Wenn man auf dem Weg von Ahrensfelde nach Mehrow die Neubaublocks hinter sich gelassen hat, fällt der Blick auf drei riesige im Bau befindliche Windräder am Horizont.
Man könnte von weitem denken, die befinden ganz dicht an unserem Ort, aber nein, die stehen auf halbem Weg zwischen Blumberg und Krummensee. In der Nähe des Tanklagers.
Das ist zum Glück so weit weg, dass wir von Krach und Schatten verschont bleiben, aber in der großen Stückzahl, wie wir sie inzwischen ringsum zu stehen haben, sind sie nicht gerade eine Augenweide. Aber den Stromabnehmern in Süddeutschland wird das egal sein.

In letzter Zeit kam man mitunter mehrmals wöchentlich an einer leeren Feuerwache vorbei. Nicht das die Jungs mit den Fahrzeugen Bier holen waren (was vor 40...50 Jahren hier durchaus üblich war) - nein, irgendwo in der Nachbarschaft war wieder ein Feld- oder Waldbrand zu löschen.
Ende Juni z. B. bedrohlich dicht am Tanklager Seefeld und an den Tagen danach auf einem Feld bzw. in einem Wald nahe Hönow. Anfang Juli dann noch ein Scheunenbrand in Eiche.
Grund für die Brände war vor allem die enorme Trockenheit und die große Hitze, die hier schon seit Wochen herrschen.
Der Juni war angeblich der wärmste seit 1889. Abgesehen von einem (allerdings wahrlich heftigen) Regenguss in der Nacht zum 12. Juli ist hier ewig kein Tropfen vom Himmel gefallen und fast durchgängig herrscht Waldbrandstufe V.
Was die Feuerwehren unserer Ortsteile gerade leisten, war auch auf dem Ehrenamtstag am 29. Juni zu spüren.
Viele Plätze blieben leer und nur vereinzelt waren Männer und Frauen in Feuerwehr-Uniform zu sehen, denn auch an diesem Tag waren wieder viele Kameraden im Einsatz. So auch Winfried Dumke, der für sein Engagement als Leiter des Mehrower Varieté geehrt werden sollte, aber beim Wald­brand zwischen Hönow und Neuenhagen im Einsatz war.

Wohl jeder, der das Stück der Dorfstraße vor dem Abzweig der Robert-Stock-Straße in letzter Zeit passiert hat, wird sich über den üppigen Lavendel am Wegesrand gefreut haben.
Im Vorjahr hat diese duftende Pracht aber irgendeinem Paragraphenreiter nicht gepasst und die Anwohner mussten die viel gelobte Zierde mächtig zurückschneiden. In diesem Jahr kommt ihnen hoffentlich der allgemeine Aufschrei zu Hilfe, dass es viel zu wenig Bienen und ähnliches Getier am Rand unserer Felder gibt. Hier wimmelt es davon!
Das auf dem Dorfteich schwimmende Entenhäuschen scheint auch nicht ganz paragraphen-konform zu sein, zumindest ist es ohne statisches Gutachten errichtet worden.
Ob sich schon Enten getraut haben, in diese schlagseitige Behausung zu klettern?

Unser Nachbarort Blumberg bietet viele Anreize für einen Besuch: den Lenné-Park, den Fußballplatz, die im Sommer am Sonntag nachmittags geöffnete Kirche, interessante Veranstaltungen des Kulturvereins usw.
Zu Fuß oder per Rad ist man schnell hin und zurück und kann belustigt auf den Stau unter der Autobahnbrücke schauen.
Und am Wegesrand, der bis vor kurzem noch leckere Kirschen zu bieten hatte, reifen gerade die Äpfel und Pflaumen heran, die einem bald schmecken werden.
Man sollte sich nur nicht von der Entfernungsangabe an der Schranke auf Blumberger Seite abschrecken lassen. Es sind von hier keine 15 km bis Mehrow, sondern eher 2,5 km.

Wenn man die vielen Haltestellenschilder in der Lindenberger Straße sieht, könnte man meinen, Ahrensfelde ist ein Schwerpunktbereich des Nahverkehrs. Aber weit gefehlt.
Zur Vermeidung missbräuchlicher Mehrfachbenutzung hat die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) für ihren Schienenersatz­verkehr eigene Masten neben die der BBG/BVG gestellt.
Während der Sommerferien werden nämlich mehrere Bahn­steige und Bahnübergänge der Regionalbahnlinie RB 25 (ehemals „Wriezener Bahn“ genannt) erneuert.
Und mit Hinblick auf die derzeit schienenlosen Abschnitte ist es ganz gut, dass die NEB vorübergehend zwischen Ahrens­felde und Werneuchen Busse statt Bahnen verkehren lässt.

Wohl jeder, der von Blumberg nach Bernau fährt, wird sich anfangs gewundert haben, warum die zwischen beiden Orten liegende Siedlung zwei verschiedene Ortsschilder besitzt. Rechts steht „Elisenau / Gemeinde Ahrensfelde“ und links liest man „Birkholzaue / Stadt Bernau“. Elisenau war einst Vorwerk von Blumberg und Birkholzaue gehörte zum nahe gelegenen Birkholz. Mit der Gemeindegebietsreform 2003 kam Blumberg mit Elisenau zur Gemeinde Ahrensfelde, Birkholzaue ist jetzt wie Birkholz ein Ortsteil von Bernau.
In Birkholzaue hat sich Heiko Schilsky daran gemacht, die Geschichte seines Wohnortes zu erkunden und in kurzer Zeit schon viel aus Archiven, Zeitungen, Büchern, aus dem Internet und vor allem durch Befragungen der Mitbürger zusammen getragen. Daraus soll eine Chronik entstehen, die er gern noch in diesem Jahr veröffentlichen will. Denn bei seinen Recherchen ist er darauf gestoßen, dass Birkholzaue in diesem Jahr 115 Jahre alt wird.
Im Jahre 1903 haben zwei Niederbarnimer einen Teil des „Sand-Enden“ genannten Waldgebietes aufgekauft, gerodet, parzelliert und zum Verkauf angeboten. Viele Berliner, die gern einen Garten mit Laube haben wollten und zunehmend auch welche, die ins Umland ziehen wollten oder mussten, haben in den folgenden Jahren das Angebot genutzt.
Ein ganz genaues Gründungsdatum von Birkholzaue lässt sich nicht ausmachen, aber Herr Schilsky ist darauf gestoßen, dass am 15. Juli 1928 das 25-jährige Bestehen der Siedlung gefeiert wurde. Da lag nichts näher, als die neuerliche Jubiläumsfeier auf Sonntag, den 15. Juli 2018 zu legen, zwei Wochen nach dem gut besuchten Birkholzauer Dorffest.
Obwohl brütende Hitze war, die Sonne brannte und um 17 Uhr das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft anstand, fanden sich einige Dutzend Birkholzauer um 15 Uhr auf dem Festplatz ein, um Herrn Schilsky's Aus­führungen zum aktuellen Stand der Chronik zu lauschen und ein bisschen zu feiern. Viele haben was zum Trinken und Knabbern mitgebracht und auch der Ortsvorsteher hat was springen lassen. Klasse!
Wir werden ganz interessiert beobachten, wie das mit der Birkholzauer Chronik voran geht und zu gegebener Zeit ein bisschen ausführlicher darüber berichten. Seien Sie gespannt!

Wenn Sie keine Windmasten montieren oder Feldbrände löschen müssen, wenn Sie nicht im Schienenersatzverkehr stecken und auch nicht in der Dachstube an einer Chronik schreiben, dann genießen Sie doch einfach den fantastischen Sommer! So wie diese beiden Herren.

Sonntag, 01.07., 11.00 UhrGottesdienst
Sonntag, 15.07., 11.00 UhrGottesdienst
Sonntag, 05.08., 11.00 UhrGottesdienst
Sonntag, 19.08., 11.00 UhrGottesdienst
Weitere Informationen unter www.kirche-ahrensfelde.de
oder im ev. Pfarramt in 16356 Ahrensfelde, Dorfstr. 57.
Tel.: 030 / 9339335, e-Mail: buero@kirche-ahrensfelde.de

Unser Ortsvorsteher, Bernhard Wollermann, hält montags von 17.30 bis 18.30 Uhr seine Sprechstunde in der „Amtsstube“ im Feuerwehrgebäude ab.
Unsere von Herrn Franz stets gut mit aktueller Literatur ver­sorgte Bibliothek hat unverändert dienstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet.

Fahrplan des 390er Busses lt. BBG siehe Aktuelles 01/16
Abfallentsorgung (Alle Angaben ohne Gewähr!)
  • Hausmüll: Di. 10.7., 31.7., 21.8.2018
  • Gelbe Säcke: Mo. 2.7., 16.7., 30.7., 13.8., 27.8.2018
  • Altpapier: Fr. 20.7. 17.8.2018
  • Biomüll: Fr. 13.7., 27.7., 10.8., 24.8.2018

Es stand im Juli vor x Jahrzehnten in der Zeitung (Niederbarnimer Kreisblatt) ...
[Ergänzung zu den bereits im Juli 2008 gelisteten Artikeln]
1. Juli 1868
Die kirchliche Weihe von Vereins- und Schützenfahnen ist durch einen königlichen Erlaß von 1861 verboten.

31. Juli 1878
Der Falkenberger Amtmann Jungk war in Frankreich, England und Schottland zwecks Besichtigung der Rieselfelder großer Städte unterwegs.

20. Juli 1888
Mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft wird bestraft, wer ohne polizeiliche Erlaubniß an bewohnten oder von Menschen besuchten Orten mit Feuergewehr oder anderem Schießwerkzeuge schießt oder Feuerwerkskörper abbrennt.

10. Juli 1898
Die öffentlichen Fernsprechstelle der Postagentur Blumberg ist in Betrieb genommen. Der Sprechverkehr ist zugelassen mit Berlin nebst Vor- und Nachbarorten Bernau, Eberswalde, Freienwalde, Liepe und Oderberg. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Minuten beträgt 25 Pf., für dringende Gespräche wird die dreifache Gebühr erhoben. Sofern im fernen Orte die gewünschte Person zur öffentlichen Sprechstelle herbeigeholt werden muß, wird eine weitere Gebühr von 25 Pf. erhoben.

31. Juli 1898
Anzeige: Chausseearbeiter werden bei hohem Lohn verlangt auf der Chaussee-Neubaustrecke Mehrow-Ahrensfelde. Zu melden beim Schachtmeister Schulze in Mehrow.

12. Juli 1908
Adolf Thürling in Mehrow hat zwei schöne Alleen Sauerkirschen zu verpachten.

31. Juli 1908
Amtssekretär Anton Lutz (Ahrensfelde), Ortssteuererheber Johannes Hoy (Blumberg), Gemeinde-Vorsteher Klus (Eiche), Ortssteuererheber August Puhlmann (Lindenberg) und Gemeinde-Vorsteher Ernst Meißner (Mehrow) sind zu Vertrauensmännern der Land-Feuersozietät der Provinz Brandenburg bestellt worden.


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