich, so ist für die Jungen und Mädel eine angemessene Erholungszeit von mindestens drei Wochen einsatzfrei.
Die Schulklassen, die im langfristigen örtlichen Einsatz stehen, werden in den Einsatzpausen am Schulort auch während der Ferienzeit - bis auf eine Erholungszeit von insgesamt drei Wochen - unterrichtet.
Der Einsatz außerhalb des Wohnortes wird von Jungen der Klassen 5 und 6 der mittleren und höheren Jungenschulen außerhalb ihrer Wohnorte bestritten und erfolgt je nach Bedarf einmalig oder periodisch zwischen dem 15. April und 15. November 1942 und nur innerhalb des Reichsgebietes. ...
Der auswärtige Einsatz der Mädel wird vom Sozialen Amt mit der Reichsjungendführung durchgeführt. Hierfür stellen sich die Angehörigen der Klasse 7 der höheren Mädchenschulen zur Verfügung. Dieser ununterbrochene Einsatz während derselben Zeit dient der Entlastung der Bäuerinnen in ihrer Haushaltsführung, der Kinderpflege, und erfolgt ferner in den sozialen Einrichtungen der Partei und des Staates vorwiegend als Helferinnen in bäuerlichen Haushalten, Erntekindergärten, Einsatzlagern im Osten, Kindertagesstätten, Erholungsheimen, Säuglingsheimen usw. ...
... Die Führung der örtlich eingesetzten Jugendgemeinschaften obliegt einem eigens hierzu bestimmten Lehrer. Bei dem auswärtigen Einsatz wird nach dem Vorbild der Erweiterten Kinderlandverschickung ein Lehrer als Lagerleiter bestimmt. Ihm steht ein HJ.-Führer als Lagermannschaftsführer zur Seite. Der Sonntag ist grundsätzlich arbeitsfrei, falls nicht die Witterung zur Ausnutzung dieses Tages zwingt. Die Verpflegung erfolgt in ausreichender und angemessener Weise am Familientisch des landwirtschaftlichen Betriebsführers, dem der Jugendliche zugeteilt ist. ...
Die Jugend betrachtet ihre Arbeitshilfe auf dem Lande als Ehrendienst. Die Jugendlichen erhalten daher nur eine Barvergütung, die als Taschengeld zu bezeichnen ist. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 1. Mai 1942, gekürzt

Was wissen wir über die Wenden ?
Max Rehberg vor der Heimatkundlichen Vereinigung Oranienburg und Umgebung
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Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Mai 1942, gekürzt

Ablieferungsfristen für Eier einhalten!
Die Eiererfassung in der Mark Brandenburg

Der vergangene harte Winter hat leider nicht nur die Legeleistung der Hühner, sondern auch die Erfassungstätigkeit der Sammelstellen nachteilig beeinflußt. ...
Bekanntlich hat der Erzeuger für jeden Haushaltsangehörigen die Eier von 1 1/2 Legehennen frei. Von den übrigen Hühnern müssen 60 Stück je Huhn als Mindestaufbringung abgeliefert werden. ... Neben dem Eigenbedarf dürfen ohne Berechtigungsschein keine Eier verschenkt oder verkauft werden; derartige Abgaben sind strafbar. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 21. Mai 1942, gekürzt

52000 ha Niederbarnimer Wald in Gefahr
"Hier rauchen nur Brandstifter" / Wald ist kostbarer Rohstoff
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Nach der letzten amtlichen Erhebung vor Kriegsausbruch gab es in unserem Kreisgebiet eine Fläche von rund gerechnet 52000 Hektar Wald. Das ist im Vergleich zur Gesamtfläche unseres Landkreises mit seinen rund 137 Hektar eine ganz respektable Fläche. Eine nüchterne Statistik lehrt uns, daß durchschnittlich 500 Hektar Wald im Jahr allein in den preußischen Staatsforsten zerstört wird. Wir müssen daher alle aufpassen und Waldbrände verhindern!
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Niederbarnimer Kreisblatt, 25. Mai 1942, gekürzt

Flaksplitter auf der Landstraße
Kein Entschädigungsanspruch bei Reifenschaden

Das Reichskriegsschädenamt hat in einer neuen Entscheidung (RKA I 16/42) grundsätzlich zu der Frage Stellung genommen, ob ein Reifenschaden durch einen auf der Straße liegenden Flaksplitter unter die Entschädigungspflicht des Reiches fällt. In der Entscheidung heißt es, daß der Reifenschaden keinesfalls als die unmittelbare Folge einer Kampfmaßnahme angesehen werden kann. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 29. Mai 1942, gekürzt

Niederbarnim rüstet zur Altkleider- und Spinnstoffsammlung
Die letzten Vorbereitungen in den NSDAP.-Ortsgruppen vor dem Abschluß
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Jede Niederbarnimer Haushaltung erhält übrigens ein Merkblatt, auf dem eine genaue Aufzählung aller Kleidungsstücke und Altspinnstoffreste zu finden ist, die gespendet werden sollen. Ferner wird auf diesen Merkblättern die nächste Sammelstelle und der Zeitpunkt der Ablieferung angegeben. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 30./31. Mai 1942, gekürzt

Auf der Spur eines Kapitalverbrechens
Leichenteile in verschnürten Paketen gefunden

Berlin, 30. Mai
Die Kriminalpolizei ist mit der Aufklärung eines schweren Kapitalverbrechens beschäftigt, das vermutlich am vergangenen Mittwoch verübt worden ist.
Am Orankeweg in Hohenschönhausen fand eine Frau am Donnerstag vormittag in einem Gebüsch versteckt ein verschnürtes Paket, in dem sich zwei menschliche Unterschenkel befanden. Von der sofort alarmierten Kriminalpolizei wurde mit Unterstützung von Schutzpolizeibeamten und Suchhunden in der dortigen Gegend eine umfangreiche Suchaktion durchgeführt, in deren Verlauf man schließlich in einiger Entfernung der ersten Fundstätte hinter einem Zaun eines dort befindlichen Friedhofs im Gestrüpp den Rumpf und dann etwa ein Kilometer entfernt in einem Gebüsch am Orankesee den Unterkörper mit den Oberschenkeln der Leiche entdeckte. Sämtliche Leichenteile waren in braunen Kartons verpackt, mit hellgrauem Packpapier umwickelt und mit neuer Papierschnur verschnürt. Einer der Kartons trug mit Blauschrift die Aufschrift "K. 200". Bei den Leichenteilen wurden außerdem ein weißes Unterhemd und ein hellblaues Sporthemd gefunden. Die Arme und der Kopf des Toten fehlen noch.
Nach einem gerichtsärztlichen Befund handelt es sich bei dem Ermordeten um einen 25 bis 45 Jahre alten Mann. Die Zerstückelung der Leiche dürfte mit einem Messer oder Beil wahrscheinlich am letzten Mittwoch vorgenommen worden sein. In der Nacht zum Donnerstag hat wahrscheinlich dann der Täter die Pakete mit den Leichenteilen fortgeschafft.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 6. Juni 1942, gekürzt

Hilfstruppen für die Landwirtschaft
Alle verfügbaren Reserven für die Einbringung der Ernte
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Die Auswertung von 18000 der insgesamt 36000 Vorschlagslisten ergab folgendes Bild: Für den dauerhaften Einsatz in der Landwirtschaft stellten sich 21600 Personen freiwillig zur Verfügung, weitere 7400 Personen wurden hierfür dienstverpflichtet. Zur Verfügung der Ortsbauernführer in der Zeit der Arbeitsspitzen stehen aus freiwilliger Meldung 264300 Arbeitskräfte, weitere 39600 Personen durch Dienstverpflichtung. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Juni 1942, gekürzt

Schweinemast nur auf eigener Futtergrundlage
Die neuen Hausschlachtungsbestimmungen für 1942/43

Mit der Kürzung der Lebensmittelration erfolgte auch eine entsprechende Herabsetzung bei den Selbstversorgern, ...
Die Selbstversorgungsration für 1942/43 entspricht dem seit April gekürzten Satz. Während aber dieser Rationssatz für alle Angehörigen des Selbstversorgungshaushaltes in gleicher Höhe galt, wird er nunmehr für Kinder bis zu sechs Jahren auf die Hälfte herabgesetzt. ... In dem neuen Erlaß wird ferner bestimmt, daß neue Genehmigungen für Hausschlachtungen nicht vor dem 15. Oktober erfolgen. Ferner wird ein einheitliches Anrechnungsgewicht festgelegt.
Ueber die Landwirtschaft hinaus sind die neuen Bestimmungen aber auch von Bedeutung für viele Städter und anderen nichtlandwirtschaftlichen Tierhalter, die sich heute ein Schwein mästen wollen. Aus zahllosen Eingaben ist die Meinung herauszulesen, daß die Ernährungswirtschaft des Reiches dadurch entlastet wird, auch wenn Futter zugekauft werden muß. Tatsächlich tritt eine Entlastung nur dann ein, wenn der Futterbedarf in voller Höhe selbst gewonnen wird. ... Die allgemeine Versorgungsentwicklung zwingt dazu, künftig in allen Fällen, in denen nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger eine Hausschlachtungsgenehmigung beantragen, grundsätzlich zur Vorbedingung zu machen, daß die Futtermittel selbst gewonnen worden sind. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 20./21. Juni 1942, Amtliche Bekanntmachungen, gekürzt

Betrifft: Verteilung von Spirituosen

Bei der nächsten Ausgabe der Lebensmittelkarten gelangen an alle Haushaltungen, einschließlich der Selbstversorger, Bezugsausweise für Spirituosen zur Verteilung und zwar:

a) an Haushaltungen mit 1 bis 2 Erwachsenen: 1 Flasche zu 0,35 Liter
b) an Haushaltungen mit 3 bis 4 Erwachsenen: 1 Flasche zu 0,7 Liter
c) an Haushaltungen mit 6 und mehr Erwachsenen: 1 Flasche zu 1 Liter
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren rechnen nicht mit.
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Es erhalten keinen Ausweis: Kriegsgefangene, Juden, Schutzangehörige polnischen Volkstums, Gemeinschaftsverpflegte (Kranken-, Heil- und Pflegeanstalten), Wehrmachtsangehörige in Selbstverpflegung, Angehörige des Reichsarbeitsdienstes, der Schutzgliederungen außerhalb der Wehrmacht usw.
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Berlin, den 15. Juni 1942
Der Landrat des Kreises Niederbarnim
Ernährungsamt B I
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Niederbarnimer Kreisblatt, 25. Juni 1942, gekürzt

Im Dienste der Heimatpflege
10 Jahre Oranienburger Heimat- und Binnenschiffahrtsmuseum
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Gelegentlich der 700-Jahrfeier der Stadt Oranienburg wurde es am 25. Juni 1932 im Speisesaal des Waisenhauses von seinem Begründer und Betreuer, Max Rehberg, eröffnet.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 26. Juni 1942, gekürzt

Märkische Landwirtschaft erzeugt Fett
Der Oelfruchtanbau muß weiterhin verstärkt werden
...
Es entfallen etwa 40 Prozent des jetzigen Fettverbrauches auf die Speisefette Margarine und Oel, ...
Ein Hektar Raps bringt z.B. sechsmal mehr Fett als die gleiche Flächeneinheit über die Milch- und Schlachtviehhaltung.


Niederbarnimer Kreisblatt, 27. Juni 1942, gekürzt

150 Oranienburger Mädel sammeln Heilkräuter
Wertvolle Arbeit für Volkswirtschaft und Volksgesundheit
...
Die Gesamtleitung dieser Heilkräutersammlung im Kreise Niederbarnim liegt in den Händen von Lehrer Max Rehberg, Oranienburg, der auch wieder nach Abschluß der diesjährigen Sammelperiode Bericht über das Gesamtergebnis erstatten wird.


Niederbarnimer Kreisblatt, 30. Juni 1942, gekürzt

Oelpflanzenanbau im Kreis Niederbarnim
Kreisblatt-Besuch bei der Kreisbauernschaft
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Juli 1942, gekürzt

Woher bezieht Oranienburg die genaue Zeit ?
Herzkammer unserer Zeitrechnung / 7,55 Uhr beginnt der Zeitsignaldienst
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Die Herzkammer unserer Zeitrechnung befindet sich acht Meter unter der Erde im Verwaltungsgebäude der Berliner Reichsbahndirektion. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 4. Juli 1942, gekürzt

Welche Vorteile bietet der Rapsanbau ?
Wissenswertes für die Niederbarnimer Bauern und Landwirte
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Niederbarnimer Kreisblatt, 6. Juli 1942, gekürzt

Schalke 04 zum sechsten Male Meister
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Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Juli 1942, gekürzt

"Kießlings Topographische Karte von 1885"
Eine alte Karte erzählt von vergangenen Tagen

... gezeichnet und entworfen von Th. Delius im November 1885 revidiert von Gust. Müller, Kartograph. ...
Auffallend ist, wenn man die Karte etwas genauer ansieht, zunächst die Zahl der Mühlen im Norden von Berlin innerhalb der ersten Meilengrenze. Wenn man z.B. die Chaussee nach Bernau verfolgt, und zwar die über Weißensee, Malchow und Lindenberg, so kam man an nicht weniger als 12 Windmühlen vorbei und zwar ganz dicht an der Berliner Stadtgrenze. Es gab im Norden Berlins ungefähr innerhalb der Halb-Meilen-Grenze weiterhin 18 Ziegeleien, von denen sicherlich heute nicht eine mehr steht.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 14. Juli 1942, gekürzt

"Erst siegen - dann reisen"
Die Mahnung der Reichsbahn
... Die Losung heißt also diesmal: "Urlaub zu Hause!" ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 16. Juli 1942, gekürzt

Ein Wort an das Niederbarnimer Landvolk
Warum Oelfruchtanbau ?
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Niederbarnimer Kreisblatt, 17. Juli 1942, gekürzt

Gerda atmet Niederbarnimer Landluft
In jedem Großstadtmädel steckt ein Stück Naturverbundenheit
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Niederbarnimer Kreisblatt, 21. Juli 1942, gekürzt

Von Frankreich in den Kreis Niederbarnim
Einsatz französischer Arbeitskräfte in einem Rüstungsbetrieb
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Niederbarnimer SA.-Wehrmänner angetreten
Deutschlands Wehrkraft-Reserve / Vom Arbeitsplatz zum SA.-Wehrmanndienst
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Niederbarnimer Kreisblatt, 22. Juli 1942, gekürzt

Niederbarnimer Kriegswerkstätten stopfen Frontwollsachen
Neuer Sonderauftrag für die Niederbarnimer Frauenschaften
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Gestern sind nun in Oranienburg 20800 Wollmützen, 11700 Kopfschützer, 12700 Schals, 820 Umschlagtücher und 400 Leibwärmer eingetroffen, die in den nächsten Tagen auf die im Kreise Niederbarnim befindlichen Kriegswerkstätten verteilt werden, um dort wieder in Ordnung gebracht und frontfertig gemacht zu werden.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 24. Juli 1942, gekürzt

Niederbarnim hat 66200 ha Kulturland
Wissenswertes über die jetzt durchgeführte "Bodennutzungserhebung 1942"
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Alle landwirtschaftlichen Betriebe mit einer Größe von 0,5 Hektar an werden von der Bodennutzungserhebung erfaßt, ebenso alle Gartenbaubetriebe, auch wenn sie weniger als 50 Ar groß sind. ...
Die Bodennutzungserhebungen geben Auskunft darüber, wie der Grund und Boden in den einzelnen Kreisgebieten genutzt wird. ...
... Nach dieser [1938] Erhebung wurden von der rund 136900 Hektar großen Gesamtfläche des Landkreises Niederbarnim etwa 66200 Hektar als Kulturland genutzt.
Von der übrigen Fläche ohne landwirtschaftliche Nutzung, den sogenannten Liegenschaften entfielen etwa 4050 Hektar auf Gebäude und Hofflächen und etwa 4900 Hektar auf Wegeland und Straßen.
Die landwirtschaftliche Nutzfläche ... wies allein etwa 44750 Hektar Ackerland, ... 7950 Hektar Gartenland, ... 10350 Hektar Wiesenland und 2350 Hektar Viehweiden ... [aus].

Was bei Hausschlachtungen zu beachten ist
Die neuen Bestimmungen für das Wirtschaftsjahr 1942/43

Die Sicherung der Fleischversorgung des deutschen Volkes und seiner Wehrmacht setzt voraus, daß die Hausschlachtungsbestimmungen unserer Fleischversorgung immer angepaßt sind. Nachdem der Rationssatz für Nichtselbstversorger seit dem 6. April 1942 gekürzt werden mußte, wurde daher durch Erlasse vom 30. und 31. Mai 1942 die Anrechnungszeit für die Selbstversorger um 5 Wochen verlängert. Damit sind die Rationen von 860 Gramm Fleisch und Fett (ohne Butter) auf 750 Gramm Fleisch und Fett herabgesetzt. Kinder bis zu sechs Jahren erhalten jetzt die Hälfte, also 375 Gramm Fleisch und Fett (ohne Butter).
Diese Bestimmung gilt auch für das neue Hausschlachtungsjahr 1942/43. Während bisher noch je Zuteilungsperiode ein Fleischberechtigungsschein ausgegeben wurde, darf dies nunmehr nur noch für zwei Zuteilungsperioden geschehen. Es erhalten jetzt 1 bis 3 (bisher 1 bis 5) Personen einen, 4 bis 6 Personen zwei, 7 bis 9 Personen drei Scheine ...
Nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger erhalten eine Hausschlachtungsgenehmigung, wenn sie die zur Schlachtung bestimmten Tiere mindestens drei Monate bis zur Schlachtung selbst gemästet haben. ...
Das nötige Futtermittel muß selbst angebaut oder als Abfälle gesammelt werden, wobei jedoch die örtlichen Bestimmungen, wie z. B. in Oranienburg, zu beachten sind. Auch kann man sich das Futtermittel als Entgelt für geleistete Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb selbst beschaffen. ... Das einheitliche Anrechnungsgewicht ist für das Hausschlachtungsjahr 1942 bis 1943 im Gebiet 1 von 125 wieder auf 110 Kilogramm herabgesetzt worden; dies entspricht einem Lebendgewicht von 165 Kilogramm, ... Für Sauen, Eber und Altscheider wird keine Hausschlachtungsgenehmigung mehr erteilt. Die Hausschlachtungsgewichte werden künftig genau festgestellt. Ungenaue Gewichtserhebungen werden künftig genau so geahndet wie Schwarzschlachtungen, da auch hierdurch Fleisch der öffentlichen Bewirtschaftung entzogen wird. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 25. Juli 1942, gekürzt

Wochenende und Sonntagsruhe vor 50 Jahren
Zur Einführung der Sonntagsruhe in Oranienburg im Juli 1892
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"Man steht dieser Einrichtung" so schreibt die damalige "Zeitung für Niederbarnim" Anfang Juli 1892, "im allgemeinen sympathisch gegenüber, wenn auch einige Zeit vergehen wird, bevor sich Publikum und Geschäftsleute an die Neuerung gewöhnt haben. Unsere Hausfrauen werden sich darauf einstellen müssen, daß sie an den Sonntag-Nachmittagen und -Abenden nichts mehr einkaufen können." ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 6. August 1942, gekürzt

Verkauf landwirtschaftlicher Grundstücke eingeschränkt
Ein wichtiger Führererlaß
...
"Die Stetigkeit der Eigentums- und Besitzverhältnisse an landwirtschaftlichem Grund und Boden ist besonders während des Krieges eine wichtige Voraussetzung für eine ungestörte Erzeugungsleistung. Es hat deshalb jeder nicht unbedingt notwendige rechtsgeschäftliche Eigentums- und Besitzwechsel zu unterbleiben ..."
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Niederbarnimer Kreisblatt, 7. August 1942, gekürzt

Die Niederbarnimer Scholle im August
Ueber die Ernteaussichten und die Gemüseerzeugung

... Der Sommerrogen, die Gerste, das Gemenge, ja sogar die Weizenfelder im Kreise Niederbarnim stehen gut, ganz ausgezeichnet aber stehen die Kartoffeln, an denen es - vermehrt durch den erweiterten Anbau - im kommenden Winter kein Mangel sein wird. ... Unheimlich viel Winterkohl aller Sorten ist angepflanzt. ... Götze-Blumberg hat außer seinen vielen Kohlrabi-, Spinat-, Salat- und anderen Gemüsefeldern 58 Morgen Kohl und 27 Morgen Mohrrüben. Ueberhaupt ist von Blumberg allein, wo sich die meisten Bauern wenigstens für einen Teil ihres Landes auf Gemüse umgestellt haben, mit einem Anteil von 20 bis 30000 Zentnern Kohl zu rechnen. ---
Neben diesen Großbetrieben dürfen aber auch diejenigen Kleinsiedler nicht vergessen werden, die mit der eigenen Familie und höchstens einer Hilfskraft wahre Musterbetriebe geschaffen haben. Erwähnt muß im Besonderen der bei einer Besichtigungsfahrt aufgesuchte Siedler Dronske in Elisenau werden. Dort springt es geradezu in die Augen, mit welcher Liebe, Freude und Sorgfalt jeder Kohlkopf gepflanzt worden ist und die Sträucher und Bäume gepflegt werden, so daß die größte Ertragsfähigkeit aus dem Boden herausgeholt wird. Jedenfalls die beruhigende Gewißheit gab diese Fahrt durch den Kreis: Wenn das Wetter nur einigermaßen der Ernte günstig ist, dann ist die Ernährung für den Winter gesichert.

Mehr Schrott, mehr Stahl, mehr Waffen!
Aufruf des Gaubeauftragten an die märkischen Betriebsführer
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Die vom Führer geforderte Rationalisierung und Leistungssteigerung hat die Produktion auf allen Gebieten der Rüstung erheblich erhöht. Damit ist die Anforderung an Stahl gestiegen. Die Erschließung der großen Räume, in denen sich die Kämpfe unserer Wehrmacht abspielen, fordert noch weitere Mengen an Eisen und Stahl.
An alle Betriebsführer der eisenverarbeitenden Industrie, der Verkehrsbetriebe, des Handwerks, der Landwirtschaft und des Handels geht der Ruf, alles nichtgenutzte Eisen festzustellen und abzugeben, um es auf schnellstem Wege der Verhüttung zur Verfügung zu stellen. Nicht nur Alteisen und unbearbeitetes Eisen, sondern auch alles angearbeitete Eisen, sowie alle nicht mehr benötigten Ersatzteile und stillgelegten Anlagen aus Eisen und Stahl kommen zur Verschrottung. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. August 1942, gekürzt

Bedrohung des Niederbarnimer Kartoffelanbaus
3600 Kartoffelkäfer können die Niederbarnimer Kartoffelernte vernichten
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Bedenkt man, daß die dreißigmillionenfache Nachkommenschaft eines einzigen Weibchens innerhalb eines Sommers 2,5 Hektar Kartoffelfeld kahlfressen kann und damit einen Kartoffelausfall von 900 Zentnern Kartoffeln verursachen würde, so kann man sich ein ungefähres Bild von der Gefährlichkeit des Kartoffelkäfers machen.
...
Der Kartoffelkäfer ist schwarz-gelb gestreift und etwa einen Zentimeter lang und oval geformt. Das Weibchen des Käfers legt 1000 und mehr Eier, aus denen sich gelblich-rötlich aussehende Larven mit einem schwarzen Kopf und schwarzen Flecken an den Seiten entwickeln. Und diese Larven und Käfer fressen, fressen und fressen unheimlich viel Kartoffelkraut. ...
Jeder Volksgenosse, der daher irgendwo einen gelb-schwarz gestreiften Käfer findet, muß dies sofort der Polizei melden, denn es könnte ein Kartoffelkäfer sein. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 15./16. August 1942, gekürzt

50 Jahre deutsche Bahnsteigsperren
Auch die Bahnsteigkarte wurde 1892 eingeführt
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Niederbarnimer Kreisblatt, 18. August 1942, gekürzt

Aktive Diphtherie-Schutzimpfung im Kreise Niederbarnim
Vorbeugende Maßnahme für 42000 Kinder

Die Diphterie-Erkrankungen haben in den letzten Monaten in verschiedenen Teilen des Reiches und auch im Kreise Niederbarnim an Zahl und an Schwere des Krankheitsbildes zugenommen. ...
Nach dem Grundsatz "Vorbeugen ist besser als heilen", wird nun im Kreise Niederbarnim, ebenso wie in der Reichshauptstadt Berlin, die aktive Diphterie-Schutzimpfung bei allen Kindern im vollendeten 1. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr unentgeltlich durchgeführt.
...
Die Benachrichtigung der Eltern über die öffentlichen Impftermine erfolgt durch die Post, über die Impftermine der Kinder durch die Schule. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 20. August 1942, gekürzt

Schweinezählung im Gau Mark Brandenburg
Sorgfältige Angaben dienen der Ernährungswirtschaft

Am 3. September wird in der Mark Brandenburg wie im gesamten Großdeutschen Reich wiederum eine Schweinezwischenzählung durchgeführt, ...
Von dem Ergebnis der Viehzählung hängt also außerordentlich viel ab. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. August 1942, gekürzt

Sand und nochmals Sand gegen Brandbomben
Dringende Mahnung an alle Niederbarnimer Haushaltungen

... Wenn unsere Feinde noch so wütend mit ihren Brandbomben in der Luft herumwerfen, so werden sie - gegebenenfalls auch in Städten und Dörfern des Kreises Niederbarnim - ihr Ziel nicht erreichen, wenn alle Keller, alle Treppenflure, alle Wohnungen und alle Böden mit Sand, Sand - und nochmehr Sand versehen sind. ...
Wenn erst die Brandbomben fallen, - dann ist es zur Sandbeschaffung natürlich zu spät. Aus den Erfahrungen lernen - und danach handeln, das ist die Pflicht jedes verantwortungsbewußten Familienvaters und natürlich auch jeden Luftschutzwartes. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 28. August 1942, gekürzt

Das märkische Landvolk tut seine Pflicht
Landwirtschaftliche Marktleistung / Niederbarnimer weist Direkteinkäufer zurück

... Nicht nur erzeugen, sondern auch abliefern! ...
... Prämien unterstützen den Ablieferungswillen ...
... Die bisherigen Marktleistungen als Ansporn ...
... Die besonderen Aufgaben des märkischen Landvolkes ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 29. August 1942, gekürzt

Die Handwerksrolle und die Gauwirtschaftskammern
Was bringt die neue Handwerksrollenverordnung ?
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Niederbarnimer Kreisblatt, 29./30. August 1942, gekürzt

Ostarbeitskräfte in der Landwirtschaft
Das Landvolk und die Arbeiter aus altsowjetischen Gebieten

Aus den altsowjetischen Gebieten sind Hunderttausende von Arbeitskräften für die deutsche Wirtschaft angeworben worden; ein großer Teil von ihnen wurde in der Landwirtschaft eingesetzt. Dieser Arbeitseinsatz birgt gewisse Gefahren in sich, da diese Menschen jahrzehntelang unter bolschewistischer Herrschaft gelebt haben und daher zum Großteil die europäische Welt überhaupt nicht kennen oder von ihr völlig falsche Vorstellungen haben.
Wenn auch das deutsche Landvolk aus seinem Empfinden heraus von diesen Arbeitskräften Abstand bewahrt, so ist es dennoch notwendig, auf die einzelnen für den Ostarbeitereinsatz erlassenen Bestimmungen hinzuweisen. Zunächst hängt es von der richtigen Behandlung ab, ob es gelingt, die Arbeitskraft der Ostarbeiter nutzbringend für die deutsche Landwirtschaft und damit für die Ernährungssicherung einzusetzen. Es darf auch nicht übersehen werden, daß diese Kräfte als Arbeitsfreiwillige für den Einsatz im Reich angeworben wurden. Sie sollen daher streng, aber gerecht behandelt werden. Dann wird ihnen der Unterschied gegenüber der Willkür und Ausbeutung, die ihnen im Sowjetstaat zuteil wurde, erkennbar sein, Milde und Entgegenkommen würden sie nicht verstehen können, vielfach als Schwäche deuten und deshalb in der Arbeitskraft nachlassen.
Durch sorgfältige Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen - die Löhne dürfen weder über- noch unterschritten werden - werden Arbeitswille und Arbeitsleistung gestärkt. Werden die Ostarbeiter zu Disziplin und Erfüllung ihrer Arbeitspflicht angehalten, so sind damit die wichtigsten Voraussetzungen zur Erhaltung des Arbeitsfriedens in den Betrieben gegeben.
Um Gefahren von vornherein auszuschalten, muß die freie Bewegung der Ostarbeiter verboten werden. Nur unter Aufsicht dürfen sie herumgehen. Der Besuch von öffentlichen Erholungs- und Vergnügungsstätten, Gast- und Lichtspielhäusern kommt für sie nicht in Frage. Es versteht sich von selbst, daß jeder engere Verkehr oder sogar intime Beziehungen zwischen den Geschlechtern ausnahmslos verboten sind. Nichts ist so geeignet, das Ansehen und die Achtung vor den deutschen Menschen zu untergraben, als ein Verstoß gegen diesen Grundsatz! Jeder Deutsche, der diesen Grundsatz verletzt, muß mit den schwersten Strafen rechnen, und auch der Ostarbeiter bzw. die Ostarbeiterin wird für ein derartiges Vergehen strengstens bestraft. Wir dürfen nie vergessen, daß diese Arbeitskräfte einem Staate angehört haben und unter einem Regime lebten, mit dem das deutsche Volk in härtestem Kampfe um Sein oder Nichtsein steht. Sentimentalitäten sind daher durchaus nicht am Platze und würden von ihnen auch nicht verstanden, sondern nur falsch verstanden werden.
Darum gehören die Ostarbeiter auch nicht an den gemeinsamen Tisch zu den Mahlzeiten oder in den Aufenthaltsraum deutscher Gefolgschaftsmitglieder während der Freizeit. Bei gemeinsamer Tätigkeit muß gleichfalls Abstand gewahrt werden. Es ist daher eine Selbstverständlichkeit, daß bei nötiger Zusammenarbeit mit deutschen Arbeitskräften der deutsche Arbeiter die Aufsicht und die führenden Arbeiten, z. B. als Vorarbeiter, Kolonnenführer, durchzuführen hat. Nur Deutsche können Anleitungen und Weisungen erteilen. Keinesfalls aber darf eine Unterstellung deutscher Arbeiter unter Ostarbeitskräfte erfolgen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 1. September 1942, gekürzt

Luftschutz auf dem Lande
Sonderlehrgang der Reichsluftschutzschule in Oranienburg-Luisenhof
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. September 1942, gekürzt

Speisekartoffelversorgung für den Winter
Vorbereitungen rechtzeitig treffen! / Jetzt noch nicht einkellern!
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Niederbarnimer Kreisblatt, 4. September 1942, gekürzt

Zum Beginn des 4. Kriegsjahres:
Niederbarnimer Bauern schaffen für den Sieg
Der Nährstand hilft dem Wehrstand
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Niederbarnimer Kreisblatt, 12. September 1942, gekürzt

Niederbarnimer Schulkinder auf der Kartoffelkäfersuche
Große planmäßige Suchaktion in Oranienburg und Bernau
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Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen ist der Kartoffelkäfer nun doch in verschiedenen Stellen Mitteldeutschlands aufgetreten. ...
Der Reichsernährungsminister hat nun auch für das heimische Gebiet besondere Beobachtungsmaßnahmen angeordnet. Danach sind die mit Kartoffeln, Tomaten oder mit anderen Nachtschattengewächsen bestellten Grundstücke in einer Breite von tausend Metern beiderseits der Eisenbahnlinie, der Autobahn und der Durchgangsstraßen planmäßig nach dem Kartoffelkäfer abzusuchen.
Für diese Suchaktion haben sich selbstverständlich die Oranienburger Volksschulen zur Verfügung gestellt. ...
Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen kann Oranienburg erfreulicherweise "Fehlanzeige" erstatten. - Eine gleiche Aktion fand auch in Bernau statt.
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Niederbarnimer Kreisblatt, 14. September 1942, gekürzt

Historische Stätten auf Glasplaketten
Die Abzeichen für den Kreis Niederbarnim zur Reichsstraßensammlung

Am kommenden Sonnabend und Sonntag wird vom NS.-Reichsbund für Leibesübungen die erste Reichsstraßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk 1942/43 durchgeführt. 15 verschiedene Glasabzeichen mit Bildern historischer Stätten stehen in einer Gesamtauflage von 60 Millionen Stück für diese Sammlung zur Verfügung, von denen allein auf den Kreis Niederbarnim 190000 Stück entfallen. ...
Mit dem Erwerb dieser Abzeichen leistet die Heimat erneut einen Beitrag in dem Willen, der Front in ihrem schweren Kampf zu helfen.


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. September 1942, gekürzt

Das Landvolk wartet auf Erntehilfe
Die Hackfruchternte setzt ein / Rodeprämien für Mithilfe
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Niederbarnimer Kreisblatt, 24. September 1942, gekürzt

Aufruf des Gauleiters zur Hackfruchternte
Mitzuhelfen ist Pflicht jedes anständigen Deutschen
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Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Oktober 1942, gekürzt

Zum Erntedank 1942:
Hervorragende Kriegsleistung des märkischen Landvolkes
Ein Ueberblick von Landesbauernführer Martin Wendt
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Niederbarnimer Kreisblatt, 3./4. Oktober 1942, gekürzt

Der Tiefpunkt auf dem Ernährungssektor überwunden
Staatssekretär: Englands Aushungerungspläne endgültig gescheitert
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Niederbarnimer Kreisblatt, 7. Oktober 1942, gekürzt

Richtiges Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen
Aus einem amtlichen Merkblatt

Das Oberkommando der Wehrmacht und das Reichsministerium für Volksaufklärung haben ein Merkblatt zusammengestellt, in dem es u. a. heißt:
Die Kriegswirtschaft erfordert den Einsatz aller zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte. Deshalb werden die Kriegsgefangenen in vollem Umfange in den Dienst unserer Wirtschaft gestellt.
Kriegsgefangene müssen so behandelt werden, daß ihre volle Leistungsfähigkeit der Industrie und Ernährungswirtschaft zugute kommt. Voraussetzung dafür ist eine ausreichende Ernährung; dieser muß ein entsprechender Arbeitswille gegenüberstehen. Jede Arbeitsstunde, die infolge Krankheit oder Unterernährung ausfällt, geht der deutschen Wirtschaft verloren.
Die Behandlung muß streng, aber korrekt sein; mangelnde Arbeitswilligkeit wird durch die Wehrmacht bestraft.
Kriegsgefangene gehören nicht zur Haus- oder Hofgemeinschaft, also auch nicht zur Familie. Sie haben als Soldaten ihres Landes gegen Deutschland gekämpft, sind daher unsere Feinde. Wer sie besser behandelt als deutsche Arbeitskräfte, wird zum Verräter an der Volksgemeinschaft.
Deutsche Frauen, die in Beziehung zu Kriegsgefangenen treten, schließen sich von selbst aus der Volksgemeinschaft aus und erhalten ihre gerechte Bestrafung. Selbst der Schein einer Annäherung muß vermieden werden.
Jedes Entgegenkommen gegenüber Kriegsgefangenen erleichtert dem Feind die Spionage und Sabotage und richtet sich damit gegen unser Volk.
Die Teilnahme an deutschen Feiern und Festen sowie kirchlichen Veranstaltungen, an denen Deutsche teilnehmen, ist den Kriegsgefangenen grundsätzlich untersagt. Der Besuch von Gaststätten und für Kriegsgefangene nicht zugelassenen Geschäften ist ebenfalls verboten. Dagegen ist es ihnen gestattet, ihre Feste unter sich zu feiern. Einzelne Kriegsgefangene, die sich durch besondere Leistungen verdient machen, dürfen sich, mit Urlaubsscheinen des zuständigen Lagers ausgestattet, auch ohne deutsche Bewachung frei bewegen.
Kriegsgefangene erhalten alle unbedingt notwendigen Dinge. Geringfügige Zuwendungen als Belohnung für gute Arbeitsleistung im Interesse der Erhaltung und Steigerung der Arbeitsleistung sind statthaft. Die für bestimmte Arbeiten vorgeschriebene Arbeitskleidung, z. B. für Grubenarbeiten, chemische und andere Spezialberufe, ist nicht von der Wehrmacht, sondern vom Betriebsführer zu stellen. Geld und andere Wertgegenstände dürfen Kriegsgefangene nicht erhalten, ebensowenig Alkohol, soweit dieser nicht zur betrieblichen Ernährung gehört.
Die Arbeitszeit richtet sich nach den kriegsbedingten Verhältnissen des Betriebes. Die Kriegsgefangenen haben Anspruch auf die zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit erforderliche Ruhezeit und darüber hinaus auf eine gewisse Freizeit zur Instandhaltung der Bekleidung und Unterkunft.
Im Umgange mit allen Kriegsgefangenen sind diese Leitsätze von jedem Deutschen unbedingt zu beachten. Sie gelten auch gegenüber französischen und belgischen Kriegsgefangenen, denen gewisse Erleichterungen gewährt sind.
Jeder Verstoß gegen diese Richtlinien sabotiert die Kriegsführung und wird streng bestraft.


Niederbarnimer Kreisblatt, 7. Oktober 1942, gekürzt

Ein düsteres Kapitel im Kreise Niederbarnim
Vor 325 Jahren begannen in Bernau die großen Hexenverfolgungen
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Niederbarnimer Kreisblatt, 7. November 1942, gekürzt

Die Choleraseuche 1892 im Spiegel der Heimatzeitung
Sie forderte acht Todesopfer aus dem Kreisgebiet.

In den ersten Novembertagen vor 50 Jahren atmeten Oranienburgs Stadtväter erleichtert auf. Der asiatische Würgeengel, die Cholera, war, ohne aus den Reihen der Bürgerschaft Opfer gefordert zu haben, vorübergegangen. ...
Der eine hielt eine gehörige Portion Rizinusöl für das beste Mittel, andere wieder die damals berühmt gewordenen Cholera-Tropfen, ein Gemisch aus Baldriantinktur, Pfefferminzöl, Opiumtinktur und Aether, das gegen die Cholera übrigens ganz unwirksam war - jene hießen die Choleraverdächtigen Eis schlucken und Prießnitzumschläge machen. Gefährlich war es nach der damaligen Auffassung, kalten Aufschnitt, kalte Suppen, Salate, Majonaisen oder rohes Obst zu essen und rohe Milch und Sahne, vorallem aber unabgekochtes Wasser zu trinken, wie überhaupt Prof. Dr. Robert Koch, damals schon der große Bakteriologe, besonders der Trinkwasserversorgung seine Aufmerksamkeit zuwendete. Die fröhlichen Zecher lobten jedoch ihr "abgekochtes" Bier, ihren "durchgegorenen" Wein und ihre absolut durchgebrannten Sachen.
... "Im Kreise und auf den Wasserstraßen ist nicht ein einziger Cholerafall vorgekommen", heißt es Ende September [1892]. "Gestorben sind allerdings verschiedene Angehörige von Schifferfamilien des Kreises, jedoch in Hamburg, bis Ende September sieben Personen, darunter zwei Kinder." Ein Krankheitsfall, der in Rüdersdorf vorgekommen ist, betraf einen Schiffsjungen, der einem Brechdurchfall in wenigen Stunden erlegen ist. Der Junge hatte auf Milchreis eine große Portion Gurkensalat, dann verschiedene Biere und darauf eine große Portion Kanalwasser genossen, so daß die Erkrankung und der jähe Tod auch ohne Cholera erklärlich ist. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 13. November 1942, Anzeigen Bernau und Umgegend

Danksagung. Für die aufrichtige Anteilnahme und [die] vielen Blumenspenden beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen, Wachtmeister d. Gend. d. Res. Ernst Zirzow sagen wir allen Freunden und Bekannten sowie Herrn Pfarrer Schumacher für die trostreichen Worte unseren allerherzlichsten Dank.
Ilse Zirzow und Eltern
Blumberg, Bernauer Chaussee 5


Niederbarnimer Kreisblatt, 16. November 1942, gekürzt

Herbstappell des NS.-Reichskriegerbundes Niederbarnim
"Wir wollen und wir müssen siegen"

Der NS.-Reichskriegerbund hielt am gestrigen Sonntag im Kriegervereinshaus Berlin eine Herbsttagung ab, an welcher die Kameradschaftsführer und Beiräte der Niederbarnimer Kameradschaften teilnahmen. Nach einem Konzertteil, ausgeführt von der Stabskapelle des NS.-Reichskriegerbundes unter Leitung von Stabskapellmeister Demuth eröffnete Kreiskriegerführer Pg. Buhlan den Herbstappell ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 18. November 1942, gekürzt

Das Bauernhaus - die Wiege der Kultur
Zur 3. Reichsstraßensammlung am 22. November

"Das beste Wappen in der Welt ist der Pflug im Ackerfeld." Diesen stolzen Spruch lesen wir als Inschrift über mancher Haustür und über manchem Scheunentor in deutschen Gauen. ...


Niederbarnimer Kreisblatt, 25. November 1942, Oranienburg und Umgegend, gekürzt

Tod der Ratten im Kreise Niederbarnim
Wie unsere Vorfahren vor 100 Jahren die Ratten bekämpften.

In der Zeit vom 22. bis 29. November wird wie in der Mark Brandenburg so auch im Kreise Niederbarnim eine Rattenbekämpfungsaktion durchgeführt, die sich besonders auch in den ländlichen Bezirken dahingehend auswirken soll, daß die Landbevölkerung den Ratten mit allen verfügbaren und wirksamen Mitteln zu Leibe geht. ...
... Seit jeher hat man nach Mitteln gesucht, die sich gegen diese Schädlinge bewährten. So lesen wir von einem probaten Mittel, die Ratten aus Gebäuden zu vertreiben, in einer märkischen Heimatzeitung vom 23. April 1842 folgendes: "Diese Thiere haben gegen ein Kraut, Hundszunge genannt, von Natur einen solchen Abscheu, daß sie die Gebäude, in welchen solche Pflanzen ausgestreut worden sind, sogleich verlassen und, solange diese Pflanzen daliegen, nicht wieder dahin zurückkehren. Diese Pflanzen wachsen auf Wiesen und an Grabenrändern. Sie müssen kurz vor Johanni gesammelt werden, weil sie da in der stärksten Kraft sind. ..."


Niederbarnimer Kreisblatt, 25. November 1942, Anzeigen Bernau und Umgegend

Ein großer Transport prima Schafe, Futterschweine und Ferkel steht ab heute wieder zum Verkauf bei Lenz, Blumberg, Ruf 214


Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Dezember 1942, gekürzt

Keine Urlaubsreisen zu Weihnachten
Aufruf des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz

Die wichtigen Aufgaben, die die Deutsche Reichsbahn im Kriege zu erfüllen hat, gestatten ihr, insbesondere in verkehrsreichen Zeiten, keine Lockerung der bestehenden Verkehrseinschränkungen. ...
Unterlaßt nach Möglichkeit alle Reisen in der Zeit vom 15. Dezember 1942 bis 4. Januar 1943.
Erst kommen die Soldaten! ...
Wer aber nicht aus zwingenden Gründen die Eisenbahn benutzen muß, bleibe, wie gesagt, zu Hause nach der Parole: erst siegen, dann reisen!


Niederbarnimer Kreisblatt, 19. Dezember 1942, Anzeigen

Für die Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Hochzeit danken wir recht herzlich.
Uffz. Helmut Weidelt und Frau Olga, geb. Seigert [?]
Blumberg, Kr. Niedb. und Aussig, im Dezember 1942


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Dezember 1942, gekürzt

Die Erbhöfe im Kreise Niederbarnim
Lehrstellen für den landwirtschaftlichen und bäuerlichen Nachwuchs

... Jedem deutschen Jungen und Mädel, die Lust und Liebe zur Landwirtschaft haben, ist die Möglichkeit gegeben auf eigener Scholle im Osten für Großdeutschlands Ernährung zu wirken. Wer jedoch in Zukunft einen deutschen Bauernhof übernehmen will, muß sich in einer gründlichen Lehrzeit das notwendige Rüstzeug erarbeiten, wozu es einer vierjährigen Lehre bedarf. Während dieser vierjährigen Grundausbildung wird bereits nach zwei Jahren die Landarbeitsprüfung als Zwischenprüfung abgelegt. Mit der Landwirtschaftsprüfung schließt die Lehrzeit im vierten Jahr ab.
Der Erbhof als Lehrstelle wird der deutschen Jugend ... eine geordnete Berufsausbildung sichern.
...
Bekanntlich setzt das Reichserbhofgesetz nicht eine bestimmte Mindestackergröße fest, sondern verlangt, daß der Erbhof mindestens "eine Ackernahrung" bilden soll, dessen Bodenfläche ausreicht, "um eine Familie unabhängig vom Markt und der allgemeinen Wirtschaftslage zu ernähren und zu bekleiden sowie den Wirtschaftsablauf des Erbhofes zu gestalten." Im allgemeinen soll der Erbhof jedoch nicht unter 7,5 Hektar und nicht über 125 Hektar groß sein.


Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Dezember 1942, Anzeigen Bernau und Umgegend

Ein gr. Transport Futterschweine und Schafe steht wieder zum Verkauf bei Lenz, Blumberg, Ruf 214


Niederbarnimer Kreisblatt, 24. Dezember 1942, gekürzt

700jährige Ortsjubiläen im Kreise Niederbarnim
Geschichtliches über Wandlitz, Klosterfelde, Stolzenhagen und Schönerlinde
Von Max Rehberg
...

Niederbarnimer Kreisblatt, 24. Dezember 1942, Anzeigen

Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme anläßlich des Heldentodes unseres lieben, einzigen Sohnes, des Unteroffiziers Alfred Gahtow sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank noch Herrn Pastor Schotte für seine trostreichen Worte und dem Gesangsverein "Lyra" für seinen zu Herzen gehenden Gesang bei der kirchlichen Gedächtnisfeier.
Fam. Rud. Gahtow II.
Lindenberg, den 20. Dezember 1942


Niederbarnimer Kreisblatt, 28. Dezember 1942, gekürzt

Weihnachten in einem Niederbarnimer Bunker
Mit Kreisleiter Respondek bei unserer Flak
...

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