Wie in jedem Jahr fand auch am 1. Mai 2012 eine Radtour der Kirchengemeinden Ahrensfelde und Mehrow satt, wobei letztere (wie gewohnt) etwas unterrepräsentiert war. Aber der eine Mehrower hatte wenigstens (rein zufällig) einen Fotoapparat dabei.
Startpunkt war wie üblich auf dem Pfarrgrundstück in Ahrensfelde - das ist nicht so sehr weit entfernt von der Wuhle-Quelle, die sich auf dem Ostkirchhof befindet. Entlang dieses Gewässers sollte die Tour führen - auf dem schönen Wuhle-Wanderweg bis zur Mündung der Wuhle in die Spree.
Abgesehen von ein paar wenigen Straßenquerungen, die noch zu verbessern wären, ist der Wuhlewanderweg für Fußgänger und Radfahrer, die sich auf dem gut ausgebauten Weg selten in die Quere kommen, eine wirklich gute Empfehlung.
An der Wuhle-Mündung (dicht am Stadion des 1. FC Union) laden ein Pavillon und eine Wiese zum Verweilen ein - beides wurde gern für einen ausgiebigen Picknick genutzt. Für den Rückweg boten sich ein paar attraktive Möglichkeiten an: An der Ecke Linden-/Bahnhofstraße in Köpenick musste man sich entscheiden. Wir wählten den Weg entlang der Friedrichs­hagener und Salvador-Allende-Straße ans andere Spreeufer, weiter dicht am Wasser bis zum Spreetunnel und dann parallel zur „Bölsche“ zum S-Bahnhof Friedrichshagen.
Aufgeben und mit der S-Bahn heimfahren wollte niemand, deshalb hing es weiter entlang der Straßenbahnlinie nach Schöneiche. Dort hat man eigens für die abgekämpften Radfahrer Sessel an den Straßenrand gestellt - aber wir kämpfen uns weiter durch, den eine Attraktion wollen wir mitnehmen: Den „kleinen“ Spreewald, der sich hier verstecken soll. Nach etwas Suchen und herumirren wird der auch gefunden: ein uriges Waldstückchen, das von Fließen und netten Wanderwegen mit Brücken durchzogen ist.
In einer netten Gaststätte am Rande des „Spreewaldes“ kommt der nach einem frisch gezapften Bier lechzende Körper endlich auf seine Kosten. Dem Gruppenzwang folgend hat er sich an so vielen Einkehrmöglichkeiten vorbei geschleppt.
Von Schöneiche ging es über die Felder nach Münchehofe und von dort vorbei an einer Badestelle (Bild links) nach Dahlwitz und weiter entlang der Rennbahnallee nach Hoppe­garten. Zum Abschluss sollte es dann noch etwas Holperweg geben: Hinter dem S-Bahnhof Hoppegarten sind wir von der Hauptstraße runter und durch Wald und Wiesen entlang eines kleinen Fließes nach Hönow. Hier bot sich nochmal Gelegenheit zu einem Picknick - da jeder was mitgebracht hatte, waren die Salat- und Bouletten-Vorräte noch gewaltig ...
Aus dem tiefen Tale führte ein Weg hinauf zur Hobeckstraße (lt. Chronik gehörte 1467 Heintze Hobeck „halb Mehrow“), durch das endlos große Hönower Neubau­gebiet bis ins alte Dorf Hönow und dort zur (leider verschlossenen) Kirche auf dem Friedhof. Nach einer letzten Rast führte der Heimweg durch die Herrendike nach Mehrow bzw. Ahrensfelde.