Das Regionalparkfest am 12. September 2015 in Blumberg fand seinen Abschluss in einem Wettstreit der Feuer­wehren der Gemeinde. Wir haben einen kurzen Bericht.
Um es vorwegzunehmen: Mehrow hat sich tapfer geschlagen und sowohl bei den Jugendlichen, als auch bei den „alten Herren“ den zweiten Platz belegt!

Die zweimal im Jahr stattfindenden Schlachtefeste sind längst nicht mehr aus dem Veranstaltungskalender des Ortes wegzudenken. Sie erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit und wenn ausnahmsweise das Wetter mal mitspielt, dann wird es richtig eng vor und im Festzelt beim Landhof Rahlf. Eng wird es da auch immer auf den Tellern, denn die Eisbein-, Grützwurst- und Kasslerportionen sind gewaltig.

Uslar am Solling ist ein hübsches kleines Fachwerkstädtchen im Weserbergland, dem man auf Schritt und Tritt anmerkt, dass hier mal in größerem Umfang Hüttenwesen betrieben worden. Seien es die mit Wappen verzierten Gully-Deckel, eiserne Hochbeeteinfassungen, Rankegitter und Pflanztöpfe, ausgefallene Hydranten, diverse Brunnen, Denkmäler usw. Überall findet man Zeugen kunstvoller Metallverarbeitung.
In diesem Jahr hatte sich der Ort besonders heraus­geschmückt, denn vor 300 Jahren wurde die Sollinger Hütte gegründet, die den Menschen hier über viele Jahrzehnte einen gewissen Wohlstand brachte.
Im liebevoll eingerichteten Museum der Stadt Uslar gab es von Mitte August bis Mitte November eine sehr sehenswerte Sonderausstellung zur Hüttengeschichte, zu der wir eine Kleinigkeit beitragen konnten. Über einige Jahre gehörte die Sollinger Hütte unserem letzten Gutsbesitzer, Max Bothe. Bei seinen Recherchen ist der Museumsdirektor, Herr Althaus, auf unsere Webseite und dort auf ein Foto der Stock-Töchter und ihrer Familien auf einem Firmen-LKW gestoßen .
Überraschen konnten wir ihn dann noch mit einer Vielzahl von Hüttenbildern und einem Kontakt zu Frau Müller (Alfeld), die weiteres Material beisteuern konnte.

Weihnachten steht wieder vor der Tür und damit die Zeit der Geschenke. Wer viel zum Gemeinwohl beiträgt, darf sich da auch mal selbst beschenken.
Für Freunde stiller Observationen gibt es da zum Beispiel diesen formschönen Ein-Mann-Bunker, den man ganz unauffällig in einer Gartenecke platzieren kann, vorzugs­weise mit Blickrichtung Feuerwehr. Übermäßig komfortabel ist es darin nicht, aber immer noch gemütlicher, als im Laubhaufen. Man muss sich vor dem Einstieg auch nicht extra verkleiden und kann sogar noch eine Wärmflasche für den Popo mitnehmen.
In einer gehobenen Ausstattung gibt es den praktischen Beobachtungsposten auch mit Telefonanschluss. Da kann man immer gleich bei der GEMA anrufen, wenn jemand im Vorbeilaufen ein Lied vor sich hin trällert ...

In der Joachimsthaler Straße in Berlin, da wo nicht nur rostige Kleinwagen am Straßenrand stehen, ist man jetzt offenbar dazu übergegangen, an den Parkhauszufahrten Japanische Kurznachrichten durchlaufen zu lassen. Zumindest sieht es so aus, wenn der Parkhaus-Computer mal wieder sein Eigenleben entwickelt.
Es kann sich aber auch um verschlüsselte Botschaften handeln, dass man besonders teure Fahrzeuge dort nicht einparken soll, weil sie sonst nicht gesehen werden ...
In dieser Gegend kann man auch ganz neue kulinarische Erfahrungen machen. Zum Beispiel kann man ausprobieren, wie Borschtsch schmeckt, wenn man die Hälfte weglässt. Oder ob Händchensuppe was für einen wäre - man darf dabei nur nicht gleich an verstümmelte Kinder denken.

Gottesdienste in der Dorfkirche Mehrow:
Sonntag, 18.10., 11 UhrGottesdienst
Sonntag, 01.11., 11 UhrGottesdienst
Mittwoch, 11.11., 17.30 UhrMartinsfest und Umzug
Sonntag, 15.11., 11 UhrGottesdienst mit Totengedenken
Sonntag, 29.11., 11 UhrGottesdienst zum 1. Advent
Helma Thiele hatte die Kirche zum Erntedankgottesdienst am 4. Oktober wieder schön hergerichtet und das (überwiegend von ihr selbst) gespendete Obst und Gemüse rings um den Altar drappiert.
Über diese Gaben konnte sich später „Laib und Seele“ freuen, eine Hilfsorganisation, die Lebensmittel an Bedürftige verteilt.

Die Mehrower Kinderrunde traf sich zuletzt am 10.10. in der Feuerwehr, um unter dem Thema „Einfach mal abhängen!“ lustige Mobiles aus Tontöpfen zu basteln. Das nächste Treffen ist beim Mehrower Plätzchenmarkt am 2. Advent.

Zu Halloween gab es eine tolle, gruselige Party in der Feuerwehr. Anschließend zogen einheimische und noch viel mehr fremde Kinder durch das Dorf, um Süßigkeiten abzufassen.
Hier sind ein paar Bilder.

Unser Ortsvorsteher, Bernhard Wollermann (rechts: bei der Auszeichnung des Schützenkönigs auf dem Dorffest 2015), hält seine Sprechstunde immer montags von 17.30 bis 18.30 Uhr in seiner „Amtsstube“ im Feuerwehrgebäude ab.
Danach trifft man ihn oft noch in der Bibliothek, die immer montags von 18 bis 20 Uhr geöffnet hat. Herr Franz lockt dort mit einem gut sortierten und ziemlich aktuellen Angebot, vor allem für Freunden von spannenden Kriminalromanen.


Busfahrplan ab 31.8.2015 lt. Barnimer Busgesellschaft (www.bbg-eberswalde.de)
390er ab Ahrensfelde S-Bahnhof über Eiche nach Mehrow, planmäßige Fahrzeit: 22 Minuten
Mo-Fr, Schultage:   5.20 5.55 6.50 7.50 8.52 10.00 11.03 12.03 13.16 14.16 15.03 16.16 17.03 18.32
Mo-Fr, Ferientage:  5.20 5.55 7.00 7.50 8.52 10.00 11.03 12.00 13.03 14.00 15.03 16.00 17.03 18.22
390er ab Mehrow Kirche über Eiche nach Ahrensfelde, planmäßige Fahrzeit: 12/18 Minuten
Mo-Fr, Schultage:   5.42 6.08 7.02 8.12 9.14 10.22 11.02 12.02 13.12 14.12 15.12 16.17 17.07 17.33 18.54
Mo-Fr, Ferientage:  5.42 6.17 _.__ 8.12 9.14 10.22 11.25 12.22 13.25 14.22 15.25 16.22 17.25 __.__ 18.44
Achtung! Nur die unterstrichenen Busse verkehren über Eiche, Dorf.
390er ab Blumberg Bahnhof nach Mehrow (weiter nach Ahrensfelde), Fahrzeit: 12...17 Minuten
Mo-Fr, Schultage:   5.50 6.35 10.50 11.50 12.55 13.55 14.55 16.00 16.55
390er ab Mehrow Kirche nach Blumberg Bahnhof (aus Ahrensfelde kommend), Fahrzeit: 13...18 Minuten
Mo-Fr, Schultage:   6.17 7.06 11.25 12.25 13.38 14.38 15.25 16.38
Mo-Fr, Ferientage:   7.22, weiter als 895 nach Bernau.
Achtung! Nur die unterstrichenen Busse verkehren über Blumberg, Schule.
Alle Angaben sind ohne Gewähr!

Abfallentsorgung (Alle Angaben ohne Gewähr!)

Hausmüll (Tour 8): Mi. 18.11., 9.12.2015
Gelbe Säcke (Tour 6): Mo. 9.11., 23.11., 7.12.2015
Altpapier (Tour 15): Fr. 13.11., 11.12.2015


Herrn Klemm, einem jungen und überaus engagierten Mitarbeiter der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) ist es zu verdanken, dass dort neben vielen Berliner und überregionalen Tageszeitungen nunmehr auch das Niederbarnimer Kleisblatt als Regionalzeitung fast lückenlos auf Mikrofilm vorliegt. Herr Klemm hat viel herumtelefoniert und bereits vorliegende Filmkopien zum Duplizieren, als auch Originalausgaben zwecks Einscannen herangeschafft.
Beim Auffinden der Vorlagen war nach seiner Auskunft unsere Aufstellung hilfreich, die wir vor über zehn Jahren hier publiziert haben. Ansporn bei seiner Sammeltätigkeit war ihm wohl auch, dass die ZLB seinerzeit bei uns so schlecht abgeschnitten hat, weil sich dort nur ein paar wenige zerfledderte und nicht richtig katalogisierte Ausgaben fanden.
Nun ruht also der Schatz von über 90 Jahren Regional­nachrichten in einem großen Schubfach im 2. OG der ZLB.
Wann immer man Zeit findet und ein Lesegerät frei ist, kann man nun in unserer früheren Tageszeitung schmöckern. Toll! Wir haben nunmehr begonnen, durch erneute Sichtung der Kreisblattausgaben unserer früheren Rechercheergebnisse zu ergänzen. Den Anfang haben zwei bislang unvollständige Jahrgänge gemacht: 1909 und 1911.
Jetzt folgen die Kriegsjahrgänge: 1914, 1915, 1916, 1917 und 1918.
Weiter geht es mit den Jahrgängen unmittelbar vor und nach dem Ersten Weltkrieg, um sich halbwegs ein Bild von den kriegsbedingten Veränderungen machen zu können.

Es stand im November vor x Jahrzehnten in der Zeitung (Niederbarnimer Kreisblatt) ...
6. November 1875
Es lebten in Preußen Ende 1810: 4,708,410 Bewohner; Ende 1820: 11,272,482; Ende 1830: 12,988,172; Ende 1840: 14,928,501; Ende 1850: 16,608,039; Ende 1860: 18,262,623; Ende 1870: 24,497,086.

13. November 1875
Das in der Verkehrs-Entwicklung immer mehr zunehmende Dorf Hönow hat seither beklagen müssen, nicht einmal eine Thurmuhr zu besitzen. Die früher vorhanden gewesene Uhr, von der das Ziffernblatt in einem höchst verwetterten Zustande noch am Thurm befindlich ist, mag bereits seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr gangbar sein. Deshalb hat die Gemeinde-Versammlung beschlossen, eine Thurmuhr mit 3 Ziffernblättern, nach allen Richtungen hin sichtbar, anzuschaffen.

24. November 1875
Am 17. November brannte in Blumberg die bis unter das Dach mit Getreide gefüllte Scheune eines hiesigen Bauernhofes. Am nächsten Morgen bricht plötzlich die Flamme mit voller Gewalt aus dem zu demselben Gehöft gehörigen alten Wohnhause mit daran gebauten Stallungen. Trotzdem Spritzen und Mannschaften in Menge zur Stelle waren, konnte an Löschen nicht mehr gedacht werden. Ein Menschenleben ist zu beklagen.

27. November 1875
Die General-Versammlung der Actionaire der Berlin-Prötzeler Chaussee-Actien-Gesellschaft konnte nicht über die Auflösung der Gesellschaft beschließen, da weniger als 2/3 der sämmtlichen Actien vertreten waren. Es wird deshalb eine neue General-Versammlung anberaumt.

8. November 1885
Die Obstbaumschule des Rulemann Hientzsch in Lindenberg offerirt Rosen und Obstbäume in den vom Pomologen-Verein empfohlenen Sorten, welche auf den Ausstellungen zu Eberswalde und Berlin mit der silbernen Medaille prämiirt wurden.

20. November 1885
In Alt-Landsberg brannte ein Scheunen- und Stallgebäude des Mühlenbesitzers Naubauer am Blumberger Wege. Das Feuer, jedenfalls durch Unvorsichtigkeit ausgelöst, griff so schnell um sich, daß das Vieh nur mit Mühe gerettet werden konnte.

15. November 1895
Der Administrator Petersen zu Friedrichsfelde ist als Gutsvorsteher-Stellvertreter für den Gutsbezirk Mehrow bestätigt worden.

19. November 1905
Herr Dr. Fahrenholtz (Ahrensfelde) siedelt nach Jasenitz bei Stettin über. Die Kassenarztstelle in Ahrensfelde mit einem Einkommen von 8-10000 Mark wird frei und ist sofort zu besetzen.



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