Der Februar ist definitiv zu kurz. Er ist fast rum, und bis gestern stand hier oben rechts noch „Januar“. Der Februar ist in diesem Jahr sogar so kurz, dass binnen weniger Tage die Temperaturen von minus 15 Grad auf plus 15 Grad stiegen. Früher ging der Wechsel vom Winter zum Frühjahr viel langsamer von statten. Da war viel mehr Zeit dafür. Der Februar war früher nämlich länger. Sie glauben das nicht? Dann fahren Sie mal nach Wittenau!
In Wittenau, das bis 1905 „Dalldorf“ hieß, steht auf dem Anger namens „Alt Wittenau“ eine alte Dorfkirche von 1488. Um die herum war mal wie üblich ein Kirchhof. Als man den beräumt hat, blieben ein paar Grabsteine stehen.
Auf einem Grabstein wird Auguste Pauline Minna Dessin betrauert, die von 1859 bis 1876 gelebt hat, also als Jugendliche verstorben ist. Aus Sparsamkeitsgründen hat man diesen Stein auch gleich für die Geschwister Carl Wilhelm, Carl Gustav, Wilhelm Gustav und Albert Michael verwendet, die allesamt im frühen Kindesalter verstorben sind.
Die Namen und Lebensdaten der verstorbenen Brüder stehen auf der Rückseite von Augustes Grabstein.
Bei Albert Michael, der am 20. Mai 1861 geboren wurde, steht zweifelsfrei geschrieben, dass er am 31. Februar 1865 gestorben ist.
Das beweist doch, dass der Februar früher länger war!

Windräderzählen ist hier nicht langweilig, ständig kommen neue hinzu. Insofern war es Ende Januar keine große Überraschung, als am Weg zwischen Blumberg und Trappenfelde wieder etwas scheinbar halbfertig in den Himmel ragte. Aber das sah nicht aus wie ein Windrad-Torso oder der zum Bau benötigte Kran, sondern viel eher wie ein Funkmast: eine filigrane Stahlgitterkonstruktion, die mit Seilen verspannt ist, über 100 Meter hoch.
Der Mast wird auf eine weite Entfernung senden können und hoffentlich, wenn es denn ein Mobilfunkmast ist, den etwas schwächlichen Empfang in Mehrow verbessern. Mehr als drei „Balken“ gibt da O-Zwei meist nicht her. Also schnell das Mobiltelefon gezückt - und siehe da: 5 fette „Balken“ sind es in der Umgebung des Mastes. Toll!
Die Ernüchterung kommt dann aber ein paar Meter weiter am Baustellenschild. Es handelt sich nämlich nicht wie gedacht um einen Mobilfunkmast, sondern um einen 130 Meter hohen Windmessmast, der zwei Jahre hier stehen soll.
Als Vorhaben steht auf dem Schild:
Temporäre Errichtung eines 130m Windmessmastes als Stahl-Gitterkonstruktion für eine zweijährige Windmesskampagne.
Antragsteller für die Baugenehmigung vom 22.5.2019 ist die
Prokon Windpark Blumberg GmbH & Co. KG
in 25524 Itzehohe.
Der Mast erweist sich somit als Placebo-Funkmast. Er hat gar nichts mit Mobilfunk zu tun, aber der Passant glaubt trotzdem, deutlich besseren Empfang zu haben.
Wenn an dieser Stelle der Wind gemessen wird, dann werden vermutlich auch hier, zwischen der Autobahn und besagter Straße, 2,5 km nordöstlich des Mehrower Zentrums neue Masten gebaut werden. Je nachdem, von wo man schaut, ist da noch eine Lücke am Horizont. Schade nur, dass vermutlich der hier gewonnene Strom in Bayrischen Steckdosen und das hier verdiente Geld in Itzehohe in Schleswig-Holstein landen werden.

In Deutschland beteiligen sich derzeit gefühlt 80 Millionen Virologen an der Diskussion, wie die Corona-Pandemie einzuschätzen ist und welche Maßnahmen angebracht sind. Da können wir nicht zurückstecken und wollen zumindest in der nicht allzu fernen Geschichte nach Vergleichbarem suchen. Das ist schnell gefunden: Die „Spanische Grippe“, die zum Ende des Ersten Weltkrieges Europa, Asien und Amerika in Atem hielt.
Die „Spanische Grippe“ wurde vermutlich von amerikanischen Soldaten nach Frankreich eingeschleppt, zeigte sich aber erstmals Mitte 1918 in Spanien, woher ihr Name stammt.
In der Presse, wie beispielsweise neben­stehend in der Niederbarnimer Zeitung vom 2.7.1918, wird sie als harmlos beschrieben:
„Es liegt durchaus kein Grund zur Beunruhigung vor.“
Zwei Jahre später gab es 500 Millionen Infizierte und 20-50 Millionen Tote, mehr als der Erste Weltkrieg an Opfern gefordert hat.
Was dazwischen lag und in der Zeitung zu lesen war, ist hier mal zusammen getragen worden. Jedes Fernsehprogramm wird derzeit mit Sondersendungen gestreckt, darum soll es auch hier eine Sonderausgabe unserer Zeitungsschau geben: Die Spanische Grippe.

Sonntag, 07.03., 11.00 UhrGottesdienst
Karfreitag, 02.04., 11.00 UhrGottesdienst
Ostermontag, 05.04., 09.00 UhrRegionaler Gottesdienst
in Blumberg
anschl. Osterfrühstück
Weitere Informationen unter www.kirche-ahrensfelde.de
oder im ev. Pfarramt in 16356 Ahrensfelde, Dorfstr. 57.
Tel.: 030 / 9339335, e-Mail: buero@kirche-ahrensfelde.de

Fahrpläne lt. Barnimer Busgesellschaft (BBG): Abfallentsorgung in Mehrow lt. BDG (ohne Gewähr):
  • Hausmüll: Di. 9.2., 2.3., 23.3.2021
  • Gelbe Säcke: Mo. 8.2., 22.2., 8.3., 22.3.2021
  • Altpapier: Fr. 26.2., 26.3.2021
  • Biomüll: Do. 4.2., 18.2., 4.3., 18.3.2021

Es stand im Februar vor x Jahrzehnten in der Zeitung (Niederbarnimer Kreisblatt) ...
[Ergänzung zu den bereits im Februar 2011 gelisteten Artikeln]

18. Februar 1871
Für die Wahl eines Reichstagsabgeordneten wurden u.a. als Wahlvorsteher und Stellvertreter benannt: Ahrensfelde: Prediger Harmuth, Schulze Wegener; Blumberg Dorf und Gut mit Elisenau: Amtmann Lehmann, Schulze Juert; Eiche: Schulze Kirschbaum, Gerichtsmann Giese; Hellersdorf: Administrator Muhr, Lehrer Rose; Lindenberg: Prediger Braun, Schulze Bolle; Mehrow Dorf und Gut: Rittergutsbesitzer Heise, Schulze Meißner.

23. Februar 1881
Der Blumberger Männer-Gesangverein „Hoffnung“ feierte sein zweijährigen Bestehens durch ein Concert in dem reichgeschmückten Saale des Hamman'schen Gasthofes.

13. Februar 1931
In Lindenberg fand durch Amtmann Siebert im Beisein des Brandmeisters Gathow, der Feuerwehr, des Amts- und Gemeindevorstehers Kirschbaum, der Gemeindevertretung, des Kreisbrandinspektors Graß und des Kreissozietätsinspektors Wilhelm die Abnahme des Feuerlöschbrunnens statt. Der Brunnen ist 46 Meter tief und gab in der Minute 600 Liter Wasser.


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