Im April 2021 ist es 20 Jahre her, dass mehrow.de online ging. An neuen Themen und vom Umfang her ist zwischenzeitlich viel hinzugekommen. Geblieben ist hingegen das Erscheinungsbild - im Unterschied zu vielen vergleichbaren Seiten, auf denen sich laufend das Aussehen ändert, aber inhaltlich nicht viel passiert. Zum Jubiläum vor zehn Jahren haben wir etwas näher beleuchtet, was auf der Webseite zu finden ist. Das gilt auch jetzt noch. Hinzugekommen sind vor allem umfangreiche Recherchen in alten Tageszeitungen. Und natürlich die monatlichen „Aktuelles“-Seiten, die vom Geschehen im Dorf berichten - und derzeit wegen Corona etwas dürftig ausfallen.

Dass das geplante Wohngebiet an der B158 zwischen Kirschenallee und Agip-Tankstelle Probleme mit sich bringen wird, ist wohl jedem bewusst, der mit dem Auto oder dem Bus über die B158 nach Berlin muss. Die rund 300 Wohneinheiten, die dort entstehen sollen, werden wohl täglich einige hundert zusätzlich Fahrzeuge im Nadelöhr Ahrensfelde bedeuten.
Dass die Behinderungen aber schon ganz massiv sein werden, bevor dort das erste Haus errichtet wird, hat wohl kaum einer geahnt. Damit die künftigen Bewohner nicht bei Starkregen ersaufen, muss eine Regenwasserableitung gebaut werden - mit Rückhalte­becken, Sedimentationsanlage usw. Und das am Abzweig der L 339 (Mehrower Straße) von der B 158 (Blumberger Chaussee), der dafür 5 Wochen gesperrt werden musste. Wer zum S-Bahnhof Ahrensfelde wollte, musste den Umweg über Eiche, Hönow, Landsberger Allee, Blumberger Damm, Märkische Allee in Kauf nehmen, der zusätzliche 7 km bedeutete, für jene, die nach Blumberg oder weiter nach Bernau wollten, waren es gar 9 km mehr.
Und in den letzten zwei Wochen der Baumaßnahmen sollte es noch schlimmer kommen.
Um abschließend die Fahrbahn der L 339 (Mehrower Straße) von der B 158 bis einschließlich dem Abzweig der L 331 (Ahrensfelder Chaussee) nach Eiche zu erneuern, wurde auch noch der Verkehr von Mehrow nach Eiche unterbunden.
Damit nicht noch mehr Leute als üblich den Schleichweg durch die Siedlung Hoheneiche benutzen, wurden dort überall „Einfahrt-Verboten“-Schilder mit dem Zusatz „Außer Anlieger“ aufgestellt. Bei allem Verständnis dafür, dass die Anwohner dort keinen Durchgangsverkehr haben wollen - in solch einer Ausnahmesituation hätte man auf diese zusätzliche Härte verzichten können. Zum Glück ist da nicht streng kontrolliert worden und sofern bekannt, sind auch keine Steine, sondern nur böse Blicke geworfen worden, wenn zum Beispiel ein Mehrower auf dem Weg zum Kindergarten in Eiche den verbotenen Weg durchs Wohngebiet genommen hat.
Der einzige Trost bei der Geschichte ist, dass aus Sicht des Laien zügig gearbeitet und viel geschafft wurde - und dass der Zeitplan eingehalten wurde.
Als am Freitag (9. April) abends in Mehrow immer noch die die Sperren und Umleitungsschilder standen, war die Sorge groß, dass sich die Baumaßnahmen hinziehen würden. Aber, man glaubt es kaum, am Wochenende kam der Straßendienst und hat alle Schilder und Sperren abgeräumt.

Normalerweise ist der Rad- und Wanderweg von Mehrow nach Blumberg, der 2010 mit einer Asphaltdecke versehen wurde, nur Fußgängern und Radfahrern vorbehalten.
Bestenfalls Forst- und Landwirtschaftsfahrzeuge dürfen dort verkehren, die über einen Schlüssel für die beidseits angebrachten Schranken verfügen.
Wenn zwischen Mehrow und Ahrensfelde gebaut wird, kann es aber auch sein, dass der Linienverkehr hier fährt.
Momentan ist das der 901er Bus der BBG, der auch als Schulbus dient und mitunter sogar mit 2 Wagen verkehrt.
Die Schranken bleiben dann meist offen, was aber doch allzu häufig von Kraftfahrern missbraucht wird, die den Umweg über Hönow oder Trappenfelde scheuen. Das ist für die Radler und Wanderer auf dem Weg nicht nur unschön, sondern mitunter auch gefährlich. Außerdem gibt es kaum Ausweichstellen, an denen Gegenverkehr passieren kann, weshalb ganz schnell das Bankett zerfahren wird.
In den Ferien, wenn nur morgens ein Bus nach Blumberg zum Hort und nachmittags zurück fährt, wird die Schranke deshalb nicht nur nachts, sondern auch tagsüber geschlossen.
Kurz vor dem Bus kommt dann ein Gemeindearbeiter, schließt auf, lässt den Bus passieren, schließt ab und folgt dem Bus, um auf der anderen Seite gleiches zu tun.
Seit dem Ende der Osterferien ist endlich die Bauerei in der Mehrower Straße beendet und der Bus kann nun wieder seinen üblichen Fahrweg nehmen.
Die Schranken am Weg nach Blumberg sind nun wieder dauerhaft verschlossen und der Weg ist den Radfahrern, Wanderern und abgestellten polnischen PKW's vorbehalten.

Im Moment sind ja die Möglichkeiten, Ausflüge oder gar Reisen zu unternehmen, ziemlich eingeschränkt. Man darf zwar nach Malle, aber nicht an die Ostsee ... Also bleiben wir doch am besten ganz in der Nähe - Barnims Felder und Wälder zählen nicht zu denen, die stets überfüllt sind. Wer keine Schau vor dem Radfahren aauf sandigen Waldwegen hat oder gut zu Fuß ist, kann zum Beispiel mal einen Ausflug zu Lothars Eck machen.
Sie wissen nicht, wo Lothars Eck ist? Dann geben Sie doch einfach diese Ortsangabe bei Google Maps ein oder klicken Sie hier: Lothars Eck liegt nördlich von Willmersdorf nahe der Straße von Albertshof nach Tempelfelde, und zwar an der Kante eines durch Militär-Hinterlassenschaften interessanten Waldes, umringt von Windrädern mit Blick auf Tempelfelde.
Quelle: Google Maps / Kartendaten © 2021 GeoBasis-DE/BKG (©2009) Bilder © 2021, CNES / Airbus, GeoBasis-DE/BKG, GeoContent u. a.
Man trifft dort auf einen sehr gepflegten Rastplatz mit verschiedenen Sitzgelegen­heiten und allen möglichen Kuriositäten ringsum.
Von hier kann man den Blick auf die Rehlein oder die Windräder ringsum werfen.
Was da so an Kunstwerken herum steht und früher mal den Namen „Arbeiterkunst“ bekommen hätte, deutet darauf hin, dass hier ein Schlosser am Werk war.
Das muss nicht gefallen, ist aber ganz witzig.
Was es mit dem mysteriösen Lothar auf sich hat, wissen wir nicht. Ein Eintrag im Gästebuch lässt aber vermuten, dass hier Freunde eines verstorbenen Lothars einen Gedenkort geschaffen haben, vermutlich so, wie ihn Lothar sich gewünscht hätte - ein Platz, an dem man sich wohlfühlt.
Und wie das Gästebuch zeigt, verweilt man hier sehr gern.
Also, schlagen Sie sich Malle und den Ballermann aus dem Kopf, setzen Sie sich aufs Rad und fahren Sie zu Lothars Eck. Da kann man auch sehr gut seine Zeit verbringen!

Sonntag, 02.05., 11.00 UhrGottesdienst, Pfn. Dr. Katharina Dang aus Marzahn
Himmelfahrt, 13.05., 10.00 UhrÖkumenischer Gottesdienst auf dem Ahrensfelder Berg
Himmelfahrt, 13.05., 18.00 UhrRegionaler Gottesdienst in Blumberg,
mit Posaunen, anschließend Lagerfeuer
Sonntag, 06.06., 11.00 UhrGottesdienst, Pfn. Martina Sieder
Weitere Informationen zur neu geschaffenen evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ahrensfelde - Mehrow - Eiche finden Sie unter www.kirche-ahrensfelde.de
oder im ev. Pfarramt in 16356 Ahrensfelde, Dorfstr. 57.
Tel.: 030 / 9339335, e-Mail: buero@kirche-ahrensfelde.de
Die Mehrower Kinderrunde, an der sich die Kirchengemeinde mit der Gemeindepädagogin Mariana Rother beteiligt, muss leider Corona-bedingt weiterhin ausfallen.

Fahrpläne lt. Barnimer Busgesellschaft (BBG): Abfallentsorgung in Mehrow lt. BDG (ohne Gewähr):
  • Hausmüll: Di. 13.4., 4.5., Mi. 26.5.2021
  • Gelbe Säcke: Di. 6.4., Mo. 19.4., 3.5., 17.5., 31.5.2021
  • Altpapier: Fr. 23.4., 21.5.2021
  • Biomüll: Do. 15.4., 29.4., Fr. 14.5., Fr. 28.5.2021

Es stand im April vor x Jahrzehnten in der Zeitung (Niederbarnimer Kreisblatt) ...
[Ergänzung zu den bereits im April 2011 gelisteten Artikeln]

1. April 1871
Wilhelm Krüger (Blumberg) wird als Vertreter der „Berliner Hagel-Assecuranz-Gesellschaft von 1832“ ausgewiesen.

23. April 1921
Im Saale des Gastwirts Wilhelm Dubick zu Ahrensfelde findet großer Box- und Ringkampf mit Tanz statt.

23. April 1931
14 auf dem Rittergut Blumberg beschäftigte Deputanten erhalten für treue Dienste eine wohlverdiente Auszeichnung durch die Landwirtschaftskammer: Herr Schönfeld für 53jährige und Herr Hellmig für 36jährige Dienstzeit die silberne Dienstauszeichnung, die Herren Dabrust für 34, Rahn für 33, Strehlow für 31 Jahre die bronzene Dienstauszeichnung, die Herren Plasch, Steuer, Fredrich, Vetter, Schulz, Herter, Vogel, Voigt, Rother für 17-23jährige Dienstzeit je eine Ehrenurkunde.

23. April 1931
Verpflichtet wurden der Lehrer Leopold Bauer als Schiedsmann und der Bäckermeister Richard Dünnbier als Schiedsmann-Stellvertreter für den Bezirk 56, umfassend die Gemeinde Lindenberg, für eine dreijährige Amtsdauer.

25. April 1931
Die Feuersozietät hat der Gemeinde Lindenberg für die Freiwillige Feuerwehr zwei komplette Steigerausrüstungen geschenkt.

29. April 1931
Die Turner vom Ahrensfelder DTV „Felsing“ nahmen am Sonntag an den Waldläufen im Grunewald vom Gau Brandenburg des Deutschen Turnerbundes teil. Als erster lief Turnbr. Erich Wegener und als zweiter Turnbr. Richard Jauert durch das Ziel. Großes Erstaunen aller Zuschauer über diese Leistung eines kleinen Landvereins.


In unserem Archiv finden Sie u.a. die „Aktuelles“-Seiten der voran gegangenen Monate:
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