Die Via Imperii (deutsch "Reichsstraße") war einst eine bedeutende Handelsstraße, die von Stettin (evtl. sogar von Danzig oder Königsberg) bis nach Rom verlief. In Leipzig kreuzte sie die Via Regia (deutsch "Königliche Straße"), die Schlesien mit dem Rheinland verband.
Man kann davon ausgehen, dass seinerzeit beide Straßen von Pilgern benutzt wurden. Pilger aus Pommern oder Brandenburg, die zum Grab des Hl. Jakobus in Santiago de Compostela aufgebrochen sind, haben vermutlich die Via Imperii bis Leipzig und dann die Via Regia in Richtung Westen benutzt.
Die Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e.V. hat in den letzten Jahren den vermeintlichen Jakobsweg von Stettin nach Leipzig rekonstruiert und ausgeschildert, im Sommer 2021 wurde er offiziell eingeweiht. Ich bin im Sommer und Herbst 2021 einige Abschnitte dieses Weges gelaufen, der Rest wird im nächsten Jahr folgen.
Bezüglich der Route habe ich mich weitestgehend an den ausgeschilderten und/oder auf der Webseite der Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e.V. gezeigten Verlauf gehalten. Ich verzichte deshalb hier auf eine eigene Karte, sondern benutze die auf o.g. Webseite angebotenen GPX-Daten, um die Route auf einer OpenStreetMap-Karte anzuzeigen.
Die Etappen wurden etwas abweichend von den Vorschlägen auf den Webseite der Jakobus­gesellschaft zu den Abschnitten Stettin - Berlin bzw. Berlin - Leipzig wie folgt gewählt:
  • Stettin - Gartz
  • Gartz - Schwedt
  • Schwedt - Angermünde
  • Angermünde - Eberswalde
  • Eberswalde - Bernau
  • Bernau - Berlin
  • Berlin - Teltow
  • Teltow - Saarmund
  • Saarmund - Beelitz
  • und weiter nach Leipzig