Im Juli hatte unsere Freiwillige Feuerwehr Mehrow, die gerade ihr 85jähriges Bestehen gefeiert hat, ordentlich zu tun. Mehrmals wöchentlich ging die Sirene und oft stand die Fahrzeughalle leer, wenn man daran vorbei kam.
Zunächst waren es wie im Vorjahr viele Feldbrände, meist durch Funkenschlag beim Mähen verursacht. Am Ende des Monats, als niemand mehr so richtig wusste, was Regen ist, kam dann Starkregen mit einigen Überschwemmungen.
Und zwischendurch gab es Fehlalarme und mutwillige Fehlalarmierungen wie die eines Ahrensfelder Anwohners, der sich vom Grill seines Nachbarn belästigt fühlte und (nachdem angeblich die Polizei nicht einschreiten wollte) die Feuerwehr wegen Brandgeruch alarmiert hat. Die rückte auch prompt mitten in der Nacht mit 5 Löschzügen und etwa 50 Mann an, wie das bei vermeintlichen Bränden in Wohngebieten nicht unüblich ist.
Da nicht nur die 50 Mann, sondern auch deren Familien und viele in Sirenen-Nähe wohnende Bürger durch diesen Streich um den verdienten Schlaf gebracht wurden, sollte man den Herrn, der Nachbars Grill nicht dulden wollte, ganz ordentlich zur Kasse bitten!

Am 29. Juli ging zum Beispiel nachmittags die Sirene und unsere Feuerwehr musste zur Bekämpfung eines Feld­brandes bei Krummensee ausrücken.
Kaum waren die Martins­hörner der beiden Fahrzeuge verklungen, brauste auch noch die Ahrensfelder Feuerwehr durch unser Dorf.
Der Brand war wohl doch etwas größer. Die Rauch­wolken zogen sogar über Mehrow hinweg.
Wegen des nahen Tanklagers in Seefeld ließ die Leitstelle lieber zu viele als zu wenige Fahrzeuge anrücken.
Hier ist wohl wieder ein Mähdrescher an einen Stein geraten und hat Funken geschlagen, denn auf dem Feld fanden gerade Erntearbeiten statt und ein Bauer hat den Brand entdeckt.
Der Brand war dann auch schnell gelöscht und abgesehen von einer kleinen Beule an einem unserer Löschfahrzeuge lief der Einsatz wie schon im Vorjahr problemlos ab.
Am Mittwoch, den 31. Juli gab es nach langer Trockenheit einen kurzen, aber heftigen Regenguss, der nicht nur die Straßen im Wohngebiet „Blumberger Weg“ (Bild links), sondern auch die Dorfstraße unter Wasser setzte.
Das Wasser war kaum durch herausgenommene Gully­deckel abgeleitet, da kam der Gemeindebrandmeister aus Ahrensfelde und machte auf die unter Wasser stehende Kurve am nördlichen Ortseingang aufmerksam.
Der Spielplatz, um den man sich sonst vermutlich als Nächstes gekümmert hätte, musste also erst mal bleiben, wie er ist, da die Verkehrssicherheit auf der Durchgangsstraße natürlich Vorrang hat. In der Kurve musste dann auch wirklich die Pumpe ran, um die großen Pfützen, die sich beidseits der Bordsteinkante gebildet hatten, zu entfernen.
Die Bären und Elefanten auf dem Spielplatz mussten deshalb über Nacht mit den Füßen im kalten Wasser stehen, aber nach der voran gegangenen Hitze war das denen vielleicht sogar recht.
Sie haben es alle überlebt.

Im Juli haben wir auf unserer „Aktuelles“-Seite über den teilweisen Abriss der im Mai 2012 ausgebrannten ehemaligen Mehrower „Schlossmühle“ berichtet.
Ende des Monats war die Mühle bis auf die Umfassungs­mauern des Erdgeschosses abgerissen und abgesehen von einem Stück Gewölbekeller vollständig entkernt. Am 10. Juli wurde dann die Genehmigung zum Wiederaufbau als Wohnhaus erteilt. Und jetzt ist man schon fleißig dabei.
Das Fundament mit Aussparungen für die Fahrstuhlschächte und das im Keller verbleibende Schwungrad sind fertig, die erste Lieferung Steine ist da und nach und nach werden jetzt die Wände des Kellergeschosses hochgezogen.
Wie man dem Baustellenschild entnehmen kann, wird die ehemalige Getreidemühle zum Wohnhaus umgebaut und ihr Kellergeschoss zu einem Gemeinschaftsbereich ausgebaut. Das Wohnhaus daneben wird ebenfalls um- und ausgebaut.

Am Sonnabend, den 17. August ab 10 Uhr feiert die Mehrower Kinderrunde ihr 10jähriges Bestehen. Mit dabei sein wird Frau Bormeister, die seinerzeit die Kinderrunde mit ins Leben gerufen hat. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen.
Wie bereits auf dieser Seite angekündigt, wird eine weitere Attraktion das gemeinsame Pizza-Backen im Dorfbackofen neben der Arzt-Praxis sein.
Das Mehl dafür können die Kinder vorher unter Anleitung des Marzahner Müllers, Jürgen Wolf (Bild links), selbst herstellen und dabei noch eine Menge über Getreide, Mehl und das Müllerhandwerk lernen.
Anders als angekündigt, soll aber trotzdem vorher noch eine Geschichte erzählt, gesungen und gebastelt werden. Treffpunkt ist deshalb wie immer um 10 Uhr in der Feuerwache. Alle Kinder sind sehr herzlich eingeladen.

Sonntag, 04.08., 11.00 UhrGottesdienst
Sonntag, 18.08.,  9.30 UhrRegionaler Gottesdienst
in Ahrensfelde
Sonntag, 08.09., 11.00 UhrGottesdienst
Sonntag, 22.09., 11.00 UhrErntedankfest-Gottesdienst
Weitere Informationen unter www.kirche-ahrensfelde.de
oder im ev. Pfarramt in 16356 Ahrensfelde, Dorfstr. 57.
Tel.: 030 / 9339335, e-Mail: buero@kirche-ahrensfelde.de

Unser Ortsvorsteher, Bernhard Wollermann, hält montags von 17.30 bis 18.30 Uhr seine Sprechstunde in der „Amtsstube“ im Feuerwehrgebäude ab.
Unsere von Herrn Franz stets gut mit aktueller Literatur ver­sorgte Bibliothek hat unverändert dienstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet.

Fahrplan des 390er Busses lt. BBG siehe Aktuelles 01/16
Abfallentsorgung lt. BDG (ohne Gewähr):
  • Hausmüll: Di. 13.8., 3.9., 24.9.2019
  • Gelbe Säcke: Mo. 12.8., 26.8., 9.9., 23.9.2019
  • Altpapier: Fr. 16.8., 13.9.2019
  • Biomüll: Do. 8.8., 22.8., 5.9., 19.9.2019

Es stand im August vor x Jahrzehnten in der Zeitung (Niederbarnimer Kreisblatt) ...
[Ergänzung zu den bereits im August 2009 gelisteten Artikeln]

21. August 1869
Zum Manöver der 6. Division hat der diesseitige Kreis in Alt-Landsberg 5 drei- und 42 zweispännige Vorspannwagen zur Fortschaffung von Holz und 37 zweispännige Vorspannwagen zur Fortschaffung von Stroh zu gestellen.

10. August 1879
Der Amtgerichtsbezirk Alt-Landsberg wird gebildet [u. a.] aus dem Stadtbezirk Alt-Landsberg und Amtsbezirken Alt-Landsberg, Blumberg und Arensfelde mit Ausschluß des Gemeindebezirks Arensfelde, ...

15. August 1879
Während der gleichzeitigen Behinderung des Amtsvorstehers Heyse zu Mehrow und seines Stellvertreters, Amtmann Muhr zu Hellersdorf, übernimmt der Herr Bürgermeister Matz zu Alt-Landsberg die Geschäfte des Amtsvorstehers des Amtsbezirkes Ahrensfelde.

24. August 1879
Dem vom Geheimen Regierungs- und Landrath Scharnweber geleiteten Kreistag gehören Rittergutsbesitzer Heyse auf Mehrow und Major Graf von Arnim auf Blumberg an.

24. August 1879
Auf dem Kreistag wurden zu Schiedsmännern gewählt: Für Blumberg: Gutsbesitzer August Noack und Schmiedemeister Friedrich Juert, für Mehrow und Ahrensfelde: Bauergutsbesitzer Lichtenberger und Gemeinde-Vorsteher Wegener (beide Ahrensfelde).

4. August 1899
Der Mörder der Auguste Fraedrich auf Vorwerk Elisenau ist in Blumberg verhaftet worden. Es ist ein gewisser Arbeiter Rehm jun. von dem genannten Vorwerk, wo er seit längerer Zeit in Arbeit stand. Rehm hat Frau und Kinder; er soll mit der Ermordeten ein Verhältniß unterhalten haben. Die Ermordete befand sich in anderen Umständen. Wie verroht der Thäter ist, beweist wohl der Umstand, daß er sein Opfer hat mit zum Kirchhof tragen helfen.

4. August 1899
Die Wittwe Kleene aus Blumberg übernahm am 1. August vor 25 Jahren als Botenfrau die Besorgung der Postsachen nach Bernau, neben allerhand anderen Bestellungen und Ausrichtungen. Als die Postagentur eingerichtet wurde, setzte sie die Botengänge fort nur im Dienst der Ortsbewohner von Blumberg und Birkholz. So hat diese schwächliche Frau in den 25 Jahren einen Weg zurückgelegt, der dreimal dem Umfang der Erde nahe kommt und das meist mit schweren Lasten, oft dem Gepäck eines Infanteristen gleich.

9. August 1899
Uebersicht über die beabsichtigte Belegung des diesseitigen Kreises durch Truppen der 6. Division während der Uebungen im Jahre 1899: u. a. Ahrensfelde und Mehrow am 19. u. 20.8. je eine fahrende Batterie Feldartillerie, in Mehrow außerdem der Stab einer Feldartillerie-Abtheilung. 9. August 1899
In der Elisenauer Mordsache wurde am Montag der Schwiegervater des Mörders Rehm, Arbeiter Wilcke unter dem dringenden Verdachte der Anstiftung zu dem Morde durch Criminal-Commissar Thiel verhaftet und dem Gerichts-Gefängniß zu Alt-Landsberg eingeliefert.

9. August 1899
Vom 1. October ab soll täglich ein Güterzug auf der Werneuchener Strecke verkehren. Dann fällt das Mitnehmen von Gütern durch Personenzüge, sowie das viele Rangiren auf den Bahnhöfen fort und es ist anzunehmen, daß dadurch eine erhebliche Verkürzung der Fahrzeit eintreten wird.

9. August 1899
Hönow wurde von einem furchtbaren Schadenfeuer heimgesucht, welches wahrscheinlich zwischen den Scheunen der Herren Flöricke und Rauch angelegt war. Bald kamen auch die benachbarten Gemeinden Mehrow, Neuenhagen, Seeberg, Marzahn und Alt-Landsberg mit ihren Spritzen und leisteten thätige Hilfe. Auch gelang es glücklicher Weise, alles Vieh aus den Ställen zu retten.

15. September 1899
Auf ein Gesuch des Werneuchener Bürgerverein an die Königliche Eisenbahn-Direction Berlin ist folgendes Antwortschreiben eingegangen: „... Den Antrag, einen erst nach 12 Uhr nachts von Lichtenberg-Friedrichsfelde abgehenden Zug einzuführen, müssen wir wegen der durch die Dienstverlängerung entstehenden bedeutenden Kosten ergebenst ablehnen.“

15. August 1909
Da Herr Pastor Babick sein Amt als Kreisschulinspektor für den Bezirk Berlin Land I zum 1. Oktober niederlegt, hat die Königliche Regierung zu seinem Nachfolger Herrn Superintendent Plath-Biesdorf ernannt.

20. August 1909
In Ahrensfelde fand das vom hiesigen Reiterverein veranstaltete Bauernwettreiten statt. Wenn sich auch einige Reiter unfreiwillig vom ihrem Gaul trennten, so sah man doch prächtige Reiter im Sattel. Besonders erwähnt mag W. Haase jun. sein, der trotz seiner 210 Pfund zweimal den zweiten Platz errang.

10. August 1929
Der Reiterverein Ahrensfelde und Umgegend hält sein 29. Bauernwettrennen ab. Nach dem Rennen ist in beiden Sälen großer Reiterball.

24. August 1929
Die vorgeschriebenen Jugendwettkämpfe wurden am Dienstag von den Schulen Blumberg, Ahrensfelde, Seefeld, Löhme und Krummensee in Blumberg ausgetragen. Von der Schloßverwaltung war der Schloßpark zur Verfügung gestellt worden.

30. August 1939
Wer aus Berlin ostwärts den Gau Brandenburg durchfährt, kommt durch schmuck aussehende Dörfer und Siedlungen, die erst in jüngster Zeit entstanden sind. Es sind zum Beispiel die Neubauernhöfe in Mehrow, die Zeugnis von der erfolgreichen Siedlungspolitik ablegen.



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