Seit etwa 100 Jahren dominiert die ehemalige Mühle des Rittergutes das Erscheinungsbild unseres Dorfes, da sie alles, einschließlich der daneben stehenden Dorfkirche überragt. In den 1920er Jahren ist sie durch Aufstockung eines alten Gutsgebäudes entstanden und war jahrelang ein Musterbeispiel für modernen Mühlenbetrieb. Auch nach dem Krieg wurde dort noch gemahlen, aber später nur noch Mischfutter hergestellt. Anbauten wie große Silos haben dem Anblick nicht besonders gut getan.
Nach jahrelangem Leerstand wurde 2012 damit begonnen, die Mühle zu einem Wohnhaus umzubauen, aber bereits beim Entkernen brach ein Brand aus und bescherte uns für einige Jahre eine wenig ansehnliche Ruine im Dorf.
Inzwischen ist die ehemalige „Schlossmühle“ wieder auf vier Stock­werke hochgezogen, ausgebaut und mit einer sehr ordentlichen Klinkerfassade und großen Balkons versehen worden. Jetzt ist sie bis auf das Nebengebäude vollständig bewohnt und die reichlich mit Blumen versehenen Balkons ergeben einen schönen, einladenden Eindruck, wenn man ins Dorf kommt. Beim Nähertreten fällt auf, dass das unterste Geschoss erfreulicherweise seine Feldsteinverkleidung behalten hat und dass alle Änderungen an Fenstern und Türen sehr kunstvoll und unauffällig vorgenommen wurden. Derzeit ist man dabei, die Feldsteine zu verfugen und auf der Seite zum Friedhof hin kleine Mietergärten für die Bewohner des Erdgeschosses anzulegen. Die jetzige Baustelle wird also bald Blumenbeeten weichen

Am Freitag, den 18. Juni ging hier wie in anderen Ortsteilen die Sirene und wenig später rollten unsere beiden Fahrzeuge aus der Halle in Richtung Ahrensfelde. Dieses Mal war aber weder eine Ölspur, noch eine Katze auf dem Baum Grund für die Alarmierung, sondern ein Hausbrand, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen ist.
In der Friedenstraße (hinter AGIP) stand ein Einfamilienhaus in Flammen. Die Ahrensfelder Feuerwehr war zuerst vor Ort und ging mit Atemschutz in das Haus, um dort nach Personen zu suchen. Und tatsächlich wurde jemand im Haus gefunden: ein Berliner Feuerwehmann, der außerhalb seines Dienstes ohne Atemschutz im Haus nach dort vermuteten Verwandten gesucht hat. Die dabei erlittene Rauchvergiftung hat er leider nicht überlebt - am Abend ist er im Krankenhaus verstorben.
Für die Ahrensfelder Kameraden, die ihn aus dem Haus geholt haben und für unsere Kameraden, die als zweiter Trupp mit Atemschutz ins Haus gegangen sind und das miterleben mussten, war das sicher nicht leicht zu verkraften.

Am nächsten Tag mussten die Kameraden schon wieder zu einem Großeinsatz ausrücken: kurz vor 19 Uhr war ein starker Sturm über Mehrow hinweggezogen und hat hier einige Schäden hinterlassen. Der Sturm hat binnen weniger Minuten im Ort und an der Straße nach Ahrensfelde zahllose Äste abgerissen, am Dorfteich kleine Bäume umgeknickt, ein Carport umgeschmissen, das Dach eines Pferdestalls weggeweht und vereinzelt Dachziegel herunter geholt.
Bis spät in die Nacht hinein waren unsere Kameraden zusammen mit einigen aus Hönow, die mit Ihrer Drehleiter zu Hilfe gekommen sind, damit beschäftigt, abgebrochene Äste aus den Baumkronen zu holen, damit diese nicht unkontrolliert herabstürzen und jemanden verletzen.
Die Straßenränder waren morgens ordentlich „begrünt“.
Kurioserweise war in vielen Orten der Umgebung gar nichts von diesem Sturm zu spüren. Im nahen Altlandsberg hat es beispielsweise zwar auch stark geregnet, aber da ging kaum ein Lüftchen. Der Blick auf kachelmannwetter.de (wo man den Ablauf verfolgen kann) zeigt, dass der Sturm sehr lokal war und von Südwesten nach Nordosten durch Mehrow und die östlichen Bereiche von Ahrensfelde gezogen ist.
Die Karte zeigt die Situation am 19.6.21 und 18.50 Uhr.
Quelle: Kachelmannwetter.de

Der Altlandsberger Nachtwächter, alias Horst Hildenbrand, den wir schon oft bei uns in Mehrow begrüßen durften, ist am 18. Juni 80 Jahre alt geworden und ein paar Tage darauf in den wohlverdienten Nachtwächter-Ruhestand getreten.
Am Sonnabend, den 26. Juni 2021 hat er seinen letzten offiziellen Nachtwächter-Rundgang durch Altlandsberg gemacht und in seiner unnachahmlichen Art etwa fünfzig Interessierten die Geschichte und einige Sehens­würdigkeiten der Stadt näher gebracht. Wir haben ihn ein Stück dabei begleitet: Nachtwächter-Abschied.
Wir hoffen sehr, dass bei uns bald wieder Feste und Veranstaltungen wie der „Mehrower Plätzchenmarkt am Zweiten Advent“ stattfinden können und dass wir dann Horst Hildenbrand wieder als Gast bei uns haben, egal ob in der vertrauten Uniform oder in Zivil.

Am Sonntag, den 4. Juli waren interessierte Mehrower auf den Kirchhof eingeladen, um gemeinsam nachzudenken, wie es mit unserer so reizvollen Dorfkirche weitergehen soll.
Etwa 25 Mehrower waren dieser Einladung gefolgt und haben sich darüber ausgetauscht, wie man die Kirche zusätzlich zu den selten gewordenen Gottesdiensten nutzen könnte.
Viele gute Ideen kamen da auf den Tisch - und, was besonders erfreulich ist, auch viele Angebote, sich für deren Umsetzung zu engagieren. Nun gilt es zu schauen, was sich von den Vorschlägen bald oder später realisieren lässt. Ein Hemmnis für viele Nutzungsideen sind die bislang fehlenden Sanitäranlagen, aber auch daran wird schon getüftelt.
Die Runde am 4. Juli war ganz sicher nur der Anfang eines hoffentlich weiterhin so regen Gedankenaustauschs und alle sind sehr herzlich eingeladen, sich mit Ideen oder Mitmach-Angeboten zu beteiligen. Bitte melden Sie sich bei der Kirchengemeinde (sh. unten) oder unter info@mehrow.de, wenn Sie sich beteiligen möchten.
Nachtrag: Zwei der vielen Vorschläge, die bei dem Treffen gemacht wurden, werden schon in Kürze umgesetzt werden:
  1. Die Mehrower Dorfkirche wird künftig (beginnend am 1. August) an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr für Besucher offen stehen. Da in dieser Zeit immer ein Mitglied der Kirchengemeinde und/oder aus dem oben genannten Kreis anwesend sein wird, ist das stets eine gute Gelegenheit, Vorschläge anzubringen oder sich nach dem Stand ihrer Umsetzung zu erkundigen.
  2. Einem vielfachen Wunsch entsprechend werden bald die Kirchenglocken täglich um 12.00 und 18.00 Uhr läuten. Dann wird man auch hören, dass die Kirche im Dorf bleibt. Der Auftrag zum Einbau einer Zeitschaltuhr wird in den nächsten Tagen erteilt.
Kommen Sie doch einfach am 1. August (oder am 5. September / 3. Oktober) nachmittags in die Kirche. Aller Voraussicht nach wird es auch Kaffee und Kuchen geben.

Sonntag, 04.07., 11.00 UhrGottesdienst, Pfn. Martina Sieder
Sonntag, 01.08., 11.00 UhrLesegottesdienst, Peter Freudenberg
Sonntag, 01.08., 14.00-17.00 UhrOffene Kirche
Weitere Informationen zur neu geschaffenen evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ahrensfelde - Mehrow - Eiche finden Sie unter www.kirche-ahrensfelde.de
oder im ev. Pfarramt in 16356 Ahrensfelde, Dorfstr. 57.
Tel.: 030 / 9339335, e-Mail: buero@kirche-ahrensfelde.de
Die Mehrower Kinderrunde, an der sich die Kirchengemeinde mit der Gemeindepädagogin Mariana Rother beteiligt, kann frühestens nach den Sommerferien wieder starten.

Unser Ortsvorsteher, Bernhard Wollermann, hält bei vorheriger Anmeldung unter 0175 5922593 seine Sprechstunde in der „Amtsstube“ im Feuerwehrgebäude ab.
Die von Herrn Franz stets gut mit aktueller Literatur ver­sorgte Bibliothek im Feuerwehrgebäude hat wieder dienstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet.
Da finden auch Kinder was Passendes zum Lesen.

Fahrpläne lt. Barnimer Busgesellschaft (BBG): Abfallentsorgung in Mehrow lt. BDG (ohne Gewähr):
  • Hausmüll: Di. 6.7., 27.7., 17.8.2021
  • Gelbe Säcke: Mo. 12.7., 26.7., 9.8.2021
  • Altpapier: Fr. 16.7., 13.8.2021
  • Biomüll: Do. 8.7., 22.7., 5.8., 19.8.2021

Es stand im Juli vor x Jahrzehnten in der Zeitung (Niederbarnimer Kreisblatt) ...
[Ergänzung zu den bereits im Juli 2011 gelisteten Artikeln]

5. Juli 1901
Der Altsitzer und Gemeindevorsteher August Meissner zu Mehrow ist im fast vollendeten 65. Lebensjahre entschlafen.

24. Juli 1901
Die Dürre und Hitze in hiesiger Gegend hält an und wird immer besorgniserregender. Sonntag Nachmittag waren in Berlin und Umgegend Gewitter mit starkem Regen, während wir hier leider wieder von dem schon so lange herbeigesehnten himmlischen Naß verschont blieben.

21. Juli 1911
Der Oberjäger Kühne vom Gardeschützen-Bataillon weilte in Eiche im Urlaub und spürte Wilddieben nach. An der Chaussee Alt-Landsberg - Berlin beobachtete er einen Mann, der auf Fasanen schoß und nach einem Fluchtversuch in Deckung ging. Kühne konnte ihn nicht festnehmen, aber dessen Hund erschießen. Anhand der Steuermarke am Hundehalsband konnte der Wilddieb später ermittelt werden.

31. Juli 1921
Der Ahrensfelder Reiter-Verein veranstaltet am Sonntag, den 7. August ein großes Bauern-Wettreiten.

15. Juli 1931
Verpflichtet wurde der Obergärtner Paul Fischer als Schiedsmann für den Bezirk 32, umfassend die Gemeinde Blumberg, für eine dreijährige Amtszeit.

28. Juli 1931
In Ausübung seines Dienstes überfallen wurde der in Blumberg stationierte Landjäger Hirsch. Von Buch her fuhr eine Radfahrerkolonne von etwa 16 Teilnehmern, aber nur das erste Rad war beleuchtet. Der Landjäger schritt pflichtgemäß dagegen ein, und im Handumdrehen stürzten sich die Radfahrer auf den Beamten, rissen ihn zu Boden und schlugen auf ihn ein. Ehe der überwältigte Beamte etwas unternehmen konnte, schwangen sich die Leute auf ihre Räder und rasten davon.


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