Die bevorstehenden Osterfeiertage sind uns Anlass, auf folgendes hinzuweisen:

Die wegen der würdigen Feier der Sonn- und Festtage und wegen Verhütung der Störung des öffentlichen Gottesdienstes ergangenen Verordnungen scheinen hier und da in Vergessenheit gekommen zu sein; deshalb wird daran erinnert und besonders verordnet:

1) an Sonn- und Feiertagen dürfen von den öffentlichen Behörden und Beamten in der Regel keine Verhandlungen und Geschäfte betrieben werden. Sollte aber bei dringenden Veranlassungen eine Ausnahme nöthig sein, so müssen doch nur die Stunden außer dem gewöhnlichen Gottesdienst gewählt werden.
2) Insbesondere wird die Abhaltung der Kantonrevisionen und solcher Geschäfte, wodurch ganze Gemeinen und mehrere Einwohner von dem Besuch der öffentlichen Gottesverehrung abgezogen werden, an den Sonn- und Feiertagen untersagt.
3) Domainenbeamte, Gutsherrschaften und deren Stellvertreter, Bauunternehmer und Rechnungsführer müssen die Handwerker und Tagelöhner nicht an den Sonntagen, sondern am Sonnabend ablohnen.
4) An Sonn- und Feiertagen soll niemand zu Hofediensten, noch weniger zu Treibjagden von den Gutsherrschaften angehalten werden. Ebenso wenig dürfen
5) öffentliche Aufzüge der Gewerke, Schützengilden oder anderer Gesellschaften während der Zeit des Gottesdienstes statt finden.
6) Während des Gottesdienstes sowohl Vor- als auch Nachmittags muß aller öffentliche bürgerliche Verkehr ruhen. Daher bleiben während dieser Zeit die Kaufläden der Handelsleute, Bäcker, Schlächter ec., die Gewölbe und Boutiken geschlossen; in den Kaffeehäusern, Wein-, Bier. und Brantweinschänken dürfen keine Getränke gereicht oder Gäste gesetzt, auch keine Spiele gespielt werden; das Fahren der Bier- und Mehlwagen auf den Straßen, alle mit Geräusch verbundenen oder sonst auffallende Arbeiten in den Werkstätten und vor den Häusern bleiben ausgesetzt. Nur allein die Apotheker dürfen während des Gottesdienstes Arzneien verkaufen.
7) Die Magisträte und Polizeiobrigkeiten jedes Orts, sowohl in den Städten als auf dem Lande, haben die gewöhnlichen Stunden, an welchen Vor- und Nachmittags die kirchlichen Versammlungen als anfangend und endigend zu betrachten sind, öffentlich bekannt zu machen und darauf zu halten, daß während dieser Zeit die vorstehenden Vorschriften befolgt werden.
8) Mit dem letzten Verse des Liedes, welches unmittelbar vor der Predigt gesungen wird, sollen die Thüren der Kirchen von dem Küster geschlossen, und nur erst mit dem Anfange des nach der Predigt zu singenden Liedes wieder geöffnet werden. Während der Predigt wird von dem an der einen Kirchthür zu bestellenden Thürhüter der Aus- und Eingang nur in dringenden Fällen gestattet.
9) Alles Umhergehen in der Kirche während der Predigt, so wie überhaupt jede Störung der Andacht wird verboten. Es müssen daher auch die kleinen Kinder, welche der kirchlichen Erbauung noch nicht fähig sind, zurückgewiesen werden.
10) Uebertretungen dieser Vorschriften werden in jedem einzelnen Fall mit willkürlicher Geld- oder verhältnißmäißger Gefängnißstrafe geahndet.

Die Ortsobrigkeiten, so wie die Herren Superintendenten und Prediger, haben darauf zu sehen, daß den hier wiederholten Vorschriften überall nachgelebet werde.
Potsdam, den 22sten Junius 1812.
Gefunden im Amtsblatt der Churmärkischen Regierung 1812, No. 26 vom 26sten Junius 1812, S. 261



Alle Welt spricht vom Klimawandel, aber keiner kümmert sich um die Kontinentalverschiebung. Dabei sind deren Auswirkungen hier viel gravierender, als die klimatischen Veränderungen.

Wenn man von Mehrow nach Blumberg läuft, dann trifft man kurz vor der Autobahnbrücke auf den Schleifweg, der in spitzem Winkel nach links abzweigt und nach Ahrensfelde führt. Folgt man diesem Weg, kommt man nahe der Total-Tankstelle an der Ecke Dorfstraße / Mehrower Straße raus.

An besagtem Abzweig, der durch einen frischen Müllhaufen am Ufer des rechter Hand gelegenen Tümpels geschmückt ist, steht ein Wegweiser, der verrät, wie weit es noch bis Blumberg bzw. zurück nach Mehrow ist.

Obwohl die Schilder mit den Entfernungsangaben erst ein paar Jahre alt sind, mußten sie schon ausgetauscht werden, offenbar weil sich in Folge der Kontinentalverschiebung die angegebene Entfernung in so kurzer Zeit gravierend geändert hat.

Während das am Boden liegende alte Schild noch
1,5 km bis Mehrow ausweist, spricht das neu montierte Schild bereits von 2 km.

Daran ist erkennbar, dass die Mehrower und die Blumberger Platte mit ungewöhnlich großer Geschwindigkeit auseinander driften.
Die immer größer werdende Entfernung der gleichnamigen Orte ist sicher auch der Grund dafür, dass der Schulbus von Mehrow nach Blumberg immer länger braucht.



Der Altlandsberger Nachtwächter, Herr Horst Hildenbrand, den wir im vorigen Herbst beim Nachtwächtertreffen kennen gelernt haben, avanciert allmählich zum Medienstar. Im Januar war der RBB zu Gast in Altlandsberg, um die Stadt und ihren Nachtwächter vorzustellen, wenig später gab es einen RBB-Wetterbericht aus Altlandsberg und jüngst war er beim gleichen Sender auf der ITB zu sehen.

Der gute Mann tut eine Menge für seine Stadt und es ist zu wünschen, dass man ihm dort hinreichend Anerkennung zollt.

Die sehenswerte Stadt mit ihrem historischen Stadtkern, der noch zur Hälfte von einer stattlichen Stadtmauer umgeben ist, wurde bisher wegen der dürftigen Verkehrsanbindung nicht gerade von Touristen überrannt.

Aber man lässt sich da viel einfallen, um Gäste anzulocken: zum Beispiel das jährliche Vogelscheuchenfest, Ritterspiele und seit ein paar Jahren abendliche Stadtrundgänge mit dem Nachtwächter der Stadt (der nächste startet übrigens am Freitag, den 27.3.2009 um 19 Uhr auf dem Marktplatz). Neuerdings enden diese gelegentlich in einem Verlies des Storchenturms, wo es noch etwas geistige Nahrung für den Heimweg gibt.

Herr Hildenbrand lässt es aber nicht dabei bewenden, den Besuchern bei solchen Rundgängen die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu zeigen und ihre Geschichte zu erklären. Zusätzlich veranstaltet er regelmäßig Nachtwächterabende, bei denen er die Gäste mit Geschichten, Gedichten und Liedern rings um die Nachtwächterei unterhält.

Der letzte dieser Nachtwächterabende fand am 27.2. im Altandsberger "Armenhaus" statt.

Dieses neben dem Storchenturm an der Stadtmauer gelegene Haus wurde 1836 als Armenhaus errichtet und beherbergte später außerdem die Feuerwehr. Jetzt ist es eine urige Gaststätte, in der man in zwei Räumen gemütlich auf und zwischen alten Einrichtungsgegenständen sitzen und gut essen kann.


Der gewölbte Raum, der früher die Feuerspritze beherbergte und dessen verglaste Torausfahrten einen ungehinderten Blick nach drinnen oder draußen zulassen, bietet ein hervorragendes Ambiente für Veranstaltungen, die sich mit früheren Zeiten befassen. Er ist nur leider nicht sehr groß und durch die dicken Säulen im Raum ist die Anzahl der Plätze mit guter Sicht etwas eingeschränkt.
Aber wer den Empfehlungen auf der Webseite des Armenhauses gefolgt ist und sich vorher angemeldet hat, der hat auch für ein kleines Eintrittsgeld einen guten Platz und was zu trinken bekommen.

Der Nachtwächter hat zusammen mit einem Musikus seine Gäste hervorragend unterhalten und für eine amüsante Stimmung gesorgt. Und manches Interessante ist in den Köpfen der Besucher hängen geblieben.

Viel zu schnell ging dieser Abend zu Ende - aber sicher wird es da mal eine Fortsetzung geben. Schauen Sie immer mal bei www.nachtwaechter-altlandsberg.de rein - da werden solche Veranstaltungen angekündigt.



Einer weiteren Veranstaltung in Altlandsberg, auf die sich unser Reporter sehr gefreut hatte, musste er leider fern bleiben: Das bundesweite Treffen der
"Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren",
das (natürlich) Horst Hildenbrand für Anfang März nach Altlandsberg geholt hatte. Über 20 Gildemitglieder waren aus dem ganzen Land angereist, um in Altlandsberg zu konferieren, gemeinsam zu feiern und sich dem interessierten Publikum zu zeigen.

Den Höhepunkt bildete dabei ein gemeinsamer Stadtrundgang am Samstag Abend, bei dem nicht nur das nächtliche Altlandsberg erklärt wurde, sondern auch die Gildemitglieder sich selbst und ihre Heimatorte vorstellten.
Wie Augenzeugen berichten, war es ein grandioses Treffen, welches das von uns so gelobte Nachtwächtertreffen im September 2008 weit in den Schatten gestellt hat. Es ist zu hoffen, dass es bald wieder eine solche Veranstaltung in unserer Nähe gibt.



Am Freitag, den 24. April 2009 findet um 19.30 Uhr im Mehrower Gemeindezentrum (Feuerwache) die zweite "Mehrower Geschichtsstunde" statt.

Wie bei der sehr gut besuchten ersten Veranstaltung am 13. Februar wird der Ortschronist aus alten Zeitungen lesen - dieses Mal aus dem
Niederbarnimer Kreisblatt
(dem Vorgänger der heutigen MOZ) von
1889 bis etwa zum ersten Weltkrieg.

Dabei geht es wieder nicht nur um Mehrow, sondern um alle Ahrensfelder Ortsteile und um die benachbarten Gemeinden, weshalb nicht nur die Mehrower, sondern auch unsere Nachbarn sehr herzlich zu dieser Geschichtsstunde eingeladen sind.
Der Eintritt ist natürlich frei.



Evangelische Kirchengemeinde Mehrow

Sonntag,15.03.2009, 11.00 Uhr Gottesdienst
Sonntag,29.03.2009, 11.00 Uhr Gottesdienst
Karfreitag,10.04.2009, 11.00 Uhr Gottesdienst
Ostersonntag,12.04.2009, 11.00 Uhr Gottesdienst

Mehr erfahren Sie über unsere Nachbargemeinden und die dortigen Gottesdienste und Veranstaltungen auf deren Webseiten:

Dorfkirche Ahrensfelde:   www.kirche-ahrensfelde.de   Gottesdienst: Sonntag, 9.30 Uhr
Dorfkirche Hönow:   www.kirche-hoenow.de   Gottesdienst: Sonntag, 11.00 Uhr

Veranstaltungshinweis:
In der Hönower Dorfkirche gibt es an jedem letzten Sonntag des Monats um 16.30 Uhr ein Serenadenkonzert mit wechselnden Musikern. Das kann man ruhig mal als Anlass zu einem Besuch im Nachbardorf nehmen. Näheres erfahren Sie auf der o.g. Webseite der Hönower Kirchengemeinde.



Die Bunte Kinderrunde in Mehrow macht Pause bis zum April.
Weitere Info's: Gabriele Bormeister, Tel. 030/93669698 oder Büro der Kirchengemeinde, Tel. 030/9339335



Der "Mehrower Hof" (Dorfstr. 9, neben der Kirche) hat folgende Öffnungszeiten:

  • Montag-Dienstag:  
  • Ruhetag
  • Mittwoch-Donnerstag:  
  • 16.00 - 21.00 Uhr
  • Freitag:  
  • 16.00 - 22.00 Uhr
  • Sonnabend:  
  • 11.30 - 22.00 Uhr
  • Sonntag:  
  • 11.00 - 21.00 Uhr

    Das Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Website des Mehrower Hofes: www.mehrowerhof.de. Weitere Informationen und Reservierungen unter 033394 / 57925 bzw. e-Mail: mehrower-hof@mehrower-hof.de

    Ab dem 5. April 2009 öffnet immer Sonnabend und Sonntag von 7.30 – 11.30 Uhr
    „Die kleine Konditorei“ mit frischem Landbrot, Brötchen und Croissants, Kuchen und Gebäck.



    Unsere Ortsvorsteherin (lat.: Villicussi), Frau Dr. Unger,
    hält ihre wöchentliche Sprechstunde jeweils am
    Donnerstag von 18.30 bis 19.30 Uhr
    im Gemeindezentrum (Feuerwache, Krummenseer Weg 1) ab. Während der Sprechzeiten ist sie dort auch telefonisch zu erreichen: 033394/569083.
    Nutzen Sie diese Gelegenheit, Ihre Probleme, aber auch Ihre Anregungen und Ideen zur Entwicklung unseres Ortes persönlich vorzutragen!



    Montag bis Freitag, 390er Bus ab Ahrensfelde Bahnhof (über Eiche) nach Mehrow:
    5.30 6.01 6.30 7.10 7.45 8.40 9.40 10.40 11.40 12.40 13.40 14.40 15.40 16.20 17.00 17.40 18.40 19.40
    Montag bis Freitag, 390er Bus ab Mehrow Kirche nach Ahrensfelde:
    5.49 6.20 6.49 7.29 8.04 8.59 9.59 10.59 11.59 12.59 13.59 14.59 15.59 16.39 17.19 17.59 18.59 19.59

    Sonnabend, 390er Bus ab Ahrensfelde (über Eiche) nach Mehrow:
    10.40 11.40 12.40 13.40 14.40 15.40 16.40
    Sonnabend, 390er Bus ab Mehrow Kirche nach Ahrensfelde:
    10.59 11.59 12.59 13.59 14.59 15.59 16.59
    Sonntag: kein Busverkehr auf der Linie 390
    Alle Angaben ohne Gewähr!

    Wundern Sie sich nicht, wenn sonnabends solch ein Kleinbus (Bild aufgenommen in Ahrensfelde) an der Haltestelle steht. Am Sonnabend bedient der Fahrdienst einer sozialen Einrichtung die 390er Linie.



    Unsere Bibliothek im Feuerwehrgebäude hat mittwochs von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Erreichbar ist sie unter bibliothek-mehrow@gmx.de bzw. Telefon 033394 / 56475. Sie können vorab schon mal im Bestand der Bibliothek schauen, was da für Sie dabei ist.



    Es stand im März vor x Jahrzehnten in der Zeitung (Niederbarnimer Kreisblatt) ...
    5. März 1899
    Der Arbeiter Wilhelm Zachow wurde als Nachtwächter der Gemeinde Eiche bestätigt.

    12. März 1899
    Der Bauer Carl Baurath in Lindenberg wird auf fernere 6 Jahre als Gemeindevorsteher bestätigt.

    24. März 1909
    In Ahrensfelde wird der erste Spatenstich zur Gasanlage der Berliner Gasanstalt getan.

    19. März 1919
    Eine vorübergehende Verstärkung der Landgendarmerie ist vom Minister des Innern angeordnet worden. Unter Einrechnung der überwiesenen militärischen Hilfsgendarmen sollen im Ganzen 2000 Hilfskräfte neu eingestellt werden.

    28. März 1929
    Wegen der in Blumberg immer wieder auftretenden Überschwemmungen durch den Schleusengraben wird zur Regulierung dieses Wasserlaufes eine Wassergenossenschaft gegründet.

    15. März 1939
    Das ehemalige Vorwerk Elisenau des früheren Rittergutes Blumberg im Kreise Niederbarnim hat ein Maidenlager erhalten, einen Arbeitsdienst für die weibliche Jugend. Die Einweihung steht bevor.

    25. März 1939
    Vergleich der aufgeteilten Güter in Blumberg und Mehrow: Rund 1170 Hektar wurden aus dem Rittergut Blumberg besiedelt und daraus 136 Siedlerstellen geschaffen. Es entstanden zwei Restgüter in Größe von 47 Hektar und 35 Hektar, 26 größere Bauernstellen mit einer Durchschnittsgröße von 14,3 Hektar, drei kleinere Bauernstellen mit einer Durchschnittsgröße von 7,2 Hektar und 77 Gärtnerstellen im Durchschnitt von 1,7 Hektar. Das Rittergut Mehrow umfaßt eine Fläche von 790 Hektar. Ein Restgut ist verkauft, im Rahmen der Besiedlung entstehen drei Restgüter in Größe von 95, 50 und 40 Hektar, 12 Vollbauernstellen von einer Durchschnittsgröße von 20,7 Hektar und drei Handwerkerstellen bei 3,5 Hektar Größe. Für die Restgüter wurden die bestehenden Gebäude verwertet, die Bauernstellen erhalten durchweg neue Siedlungsgebäude.

    28. März 1939
    Kreiskriegerführer Ewig ist 25 Jahre an der Spitze des Kreiskriegerverbandes Niederbarnim.




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